Eine Untersuchung der situativen Auswirkung Spaniens und Kataloniens bezüglich des Unabhängigkeitsreferendums.
Der Konflikt zwischen Katalonien und die Zentralregierung spitzen sich weiter zu. Die Spannungen zwischen beiden Nationen werden auf ein hohes Maß zugespitzt. Die Regionalregierung hat sich trotz massiver Widerstände für eine Abspaltung Kataloniens entschieden. Trotz allem hat sich der Konflikt mit der Zentralregierung Spanien verschärft. Katalonien reichte der autonome Status nicht mehr aus und strebten daher eine Volksabstimmung zur Unabhängigkeit. Trotz eines Verbots, hat die katalanische Regierung das Unabhängigkeitsreferendum für den 01. Oktober vergangenen Jahres angesetzt. Spanien besitzt viele entschlossene separatistische Bestrebungen einzelner Landesteile, darunter Katalonien . Schon vor Jahrhunderte zählte die polarisierte katalanische Fragen, zu eines der schwersten innenpolitischen Problemen Spaniens. Heutzutage stellt die katalanische Frage ein großes innenpolitisches Problem für den spanischen Zentralstaat dar. Die Katalanen verhielten sich autonomistisch, da viele soziale Schichten wie zum Beispiel die Großbürgerlicher Einwohner aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen Teil des spanischen Gesamtstaates bleiben wollten. Katalonien erfährt zurzeit eine einmalige sozialpolitische, Transformation. Im vergangenen Jahr wurde am 1. Oktober 2017 von der Regionalregierung Kataloniens, ein umstrittenes Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens abgehalten. Nach der ohne Ergebnis gebliebenen Volksbefragung von 2014, verfolgte die katalanische Regionalregierung zum zweiten Mal ein Unabhängigkeitsreferendum, was im späteren Verlauf der Hausarbeit thematisiert wird. Daher werden die Auswirkungen der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung in der Hausarbeit vorgestellt. Durch ein Überfluss an Literatur wird ein kurzer Überblick über den historischen Hintergrund beider Nationen gegeben . Daran anknüpfend wird die Bestrebung Kataloniens im Unabhängigkeitsreferendum genannt, wobei im Anschluss zusätzlich die Auswirkungen auf viele Aspekte analysiert und überprüft werden. Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt von Kataloniens Separationsbewegung und deren Auswirkungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemfragestellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Motivation
2. Autonomische Gemeinschaften Spaniens
2.1 Entstehung
2.2 Kataloniens Autonome Provinz
3. Unabhängigkeitsreferendum 2017 in Katalonien
3.1 Historischer Hintergrund beider Nationen
3.2 Kataloniens Bestrebung
3.3 Aktuelle Situation
3.4 Völkerrecht
4. Auswirkungen
4.1 Soziale Aspekte
4.2 Wirtschaftliche Schäden
4.3 Touristische Folgen
4.4 Politische Auswirkungen
5. Beantwortung der Forschungsfrage
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die sozioökonomischen und politischen Auswirkungen des Unabhängigkeitsreferendums von 2017 in Katalonien auf den Zusammenhalt des spanischen Gesamtstaates, wobei insbesondere die rechtliche Grundlage und die wirtschaftlichen Konsequenzen einer möglichen Abspaltung analysiert werden.
- Historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Spanien und Katalonien
- Analyse der Beweggründe für die katalanische Unabhängigkeitsbewegung
- Bewertung der verfassungsrechtlichen und völkerrechtlichen Rahmenbedingungen
- Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere für den Tourismus und den Bankensektor
- Politische Folgen einer potenziellen staatlichen Unabhängigkeit Kataloniens
Auszug aus dem Buch
3.1 Historischer Hintergrund beider Nationen
Die spanische Regierung verhindert Kataloniens Interessen durchzusetzen. Doch dieser zwanghafter Versuch hat weitgehende historische Wurzeln. Dies wird hier im historischen Hintergrund Kataloniens untersucht.
Der Drang der Eigenständigkeit Kataloniens, zeichnete sich schon in den historischen Ereignis zwischen Katalonien und Spanien aus. Mehrere Jahrhunderte zurück wurde Katalonien von den Griechen besiedelt. Katalonien war ein Teil des Römischen Reiches bis nach der Eroberung durch die Westgoten ab 507 n. Chr. Danach wurde im Jahre 711 Katalonien von den Arabern erobert. Zum Zeitpunkt im Jahre 759 war Katalonien christlich. Im Jahre 1137 gingen die katalanischen Grafschaften in einer Verbindung mit der Krone von Aragon auf. Im Folgenden wurde im späteren 13. Jahrhundert die Institutionen der katalanischen Selbstverwaltung („Generalidad de Catalunya") gegründet. Folglich wurden die katalanischen Institutionen und die Selbstverwaltung nach der Eroberung von Barcelona durch den Bourbonen-König aufgelöst und beendet.
