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Eintauchen mit Herzog Ernst. Der Mittelalterroman als immersive Lektüre

Titre: Eintauchen mit Herzog Ernst. Der Mittelalterroman als immersive Lektüre

Dossier / Travail , 2019 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Mona Wölfel (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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In dieser Arbeit möchte ich herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Immersion durch Faszination der Romanfiguren und dem Eintauchen in die Welt des Romans von Seiten der Rezipientin/des Rezipienten gibt. Etwas plakativ gesprochen könnte man fragen: Findet hier eine Immersion durch Immersion statt? Welche Aspekte der Erzählung, der Ekphrasis, schlagen den Leser/ die Leserin so sehr in den Bann und nehmen ihn/sie in seiner/ihrer Wahrnehmung gefangen? Inwiefern korrelieren sinnbildliche und wortwörtliche Immersion der Figuren in Herzog Ernst in der Grippia-Episode mit einem immersiven Leseerlebnis des Textrezipienten/der Textrezipientin?

Zur Beantwortung dieser Fragen soll nach einer Klärung wichtiger Begri!e, die Grippia-Episode mit besonderem Augenmerk auf den zweiten Besuch durch Herzog und Graf und ihr ‚Eintauchen‘ inhaltlich und sprachlich betrachtet werden und dabei erschlossen werden, wie diese Erzählung den Rezipienten/ die Rezipientin selbst fasziniert und emotional involviert.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Immersion der Romanfiguren und der Immersion des Lesers? Diese Frage soll am Ende der Arbeit im Fazit beantwortet werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Immersion

2.1. Begriffsklärung

2.2. Auslöser immersiver Rezeption

3. Die Grippia-Episode

3.1. Immersion durch Faszination und Spannung

3.2. Immersion durch visuelle Reize

3.3. Immersion durch körperliche Erfahrung

5. Fazit

6. Limitation und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

7.1. Mittelalterliche Texte

7.2. Forschungsliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Immersion im Kontext der mittelalterlichen Literatur, speziell anhand der Grippia-Episode aus dem "Herzog Ernst B". Dabei wird analysiert, inwiefern narrative Strategien und die sinnliche Beschreibung des "Wunderbaren" dazu beitragen, den Rezipienten emotional in die erzählte Welt einzubinden und eine Verbindung zwischen der Faszination der Romanfiguren und dem Leseerlebnis herzustellen.

  • Analyse des Begriffs der Immersion in Literatur und Medien
  • Untersuchung der "Grippia-Episode" als Beispiel für immersive Erzählweise
  • Rolle von Faszination, Spannung und visuellen Reizen bei der Leserbindung
  • Die Funktion körperlicher Erfahrung als Höhepunkt der Immersion
  • Reflexion über Unterschiede in den Rezeptionsbedingungen zwischen Mittelalter und Moderne

Auszug aus dem Buch

3.3. Immersion durch körperliche Erfahrung

Der Höhepunkt aller bewundernswerten Entdeckungen ist die Besichtigung eines technischen Wunders: Zwei rotgoldene Badewannen, die über eine detailliert beschriebene Installation mit fließendem warmen und kalten Wasser versorgt werden. Silberne Rohre leiten sauberes Wasser in die Wannen, über ein weiteres Roth aus Erz wird das verbrauchte Wasser durch die Straßen der Stadt gespült und reinigt sie so von Staub und Unrat. (V. 2668-2698) Die beiden Helden sind begeistert von dieser Erfindung.

Es handelt sich um eine Form des Wunderbaren oder des Magischen, in der sich die Vorstellung von Luxus mit der von entwickelter Technik verbindet. Objekte, die durch inhärente Mechaniken lebensechte Wirkungen erzielen, werden in der mittelalterlichen Literatur tatsächlich bewundert wie kaum ein anderer Gegenstand.36

Sogar der Erzähler äußert sich staunend und begeistert: „ich wœne burc deheine, ûf erden ie sô rîch gestê: ir strâzen glizzen sô der snê.“ (V. 2696-2699)

Diese artifizielle Konstruktion, ausgesprochen farbenreich und weitschweifig geschildert, verleitet Ernst erneut, einen grenzüberschreitenden Wunsch zu äußern: „vil sneller gegen hêre, mich lustet vil sêre daz wir in daz bat gân.“ (Herzog Ernst, V. 2703-2705)

