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Ungleichheiten im Bildungswesen im Hinblick auf Behinderung. Von der Exklusion zur Inklusion

Titel: Ungleichheiten im Bildungswesen im Hinblick auf Behinderung. Von der Exklusion zur Inklusion

Seminararbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Yvonne Pichler (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich unter anderem mit den Begriffen der Ungleichheit und der Exklusion bis hin zur Inklusion genauer beschäftigen. Außerdem befasse ich mich mit der Entstehung der integrativen und inklusiven Schulbildung, also welche Schritte für eine inklusive Unterrichtsgestaltung nötig sind.

Ein Teil der Arbeit wird sich mit dem geschichtlichen Aspekt ab dem 16. Jahrhundert auseinandersetzten, sowie den Bruch im Nationalsozialismus behandeln.

Darüber hinaus sollen die Fragen, was Integration und Inklusion bedeutet, wie sich die schulische Bildung von Menschen mit Beeinträchtigung nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt hat und wie man von dem integrativen Schulmodell auf das inklusive Schulmodell kam, beantworten werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Behinderung als Parameter für Ungleichheiten

2.1. Ungleiche Verteilung

3. Begriffserklärung

3.1. Exklusion (Ausschluss, Ausgrenzung)

3.2. Segregation (Absonderung)

3.3. Integration (getrenntes wieder zusammenfügen)

3.4. Inklusion (beinhalten, einschließen)

4. Geschichtliche Aspekte

4.1. Euthanasie in der NS-Zeit

5. Integration & Inklusion

5.1. Entwicklung der Sonder- und Förderschulen

5.2. Von der Integration zur Inklusion

6. Voraussetzungen zur Umsetzung von inklusivem Unterricht

6.1. Individualisierung und Differenzierung

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Exklusion, Integration und Inklusion im Bildungswesen, beleuchtet die historischen Entwicklungen sowie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche inklusive Unterrichtsgestaltung für Menschen mit Beeinträchtigungen.

  • Definition zentraler Begriffe (Exklusion, Segregation, Integration, Inklusion)
  • Historische Betrachtung von Pädagogik und Bildung im Kontext von Behinderung
  • Die Zäsur durch die NS-Euthanasie und deren Auswirkungen
  • Entwicklung und Strukturen des Sonderschulwesens
  • Voraussetzungen und methodische Ansätze für gelingenden inklusiven Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.4. Inklusion (beinhalten, einschließen)

Darunter versteht man eine unbedingte Gleichberechtigung und Partizipation und das uneingeschränkte Recht eines jeden Individuums auf persönliche Entwicklung, soziale Teilhabe, Mitgestaltung und Mitbestimmung. In der Pädagogik heißt das nun, die Unterschiede der Schüler und Schülerinnen werden als Gewinn betrachtet und man kann und soll voneinander lernen. Die Unterschiede jedes einzelnen sollen dazu dienen individuell und wechselseitig zu lernen und sich zu entwickeln. Inklusive Bildung bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offenstehen, an einer qualitativen hochwertigen Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entfalten.

Nicht der Lernende muss sich in ein bestehendes System integrieren, sondern das Bildungssystem muss die Bedürfnisse aller berücksichtigen und sich an diese anpassen. Damit geht der Begriff der Inklusion über den Begriff der Integration hinaus. Inklusion beinhaltet das Recht auf einen gemeinsamen Unterricht in einer Regelschule. Inklusion rückt die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Lernenden in den Mittelpunkt und begreift Vielfalt als Chance für Lern- und Bildungsprozesse. In der Inklusion spricht man vom Normalitätsbegriff der „Transnormalität“, es bedeutet so viel wie „es ist normal, verschieden zu sein“ und soll vermitteln, dass eine Schule ohne behinderte Menschen anormal ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und definiert das Ziel, die Entwicklung der integrativen und inklusiven Schulbildung sowie die historischen Hintergründe zu untersuchen.

