Zerstört der Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie die Finanzintermediation wirklich?

Eine perspektivengetriebene ökonomische Analyse


Seminararbeit, 2019
27 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung

2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Die Finanzintermediation und ihre Transformationsfunktion
2.2 Distributed-Ledger-Technologie
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

3 Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie
3.1 Begründete Auswahl der Perspektiven und Beurteilungskriterien
3.2 Analyse aus Perspektive 1: Abteilungsleiter Zahlungsverkehr in einer Sparkasse
3.3 Analyse aus Perspektive 2: CFO eines international tätigen Unternehmens
3.4 Analyse aus Perspektive 3: Mitarbeiter in der Schadensregulierung einer Versicherungsgesellschaft
3.5 Analyse konfligierender und harmonischer Beziehungen zwischen den Perspektiven

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Stufen der Dezentralisierung von Netzwerken

Abbildung 2: Auswahl der Perspektiven anhand der Transformationsfunktion von Finanzintermediären

Abbildung 3: Vereinfachte Darstellung der Beteiligten bei währungsraum-übergreifenden Zahlungen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) hat sich in den vergangenen Jahren zu einem vielbeachteten Experimentierfeld entwickelt. Auslöser dafür war insbesondere die wachsende Bekanntheit von virtuellen Währungen wie Bitcoin. Seitdem hat sich das Interesse, unter anderem das der Finanzbranche, den technischen Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der verteilten Netzwerke zugewandt.1 In der Finanzbranche, besonders im Bankenbereich, befinden sich viele Prozesse noch analogen Ursprungs. Zwar wurden in den letzten Jahren viele einzelne Prozessschritte automatisiert, jedoch benötigen die kompletten Abläufe weiterhin viel Intermediationsleistung. Dies ist besonders bei bankübergreifenden Transaktionen in hohem Maße erforderlich.2 Aufgrund ihrer Funktion, Transaktion ohne Intermediäre durchführen zu können, wird der DLT ein hohes disruptives Potential beigemessen.3 Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte verfolgt diese Ausarbeitung das Ziel, eine mögliche Zerstörung der Finanzintermediaton durch den Einsatz der DLT zu analysieren.

1.2 Gang der Untersuchung

Zu Beginn der Analyse werden zunächst die begrifflichen und theoretischen Grundlagen dargestellt. Dabei werden die unterschiedlichen Ausgestaltungsmerkmale der Technologie herausgearbeitet, um den Leser ein gutes Verständnis für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu vermitteln. Anschließend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen skizziert. Im Kapitel 3 ist es das übergeordnete Ziel, die Fragestellung durch eine perspektivengetriebene ökonomische Analyse zu beantworten. Dafür werden unterschiedlichen Interessengruppen ausgewählt und die Einsatzmöglichkeiten der DLT anhand definierter Kriterien beurteilt. Zum Ende des Kapitels werden die verschiedenen Perspektiven miteinander verglichen und konfigurierende sowie harmonische Beziehungen dargelegt. Abschließend werden im Fazit die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und ein Ausblick über die weitere Entwicklung gegeben.

2. Begriffliche und theoretische Grundlagen

Als Grundlage wird in diesem Kapitel wird zunächst die Finanzintermediation definiert und deren Transformationsfunktion beschrieben. Nach der Vorstellung der Distributed-Ledger-Technologie ergänzen die juristischen Rahmenbedingungen das erforderliche Grundwissen.

2.1 Die Finanzintermediation und ihre Transformationsfunktion

Finanzintermediäre sind Akteure auf einem Finanzmarkt, die als Vermittler zwischen Geldnehmern und Geldgebern auftreten.4 Insbesondere umfasst dieses System nach der engen Definition Kreditinstitute, Bausparkassen, Kapitalverwaltungsgesellschaften, Leasing- und Factoringunternehmen, Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Anbieter von Kapital-Lebensversicherungen sowie sonstige Versicherungsunternehmen.5

