Handlungsorientierung als didaktisches und theoretisches Leitprinzip zur Umsetzung des Lernfeldkonzeptes an berufsbildenden Schulen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erörterung
2.1 Handlungsorientierter Unterricht
2.2 Lernfeldkonzept
2.3 Umsetzungsprobleme

3 Resümee

4 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die steigenden Anforderungen an die Fähigkeiten und Fertigkeiten von qualifiziertem Fachpersonal in der Wirtschaft, ziehen eine angepasste Qualifizierung durch die berufsbildenden Schulen nach sich. Aus diesem Grund ist die „neue“ Didaktik an realen Prozessen beruflicher Tätigkeiten orientiert. Deshalb sind alle neu geordneten Berufe nach „Lernfeldern“ ausgerichtet, ein schwerpunktmäßig „handlungsorientierter Unterricht“ soll zudem die auf den Erwerb von „beruflichen Handlungskompetenzen“ ausgelegten Lernfeldorientierten Lehrpläne realisieren.

2 Erörterung

2.1 Handlungsorientierter Unterricht

Den Handreichungen zur Erarbeitung von Rahmenlehrplänen[1] ist zu entnehmen, dass Schüler/Innen zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Denken und Handeln ausgebildet werden sollen. Hierbei wird besonders auf Methoden wert gelegt, welche die Entwicklung von (beruflichen) Handlungskompetenzen fördern. Eine auf Handlungsorientierung ausgerichtete Pädagogik wird hierbei besonders betont.

Handlungsorientierter Unterricht soll möglichst vollständige Handlungsprozesse berücksichtigen[2], welche beginnend mit der Planung, über die Durchführung, mit der Reflektion der Ergebnisse abschließen.

Die Handlungen sollen nach Möglichkeit selbstständig ausgeführt, oder zumindest gedanklich nachvollzogen werden. Des weiteren sind alle Phasen eine vollständigen Handlung durchzuführen. Diese wären:

1. Informieren
2. Planen
3. Entscheiden
4. Durchführen
5. Überprüfen/ korrigieren
6. Bewerten

Die Gesamtheit dieser Phasen soll „ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit fördern, z.B. technische, sicherheitstechnische, ökonomische, rechtliche, ökologische, soziale Aspekte einbeziehen.“(ebd.). Vollständige, an berufliche Situationen orientierte Handlungen im Unterricht, sind in den Erfahrungsraum der Schüler/Innen zu integrieren und auf ihre gesellschaftlichen Relevants und Auswirkung hin zu reflektieren. Die Fähigkeit zum selbstständigen Handeln und Lösen von Problemstellungen soll somit verstärkt ausgebildet werden.

Die „Handlungsorientierung als Prinzip der Unterrichtsgestaltung“[3], bildet den methodischen Rahmen für die Entwicklung von Handlungskompetenzen. Berufliche Handlungskompetenzen werden in den KMK-Richtlinien[4] ausführlich beschrieben. Dort werden sie „verstanden als die Bereitschaft und Fähigkeit des einzelnen, sich in gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.“

Die entsprechenden beruflichen Handlungskompetenzen bestehen aus der Fachkompetenz, Personalkompetenz, Sozialkompetenz, sowie daraus bedingten Methoden- und Lernkompetenz.

– Fachkompetenz beschreibt Fähigkeiten und Fertigkeiten im Zusammenhang mit der fachlichen/beruflichen Seite.

– Personalkompetenz befasst sich mit der individuellen Person; familiären, beruflichen, gesellschaftsrelevanten Aspekten und persönlichen Eigenschaften.

– Sozialkompetenz beinhaltet Aspekte sozialer Beziehungen und Entwicklung von Verantwortung und Solidarität.

– Lern - und Methodenkompetenz setzen eine ausgewogene Fach -, Personen - und Sozialkompetenz vorraus.

Unterricht nach handlungsorientiertem Ansatz beschränkt sich nicht auf einen einzigen Lernort, beziehungsweise auf einzelne Fächer im Schulwesen. Er bietet die die Möglichkeit, Fächer- und Lernortübergreifend Schüler/Innen zu involvieren, um alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen.

Als konkretes Beispiel anhand der Abwicklung eines Auftrages veranschaulicht die Möglichkeiten:

Berufsschule und Ausbildungsbetrieb stellen gemeinsam einen „Fertigungsauftrag“ für ein mechanisches Teil.

[...]


[1] Siehe [KMK00] Seite 7 und 8

[2] Ebd. Seite 10

[3] Siehe [Jen94] Seite 40

[4] Siehe [KMK00] Seite 9

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Handlungsorientierung als didaktisches und theoretisches Leitprinzip zur Umsetzung des Lernfeldkonzeptes an berufsbildenden Schulen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Didaktik und Curriculumentwicklung
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V49465
ISBN (eBook)
9783638459143
ISBN (Buch)
9783638764551
Dateigröße
413 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handlungsorientierung, Leitprinzip, Umsetzung, Lernfeldkonzeptes, Schulen, Didaktik, Curriculumentwicklung
Arbeit zitieren
Karsten Bettray (Autor), 2003, Handlungsorientierung als didaktisches und theoretisches Leitprinzip zur Umsetzung des Lernfeldkonzeptes an berufsbildenden Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49465

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