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Mutterschaft in der Adoleszenz und das Bild der guten Mutter

Veränderung der Rolle und Stellung der Frau in der Gesellschaft

Titre: Mutterschaft in der Adoleszenz und das Bild der guten Mutter

Dossier / Travail , 2016 , 28 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Simone Merkle (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Ziel der Arbeit ist es, das normative Konstrukt der guten Mutter im Wandel und mit besonderer Betrachtung der Einflüsse und Anforderungen, die an eine adoleszente Mutter gestellt werden, zu erarbeiten.

Hierfür wird auf ausgewählte Sozialisationsinstanzen, wie zum Beispiel die Familie, die Schule, die Peer Group und die Medien aus der Lebenswelt Jugendlicher eingegangen. Anhand der Studie "Wenn Teenager Eltern werden" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, soll ein tieferer Einblick in das Leben junger Mütter sowie die Anwendung der erarbeiteten Aspekte ermöglicht werden.

Zentrale Fragen sind, wie sich das Bild der guten Mutter begründet, wodurch Mutterbilder und Mutterschaft (im Wandel) beeinflusst werden und ob jugendliche Mütter diesen Anforderungen gerecht werden können sowie altersspezifische Einflüsse auf die Konstruktion des Mutterbildes.

Teenager und gleichzeitig Mutter sein – zwei komplett unterschiedliche Lebenslagen. Die frühe Mutterschaft ist ein radikaler Bruch, der eine große Veränderung der gewohnten Lebenswelt mit sich bringt. Betrachtet man die Thematik der jungen Mutterschaft, so ist es neben dem eigentlichen Leben von großer Wichtigkeit grundlegend zu beobachten, wie sich die Rolle und Stellung der Frau in der Gesellschaft im Laufe der Zeit verändert hat. Denn eine jede Mutter unterliegt schon immer dem Druck, den Anforderungen die an eine gute Mutter gestellt werden, gerecht zu werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frühe Mutterschaft

2.1. Soziodemografische Daten

2.2. Definition Adoleszenz

2.3. Definition Mutterschaft

3. Das Bildnis der guten Mutter

3.1. Das normative Muster der guten Mutter: Mutterliebe und Mutteridentität

3.2. Mutterliebe und Mutteridentität im historischen Wandel

4. Sozialisationsaspekte Jugendlicher und persönliche Ableitung auf das Mutterbild

4.1. Familie

4.2. Peer Group

4.3. Schule

4.4. Medien

5. Das Leben als junge Mutter veranschaulicht anhand einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Wenn Teenager Eltern werden“

5.1. Junge Mütter ohne Partner

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das normative Konstrukt der „guten Mutter“ im Wandel und analysiert die spezifischen Einflüsse und Herausforderungen, mit denen adoleszente Mütter in unserer Gesellschaft konfrontiert sind. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich Mutterbilder sozialisatorisch begründen und ob jugendliche Mütter den hohen gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden können.

  • Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule, Peer Group und Medien
  • Historischer Wandel des Mutterbildes und der Mutteridentität
  • Lebensrealität junger Mütter unter Berücksichtigung qualitativer Studien
  • Wechselwirkung zwischen individueller Biografie und gesellschaftlichen Normen
  • Kritische Reflexion von Rollenmodellen und Erwartungsdruck

Auszug aus dem Buch

3.1. Das normative Muster der guten Mutter: Mutterliebe und Mutteridentität

Die gesellschaftliche Vorstellung von Normen und Werten in der sozialen Welt in Hinsicht auf die Geschlechterrollen rücken das Bild der guten Mutter in den Vordergrund. So stellen Mütter auch dementsprechende Ansprüche an sich selbst. Frauen wollen gute Mütter sein, indem sie ihre Kinder richtig und liebevoll erziehen (Alfermann 1997). Doch was beinhaltet eigentlich das normative Muster einer guten Mutter und was ist Mutterliebe und Mutteridentität?

„Mutterliebe ist ein Gefühl, das einen Knotenpunkt aus Geschlechter- und Familienbild, gesellschaftlicher Erwartungen und Identität bildet“ (Schlicht 2016, S.109). Nach Dr. Corinna Schlichts Zitat werden einer guten Mutter bestimmte Eigenschaften zugesprochen. Noch heute wird sie mit der zarten und aufopferungsvollen Hingabe zum Kind verbunden, was die Verpflichtung der Weiblichkeit auf bestimmte Emotionen wie die natürliche Mütterlichkeit zur Folge hat. Dies begründet die stereotype Verbannung der Mutter in die häusliche Rolle und die Kindererziehung, aber gleichzeitig verschließt es den Vätern die Möglichkeit, Optionen wie Zärtlichkeit und Fürsorge auszuleben, sondern drängt sie in die Rolle des Ernährers (Schlicht 2016 zit. n. Schneider 2012). Auch Rousseau deutet auf diese Rollenverteilung hin, indem er an die Natur der Menschen erinnert, die besagt, dass das Kinder gebären die Bestimmung einer Frau ist. Damit implementiert Rousseau das oben genannte kulturelle Narrativ, welches die Frauen mit den Aspekten der Zärtlichkeit und Mütter mit der Kindererziehung verbindet (Schlicht 2016 zit. n. Rousseau 2001). Noch heute verläuft der gesellschaftliche Diskurs stereotyp, beispielsweise werden Frauen im Berufsleben als potentielle Mütter angesehen und solange sie mit der Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf verknüpft werden, solange bleibt die Familie auch den Frauen überlassen. Der Mutterinstinkt und die Mutterliebe ist demnach eine kulturelle Konstruktion (Schlicht 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass frühe Mutterschaft als radikaler Lebensbruch oft medial stigmatisiert wird und die Hausarbeit das Ziel verfolgt, das normative Mutterbild im adoleszenten Kontext kritisch zu beleuchten.