Diese Vermittler helfen dabei, Problemen zu entgegnen, die auf dem Finanzmarkt auftreten. Zum einen sind das Informationsprobleme bezüglich der Existenz und Verlässlichkeit der anderen Vertragspartei sowie hinsichtlich aktueller, marktüblicher Konditionen. Daneben bestehen Stückelungs- und Fristenprobleme, die durch nicht übereinstimmende Betrags- oder Laufzeitenvorstellungen von Geldnehmer und Geldgeber entstehen. Weiterhin sind die Risikoprobleme des Geldgebers anzuführen, die beim Geschäftsabschluss der Wirtschaftssubjekte auftreten. Die vereinbarte Rückzahlung des Geldbetrages ist unsicher und abhängig von der aktuellen wie auch künftigen Situation des Geldnehmers sowie dessen Umwelt.6 Die Rolle der Finanzintermediation, welche zur Minimierung der genannten Probleme beiträgt, wird in der Literatur häufig als Transformationsfunktion bezeichnet. Es kann zwischen folgenden Teilbereichen unterschieden werden:7

- Informationsbedarfstransformation
- Losgrößen- und räumliche Transformation
- Fristentransformation
- Risikotransformation

Die Informationsbedarfstransformation ergibt sich durch die Vielzahl der Geschäfte, die Finanzintermediäre mit Geldgebern und Geldnehmern abschließen. Die Wirtschaftssubjekte müssen sich nicht nach passenden Marktpartnern umsehen, sondern nur einen geeigneten Finanzintermediär kennen. Durch die direkte Beziehung zum Geldnehmer prüft der Finanzintermediär zugleich dessen Bonität. Da diese Finanzmarktakteure außerdem Publizitätsvorschriften befolgen müssen, wird ein transparenterer Markt ermöglicht, bei dem es unkompliziert möglich ist, sich über marktkonforme Konditionen zu informieren.8

Finanzintermediäre, insbesondere Banken, vergeben innerhalb bestimmter Grenzen beliebige Kreditmittel oder nehmen innerhalb dieser Grenzen beliebige Anlagemittel entgegen. Diese Funktion beschreibt die Losgrößentransformation. Durch die Vielzahl der Geschäfte mit Wirtschaftssubjekten wird ein Großteil der Stückelungsproblematik gelöst. Verbleibende oder zu geringe Geldmittel können über den Geldmarkt mit anderen Banken ausgeglichen werden.9 In der Literatur ist häufig als erweiterte Abgrenzung die Losgrößen- und räumliche Transformation beschrieben.10 Dabei können regionale Unterschiede von Geldmittelüberschüssen mithilfe eines Finanzintermediär übermittelt werden.11 Der Zahlungsverkehr ist bei diesem Umstand ebenfalls von wichtiger Bedeutung.

Die Fristentransformation beschreibt die Möglichkeit, dass Finanzintermediäre Mittel von Geldgebern für andere Fristen entgegennehmen, als sie den Geldnehmern überlassen. Typischerweise werden kurzfristige Einlagen als langfristige Kredite vergeben. Finanzintermediäre tragen damit zum Abbau von Fristenproblemen bei.12 Dabei gehen sie das Risiko ein, dass die Geldmittel der Anleger nicht ausreichen, um alle benötigten Zahlungsmittel bereitzustellen. Weiterhin bestehen Zins- und Kursänderungsrisiken, die Anschlussgeschäfte zu höheren Zinsen oder vorfällige Abtretungen zu schlechteren Kursen bedeuten würden.13

Zuletzt beschreibt die Risikotransformation, dass ein vorhandenes Ausfallrisiko des Geldgebers verändert werden kann. Für die Risikominimierung eines Totalausfalls betreiben die Finanzintermediäre Risikodiversifikation, in dem sie Geldmittel möglichst vielen und voneinander unabhängigen Kreditnehmern überlassen. Darüber hinaus wird die Ausfallgefahr für den Geldgeber durch zusätzliche Haftungsmittel reduziert, die der Intermediär selbst in Form von Eigenkapital besitzt oder von externen Haftungsträgern zur Verfügung gestellt bekommt. Zuletzt wird Finanzintermediären unterstellt, dass sie durch die Spezialisierung auf Finanzgeschäfte eingehende Risiken mit Kreditnehmern besser erkennen. Dadurch besteht die Möglichkeit bei besonders riskanten Geschäften auf die Kreditvergabe zu verzichten oder die Wagnisse durch Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen abzusichern.14

Diese vier Teilbereiche der Transformationsfunktion bilden den Kernaspekt des Geschäftsmodells der Finanzintermediation. Verschiedene Treiber, wie beispielsweise die Regulatorik oder der Wettbewerb, zwingen die Finanzintermediäre ihre Geschäftsmodelle laufend anzupassen. Als weiterer Treiber sind Technologien zu identifizieren. Eine technische Entwicklung mit vermeintlich hohem Potential stellt die Distributed-Ledger-Technologie dar.