2. Behinderung als Parameter für Ungleichheiten: Dieses Kapitel analysiert, wie Behinderung im Bildungssystem als Kriterium für Selektion fungiert und wie die ungleiche Verteilung von Bildungschancen durch das Leistungsprinzip verschärft wird.

3. Begriffserklärung: Es erfolgt eine präzise Definition der zentralen Konzepte Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

4. Geschichtliche Aspekte: Ein historischer Abriss zeigt die Entwicklung der Heilpädagogik seit dem 16. Jahrhundert auf und thematisiert den radikalen Bruch durch die Euthanasie-Verbrechen im Nationalsozialismus.

5. Integration & Inklusion: Das Kapitel vergleicht die historische Entwicklung des Sonderschulwesens mit dem Paradigmenwechsel, der durch die Forderung nach Inklusion und internationale Abkommen wie die UN-Behindertenrechtskonvention eingeleitet wurde.

6. Voraussetzungen zur Umsetzung von inklusivem Unterricht: Hier werden notwendige Rahmenbedingungen, methodische Unterrichtsmerkmale sowie Formen des kooperativen Lernens für die Praxis diskutiert.

7. Resümee: Das Resümee bilanziert den aktuellen Stand der Inklusion und fordert einen gesellschaftlichen Wandel sowie den Abbau von Intoleranz als Grundvoraussetzung für echte Inklusion.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Exklusion, Segregation, Bildungswesen, Behinderung, Sonderschule, UN-Behindertenrechtskonvention, Pädagogik, Heterogenität, Chancengleichheit, Selektion, Individualisierung, Differenzierung, Normalitätsbegriff

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und schulischen Prozessen, die Menschen mit Behinderungen betreffen – von der Ausgrenzung bis hin zur modernen inklusiven Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernpunkten zählen die theoretische Begriffsklärung, die Historie der Sonderpädagogik, die NS-Euthanasie als Tiefpunkt, der Wandel von der Segregation zur Inklusion sowie praktische Umsetzungsmöglichkeiten im Schulalltag.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Entwicklungslinien des Bildungswesens kritisch zu hinterfragen und aufzuzeigen, wie ein inklusives System gestaltet sein muss, damit Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender Konzepte und geschichtlicher Dokumente, um die begriffliche und praktische Evolution der Inklusion nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, eine historische Einordnung inklusive der Zeit des Nationalsozialismus, die Analyse der Sonderschulentwicklung sowie konkrete Anforderungen an eine inklusive Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Schlagworte sind Inklusion, Integration, Exklusion, Behinderung, Bildungswesen, Heterogenitätstoleranz und Chancengerechtigkeit.

Warum spielt der Begriff "Transnormalität" eine wichtige Rolle für die Inklusion?

Der Begriff vermittelt, dass es "normal" ist, verschieden zu sein, und stellt somit das bisherige Verständnis von Normalität infrage, bei dem alles Abweichende ausgegrenzt wurde.

Wie unterscheidet sich laut Text die Inklusion von der klassischen Integration?

Während bei der Integration das Individuum versucht, sich in ein bestehendes System einzufügen, fordert die Inklusion eine Anpassung des Bildungssystems an die individuellen Bedürfnisse aller Lernenden.

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Details

Titel
Ungleichheiten im Bildungswesen im Hinblick auf Behinderung. Von der Exklusion zur Inklusion
Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich  (PH-OÖ)
Veranstaltung
Theorien, Konzepte und Kategorien der Bildungswissenschaft, inkl. Einführung in wiss. Arbeiten
Note
2,00
Autor
Yvonne Pichler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V495797
ISBN (eBook)
9783346004857
ISBN (Buch)
9783346004864
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ungleichheiten bildungswesen hinblick behinderung exklusion inklusion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Pichler (Autor:in), 2017, Ungleichheiten im Bildungswesen im Hinblick auf Behinderung. Von der Exklusion zur Inklusion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495797
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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