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Hinduismus und Kastenwesen in Indien

Früher und Heute

Title: Hinduismus und Kastenwesen in Indien

Bachelor Thesis , 2005 , 54 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Irina Eversmeyer (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es um die Auswirkungen des Hinduismus und des Kastenwesens in Indien - insbesondere auf die Wirtschaftssektoren - früher und heute.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung

1.1 Einleitung

1.2 Zielsetzung

2 Hinduismus und Kastenwesen

2.1 Grundlagen und Bedeutung des Hinduismus in Indien

2.2 Entstehung, Merkmale und Auswirkung des Kastenwesens

2.2.1 Entstehung des Kastenwesens

2.2.2 Merkmale des Kastenwesens

2.2.3 Kaste im sozialen Leben

2.2.4 Diskriminierung am Beispiel der Unberührbaren

3 Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung durch Hinduismus und Kastenwesens

3.1 In der Landwirtschaft

3.2 In der Industrie

3.3 Im Dienstleistungssektor

3.3.1 Im Informellen Sektor

4 Ansätze zur Veränderung des Kastenwesens und der traditionellen Sozialstruktur

4.1 Reform und Widerstand

4.2 Sozialer Aufstieg und Kastenwesen

5 Hinduismus, Kastenwesen und die Zukunft Indiens

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des Hinduismus und des Kastenwesens in Indien sowie die daraus resultierenden Entwicklungshemmnisse aus einer geographischen Perspektive. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Funktion des Kastenwesens im Kontext kultureller und globaler Veränderungen innerhalb der sozialen, ökonomischen und politischen Strukturen des Landes.

  • Grundlagen und Bedeutung des Hinduismus und des Kastenwesens.
  • Die historische Entstehung und die Merkmale des Kastensystems.
  • Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung in Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungssektor.
  • Ansätze zur Reform des Kastenwesens und Dynamiken des sozialen Aufstiegs.
  • Die Rolle des Kastenwesens für die zukünftige Entwicklung Indiens.

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Diskriminierung am Beispiel der Unberührbaren

Eine vorrangige Aufgabe für das unabhängige Indien ist, jegliche Diskriminierung von Religion, Kaste, Rasse und Geschlecht abzuschaffen.

Unberührbarkeit in ihrer ursprünglichen Form bedeutet, dass alle anderen Kasten in einem genau reglementierten und nicht überschreitbaren sozialen Abstand von den Unberührbaren stehen. Die offizielle Bezeichnung für Unberührbare im heutigen Indien lautet scheduled castes. Der Ausdruck Dalit, (vgl. Kapitel 5.1) ist eine Selbstbezeichnung der als Unberührbare aus dem Kastenwesen ausgeschlossenen Menschen. Dieser dürfte auch der Realität am ehesten entsprechen und soll im Folgenden benutzt werden.

Mahatma Gandhi, der die Unberührbaren in die Hindu–Gesellschaft integrieren wollte und sich vehement für eine Besserstellung dieser einsetzte, verlieh ihnen den Namen Harijans, was so viel bedeutet wie Kinder Gottes. Er schrieb über die Situation der Unberührbaren folgendes: „Ob ein Harijan sich einen Christen, Muslim, Hindu oder auch Sikh nennt – er bleibt doch ein Harijan. Er kann seinen vom sog. Hinduismus ererbten Makel nicht ändern. [...], seine ‚Unberührbarkeit’ wird ihn verfolgen, solange er lebt“ (Schweizer 1995, S. 230). Damals hat Gandhi aber wohl nicht geahnt, dass eine solche Feststellung auch sieben Jahrzehnte nach seinem Tod noch genauso aktuell sein wird.

