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Steuerbilanzielle Behandlung von Mobilienleasing im Vergleich zu IFRS und US-GAAP

Title: Steuerbilanzielle Behandlung von Mobilienleasing im Vergleich zu IFRS und US-GAAP

Diploma Thesis , 2005 , 89 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ulrike Doellert (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Leasing kann allgemein als eine „besondere Vertragsform der Vermietung und Verpachtung von Investitionsgütern“ definiert werden. Eine Legaldefinition für Leasing existiert jedoch im deutschen Recht nicht. Wesentliche Charakteristika des Leasings bilden die allen Leasingverträgen gemeinsame zeitlich begrenzte Nutzungsüberlassung sowie die Finanzierungsfunktion. Die unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten für Leasingverträge haben teils erhebliche Auswirkungen auf die bilanzielle Behandlung derselben. Trotzdem ist das Leasinggeschäft aus den Bilanzen vieler mittelständischer und großer Firmen nicht mehr wegzudenken. So betrug beispielsweise die Leasingquote der Deutschen Lufthansa AG im Geschäftsjahr 2003 rund 16,2%. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene konnte ein Anstieg der Mobilien-Leasingquote von 22,8% auf 24,2% verzeichnet werden. Auch für das Jahr 2005 wird eine positive Entwicklung erwartet. Diese Zahlen belegen die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Bilanzierung von Leasingverträgen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung der Rechnungslegung - ab dem Geschäftsjahr 2005 müssen alle börsennotierten Konzerne einen Jahresabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellen - gewinnen auch die Leasingvorschriften der internationalen bzw. US-amerikanischen Standards an Bedeutung. Im Rahmen dieser Arbeit soll daher untersucht werden, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich Ansatz und Bewertung von Mobilienleasingverhältnissen zwischen der deutschen Steuerbilanz im Vergleich zu den IFRS und US-GAAP bestehen. Besondere Beachtung erhalten dabei die erfolgsteuerlichen Konsequenzen der Leasingbilanzierung.
In Kapitel 2 werden zunächst die jeweiligen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der einzelnen Bilanzierungssysteme gegenübergestellt und kritisch betrachtet. Kapitel 3 befasst sich mit den Auswirkungen des Leasings auf die Unternehmenssteuern von Leasinggeber und Leasingnehmer. Im vierten Kapitel wird anhand eines ökonomischen Modells untersucht, inwieweit die unterschiedlichen Zurechnungsvorschriften des deutschen Steuerrechts im Vergleich zu den IFRS bzw. US-GAAP sich auf die Vorteilhaftigkeit des Leasings auswirken. Im letzten Kapitel erfolgt abschließend eine Zusammenfassung der Ergebnisse, deren Bedeutung für die Praxis und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Leasingbilanzierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bilanzielle Behandlung des Mobilienleasing

