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Ursachen von Frauenarmut

Title: Ursachen von Frauenarmut

Presentation (Elaboration) , 2006 , 20 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anja Schumacher Antonijevic (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In Anlehnung an das Seminar „Armut in Hannover“ beschäftige ich mich in diesem Referat mit den Ursachen weiblicher Armut. Ich arbeite einen historischen Vergleich und Überblick heraus, um speziell Frauenarmut zu fokussieren. Ich möchte herausfinden, wie und wodurch Frauenarmut entstanden ist, wie sie sich entwickelt hat und inwiefern sich diese Entwicklung auf die heutige Situation auswirkt. Dabei beginne ich in der Zeit der Industrialisierung, weil in dieser Epoche einschneidende gesellschaftliche Veränderungen stattfanden, die auch die Situation von Frauen in besonderem Maße beeinflussten. Die Bearbeitung weiter zurückliegender Epochen würde den Rahmen dieses Referates sprengen. Danach bearbeite ich die Zeit des 1.Weltkrieges, bis hin zur Weimarer Republik, um die Veränderungen in dieser Zeit aufzuzeigen.

Es folgt die Zeit des Nationalsozialismus, dort möchte ich darstellen, in welcher Weise alle Errungenschaften der vorangegangenen Epochen wieder abgebaut wurden und weshalb Frauenarmut dadurch wieder stärker strukturell ermöglicht wurde. Abschließend widme ich mich der Nachkriegszeit bis hin in die 70er Jahre, um die Verbesserungen und Benachteiligungen darzustellen. Ich beende die Arbeit mit einem Fazit, in dem ich die eingangs gestellten Fragen beantworte. Im Anhang präsentiere ich eine Tabelle, die den Unterschied zwischen den Geschlechtern anhand einer Rententabelle dokumentiert.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Industrialisierung - 1.Weltkrieg

2.1. Gründe für Frauenarmut

2.2. Die Versorgungsehe

2.3. Der weibliche Arbeitsmarkt

2.4. Entrechtung von Frauen

2.5. Folgen der Armut

2.5.1. Obdachlosigkeit

2.5.2. Säuglings- und Müttersterblichkeit

3. Der 1.Weltkrieg 1914 –1918

3.1. Die Versorgungsehe

3.2. Der weibliche Arbeitsmarkt

3.3. Mutterschutz

4. Weimarer Republik

4.1. Frauenarbeitsmarkt

4.2. Fehlende Alterssicherung

5. Nationalsozialismus

5.1. Der weibliche Arbeitsmarkt

5.2. Nationalsozialistische Frauenideologie

5.3. Entrechtung von Frauen

6. Nachkriegszeit

6.1. Der weibliche Arbeitsmarkt

6.2. Ungleichbehandlung von Frauen

7. Wirtschaftswunder

8. Ab 1970

8.1. Verbesserungen

8.2. Benachteiligungen

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Ursachen weiblicher Armut in Deutschland vom Zeitalter der Industrialisierung bis in die 1970er Jahre. Ziel ist es, durch einen historischen Vergleich aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Strukturen, gesetzliche Rahmenbedingungen und der Arbeitsmarkt kontinuierlich zur Benachteiligung von Frauen beigetragen haben und inwiefern diese historischen Entwicklungen die heutige Armutssituation prägen.

  • Historische Genese weiblicher Armut seit der Industrialisierung
  • Die Rolle der Versorgungsehe und geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
  • Einfluss von Krisenzeiten, Kriegen und politischer Ideologien (Nationalsozialismus)
  • Rechtliche Benachteiligung und fehlende Alterssicherung
  • Strukturelle Armutsrisiken für Alleinerziehende und Witwen

Auszug aus dem Buch

2.1.Gründe für Frauenarmut

1886 lag der weibliche Anteil von dauerhaft unterstützten Personen durch die Armenpflege bei 76,71%,während bei den vorrübergehend Unterstützten nur 37,49% weiblich waren. (vgl. Köppen, S.21) Im Gegensatz zur männlichen Bevölkerung mussten meistens ältere Frauen unterstützt werden. 93,66% der unterstützten Frauen waren alleinstehend, insgesamt

- 61,63% aller unterstützten Frauen waren Witwen

- 22,95% aller unterstützten Frauen waren ledig

- 4,77% aller unterstützten Frauen waren eheverlassen

- 2,82% aller unterstützten Frauen waren getrennt lebend

- 1,49% aller unterstützten Frauen waren geschieden (vgl. Köppen, S.22)

Ohne Versorgungsehe waren Frauen von extremer Armut bedroht. Das Rechtssystem und mangelnde Sicherung verschärften die Situation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Fokus auf die historische Entwicklung und die Ursachen der weiblichen Armut ausgehend von der Industrialisierung bis in die 70er Jahre.