2.2 Distributed-Ledger-Technologie

Die Distributed-Ledger-Technologie beschreibt eine spezielle Form der elektronischen Datenverarbeitung. Dabei ist der Begriff Distributed Ledger (DL) oder „verteiltes Kontenbuch“ auf den verstreuten Aufbau der Datenbanken zurückzuführen. In dieser Variante erhalten die Datenbankteilnehmer eine gemeinsame Schreib-, Lese- und Speicherungsberechtigung. Damit können alle Nutzer neue Informationen hinzufügen, die über einen Validierungsprozess in die Datenbank aufgenommen werden.15 Die Validierung erfolgt über sogenannte Konsensmechanismen. Dabei müssen Teilnehmer je nach System Rechenkapazität nachweisen (Proof-of-Work), den Anteil an der Werteinheit belegen (Proof-of-Stake) oder eine Mindestanzahl von Teilnehmern einigt sich auf die Gültigkeit einer Transaktion (Pracitcal-Byzantine-Fault-Tolerance). Für die Datenauthentifizierung können zudem kryptografische Verfahren eingesetzt werden. Über Kopien werden die validierten Daten nach dem Konsensmechanismus jedem Teilnehmer zur Verfügung gestellt.16 Aufgrund des beschriebenen Aufbaus werden der DLT folgende Eigenschaften zugeschrieben:17

- Transparenz und Unveränderlichkeit
- Operative Effizienz
- Sicherheit
- Unabhängigkeit von Intermediären

Die DLT ermöglicht grundsätzlich Transaktionen ohne Intermediäre, daher wird ihr disruptives Potential zugesprochen.18 Insbesondere der Finanzsektor und das „Transaction Banking“, wie beispielsweise der Zahlungsverkehr oder der Devisen- und Wertpapierhandel können von künftigen Entwicklungen betroffen sein.19 Das System profitiert dabei von der Anwendung sogenannter Smart Contracts. Das sind elektronische Verträge, die automatisch geschlossen und umgesetzt werden, sobald vorher definierte Bedingungen eintreten.20

Die DLT lässt sich in verschiedene Ausgestaltungsvarianten aufteilen. Die Kontenbücher können zwischen den Varianten „Public“ und „Private“ unterschieden werden. Bei der „Public“-Variante ist es allen Nutzern gestattet, die Inhalte anzusehen, während die „Private“-Version nur zugelassenen Teilnehmern das Lesen ermöglicht. Über die Leseberechtigung hinaus gibt es für einen bestimmten Nutzerkreis auch die Möglichkeit auf das Hauptbuch zuzugreifen. Vertrauenswürdige Nutzer, die Einträge ändern oder validieren können, werden als „Permissioned“ bezeichnet. Dagegen erhalten „Permission-less“-Teilnehmer keinen Zugriff, sie haben aber weiterhin die Möglichkeit neue Einträge vorzunehmen.21 Abbildung 1 skizziert die verschiedenen Stufen der Dezentralisierung, die von den Ausgestaltungsmerkmalen des Systems abhängt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Stufen der Dezentralisierung von Netzwerken22

Ein weiterer Begriff innerhalb des Spektrums der DL ist die sogenannte Blockchain. Die Blockchain-Technologie ist eine besondere Ausgestaltung der DLT. Durch ihre chronologisch verkettete Architektur eignet sie sich besonders gut, um die Historie von Transaktionen abzubilden. Bei neuen Transaktionen werden weitere Blöcke gebildet, die sich an die vorhandene Kette anhängen.23

Anhand der vorangegangenen Ausführungen ist zu erkennen, dass es signifikante Unterschiede in der Ausgestaltung der DLT gibt. Je nachdem, wie die Merkmale ausgeprägt sind und in welchem Bereich die Technologie eingesetzt wird, sind unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten. Ein Überblick wird im folgenden Abschnitt geschaffen.