2.1 Systematisierung von Leasingverträgen nach deutschem Steuerrecht, IFRS und US-GAAP

2.2 Internationale Rechnungslegung versus steuerbilanzielle Gewinnermittlung

2.3 Bilanzansatz – Die Zurechnung des Leasingobjekts

2.3.1 Die Zurechnung nach deutschem Steuerrecht

2.3.1.1 Zum Begriff des wirtschaftlichen Eigentums

2.3.1.2 Mobilien-Vollamortisationserlass (full-pay-out-Leasing)

2.3.1.3 Mobilien-Teilamortisationserlass (non-full-pay-out Leasing)

2.3.2 IFRS - Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17 – „substance over form“

2.3.3 US-GAAP - Klassifizierung von Leasinggegenständen nach SFAS 13

2.3.4 Vergleichende Darstellung und Beurteilung der Ansatzkriterien nach deutschem Steuerrecht, IFRS und US-GAAP

2.4 Bilanzbewertung

2.4.1 Bewertung von Leasingobjekten im Steuerrecht

2.4.1.1 Bilanzielle Behandlung bei Zurechnung des Leasingobjekts zum Leasinggeber

2.4.1.2 Bilanzielle Behandlung bei Zurechnung des Leasingobjekts zum Leasingnehmer

2.4.2 Bewertung von Leasingobjekten nach IAS 17

2.4.2.1 Bilanzielle Behandlung des Operating-Leasing

2.4.2.2 Bilanzielle Behandlung des Finanzierungsleasings

2.4.3 Bewertung von Leasingobjekten nach SFAS 13

2.4.3.1 Bilanzierung bei Zurechnung zum Leasinggeber

2.4.3.2 Bilanzierung bei Zurechnung zum Leasingnehmer

2.4.4 Vergleichende Darstellung und Beurteilung der Bilanzbewertung nach deutschem Steuerrecht, IFRS und US-GAAP

3 Auswirkungen der Leasingbilanzierung auf die Unternehmenssteuern

3.1 Einkommensteuer und Körperschaftsteuer

3.2 Gewerbeertragsteuer

3.2.1 Zurechnung beim Leasinggeber

3.2.2 Zurechnung beim Leasingnehmer

3.3 Umsatzsteuer

3.3.1 Zurechnung beim Leasinggeber

3.3.2 Zurechnung beim Leasingnehmer

3.4 Leasing und staatliche Investitionsförderung

4 Leasingbilanzierung – eine Vorteilhaftigkeitsanalyse

4.1 Aufbau der Analyse

4.2 Modellannahmen und Berechnungsgrundlagen

4.3 Ergebnisse der Berechnungen und kritische Analyse

4.3.1 Ergebnisse der betrachteten Fälle

4.3.2 Der Einfluss von Gewerbesteuer und Kalkulationszins auf die Einigungspotentiale

5 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der bilanziellen Behandlung (Ansatz und Bewertung) von Mobilienleasing zwischen dem deutschen Steuerrecht sowie den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS und US-GAAP. Ziel ist es, die erfolgsteuerlichen Konsequenzen zu analysieren und mittels eines ökonomischen Modells die Vorteilhaftigkeit der unterschiedlichen Zurechnungsvorschriften zu bewerten.

  • Vergleich der Zurechnungskriterien (wirtschaftliches Eigentum) in den drei Regelungssystemen.
  • Analyse der steuerlichen Auswirkungen (Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer).
  • Quantifizierung der Vorteilhaftigkeit durch ein ökonomisches Modell basierend auf Kapitalwerten.
  • Untersuchung von Einflussfaktoren wie Gewerbesteuerhebesätze und Kalkulationszinsen.
  • Kritische Würdigung der Praktikabilität und zukünftiger Entwicklungen der Leasingbilanzierung.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1 Zum Begriff des wirtschaftlichen Eigentums

Zur Beschreibung der bilanziellen Behandlung des Mobilienleasings ist zunächst zu klären, wem das Wirtschaftsgut steuerrechtlich zuzurechnen ist. Grundsätzlich beantwortet ein Blick in § 39 Abs. 1 AO diese Frage. Demnach sind Wirtschaftsgüter in der Regel dem (zivilrechtlichen) Eigentümer zuzurechnen. Die „für das Leasing besonders relevante Durchbrechung“ dieses Grundsatzes findet sich in § 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 AO: „Übt ein anderer als der Eigentümer die tatsächliche Herrschaft über ein Wirtschaftsgut in der Weise aus, dass er den Eigentümer im Regelfall für die gewöhnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschließen kann, so ist ihm das Wirtschaftsgut zuzurechnen“.

Die hier enthaltene Definition des „wirtschaftlichen Eigentums“, welche auf die so genannte „Seeliger-Formel“ zurückgeht und sich auch in der grundlegenden Leasing-Rechtsprechung des BFH wieder findet, verdeutlicht, dass es möglich ist, durch dauerhaften wirtschaftlichen Ausschluss des rechtlichen Eigentümers das wirtschaftliche Eigentum über einen Gegenstand zu erlangen - und zwar abweichend vom zivilrechtlichen Eigentum. Sobald also juristisches und wirtschaftliches Eigentum auseinander fallen, ist das letztere maßgebend. Zu klären bliebe nun noch, wann beim Leasing wirtschaftliches Eigentum vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Thema Leasing und begründet die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit der Bilanzierung von Leasingverträgen vor dem Hintergrund der internationalen Rechnungslegung.

