Ursachen und Gefahren von Stress am Arbeitsplatz

Die negativen Auswirkungen von Stress auf den Körper


Hausarbeit, 2018
16 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: Stress

3. Ursachen von Stress am Arbeitsplatz
3.1. Psychisch-mentalen Stressoren
3.3. Physische Stressoren

4. Auswirkungen
4.1. Kognitive Ebene
4.2. Emotionale Ebene
4.3. Vegetativ-hormonelle Ebene
4.4 Muskuläre Ebene

5. Folgen von Stress am Arbeitsplatz

6. Diskussion

7. Literaturverzeichnis

Zusammenfassung

Die vorliegende Studienarbeit hat das Ziel mögliche Gefahren und Gründe, die Stress am Arbeitsplatz auslösen können aufzudecken. Dies ist besonders interessant für Ar­beitnehmer, aber auch für Arbeitgeber, da so mögliche Stressoren vorher behoben werden können und das Stressrisiko gemindert werden kann.

Im zweiten Teil der Studienarbeit werden die körperlichen Reaktionen durch den Stress untersucht und die daraus resultierenden Symptome und Erkrankungen vorgestellt.

Wesentliche Ergebnisse erbrachten hierbei qualitative Interviews und Umfragen an Betroffenen, sowie das Auswertung von Fachliteratur und Lang- und Kurzzeitstudien an Arbeitnehmern in den verschiedenen Arbeitsbranchen.

Die Ergebnisse zeigten klassische und bekannte Stressfolgen, wie Kopfschmerzen, deckten aber auch Folgen auf, die nicht immer klassisch auf Stress zurückzuführen sind, wie zum Beispiel die Entstehung von Krebs (Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 31).

1. Einleitung

Nicht nur immer mehr Arbeitnehmer haben den Eindruck, dass der Stress und die psy­chischen Belastungen zunehmen, auch immer mehr Untersuchungen, Studien, Befra­gungen und Forschungsergebnisse bestätigen diese Theorien (Satzer, 2002, S. 5). Ständige Bereitschaft und hohe Flexibilität werden zu grundlegenden Anforderungen an den Arbeitnehmer (Poppelreuter & Mierke, 2005, S. 5), außerdem steigt der Leis- tungs- und Zeitdruck, sowie sehr lange und ungünstige Arbeitszeiten mit wenig Frei­zeitausgleich (Satzer, 2002, S. 5).

Diese schlechten Voraussetzungen können zwar Stress fordern, allerdings sind es vielmehr subjektive Einschätzungen der jeweiligen Person (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 29).

Als einfaches Beispiel betrachtet man zwei Personen, die vor einigen Mitarbeitern eine Rede halten sollen. Die erste Person nimmt diese Aufgabe ganz entspannt an und ist das Reden vor anderen gewohnt. Die zweite Person hat schon größte Angst und Schweißausbrüche nur bei der Vorstellung, denn nicht jedes Ereignis ist gleich ein Stressor. (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 29).

In dieser Studienarbeit wird erläutert, was Stress ist und wie dieser spezifische Arbeits­stress auf den Arbeitnehmer wirkt.

Außerdem wird darauf eingegangen, welche Reize als Stressor von den Arbeitneh­mern empfunden werden können und wo die Ursachen für den oben genannten An­stieg des Stresses in der Arbeitswelt liegen. Diese werden unterteilt in innere und äu­ßere Stressfaktoren. In den folgenden Kapiteln wird dann auf den zweiten Teilabschnitt der Leitfrage eingegangen, welche möglichen und vielfältigen negativen Auswirkungen der Stress auf den Körper mitbringt. Die möglichen Konsequenzen werden aufge­schlüsselt und in die vier grundlegenden Stressebenen (Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 2; Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 33) unterteilt. Es werden auch mögli­che chronische Auswirkungen und die daraus folgenden potenziellen chronischen Er­krankungen aufgeführt.

Im letzten Abschnitt wird aufgezeigt, wie der Arbeitnehmer versuchen kann, sich vor­her zu schützen und die Möglichkeiten des eigenen Ressourcen Ausbau aufgezeigt.