2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

Bei der Betrachtung vollständig öffentlicher Netzwerke stellt sich zunächst die Frage, ob Datenschutzaspekte beachtet werden müssen. Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) findet nach Art. 2 Abs. 1. DS-GVO Anwendung, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Für die Benutzung von DLT werden häufig Pseudonyme verwendet, daher ist es strittig, ob durch die öffentlichen Daten Rückschlüsse auf natürliche Personen möglich sind.24 Der Blockchain Bundesverband fordert in einer Veröffentlichung, dass kryptografische Verfahren als sichere Verschlüsselung anerkannt werden und damit das Datenschutzrecht keine Anwendung findet.25 Dagegen argumentiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dass die Erfüllung von Datenschutzzielen in Blockchain-Anwendungen schwer möglich, aber zu beachten ist.26

Weiteres Konfliktpotential könnte in Folge der automatischen Vertragsausführung von Smart Contracts entstehen. Zivilrechtliche Ansprüche wie die Anfechtung und der Rücktritt von Verträgen stehen dabei im Konflikt zur unveränderlichen Transaktionshistorie.27 Bei der nachträglichen Auflösung von sittenwidrigen Geschäften sind ebenfalls höhere Anforderungen zu überwinden.28 Lösungsansätze bieten sogenannte Reverse Transactions, die bei rechtlichen Problemen angewendet werden könnten. Eine Transaktion wird ein weiteres Mal umgekehrt ausgeführt, sodass der vorherige wirtschaftliche Zustand wiederhergestellt ist.29

Bei strafrechtlichen Aktivitäten in einem verteilten Netzwerk könnte außerdem das Strafgesetzbuch Anwendung finden. Es stellt sich die Frage, ob bei illegalem Geschehen innerhalb eines Netzwerks alle sonstigen Teilnehmer zu Mittätern werden, da sie Zugriff auf Transaktionsinhalte haben. An dieser Stelle ist der Gesetzgeber gefordert Rechtssicherheit zu schaffen. Durchschnittlichen Nutzern der DLT ist es nicht zuzumuten, sämtliche Inhalte anderer Transaktionen zu kennen.30

3 Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie

Im folgenden Kapitel wird der Einsatz der DLT in der Finanzintermediation diskutiert. Zunächst werden die Perspektiven anhand der Transformationsfunktion zugeordnet und Bewertungskriterien festgelegt. Mit den Kriterien erfolgt eine spezifische Analyse aus jeder Perspektive. Abschließend werden diese Perspektiven gegenübergestellt und Konflikte sowie Gemeinsamkeiten diskutiert.

3.1 Begründete Auswahl der Perspektiven und Beurteilungskriterien

Der DLT wird häufig disruptives Potenzial zugesprochen.31 Einige Geschäftsmodelle, die möglicherweise durch diese Technologie beeinflusst werden, stehen dabei vor wichtigen Fragestellungen hinsichtlich der strategischen Ausrichtung. Um einen Überblick darüber zu bekommen, welche Wirtschaftseinheiten in welchem Umfang betroffen sein könnten, ist es zunächst erforderlich, verschiedene Perspektiven festzulegen.

In dieser Arbeit wird insbesondere die Auswirkung auf die Finanzintermediation untersucht. Entsprechend erfolgt als erster Schritt eine Untergliederung der Finanzmarktbeteiligten. Aktiv am Finanzmarkt tätig sind Kapitalgeber, Kapitalnehmer und, häufig zwischen den beiden Parteien, die Finanzintermediäre.32 Kapitalgeber und Kapitalnehmer stellen Geldmittel zur Verfügung oder fragen diese in Form von Krediten nach und lassen sich typischerweise in Privatpersonen, Unternehmen und staatliche Einrichtungen untergliedern.33 Zwischen den beiden Parteien agieren in ihrer Vermittlerrolle regelmäßig die Finanzintermediäre. Exemplarisch können hier Banken, Versicherungen sowie Investmentgesellschaften angeführt werden.34

Aus diesen Teilbereichen werden nun unterschiedliche Perspektiven selektiert. Die Transformationsfunktion von Finanzintermediären soll bei dieser Auswahl besondere Beachtung finden. Im Folgenden wird versucht, sowohl auf Nutzer- als auch auf Anbieterseite Perspektiven einzunehmen, die auf einen Transformationsbereich der Funktion spezialisiert sind. Eine trennscharfe Abgrenzung kann jedoch nicht erfolgen, da die verschiedenen Nutzer und Anbieter in der Regel verschiedene Teilbereiche der Transformation beanspruchen. Daher erfolgt die Auswahl anhand einer tendenziellen Bestimmung von Beanspruchungsübergewichten einzelner Transformationsbereiche.

