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Die Entwicklung des Diskurses "neue Väter" unter Betrachtung der unterschiedlichen Familienleitbilder der ehemaligen BRD und DDR

Titre: Die Entwicklung des Diskurses "neue Väter" unter Betrachtung der unterschiedlichen Familienleitbilder der ehemaligen BRD und DDR

Dossier / Travail , 2018 , 14 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anna Butzbacher (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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In der folgenden Arbeit soll geprüft werden, ob das Bild des "neuen" Vaters auf ganz Deutschland zutrifft und wo genau die Unterschiede beziehungsweise die Gemeinsamkeiten liegen. Chancengleichheit 2017, was bedeutet das? Vor allem gleiche Rechte, gleiche Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, gleicher Lohn und die Frauenquote in Führungsbereichen. All diese Dinge zielen auf eines ab: Die Emanzipation der Frau mit dem Ziel der Gleichberechtigung für eben diese. Doch wo bleibt in diesem Diskurs die Integration der Männer in Lebensbereiche, die die Frauen im Zuge der Loslösung von traditionellen Rollenverteilungen verlassen wollen? Meistens denkt man bei dem Wort Gleichberechtigung ja nicht daran, dass auch Männer betroffen sind, wenn es um eine neue Gewichtung der Waagschalen zwischen Arbeitswelt und Familienleben geht. Dabei ist dies ein wichtiger Aspekt im Bereich der Gleichberechtigung, zumal damit auch allgemeine Männlichkeitsvorstellungen und Rollenerwartungen verbunden sind.

Im Zuge dessen wird die Stellung des Vaters innerhalb der Kernfamilie seit etwa 30 Jahren zunehmend thematisiert. Lag der Fokus vorher vor allem auf dem Beziehungsgeflecht zwischen Mutter und Kind, so gewinnt der Vaterschaftsdiskurs laufend mehr Interesse innerhalb der deutschen und europäischen Familiensoziologie. Das Vaterbild befindet sich im Wandel, weg vom traditionellen Rollenverständnis des Mannes als Ernährer und Oberhaupt der Familie, hin zum "neuen" und "involviertem" Vater, der sich aktiv am Familienalltag beteiligt. Neben neuartigen Konzepten der Kinderbetreuung impliziert der aufkommende Diskurs auch die egalitäre Stellung des Mannes in der Beziehung zur Mutter der Kinder und folglich in der ganzen Gesellschaft. Nicht nur die Frage nach einem Leitbild des neuen Vaters entsteht, sondern vielmehr die Frage nach einer neuen Männlichkeit.
Die Aufspaltung Deutschlands in Ost und West nach Ende des zweiten Weltkriegs und dem erneuten Zusammenschluss zu Beginn der 90er Jahre ermöglichte ein einmaliges geschichtliches Phänomen. Durch die unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen in beiden Teilstaaten entstanden im Laufe der Jahre auch zwei Verständnisse von Familie und den Rollen der einzelnen Akteure innerhalb dieses Konstrukts.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Emanzipation des Mannes in seiner Rolle als Vater

2 Einstieg: Definition des Ausdruckes der „neuen Väter“ und Unterschiede zum traditionellen Rollenbild des Vaters

3 Familienleitbilder– eine Gegenüberstellung von DDR und BRD

3.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Grundsätze der Familienpolitik beider Teilstaaten

3.2 Der Mann als Ernährer – Die Rolle des Vaters in der ehemaligen BRD

3.3 Das Doppelverdiener-Modell in der DDR

4 Was geschah nach der Wende?

5 Spannungsfeld zwischen Erwerbsarbeit und Familienfürsorge

6 Theorie und Praxis – inwiefern lässt sich das Konstrukt des neuen Vaters bereits verwirklichen?

6.1 Hegemoniale Vaterschaftsvorstellungen trotz Gleichstellungspostulat im Westen

6.2 Adult work-Modell und gegenläufige Enttraditionalisierung im Osten

6.3 Fazit

7 Die völlige Gleichberechtigung und Akzeptanz der neuen Väter als Prozess der Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Diskurses über „neue Väter“ unter Berücksichtigung der historisch gewachsenen Familienleitbilder in der ehemaligen BRD und DDR. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob das moderne Konzept der involvierten Vaterschaft in beiden Teilen Deutschlands gleichermaßen verwirklicht wird oder wo spezifische kulturelle und strukturelle Unterschiede bestehen.

  • Historischer Wandel des Vaterbildes (Ernährer vs. neuer Vater)
  • Vergleich der familienpolitischen Ansätze in BRD und DDR
  • Einfluss der Wiedervereinigung auf das Rollenverständnis von Vätern
  • Spannungsfeld zwischen Erwerbsarbeit und familiärer Fürsorge
  • Rezeption der Väterrolle in Ost- und Westdeutschland

Auszug aus dem Buch

3 Familienleitbilder– eine Gegenüberstellung von DDR und BRD

Um die unterschiedlichen Entwicklungen seitens Beziehungen und Rollenverteilungen der Familienangehörigen untereinander, speziell die des Vaters, verstehen zu können ist es wichtig an dieser Stelle zu erläutern, welche sozialpolitischen Disparitäten, ebenso wie Gemeinsamkeiten es hinsichtlich der Familienpolitik in der BRD und der ehemaligen DDR gab.

