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Herausforderung Bibel. Ein Überblick über die Bibeldidaktik im Religionsunterricht.

Título: Herausforderung Bibel. Ein Überblick über die Bibeldidaktik im Religionsunterricht.

Trabajo , 2011 , 29 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Eva Stoll (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Bibeldidaktik im Religionsunterricht. Hierzu werden zunächst die Begründungen und Ziele biblischen Lernens im Religionsunterricht zusammengestellt. Ausgehend davon werden die Herausforderungen dargestellt, denen sich biblisches Lernen in der Postmoderne stellen muss. Anschließend wird ein Überblick über die Bibeldidaktik gegeben mit den wichtigsten bibeldidaktischen Ansätzen der Vergangenheit und Gegenwart. Es werden Lernweg und Methoden der neuen Bibeldidaktik vorgestellt und welche Themen und Methoden in welchem Alter herangezogen werden können. Das letzte Kapitel stellt die Bedeutung der Lehrperson im biblischen Unterricht dar.

Das Christentum ist eine Religion, die ohne Überlieferung und ohne Tradition nicht denkbar wäre. Aber gerade in unserer westlichen Gegenwart sind Traditionen fragwürdig geworden. Sie bilden nicht mehr das Kernzentrum der Lebensgestaltung. Allerdings bildet gerade die Tradition den Mittelpunkt des Christentums, besonders die Bibel. Daraus entstehen besondere Herausforderungen für die religionspädagogische Bildung.

Die Arbeit mit der Bibel im Religionsunterricht steckt seit langem in der Krise. Langeweile der Schüler und Ratlosigkeit der Lehrer breiten sich aus. Die Bibel ist in Gefahr, zu einem ‚vergessenen Buch’ zu werden. Dies zeigt sich vor allem in der Einstellung der meisten Schüler zum biblischen Unterricht. Häufig ist Abneigung und Langeweile zu spüren, besonders bei älteren Schülern. Die Bibel leidet unter einem Realitäts-, Relevanz- und Wirkungsverlust. Viele Schüler sehen keine Bedeutung der Bibel für ihr Leben und keinen Bezug zu ihren heutigen Erfahrungen. Eine Studie hat aber auch gezeigt, dass sich Schüler mit zunehmendem Alter wenn überhaupt für einen lebensbezogenen, erfahrungsorientierten Bibelunterricht interessieren. Es gibt noch eine Chance für biblisches Lernen im Religionsunterricht, die es zu ergreifen gilt und die bereits versucht wird in neueren Ansätzen der Bibeldidaktik zu verwirklichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Ausgangslage

2 Begründungen für biblisches Lernen im Religionsunterricht

2.1 Bildungstheoretische Begründungen biblischen Lernens

2.2 Theologische Begründungen biblischen Lernens

3 Ziele des Bibelunterrichts

4 Biblisches Lernen vor den Herausforderungen der Postmoderne

5 Bibeldidaktik im Religionsunterricht

5.1 Definition von Bibeldidaktik

5.2 Bibeldidaktische Herausforderungen

5.3 Bibeldidaktische Ansätze

5.3.1 Kerygmatische Bibelkatechese

5.3.2 Hermeneutische Bibeldidaktik

5.3.3 Problemorientierter Bibelunterricht

5.3.4 Korrelative Bibeldidaktik

5.3.5 Dialogische Bibeldidaktik

5.3.6 Interaktionale Bibeldidaktik

5.4 Lernwege und Methoden der neuen Bibeldidaktik

5.5 Altersbezogene Bibeldidaktik

6 Die Bedeutung der Lehrperson

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktuelle Krise des Bibelunterrichts in einer postmodernen Gesellschaft und entwickelt auf Basis religionspädagogischer Ansätze Perspektiven für einen zeitgemäßen, erfahrungsorientierten Zugang zur Bibel im Religionsunterricht.

  • Bildungstheoretische und theologische Begründungen für biblisches Lernen
  • Herausforderungen durch Pluralisierung, Individualisierung und Postmoderne
  • Historischer Überblick und Analyse bibeldidaktischer Ansätze
  • Methodenvielfalt und altersgerechte Gestaltung des Bibelunterrichts
  • Die Rolle und Kompetenzentwicklung der Lehrperson

Auszug aus dem Buch

5.3.6 Interaktionale Bibeldidaktik

Die interaktionale Bibelauslegung entstand in den 70er und 80er Jahren und wird bis heute weiterentwickelt. Bei diesem Ansatz spielt der gemeinsame Austausch über den Text und die Erfahrungen in der Gruppe eine große Rolle. Es bestehen Ähnlichkeiten zum korrelativen Ansatz, mit dem Unterschied, dass die interaktionale Bibelauslegung einen bescheideneren Anspruch erhebt. Zentral sind nicht die Pole Tradition und Situation, sondern Text und Subjekt. Ziel ist, das Lesen der Bibel ohne ‚Fachkenntnisse’ zu erreichen. Es wird nicht vorausgesetzt, dass die biblischen Texte bekannt sind. Ausgangspunkt ist der Leser als Subjekt, dem der Text als Objekt gegenüber steht. Es soll erreicht werden, dass es zu einer Umkehrung der Rollen kommt und so der Bibeltext zum Subjekt wird.

