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Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen

Eine Befragung zu den Potenzialen betrieblicher Gesundheitsförderung

Titre: Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen

Thèse de Bachelor , 2019 , 76 Pages , Note: 2,1

Autor:in: Simon Kowallik (Auteur)

Economie politique - Economie de la santé
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Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, in welchen gesundheitsrelevanten Themenfeldern derzeit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein Handlungsbedarf besteht, um die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Der erste Teil der Thesis befasst sich mit dem gegenwärtigen Kenntnisstand des betrieblichen Gesundheitsmanagements, der zweite Teil mit der durchgeführten Untersuchung (Umfrage KMU). Die Gesundheit von Mitarbeitern steht bei Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Vordergrund. Zwar gibt es in diesem Zusammenhang bereits zahlreiche gute Beispiele für erfolgreiche Projekte in allen Betriebsgrößen, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen sind die Aktivitäten diesbezüglich jedoch deutlich zurückhaltender als in Großbetrieben. Dabei kann jedes Unternehmen mit einfachen Mitteln die Gesundheit seiner Beschäftigten fördern und für den Unternehmenserfolg nutzen.

Zudem stieg von 2007 der Krankenstand sukzessive bis 2014 an und liegt seitdem zum dritten Mal hintereinander bei 5,3% bundesweit. Bei genauer Betrachtung des Krankenstandes sieht man zum einen, dass die psychischen Erkrankungen seit 2008 um 67,5% zugenommen haben und 2017 die durchschnittliche Falldauer mit 26,1 Tagen fast doppelt so hoch ist wie die durchschnittliche Falldauer (11,8 Tage).
Zum anderen ist das Fehlzeitengeschehen im Jahr 2017 auf Muskel- und Skelett-Erkrankungen von 22,5% zurückzuführen. Ein Teil der Muskel- und Skelett-Erkrankungen ist auf die körperlichen Fehlbelastungen im Alltag beziehungsweise Arbeitsleben zurückzuführen. Die Kosten, die durch die Arbeitsunfähigkeitstage im Jahr 2017 entstanden sind, schätzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin auf 76 Milliarden Euro bei volkswirtschaftlichen Produktionsausfällen beziehungsweise auf 136 Milliarden Euro beim Ausfall an Bruttowertschöpfung. Aufgrund der 668,6 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage sind die Produktionsausfälle um eine, beziehungsweise die Bruttowertschöpfung um drei Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Diese Arbeit hat auch für den Bachelorstudiengang Fitnessökonomie thematisch erhebliche Bedeutung.
Zum anderen ist betriebliches Gesundheitsmanagement ein wichtiges Thema für jeden Beschäftigten und Arbeitgeber. Man gewinnt den Eindruck, dass der gesellschaftliche Druck in der Arbeitswelt steigt und dadurch die Erwerbstätigen erkranken.

Extrait


1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG

2 ZIELSETZUNG

Verständnis eines gesunden Unternehmens

Gesunde Arbeitsbedingungen

Gesunde Führung

Gesundes Miteinander (Unternehmenskultur)

Gesundes Verhalten

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND

3.1 Arbeit und Gesundheit - Verständnis von Gesundheit

3.1.1 Gesundheit

3.1.2 Arbeits- und Gesundheitssituation der erwerbstätigen Bevölkerung (Arbeitsunfähigkeit, körperliche und psychische Belastungen am Arbeitsplatz)

3.1.3 Krankheitsbedingte Kosten der erwerbstätigen Bevölkerung

3.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement (Begriffsbestimmung und Bestandteile eines BGM)

3.2.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

3.2.2 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

3.2.3 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

3.2.4 Arbeits- und Gesundheitsschutz

3.3 Führung und Gesundheit

3.3.1 Definition Führung

3.3.2 Vorbildfunktion der Führungskraft

3.3.3 Implementierung einer gesunden Führungskultur

3.3.4 Wertschätzung und Sinnvermittlung als grundlegende Haltung der Führungskraft

3.4 Unternehmenskultur und Gesundheit

3.4.1 Grundverständnis Unternehmenskultur und Gesundheit

3.4.2 Facetten einer guten Unternehmenskultur

3.5 Beschreibung des aktuellen Forschungsstandes von bedingungsbezogene und personenbezogene Interventionen

3.5.1 Beschreibung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema bedingungsbezogene Interventionen (Verhältnisprävention)

3.5.2 Beschreibung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema personenbezogene Interventionen (Verhaltensprävention)

4 METHODIK

4.1 Untersuchungsobjekte - Ausgewählte Unternehmen

4.2 Genaue Beschreibung des Untersuchungsablaufes - Rekrutierung der Unternehmen/Befragungsteilnehmer

4.3 Angaben zur Untersuchungsmethodik

4.4 Beschreibung der statistischen Auswertung des Datenmaterials - Datenerfassung mittels Datenmaske

5 ERGEBNISSE

5.1 Deskriptive Auswertung

5.2 Hypothesenprüfung

5.2.1 Hypothese H1

5.2.2 Hypothese H2

6 DISKUSSION

6.1 Ergebnisse

6.2 Methodik

6.3 Ausblick

7 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Gesundheit ihrer Beschäftigten aktiv fördern und in welchen Bereichen dabei ein Handlungsbedarf besteht. Hierzu wurden Experten aus elf verschiedenen Unternehmen befragt, um den Ist-Zustand betrieblicher Gesundheitsaktivitäten empirisch zu erfassen.