2 Bilanzielle Behandlung des Mobilienleasing: Das Kapitel vergleicht die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Mobilienleasing im deutschen Steuerrecht, nach IFRS und US-GAAP.

3 Auswirkungen der Leasingbilanzierung auf die Unternehmenssteuern: Hier werden die spezifischen steuerlichen Konsequenzen (Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer) für Leasinggeber und Leasingnehmer analysiert.

4 Leasingbilanzierung – eine Vorteilhaftigkeitsanalyse: Mithilfe eines ökonomischen Modells wird untersucht, wie sich verschiedene Zurechnungsvorschriften auf die Vorteilhaftigkeit eines Leasingvertrags auswirken.

5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die künftige Entwicklung der Leasingbilanzierung unter Berücksichtigung internationaler Harmonisierungstendenzen.

Schlüsselwörter

Mobilienleasing, Steuerbilanz, IFRS, US-GAAP, wirtschaftliches Eigentum, Leasinggeber, Leasingnehmer, Gewerbesteuer, Finanzierungsleasing, Operating-Leasing, Kapitalwert, Bilanzbewertung, Leasingerlasse, Vorteilhaftigkeitsanalyse, Forfaitierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Mobilienleasingverträgen im direkten Vergleich zwischen dem deutschen Steuerrecht, den IFRS und den US-GAAP.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Zurechnungs- und Bewertungskriterien für Leasingobjekte sowie die resultierenden Auswirkungen auf die Unternehmenssteuern und die Vorteilhaftigkeit der Verträge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, ob und wie sich die Zurechnungsvorschriften der verschiedenen Rechnungslegungssysteme auf die ökonomische Vorteilhaftigkeit von Leasinggeschäften auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Analyse der Bilanzierungsvorschriften, ergänzt durch ein ökonomisches Modell, das auf Kapitalwertberechnungen basiert, um Einigungspotentiale zwischen Leasinggeber und -nehmer zu quantifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Ansatz- und Bewertungsregeln, die Analyse steuerlicher Auswirkungen (insbesondere Gewerbesteuer) und eine mathematische Vorteilhaftigkeitsanalyse anhand von Fallbeispielen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind wirtschaftliches Eigentum, Leasingerlasse, IFRS, US-GAAP, Steuerbilanz, Finanzierungsleasing und Einigungspotential.

Welche Rolle spielt die 40-90%-Grenze im deutschen Steuerrecht?

Die 40-90%-Grenze dient als quantitative Leitlinie für die Zurechnung von Leasingobjekten bei Vollamortisationsverträgen, um die Rechtssicherheit bei der Zuordnung zum wirtschaftlichen Eigentümer zu erhöhen.

Warum wird beim IFRS-Leasing von „substance over form“ gesprochen?

Der Begriff unterstreicht, dass die IFRS primär eine wirtschaftliche Betrachtungsweise zur Klassifizierung von Leasingverhältnissen (Finance vs. Operating Lease) verfolgen, anstatt rein juristische Vertragsmerkmale in den Vordergrund zu stellen.

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Details

Title
Steuerbilanzielle Behandlung von Mobilienleasing im Vergleich zu IFRS und US-GAAP
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,7
Author
Ulrike Doellert (Author)
Publication Year
2005
Pages
89
Catalog Number
V49492
ISBN (eBook)
9783638459389
Language
German
Tags
Steuerbilanzielle Behandlung Mobilienleasing Vergleich IFRS US-GAAP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Doellert (Author), 2005, Steuerbilanzielle Behandlung von Mobilienleasing im Vergleich zu IFRS und US-GAAP, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49492
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