Die interaktionale Bibelauslegung wurde vor allem von Horst Klaus Berg bekannt gemacht durch seine Darstellung in seinem Werk ‚Ein Wort wie Feuer. Wege lebendiger Bibelauslegung’. Darin beschreibt er den Zugang zu biblischen Texten in drei Phasen: 1. Annäherung, 2. Erarbeitung, 3. Gestaltwerdung/ Verleiblichung. Die erste Phase beinhaltet eine erste Kontaktaufnahme zu dem Text, wobei eine offene Auseinandersetzung in Kritik, Zustimmung oder Formulierung von Vorbehalten wichtig ist. In der zweiten Phase erfolgt nun eine Distanzierung zum Text. Die kritische Exegese soll vor allzu einseitiger Subjektivität bewahren und den Bibeltext auf seine Struktur, Entstehungsgeschichte und ursprüngliche Intention befragen. Die dritte Phase geht wieder näher auf den Text zu. Dabei kommt es darauf an, „ erkannte und erarbeitete neue Erfahrungen, die der Text freisetzt – ‚Gegenwelten’ –, ‚auf die eigene Existenz’ zu beziehen und in ihr Gestalt werden zu lassen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ausgangslage: Analyse der Krise des Bibelunterrichts, die durch Langeweile und Wirkungsverlust gekennzeichnet ist, sowie Vorstellung des Zieles der Arbeit.

2 Begründungen für biblisches Lernen im Religionsunterricht: Darstellung bildungstheoretischer (Allgemeinbildung, Identitätsfindung) und theologischer (Gottes Wort in Menschenwort, Orientierungswissen) Argumente.

3 Ziele des Bibelunterrichts: Definition der Richtziele der Bibel als Geschichts-, Sprach-, Glaubens- und Grunddokument christlichen Menschenbildes.

4 Biblisches Lernen vor den Herausforderungen der Postmoderne: Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen wie Pluralismus, Individualisierung und der Enttraditionalisierung.

5 Bibeldidaktik im Religionsunterricht: Umfassende Untersuchung der verschiedenen didaktischen Ansätze von der Kerygmatik bis zur modernen interaktionalen und dialogischen Bibelauslegung sowie deren Methoden.

6 Die Bedeutung der Lehrperson: Reflexion über die Rolle der Lehrkraft als Impulsgeber und die notwendigen Kompetenzen für einen zeitgemäßen Religionsunterricht.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz biblischen Lernens und Betonung der Notwendigkeit erfahrungsbezogener Zugänge.

Schlüsselwörter

Bibeldidaktik, Religionsunterricht, Postmoderne, Hermeneutik, Subjektorientierung, Erfahrungsorientierung, Korrelation, Interaktionale Bibelauslegung, Glaubensdokument, Identitätsfindung, Lehrperson, Biblische Tradition, Religiöse Sprachfähigkeit, Symboldidaktik, Methodenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Situation des Bibelunterrichts, der sich in einer Krise befindet, und erörtert, wie dieser unter den Bedingungen der Postmoderne zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Begründung des Bibelunterrichts, der Analyse der postmodernen Herausforderungen, dem Überblick über didaktische Ansätze und der Methodenentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für eine moderne Bibeldidaktik zu schaffen, die Schüler bei ihren Fragen abholt und die Bibel als relevante Orientierungshilfe erfahrbar macht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung religionspädagogischer Literatur, der Analyse bibeldidaktischer Konzepte und der Auswertung von Studien zur Situation des Religionsunterrichts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltlichen Begründungen, die Analyse der postmodernen Bedingungen, eine detaillierte Vorstellung bibeldidaktischer Ansätze und praktische Überlegungen zu Methoden und zur Rolle der Lehrperson.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Subjektorientierung, Postmoderne, Korrelation und interaktionale Bibelauslegung geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Kerygmatischer Bibelkatechese" und "Hermeneutischer Bibeldidaktik" wichtig?

Sie markiert den historischen Wandel von einem rein verkündigungsorientierten Unterricht hin zu einem schulpädagogisch begründeten, verstehenden Umgang mit biblischen Texten, der auch kritische Fragen einbezieht.

Welche Rolle spielt die Lehrperson laut der Autorin?

Die Lehrperson ist zwar nicht allein verantwortlich für das Gelingen der Textbegegnung, trägt aber als greifbares Vorbild durch ihre persönliche Einstellung, Authentizität und ihre methodische Kompetenz maßgeblich zum Erfolg bei.

Warum ist eine "altersbezogene Bibeldidaktik" so schwierig umzusetzen?

Aufgrund der großen Unterschiede in den soziokulturellen Voraussetzungen und der Lebenswelten der Kinder lässt sich nicht pauschal festlegen, welcher Text für welches Alter geeignet ist; dies erfordert eine flexible Auswahl durch die Lehrkraft.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Herausforderung Bibel. Ein Überblick über die Bibeldidaktik im Religionsunterricht.
Universidad
Saarland University  (Katholische Theologie)
Curso
Religionspädagogik: Religion und Biographie
Calificación
1,0
Autor
Eva Stoll (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
29
No. de catálogo
V495293
ISBN (Ebook)
9783668997417
ISBN (Libro)
9783668997424
Idioma
Alemán
Etiqueta
Biblisches Lernen Religionsunterricht Bibelunterricht Bibeldidaktik Lehrperson
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eva Stoll (Autor), 2011, Herausforderung Bibel. Ein Überblick über die Bibeldidaktik im Religionsunterricht., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495293
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