2. Definition: Stress

Stress zeichnet sich durch starke Differenzen zwischen Leistungsanspruch und Erho­lungsmöglichkeiten, beziehungsweise Bewältigungsmöglichkeiten aus. In der For­schung wird zwischen positiven und negativen Stress unterschieden. Stress, der den Menschen schädigt wird als Distress bezeichnet. (Wittig-Goetz, 2006).

Die Verarbeitung und Bewältigung der einzelnen Stresssituation hängt immer von jeder einzelnen Person ab. Es entsteht ein Prozess zwischen den äußeren Ereignissen und den inneren Leistungsanforderungen. Diese Interaktion ist ausschlaggebend dafür, ob die einwirkende Belastung als stressig empfunden wird oder nicht (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 29). Es spielen innere psychische Prozesse, sowie die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten eine Rolle, ob und wie lange der Mensch mit den Stresso- ren umgehen kann (Wittig-Goetz, 2006). Es ist auch nicht auszuschließen, dass ein Stressor den Menschen an einem Tag enorm stresst und an anderen Tagen die Person damit besser umgehen kann (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 29). Dieser körper­liche Prozess wird in Abschnitt 4.3. noch genauer erläutert.

Menschen können ganz unterschiedlich auf den gleichen Stressor reagieren. So kann Musik am Arbeitsplatz für den einen zur Entspannung führen, während ein anderer sich dadurch gestresst und gestört fühlt (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 20). Mög­liche Stressoren auf der Arbeit werden im nächsten Abschnitt erforscht.

Stresssymptome zeigen sich ganz unterschiedlich und sind weitreichend, von körper­lichen, geistigen, psychischen bis hin zu Verhaltensänderungen (Allenspach & Brech­bühler, 2005, S. 33). Die unterschiedlichen Symptome werden im Teilabschnitt 4. Aus­wirkungen auf vier verschiedenen Ebenen noch genauer aufgeführt.

3. Ursachen von Stress am Arbeitsplatz

Im Stressreport von 2012 (Lohmann-Haislah) wurden 5 zentrale Stressoren aufge­deckt, durch die sich Arbeitnehmer am häufigsten belastet fühlen:

58% der Befragten berichten davon, dass sie häufig mehrere Aufgaben und Arbeit gleichzeitig ausführen müssen beziehungsweise sonst nicht alles schaffen würden. Auch mehr als die Hälfte, circa 52% stehen unter hohem Termin- und Leistungsdruck, 34% strapaziert das sehr. Von wiederholender und gleichbleibender Arbeit berichten 50%, wodurch sich die Arbeitnehmer unterfordert und gelangweilt fühlen. Sehr häufig gestört und unterbrochen fühlen sich 44% auf der Arbeit und 39% der Interviewten stehen unter ständigen Zeitdruck (Lohmann-Haislah, 2012).

Die in den folgenden Teilabschnitten 3.1. bis 3.4. genannten Bereiche oder Stressoren sind gegenseitig voneinander abhängig (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 41) und werden nur zum besseren Verständnis getrennt aufgeführt. So wirken sich zum Bei­spiel soziale Konflikte auch auf andere Bereiche aus, einzelne Stressoren schaden den Betroffenen meistens nicht. (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 40). Nach Allen­spach und Brechbühler (2005) sind erst Mehrfachbelastungen schädlich, dazu zählen aber nicht nur die Stressoren auf der Arbeit, sondern auch der Versuch den Ansprü­chen aus allen Lebensbereichen, wie Beruf, Familie und Freizeit gerecht zu werden.