2. Frühe Mutterschaft: Hier werden soziodemografische Daten analysiert und die zentralen Begriffe „Adoleszenz“ sowie „Mutterschaft“ definiert, um den theoretischen Rahmen der Untersuchung abzustecken.

3. Das Bildnis der guten Mutter: Dieses Kapitel erörtert die gesellschaftlichen Erwartungen an Mutterliebe und Identität und untersucht, wie sich diese Vorstellungen im historischen Wandel von der Industrialisierung bis heute verändert haben.

4. Sozialisationsaspekte Jugendlicher und persönliche Ableitung auf das Mutterbild: Es wird analysiert, wie Familie, Peer Group, Schule und Medien als Instanzen zur Identitätsbildung und zur Internalisierung gesellschaftlicher Rollenbilder beitragen.

5. Das Leben als junge Mutter veranschaulicht anhand einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Wenn Teenager Eltern werden“: Auf Basis einer qualitativen Studie wird die Lebensrealität von jungen Müttern, insbesondere alleinerziehenden, praxisnah und sozialisationsspezifisch dargestellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das gesellschaftlich konstruierte Bild der guten Mutter mit der Phase der Adoleszenz schwer vereinbar ist und plädiert für eine kritische Reflexion gesellschaftlicher Anforderungen zugunsten individueller Zufriedenheit.

Schlüsselwörter

Mutterschaft, Adoleszenz, Mutterbild, Sozialisation, Familie, Peer Group, Medien, Mutterliebe, Mutteridentität, Identitätskonstruktion, Rollenbilder, Lebenswelt, Jugendliche, Gesellschaft, Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konfrontation zwischen jugendlicher Lebensrealität und dem gesellschaftlich normierten Bild der „guten Mutter“.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Mutterschaft und Adoleszenz, die historische Entwicklung von Mutterbildern sowie die verschiedenen Sozialisationsinstanzen, die das Verständnis von Mutterschaft prägen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu erarbeiten, wie sich das „normative Konstrukt“ der guten Mutter begründet, welchen Einflüssen es unterliegt und ob jugendliche Mütter diesen Anforderungen in ihrer spezifischen Lebensphase gerecht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie die Auswertung von soziologischen Fachdaten und einer qualitativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (Adoleszenz, historische Entwicklung) als auch empirische Einblicke in die Lebenswelt von Teenager-Eltern beleuchtet, ergänzt durch die Analyse von Medieninhalten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mutterschaft, Adoleszenz, Sozialisation, Identitätskonstruktion und gesellschaftlicher Erwartungsdruck charakterisieren.

Warum wird im Kontext der jugendlichen Mutterschaft oft von „Scheitern“ gesprochen?

Das Dokument erläutert, dass das gesellschaftliche Konstrukt der „guten Mutter“ mit der Adoleszenz kollidiert, was dazu führt, dass die Doppelbelastung durch eigene Entwicklungsschritte und Mutterpflichten von Außenstehenden oft negativ bewertet wird.

Welche Rolle spielen Medien bei der Wahrnehmung von Teeniemüttern?

Medien, wie etwa TV-Formate, vermitteln laut Arbeit oft ein abwertendes, vorurteilsbehaftetes Bild von jungen Müttern, das Einzelschicksale dramatisiert, ohne dabei wissenschaftliche Hintergründe einzubeziehen.

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Résumé des informations

Titre
Mutterschaft in der Adoleszenz und das Bild der guten Mutter
Sous-titre
Veränderung der Rolle und Stellung der Frau in der Gesellschaft
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Note
1,3
Auteur
Simone Merkle (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
28
N° de catalogue
V495156
ISBN (ebook)
9783346004345
ISBN (Livre)
9783346004352
Langue
allemand
mots-clé
Soziologie Familiensoziologie Mutterrolle Adoleszenz Familien Familienbild Geschlechterrollen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simone Merkle (Auteur), 2016, Mutterschaft in der Adoleszenz und das Bild der guten Mutter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495156
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Extrait de  28  pages
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