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Die letzte Jugend der DDR. War die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten erfolgreich?

Título: Die letzte Jugend der DDR. War die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten erfolgreich?

Trabajo Escrito , 2019 , 27 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Pawel Bornstedt (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Arbeit versucht, aus relevanten Ergebnissen diverser vorhandener Studien die These zu belegen, dass die Auswirkungen von 16 Jahren Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten nach fast drei Jahrzehnten immer noch vorhanden sind, und vor allem die Erlebnisse unmittelbar nach der Wende prägend für die heutigen prosozialistischen Einstellungen der damaligen Jugend sind.

Im wissenschaftlichen Diskurs herrscht Einigkeit darüber, dass das System der politisierten Schule in der DDR als indoktrinierend beschrieben werden kann. In dieser Arbeit wird der Begriff "Indoktrination" jedoch weiter gefasst und meint sämtliche von der SED mehr oder weniger instrumentalisierte Beeinflussungen der Jugend, auch die außerschulisch stattfindenden.

Laut Umfragen des Zentralinstituts für Jugendforschung Leipzig waren noch im November 1989 eine knappe Mehrheit der 15-24 - jährigen gegen die Wiedervereinigung, 88% plädierten für einen reformierten Sozialismus. Diese Jugendlichen wurden in die Zeit geboren, in der Entwicklung zu sozialistischen Persönlichkeiten beschlossen wurde. 1976 auf dem neunten Parteitag der SED, bekräftigte diese weiterhin ihre Unterstützung bei der kommunistischen Erziehung der Kinder und Jugendlichen. Somit musste die Wende für diese Jahrgänge besonders prägend gewesen sein, da sie, salopp formuliert, nach jahrelanger ideologischer Indoktrination von allen Seiten plötzlich ins kalte Wasser der kapitalistischen Welt ihres Klassenfeindes geschmissen wurden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Indoktrination vor der Wende

III. Eltern und Kirche als Zufluchtsort

IV. Vom FDJler zum Bundesbürger – ein Wandel mit Folgen?

V. Indoktrination? Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die langfristigen Auswirkungen der 16-jährigen sozialistischen Erziehung in der DDR auf die Generation der in den 1970er Jahren geborenen Jugendlichen. Ziel ist es, die These zu belegen, dass diese Erziehung trotz des Systemwechsels zur Bundesrepublik die pro-sozialistischen Einstellungen dieser Altersgruppe bis heute prägt.

  • Methodische Untersuchung der DDR-Indoktrinationsformen
  • Analyse der Rolle von Elternhaus und Kirche als Rückzugsorte
  • Evaluierung der kurz- und langfristigen Folgen der Wende
  • Vergleich pro-sozialistischer Tendenzen nach 1990
  • Untersuchung der psychologischen Folgen des Transformationsprozesses

Auszug aus dem Buch

II. Indoktrination vor der Wende

Das Scheitern einer Ideologie bedeutet nicht, dass sie wirkungslos war. Vor allem die Schule ist in solchen Fällen prägend. Die Indoktrination in der DDR war jedoch sehr komplex und beschränkte sich nicht nur auf die in der Schule verbrachte Zeit. Organisationen, wie z.B. FDJ hatten auch in der Schule Einfluss, die Folgen von unerwünschtem Verhalten veränderten ganze Lebensläufe, selbst in der Freizeit setzte die Indoktrination fort. Es galt allgemein die Losung „Wer die Jugend hat, der besitzt die Zukunft“. Dieser Losung ist die SED treu geblieben, denn trotz aller Krisen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind die Bildungsausgaben bis zur Auflösung der DDR ununterbrochen gestiegen.