3.1. Psychisch-mentalen Stressoren

Diese Stressoren haben sehr mit den eigenen Anforderungen an die eigene Person und die eigene Arbeit zu tun. Das heißt also zu den mentalen Stressoren gehören insbesondere Versagensängste, Zeitdruck, Angst vor Kontrollverlust oder Bange vor wichtigen Prüfungen oder Verhandlungen (Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 6). Zum Thema Stress in Prüfungen wurde ein 2012 veröffentlichtes Quasi-Experiment durch­geführt. Mit Hilfe von Aktigraphie wurde das Schlafverhalten der Teilnehmer über 3 Wochen während des normalen Alltags und in Prüfungszeiten gemessen. Das Ergeb­nis der Studie zeigte, dass belastende Zeiten negative Auswirkungen auf die Schlaff­ragmentierung der Personen haben (Dewald, Meijer, Oort, Kerkhof, & Bögels, 2012). Außerdem kann der Arbeitnehmer Stress entwickeln, wenn sich über- oder unterfor­dert wird, zum Beispiel durch eintönige sehr einfache Aufgaben oder zu kleine Arbeits­inhalte. Zu den psychisch-mentalen Stressoren zählt auch das Fehlen von Entspan­nung und Erholung, sowie ein schlechtes Betriebsklima, unklare Aufgaben, Konkur­renzdruck und Arbeitsplatz­unsicherheit. (Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 7)

3.2. Soziale Stressoren

Der Mensch ist ein soziales Wesen und sucht nach Gleichgesinnten (Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 3), dieser Wunsch nach Kooperation und Kontakt kann auf der Ar­beit durch den Kontakt mit den Kunden und Arbeitskollegen erfüllt werden (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 40; Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 2). Auf der anderen Seite kann dieser soziale Kontakt, aber auch zu emotionaler Erschöpfung führen (Al­lenspach & Brechbühler, 2005, S. 39) und die anderen Menschen zu sozialen Stres­soren werden (Holz, Zapf, & Dormann, 2004).

In diesem Fragebogen wurden zwei Querschnittstudien und eine Längsschnitt- unter­suchung mit Mitarbeitern durchgeführt zum Thema soziale Stressoren am Arbeitsplatz. Dabei wurden die Arbeitskollegen und Vorgesetzen als Hauptstressoren herausgefil­tert. Beim Stressor „Kollegen" geht es hauptsächlich um Streit mit diesen, unfreundli­che Kollegen, Störung des Arbeitsrythmus durch Kollegen, Schwierigkeiten beim Ab­stimmen mit den Kollegen oder immer wiederkehrende Kritik.

Der Vorgesetzte wird als Stressor empfunden, wenn dieser laut den Befragten kein Wissen über die Materie mitbringt, die Kollegen auseinanderspielt, unklare Anweisun­gen gibt, angenehme oder leichte Aufgaben immer den gleichen Mitarbeitern gibt oder wenn er seine Mitarbeiter permanent antreibt (Frese, Greif, & Dieter, 2014).

Allgemein zusammengefasst führen unfaire Behandlung, Konflikte, schlechtes Arbeits­klima, mangelnde soziale Unterstützung, Kooperationszwänge oder sogar Mobbing zum sozialen Stress am Arbeitsplatz (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 40; Litzcke, Schuh, & Pletke, 2013, S. 3).

Unter Mobbing versteht man das wiederkehrendes feindseliges Verhalten über einen längeren Zeitraum von anderen Personen gegen eine einzelne Person (da Silva Joäo & Portelada, 2016). Es leitet sich aus dem englischen „to mob" ab, was so viel heißt, wie bedrängen oder anpöbeln (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 45). Verhaltensweisen, die zum Mobbing gehören sind sehr weitreichend. Man zählt dazu ausgrenzen, Bösartigkeit und Feindseligkeit, Demütigung, Diffamierung, Drohung, psychische Gewalt, Rufmord, sexuelle Belästigung, Verleumdung und weitere verlet­zende Handlungen (Allenspach & Brechbühler, 2005, S. 46).

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Ursachen und Gefahren von Stress am Arbeitsplatz
Untertitel
Die negativen Auswirkungen von Stress auf den Körper
Hochschule
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V495776
ISBN (eBook)
9783346011701
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stress, Stressoren, Arbeit, Distress
Arbeit zitieren
Lisa Menzel (Autor), 2018, Ursachen und Gefahren von Stress am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495776

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