Die erste Perspektive stellt den Leiter des Zahlungsverkehrs einer Sparkasse dar. Die Losgrößen- und räumliche Transformation ist im Zahlungsverkehr aufgrund der Vielzahl der Teilnehmer und deren internationalen Ansässigkeit von besonderer Bedeutung. In der zweiten Perspektive wird aus Nutzersicht der Chief Financial Officer (CFO) eines international tätigen Unternehmens betrachtet. Dabei werden besonders die Herausforderungen der Fristen- und Informationsbedarfstransformation betont, da die langfristige Investitionsfinanzierung für Organisationen wichtig ist35 und dabei Informationsasymmetrien eine entscheidende Rolle bei der Kreditvergabe einnehmen.36 Der dritte Blickwinkel beschreibt einen Mitarbeiter in der Schadensregulierung einer Versicherungsgesellschaft und betont die Risikotransformationsfunktion. Wie Abbildung 2 skizziert, werden mit den ausgewählten Perspektiven Nutzer und Anbieter sowie die unterschiedlichen Ausprägungen der einzelnen Funktionen des Transformationsgedankens repräsentiert. Damit wird in dieser Arbeit angestrebt, die wichtigsten Erkenntnisse anhand festgelegter Kriterien zu gewinnen.

[...]


1 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 36.

2 Vgl. Roßbach 2016, S. 54.

3 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 36.

4 Vgl. Bitz/Stark 2015, S. 4.

5 Vgl. Bitz/Stark 2015, S. 6.

6 Vgl. Blitz/Stark 2015, S. 2-3.

7 Vgl. Blitz/Stark 2015, S. 7-9; vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber 2015, S. 12-14.

8 Vgl. Blitz/Stark 2015, S. 7-8.

9 Vgl. Blitz/Stark 2015, S. 8; vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber 2015, S. 12-13.

10 Vgl. Varmaz 2006, S. 22, vgl. Zepp 2007.

11 Vgl. Varmaz 2006, S. 22.

12 Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber 2015, S. 13.

13 Vgl. Blitz/Stark 2015, S. 8.

14 Vgl. Blitz/Stark 2015, S. 9.

15 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 36.

16 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 38.

17 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 40-41.

18 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 35.

19 Vgl. Brühl 2017a, S. 141.

20 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 38.

21 Vgl. Benos/Garratt/Gurrola-Perez 2017, S. 6.

22 Vgl. Walport 2015, S. 35-36.

23 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 37.

24 Vgl. Hein/Wellbrock/Hein 2019, S. 26; vgl. Böhme/Pesch 2017, S. 478.

25 Vgl. Blockchain Bundesverband 2017, S. 25.

26 Vgl. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, S. 66.

27 Vgl. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, S. 57; vgl. Hein/Wellbrock/ Hein 2019, S. 34-35.

28 Vgl. Hein/Wellbrock/Hein 2019, S. 37.

29 Vgl. Hein/Wellbrock/Hein 2019, S. 39.

30 Vgl. Hein/Wellbrock/Hein 2019, S. 19.

31 Vgl. Deutsche Bundesbank 2017, S. 35; vgl. Maull et al. 2017, S. 481; vgl. Collomb/ Sok 2016, S. 93.

32 Vgl. Predota 2011, S. 3.

33 Vgl. Predota 2011, S. 2.

34 Vgl. Predota 2011, S. 3.

35 Vgl. Wöhe et al. 2013, S. 248.

36 Vgl. Jensen/Meckling, 1976, S. 308.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Zerstört der Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie die Finanzintermediation wirklich?
Untertitel
Eine perspektivengetriebene ökonomische Analyse
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
27
Katalognummer
V495718
ISBN (eBook)
9783346008008
ISBN (Buch)
9783346008015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Distributed Ledger Technologie, DLT, Distributed Ledger, Distributed Ledger Technology, Blockchain, Distributed, Dezentrale Netzwerke, Peer-to-Peer, FinTech, Finanzbranche, Finanzintermediation, Transformationsfunktion, Smart Contracts, Zahlungsverkehr, Versicherung, Unternehmen, perspektivengetriebene Analyse, ökonomische Analyse
Arbeit zitieren
Alexander Michopoulos (Autor), 2019, Zerstört der Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie die Finanzintermediation wirklich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495718

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