Zusätzlich haben die Katalanen an die Abschaffung ihrer autonomen Rechte gebettet. Dies gelingt durch die Abdankung von Amadeo I im Jahre 1873. Darauffolgend wurde die erste gegründete spanische Republik in die Öffentlichkeit verkündet. Die Republik besteht aus separatistische Anhänger. Somit kann jeder Anhänger ihre Idee einer zentralistischen Republik oder eines föderales System verfolgen. Katalonien versuchte durch mehrere Versuche einen Staat innerhalb der spanischen Republik zu gründen, jedoch wurden die Auseinandersetzungen unter den Republikanern weiter verschärft. Nachdem Ende der Diktatur erstreiten Politiker Autonomie Rechte für Katalonien. Francesc Macià wurde später zum katalanischen Parlament zum Präsidenten der „Generalidad de Catalunya"7 gewählt. Darauffolgenden wurde das Franco Regime gegründet, welches erhebliche Vorteile für Katalonien mitzieht. Es gelang Katalonien die Aufhebung von demokratischen Freiheiten. Katalonien konnte die Abschaffung des Autonomiestatuts sowie die Unterdrückung der katalanischen Sprache und Kultur zu ihrem eigenen Interesse verwirklichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den wachsenden Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens vor dem Hintergrund historischer Spannungen und stellt die zentrale Problemstellung vor.
2. Autonomische Gemeinschaften Spaniens: Dieses Kapitel beschreibt das System der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens und die verfassungsrechtliche Einbettung Kataloniens.
3. Unabhängigkeitsreferendum 2017 in Katalonien: Hier werden die historischen Wurzeln der katalanischen Bestrebungen, der Ablauf des Referendums von 2017 sowie rechtliche Aspekte erörtert.
4. Auswirkungen: Dieses Kapitel analysiert die sozialen, wirtschaftlichen, touristischen und politischen Konsequenzen, die das Unabhängigkeitsstreben und das Referendum für die Region und Spanien nach sich ziehen.
5. Beantwortung der Forschungsfrage: Der abschließende Teil synthetisiert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfrage und bietet eine zusammenfassende Einschätzung der aktuellen Krise.
Schlüsselwörter
Katalonien, Unabhängigkeitsreferendum, Spanien, Separatismus, Autonomiestatut, Wirtschaftskrise, Völkerrecht, Verfassungsgericht, Generalidad de Catalunya, Nationalismus, Selbstbestimmungsrecht, Politische Krise, Eurozone, Transferzahlungen, EU-Mitgliedschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Hintergründe, den Verlauf und die weitreichenden Konsequenzen des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der katalanischen Autonomie, den wirtschaftlichen Schäden einer Abspaltung und den völkerrechtlichen Aspekten der Sezession.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu analysieren, wie das Unabhängigkeitsreferendum das politisch-ökonomische Gefüge Spaniens sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinflusst hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse, die den historischen Kontext sowie aktuelle sozialwissenschaftliche und ökonomische Quellen zur Katalonien-Krise auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben dem historischen Hintergrund die aktuellen politischen Ereignisse, die rechtliche Situation unter Artikel 155 der spanischen Verfassung sowie die ökonomischen Folgen für den Tourismus und die Industrieproduktion detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Unabhängigkeitsreferendum, Separatismus, Autonomie, politische Krise und Wirtschaftliche Auswirkungen.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Völkerrechts?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass weder die spanische Verfassung noch das Völkerrecht ein bedingungsloses Recht auf einseitige Abspaltung einer Region vorsehen.
Welcher Lösungsansatz wird im Fazit vorgeschlagen?
Der Autor schlägt als Kompromiss eine Reduzierung der Transferzahlungen an den spanischen Zentralstaat vor, um dem Unabhängigkeitsstreben auf ökonomischer Ebene entgegenzuwirken.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Katalonien-Krise. Eine Untersuchung der situativen Auswirkung Spaniens und Kataloniens bezüglich des Unabhängigkeitsreferendums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495240