Der Name Harijan wurde von den Dalits immer abgelehnt, da sie nicht als schützenswerte Kinder, sondern als gleichberechtigte Menschen und Inder angesehen werden wollten. (vgl. Rothermund 1995, S. 127ff.) Dalits stellen ein Sechstel der indischen Gesamtbevölkerung und sind die wohl größte benachteiligte Minderheit, die es auf der Erde gibt. Die meisten von ihnen leben in großer Armut. Vor allem aber werden ihnen bis heute wesentliche Menschenrechte vorenthalten: Schutzlos sind sie jeden Tag neuen Diskriminierungen und Misshandlungen ausgesetzt. Als Kastenlose stehen sie außerhalb des hinduistischen Gesellschaftssystems, welches besagt, dass jeder Hindu in eine bestimmte Kaste hineingeboren wird. Allein die Kaste ist ausschlaggebend für die Würde und die Rechte, die jemand in der indischen Gesellschaft besitzt. (vgl. Bronger 1996, S. 117)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Zielsetzung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung Indiens als bevölkerungsreiches Land voller Widersprüche und definiert das Ziel, die Auswirkungen des Kastenwesens auf die wirtschaftliche Entwicklung zu untersuchen.

2 Hinduismus und Kastenwesen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zum Hinduismus und zum Kastenwesen, indem es deren Entstehung, Merkmale, soziale Bedeutung und die Diskriminierung von Unberührbaren beleuchtet.

3 Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung durch Hinduismus und Kastenwesens: Die Arbeit analysiert hier die hemmenden Einflüsse des Kastensystems in der Landwirtschaft, der Industrie sowie im Dienstleistungs- und informellen Sektor.

4 Ansätze zur Veränderung des Kastenwesens und der traditionellen Sozialstruktur: Dieser Abschnitt behandelt historische und aktuelle Reformbemühungen sowie Widerstände gegen die soziale Diskriminierung und Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs.

5 Hinduismus, Kastenwesen und die Zukunft Indiens: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, wie das starre System des Kastenwesens mit der notwendigen Modernisierung Indiens interagiert und welche Dynamiken die Zukunft des Landes prägen könnten.

Schlüsselwörter

Indien, Hinduismus, Kastenwesen, Varna, Jati, Unberührbare, Dalits, wirtschaftliche Entwicklung, Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungssektor, Informeller Sektor, soziale Reform, Diskriminierung, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der traditionellen hinduistischen Gesellschaftsstruktur (Kastenwesen) und der wirtschaftlichen Entwicklung im modernen Indien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert die Grundlagen des Hinduismus, die historische Struktur des Kastenwesens, dessen Auswirkungen auf verschiedene Wirtschaftssektoren und Ansätze zur sozialen Reform.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aus geographischer Sicht herauszuarbeiten, inwieweit das Kastenwesen als Entwicklungshemmnis für das indische Land und die dort lebende Bevölkerung fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Erhebungen (z.B. zur Landbesitzverteilung oder industriellen Arbeitsorganisation) synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Rolle des Kastenwesens in der Landwirtschaft, der Industrie, im informellen Sektor sowie die politische und soziale Dynamik von Reformen und Widerstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Indien, Kastenwesen, Hinduismus, Dalits, wirtschaftliche Disparitäten und Modernisierung.

Was ist das Jajmani-System?

Es beschreibt die traditionelle kastenbedingte Arbeitsteilung und die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen den Kasten in einem dörflichen Umfeld.

Welche Rolle spielen "Dalits" bei der Veränderung der Sozialstruktur?

Als größte benachteiligte Minderheit fordern Dalits durch politische Organisation und teilweise durch Religionswechsel (z.B. zum Buddhismus) ihre Gleichberechtigung und den Abbau von Diskriminierung.

Wie wirkt sich die moderne Informationstechnologie auf das Kastenwesen aus?

Besonders in Metropolen wie Bangalore ermöglicht die IT-Branche eine Lockerung der Kastenschranken, da dort Menschen unterschiedlicher Herkunft professionell zusammenarbeiten.

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Details

Title
Hinduismus und Kastenwesen in Indien
Subtitle
Früher und Heute
College
University of Vechta
Grade
1,0
Author
Irina Eversmeyer (Author)
Publication Year
2005
Pages
54
Catalog Number
V49500
ISBN (eBook)
9783638459433
ISBN (Book)
9783640330416
Language
German
Tags
Hinduismus Kastenwesen Indien Früher Heute
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irina Eversmeyer (Author), 2005, Hinduismus und Kastenwesen in Indien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49500
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