2. Industrialisierung - 1.Weltkrieg: Dieses Kapitel beleuchtet die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen während der Industrialisierung, die durch mangelnde soziale Absicherung und Entrechtung geprägt waren.

3. Der 1.Weltkrieg 1914 –1918: Hier wird analysiert, wie sich die Kriegswirtschaft auf die weibliche Erwerbstätigkeit und die Versorgungssituation auswirkte, wobei ledige Frauen weiterhin benachteiligt blieben.

4. Weimarer Republik: Das Kapitel behandelt die ambivalente Situation der Frauen zwischen rechtlicher Gleichberechtigung in der Verfassung und ökonomischer Ausgrenzung während der Inflations- und Krisenjahre.

5. Nationalsozialismus: Hier wird der systematische Abbau von Frauenrechten und die Rückdrängung der Frau in die traditionelle Mutterrolle dargestellt.

6. Nachkriegszeit: Die Analyse der unmittelbaren Nachkriegszeit zeigt die Doppelbelastung der Frauen beim Wiederaufbau und ihre weiterhin ungleiche rechtliche und materielle Stellung.

7. Wirtschaftswunder: Dieses Kapitel betrachtet die wirtschaftliche Hochphase, in der Frauen als Arbeitskräfte gebraucht wurden, während ihre soziale Absicherung weiterhin familienabhängig blieb.

8. Ab 1970: Hier werden die Reformen der 1970er Jahre diskutiert, die zwar Verbesserungen brachten, jedoch neue Benachteiligungen durch Teilzeitarbeit und Doppelbelastungen nicht beseitigen konnten.

9. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Mechanismen weiblicher Armut trotz sozialer Fortschritte in den letzten 100 Jahren aufgrund persistenter gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse im Kern fortbestehen.

Schlüsselwörter

Weibliche Armut, Industrialisierung, Versorgungsehe, Geschlechtervertrag, Frauenarbeit, soziale Absicherung, Armenpflege, Erwerbstätigkeit, Doppelbelastung, Altersarmut, Nationalsozialismus, Rentenversicherung, Alleinerziehende, Gleichberechtigung, Existenzgrundlage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und die strukturellen Gründe für die Armut von Frauen in Deutschland über einen Zeitraum von etwa 100 Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen von Arbeitsmarktstrukturen, Ehe- und Familienrecht, sowie die mangelnde soziale Absicherung von Frauen in verschiedenen historischen Epochen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich durch den "Geschlechtervertrag" und die Fixierung auf die Versorgerehe eine dauerhafte Benachteiligung von Frauen manifestiert hat, die bis heute in Armutsstatistiken sichtbar bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-vergleichende Methode, um soziale Daten und politische Rahmenbedingungen der einzelnen Zeitabschnitte gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Zeiträume von der Industrialisierung, über den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin zur Nachkriegszeit und den 1970er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Weibliche Armut, Versorgungsehe, Geschlechtervertrag, soziale Absicherung und strukturelle Benachteiligung.

Wie wirkte sich die nationalsozialistische Ideologie konkret auf Frauen aus?

Der Nationalsozialismus betrieb eine systematische Entwertung der weiblichen Erwerbsarbeit und propagierte ein Frauenbild, das die Frau auf die Rolle als Mutter und Ehefrau reduzierte, was ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit massiv einschränkte.

Warum spielt die Versorgungsehe eine so zentrale Rolle in der Argumentation?

Die Autorin argumentiert, dass die gesellschaftliche Erwartung einer Versorgerehe die Eigenvorsorge und Rentenansprüche von Frauen strukturell verhinderte, was sie bei Witwenschaft oder Scheidung direkt in die Armut führte.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit für die heutige Situation?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Frauenarmut auch heute noch als "unsichtbare" Realität existiert, da die grundlegenden Strukturen der Diskriminierung und die Abhängigkeit von Ehemännern im sozialen Sicherungssystem in transformierter Form fortbestehen.

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Details

Title
Ursachen von Frauenarmut
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
2
Author
Anja Schumacher Antonijevic (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V49514
ISBN (eBook)
9783638459556
ISBN (Book)
9783638931977
Language
German
Tags
Ursachen Frauenarmut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schumacher Antonijevic (Author), 2006, Ursachen von Frauenarmut, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49514
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