  • Verständnis eines gesunden Unternehmens
  • Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen
  • Bedeutung gesunder Führung
  • Förderung eines gesunden Miteinanders
  • Implementierung gesunden Verhaltens

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Gesundheit

Der Begriff „Gesundheit“ ist ein vielschichtiger Begriff und wird in der Wissenschaft unterschiedlich verstanden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur als Fehlen von Krankheit oder Gebrechen (Der Bundesrat – Das Portal der Schweizer Regierung, 2014).

Demnach wäre jemand nur gesund, wenn die drei Kriterien der biologischen, psychischen und sozialen Ebene in vollkommener Zufriedenheit erfüllt würden. Diese Kriterien vollkommen zu erfüllen, ist zu idealistisch gedacht. Denn, wenn z.B. eine Person kurzfristig eine mentale Dissonanz aufweist, wäre sie nicht gesund.

Antonovsky entwickelte das Salutogenese-Modell, das als ganzheitlich gesundheitsorientiert zu betrachtet werden kann (Ulich & Wülser, 2018).

Er betrachtet die Gesundheit als Prozess und nicht als Zustand. Er definiert eine Gesundheitsressource, das Kohärenzgefühl, ein dynamisches und fortwährendes Gefühl, dass sich die Ereignisse im Leben positiv entwickeln. Dieses Gefühl wird in der Kindheit angelegt und entwickelt sich fortlaufend über das Leben weiter. Das Kohärenzgefühl setzt sich aus der Verstehbarkeit, Machbarkeit und Sinnhaftigkeit zusammen. Gesundheit und Krankheit bezeichnet Antonovsky als Pole auf einem Kontinuum, und wir befinden uns stets in zwischen diesen Polen (Ulich & Wülser, 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Es wird die Relevanz der Mitarbeitergesundheit für den Unternehmenserfolg erläutert und auf steigende Fehlzeiten sowie psychische Belastungen hingewiesen.

2 ZIELSETZUNG: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, den Handlungsbedarf zur Gesundheitsförderung in KMU mittels Expertenbefragungen in fünf zentralen Themenfeldern zu analysieren.

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Gesundheit, Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM), Führungskultur und Unternehmenskultur, ergänzt um den Forschungsstand zu Präventionsinterventionen.

4 METHODIK: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Auswahl der Zielunternehmen, die Datenerhebung via Online-Fragebogen sowie die statistischen Analyseverfahren.

5 ERGEBNISSE: Hier werden die Resultate der deskriptiven Auswertung der Expertenbefragung sowie die Überprüfung der aufgestellten Hypothesen dargestellt.

6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, methodische Limitationen dargelegt und ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf gegeben.

7 ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel liefert ein abschließendes Fazit der Arbeit und fasst die wesentlichen Erkenntnisse aus der Untersuchung zusammen.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, KMU, Gesundheitsförderung, Prävention, psychische Gesundheit, Unternehmenskultur, Führung, Arbeitsumfeld, Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, Salutogenese, Mitarbeiterbindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland ihre betriebliche Gesundheitsförderung gestalten und in welchen Bereichen für diese Unternehmen noch ein spezifischer Handlungsbedarf besteht.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Arbeit gliedert sich in die Themenbereiche: Verständnis eines gesunden Unternehmens, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Rolle der Führungskräfte, Unternehmenskultur und gesundes Verhalten der Beschäftigten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Status quo der betrieblichen Gesundheitsaktivitäten in KMU zu evaluieren und aufzuzeigen, wo Unternehmen durch einfache Maßnahmen ihre Potenziale zur Gesundheitsförderung besser ausschöpfen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung verwendet?

Es wird eine quantitative Längsschnittstudie mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, wobei die Daten der Befragung von elf Unternehmensexperten statistisch ausgewertet wurden.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil liefert zunächst den theoretischen Kenntnisstand über BGM, rechtliche Rahmenbedingungen und Führung, gefolgt von der methodischen Beschreibung der Untersuchung und der detaillierten Auswertung der Befragungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, KMU, Gesundheitsförderung, Unternehmenskultur, Führungskräfteentwicklung, psychische Belastungen und Präventionsmaßnahmen.

Warum wird die Dienstleistungsbranche in den Ergebnissen hervorgehoben?

Die Analyse zeigt, dass gerade in Dienstleistungsunternehmen ein überdurchschnittlicher Handlungsbedarf in den Bereichen Ressourcenmanagement und Unternehmenskooperationen besteht.

Welche Rolle spielt die Führungskraft laut den Untersuchungsergebnissen?

Die Führungskraft ist als Vorbild für eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur essenziell; eine mangelnde Kompetenz der Führungsebene im Bereich BGM ist oft eine zentrale Ursache für ungenutzte Gesundheitsressourcen im Betrieb.

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Résumé des informations

Titre
Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen
Sous-titre
Eine Befragung zu den Potenzialen betrieblicher Gesundheitsförderung
Note
2,1
Auteur
Simon Kowallik (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
76
N° de catalogue
V495121
ISBN (ebook)
9783668994485
ISBN (Livre)
9783668994492
Langue
allemand
mots-clé
bgm bgf betriebliches gesundheitsmanagement betriebliche gesundheitsförderung bem eingliederungsmanagement gesunde führung gesunde unternehmenskultur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simon Kowallik (Auteur), 2019, Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495121
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Extrait de  76  pages
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