Trotz der geäußerten Bedenken Wetzels „und wizzet sicherlîche, es ist uns wunderlîche nôt, wan daz ich vürhte den tôt hie âne wer enphâhen.“ (V. 2730-2733) beharrt Ernst darauf, ein Bad zu nehmen. Herzog Ernst und Graf Wetzel „tauchen wortwörtlich in die fremde Welt ein. Die Neugier der Helden erhält hier fraglos eine körperliche Dimension: Teilhabe an der Welt über den Sehsinn wird abgelöst von der Erfahrung der Welt mit dem Körper.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Rezeption mittelalterlicher Erzählungen für heutige Leser ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen der Immersion der Romanfiguren und der des Lesers.

2. Immersion: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Immersion im Kontext von Literatur und Medien und beleuchtet psychologische sowie ästhetische Voraussetzungen für das "Eintauchen" in eine künstliche Welt.

3. Die Grippia-Episode: Das Hauptkapitel analysiert die spezifische Episodenhandlung in "Herzog Ernst" und untersucht, wie Faszination, visuelle Beschreibungen und körperliche Erfahrungen zur immersiven Wirkung des Textes beitragen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass narrative Strategien und rhetorische Mittel wie die Ekphrasis die Immersion auch bei zeitgenössischen Rezipienten erfolgreich fördern können.

6. Limitation und Ausblick: Hier werden die historischen Unterschiede der Rezeptionsbedingungen vom Vortrag vor Publikum zum stillen Lesen reflektiert und Möglichkeiten für interdisziplinäre Forschung aufgezeigt.

7. Literaturverzeichnis: Dies umfasst alle verwendeten Quellen, unterteilt in primäre Texte und die herangezogene Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Immersion, Herzog Ernst, Mittelalterliche Literatur, Grippia-Episode, Faszination, Staunen, Erzählspannung, Ekphrasis, Rezeptionsästhetik, Curiositas, Mittelalter, Narratologie, ästhetische Erfahrung, Literaturwissenschaft, Wunderbares.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie mittelalterliche Literatur, speziell der Roman "Herzog Ernst", Leser durch immersive Erzählweisen in ihren Bann zieht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der Begriff der Immersion, die psychologische Wirkung von Faszination und Staunen sowie die Rolle detaillierter Beschreibungen (Ekphrasis) für das Leseerlebnis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen der Immersion der Romanfiguren (z.B. Herzog Ernst) und dem Eintauchen des Lesers in die Welt des Romans existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt literaturwissenschaftliche Methoden, indem sie narrative Strukturen, rhetorische Strategien und rezeptionsästhetische Ansätze auf die Textpassage der Grippia-Episode anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grippia-Episode detailliert, insbesondere die Aspekte der Faszination, der visuellen Darstellung und der körperlichen Aneignung der fremden Welt durch die Figuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Immersion, Herzog Ernst, Faszination, Curiositas, Ekphrasis und mittelalterliche Erzählkunst.

Warum spielt die Figur Graf Wetzel eine wichtige Rolle im Vergleich zu Herzog Ernst?

Graf Wetzel fungiert als zögerlicher und warnender Begleiter, der als Kontrastfigur zu Ernsts unbedachter Neugier dient und so die Spannung innerhalb der Erzählung erhöht.

Welche besondere Bedeutung kommt der Badeszene in der Grippia-Episode zu?

Die Badeszene stellt den Höhepunkt der Immersion dar, da der Übergang vom bloßen Sehen zum physischen Eintauchen in die fremde Wunderwelt vollzogen wird.

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Résumé des informations

Titre
Eintauchen mit Herzog Ernst. Der Mittelalterroman als immersive Lektüre
Université
University of Hamburg
Cours
Neugier und Staunen im mittelalterlichen Roman
Note
1,3
Auteur
Mona Wölfel (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
20
N° de catalogue
V494639
ISBN (ebook)
9783668999060
ISBN (Livre)
9783668999077
Langue
allemand
mots-clé
mediavistik herzog ernst Neugier staunen Immersion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mona Wölfel (Auteur), 2019, Eintauchen mit Herzog Ernst. Der Mittelalterroman als immersive Lektüre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494639
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Extrait de  20  pages
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