Es wurde gestrebt „das Erziehungsideal der allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit systematisch durchzusetzen, um ein einheitliches ideologisches Bewusstsein unter der Jugend zu schaffen.“ Unter anderem gab es den polytechnischen Unterricht, in dem Schülerbrigaden gebildet wurden und didaktisch in Arbeitstätigkeiten in Betrieben eingeführt wurden. Außer einer frühzeitigen Identifikation mit physischer Arbeit und einer Bindung an einen Betrieb wurden auch Hoffnungen auf abstraktere Identifikationen gehegt, wie z.B. Identifikation mit der DDR selbst. Generell wurde Moralerziehung betrieben, bei der schwarz-weiß-Denken gefördert wurde, Erziehung zur Liebe zur Arbeit, etc. Staatsbürgerkunde war dabei das naheliegendste, aber bei weitem nicht das einzige indoktrinierende Fach. Dort wurde u.a. Staatspatriotismus gefördert, das Feindbild des Imperialismus, sowie die Dogmen der marxistisch-leninistischen Ideologie.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung, wie die lebenslange sozialistische Erziehung der in den 1970ern geborenen Jugendlichen deren Haltung im vereinten Deutschland beeinflusst hat.

II. Indoktrination vor der Wende: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Mechanismen der ideologischen Einflussnahme in der DDR, von der Schule über Jugendorganisationen bis hin zu den Medien.

III. Eltern und Kirche als Zufluchtsort: Der Autor untersucht, wie das Elternhaus und die Kirche als Gegenpole zur staatlichen Indoktrination fungierten und welche Bedeutung sie für die individuelle Identitätsentwicklung hatten.

IV. Vom FDJler zum Bundesbürger – ein Wandel mit Folgen?: Hier werden die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Systemwechsels nach 1990 auf die betroffene Generation unter Berücksichtigung von Arbeitslosigkeit und Zukunftsängsten beschrieben.

V. Indoktrination? Fazit und Ausblick: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Indoktrination trotz der Wende eine bleibende prägende Wirkung auf das Weltbild der ehemaligen DDR-Jugendlichen hat.

Schlüsselwörter

DDR, Indoktrination, sozialistische Erziehung, Jugendforschung, Wende, Sozialismus, SED, FDJ, Transformation, Identität, Schulwesen, Staatsbürgerkunde, Ostalgie, Transformationsprozess, Lebenslaufanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die intensive sozialistische Erziehung in der DDR die Lebensentwürfe und Einstellungen der Generation, die in den 1970er Jahren geboren wurde, auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung noch prägt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit politischer Indoktrination, der Rolle von Bildungseinrichtungen, der Funktion von Familie und Kirche als Schutzräume sowie den psychologischen Folgen der Transformation für ehemalige DDR-Bürger.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die Auswirkungen der 16-jährigen sozialistischen Erziehung nach fast drei Jahrzehnten bei den Betroffenen immer noch vorhanden sind und ob die Wendeerlebnisse diese Einstellungen verfestigt haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung vorhandener Studien, Statistiken und Literatur zur DDR-Forschung, um eine qualitative Analyse der Auswirkungen sozialistischer Erziehung vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Indoktrinationsmechanismen, die Rolle von Zufluchtsorten wie Familie und Kirche sowie die Analyse der kurz- und langfristigen Folgen der Wende für die betroffene Generation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind DDR, Indoktrination, Sozialismus, Transformationsprozess, Wende und die psychologische Prägung durch das sozialistische Bildungssystem.

Welchen Einfluss hatten staatliche Jugendorganisationen wie die FDJ?

Die FDJ fungierte als eine Art "Totalorganisation", die Jugendliche nicht nur ideologisch prägte, sondern durch Kollektiverfahrungen und den Druck der Gleichaltrigen maßgeblich an der Lenkung der Freizeit mitwirkte.

Wie wirkte sich die Wende auf das Gesundheitsbild der ehemaligen DDR-Bürger aus?

Der Systemwechsel verursachte bei vielen Menschen enorme Zukunftsängste und psychische Belastungen, was sich in hohen Mortalitäts- und Suizidraten sowie einer depressiven Grundstimmung widerspiegelte.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Die letzte Jugend der DDR. War die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten erfolgreich?
Universidad
University of Flensburg  (Institut für Gesellschaftswissenschaften und Theologie)
Curso
Der Platz der DDR in der deutschen Geschichte
Calificación
1,0
Autor
Pawel Bornstedt (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
27
No. de catálogo
V496021
ISBN (Ebook)
9783346001221
ISBN (Libro)
9783346001238
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR Sozialismus Erziehung Zeitgeschichte Moderne BRD Mauerfall
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pawel Bornstedt (Autor), 2019, Die letzte Jugend der DDR. War die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten erfolgreich?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496021
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