3.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Grundsätze der Familienpolitik beider Teilstaaten

Beiden war gemein, dass die Familie eine unentbehrliche soziale Institution darstellte, die den Kern der Gesellschaft bildete und dadurch entscheidend zur Festigung der Stabilität des Staates beitrug (Schneider 1994).

In der ehemaligen BRD galt es als oberstes Ziel, die Familie als autarke Einheit zu schützen um damit den Fortbestand der Gesellschaft gewährleisten zu können. Die Betonung liegt hierbei darauf, dass sich die Familien autonom verwalten, ohne Eingriff des Staates, damit sich die Individuen frei entwickeln können. Zwar waren hinsichtlich der Familienpolitik gewisse Richtlinien vorhanden, diese sollten jedoch trotzdem ermöglichen das gemeinsame Leben nach freiem Wunsch zu gestalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Emanzipation des Mannes in seiner Rolle als Vater: Einführung in den Diskurs der Gleichberechtigung und die Notwendigkeit, auch die Rolle des Mannes in der modernen Familiensoziologie zu betrachten.

2 Einstieg: Definition des Ausdruckes der „neuen Väter“ und Unterschiede zum traditionellen Rollenbild des Vaters: Abgrenzung des modernen, involvierten Vaters vom traditionellen Ernährermodell basierend auf soziologischen Definitionen.

3 Familienleitbilder– eine Gegenüberstellung von DDR und BRD: Analyse der unterschiedlichen familienpolitischen Grundsätze in den beiden deutschen Staaten und deren Einfluss auf die Geschlechterrollen.

4 Was geschah nach der Wende?: Untersuchung der Herausforderungen nach der Wiedervereinigung, wenn zwei unterschiedliche Familienmodelle aufeinandertreffen.

5 Spannungsfeld zwischen Erwerbsarbeit und Familienfürsorge: Betrachtung der Schwierigkeit, traditionelle Männlichkeitskonstrukte und Erwerbspflichten mit der aktiven Vaterrolle zu vereinbaren.

6 Theorie und Praxis – inwiefern lässt sich das Konstrukt des neuen Vaters bereits verwirklichen?: Empirische Einordnung der Vaterschaftsvorstellungen in Ost- und Westdeutschland anhand von Forschungsergebnissen.

7 Die völlige Gleichberechtigung und Akzeptanz der neuen Väter als Prozess der Zukunft: Ausblick auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen zur Etablierung moderner Väter- und Männlichkeitsbilder.

Schlüsselwörter

Neue Väter, Familienleitbilder, BRD, DDR, Vaterschaft, Gleichberechtigung, Erwerbsarbeit, Familienfürsorge, Rollenverständnis, Enttraditionalisierung, Männlichkeitsforschung, Familiensoziologie, Wiedervereinigung, Elternzeit, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wandel des Vaterbildes in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen historischen Prägungen durch das Familienverständnis der ehemaligen DDR und der BRD.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Diskurses der „neuen Väter“, der Vergleich von Familienmodellen, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sowie die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und familiärer Fürsorge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das Konstrukt des „neuen Vaters“ in Ost- und Westdeutschland bereits in der Lebensrealität angekommen ist und welche Unterschiede in den gesellschaftlichen Erwartungen existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf soziologischer Fachliteratur und Ergebnissen qualitativer Forschungsprojekte, wie narrativen Paarinterviews, basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Familienleitbilder, die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf das Rollenverständnis sowie spezifische Fallstudien zur Umsetzung der Väterrolle im Westen und Osten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vaterschaft, Gleichberechtigung, Enttraditionalisierung, Familienleitbild und Männlichkeitskonstruktion charakterisiert.

Warum ist das Erbe der DDR für das heutige Vaterbild relevant?

Da in der DDR das „doppelte Vollzeitmodell“ gelebt wurde, existiert dort ein anderes Verständnis von familialer Arbeitsteilung als in der ehemaligen BRD, wo das Ernährermodell dominierte.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Förderung „neuer Väter“?

Politische Instrumente wie die Einführung der Elternzeit und Partnermonate dienen als bewusste Anreize, um Männer stärker in die direkte Kinderbetreuung einzubinden.

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Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung des Diskurses "neue Väter" unter Betrachtung der unterschiedlichen Familienleitbilder der ehemaligen BRD und DDR
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie (Department Sozialwissenschaften und Philosophie))
Cours
Familiensoziologie
Note
2,0
Auteur
Anna Butzbacher (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
14
N° de catalogue
V495173
ISBN (ebook)
9783668997790
ISBN (Livre)
9783668997806
Langue
allemand
mots-clé
Familie Vater BRD DDR Familienleitbild neue Väter Entwicklung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anna Butzbacher (Auteur), 2018, Die Entwicklung des Diskurses "neue Väter" unter Betrachtung der unterschiedlichen Familienleitbilder der ehemaligen BRD und DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495173
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Extrait de  14  pages
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