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Prüfungsangst bei Kindern erkennen. Wie Lehrer bei der Bewältigung helfen können

Title: Prüfungsangst bei Kindern erkennen. Wie Lehrer bei der Bewältigung helfen können

Term Paper , 2019 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Buck (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Prüfungsangst ist eine weit verbreitete Angst. Jeder kennt das Gefühl der Anspannung und Nervosität vor einer Prüfung. Wenn dieses Gefühl aber zur echten Angst wird, die sich auf unterschiedlichen Ebenen äußert und die Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden stark beeinträchtigt, spricht man von einer Prüfungsangst. Kinder und Jugendliche geraten in ihrer Schulzeit immer wieder in die Situation, in unterschiedlichen Prüfungssituationen Leistung erbringen zu müssen. Während einer Schullaufbahn kann es dabei immer wieder passieren, dass solche Prüfungssituationen und der damit verbundene Leistungsdruck sehr negativ verknüpft werden oder ein Kind am Modell anderer lernt, dass Prüfungssituationen Angst machen. Schülerinnen und Schüler mit Ängsten fallen in einer Klasse zunächst einmal nicht so stark auf, wie Kinder mit anderen Verhaltensauffälligkeiten. Oft haben sie bereits Strategien entwickelt, mit denen sie ihre Ängste verstecken oder werden von den Lehrkräften einfach den ruhigen und unauffälligen Schülerinnen und Schülern zugeordnet, die nicht stören. Diese Kinder und Jugendlichen haben aber genauso Bedarf im Bereich Verhalten wie Kinder und Jugendliche mit einer Aggressionsproblematik oder Auffälligkeiten im Arbeitsverhalten und brauchen die Unterstützung ihrer Lehrkraft. Wie kann es nun Lehrkräften gelingen, Kinder mit Prüfungsangst zu erkennen? Wie entsteht eine Prüfungsangst überhaupt? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Brauchen Schülerinnen und Schüler mit Prüfungsangst besondere Unterstützung? Aus den beschriebenen Überlegungen zu Prüfungsangst bei Schülerinnen und Schülern entwickelte sich folgende Fragestellung, die im Rahmen dieser Hausarbeit beantwortet werden soll: Woran ist zu erkennen, ob ein Kind unter Prüfungsangst leidet und inwiefern können Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, diese zu überwinden?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung von Ängsten bei Kindern

2.1 Definition von Prüfungsangst

2.1.1 Epidemiologie

2.2 Symptome von Prüfungsangst

3. Entstehung von Prüfungsangst

4. Diagnostik von Prüfungsangst

5. Handlungsmöglichkeiten zum Abbau von Prüfungsangst

5.1 Ebene des Schülers / der Schülerin

5.2 Ebene der Eltern

5.3 Ebene der Lehrkraft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Prüfungsangst bei Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel besteht darin, Lehrkräften fundierte Erkenntnisse zu liefern, wie sie betroffene Schülerinnen und Schüler frühzeitig identifizieren und durch geeignete Interventionsmaßnahmen in ihrem Schulalltag wirksam bei der Bewältigung ihrer Ängste unterstützen können.

  • Theoretische Grundlagen zur Entstehung von Ängsten bei Kindern
  • Differenzierung und Symptomatik der Prüfungsangst
  • Diagnostische Verfahren zur Identifikation von Prüfungsangst im schulischen Kontext
  • Handlungsstrategien auf Ebene der Schüler, Eltern und Lehrkräfte
  • Bedeutung von Transparenz und Beziehungsgestaltung in der pädagogischen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3. Entstehung von Prüfungsangst

Hartke et al. (2018) gehen von der Annahme aus, dass Ängste weitgehend erlernt sind. Unangenehme Gefühle, die auch mit Angst besetzt sein können, werden in bestimmten Situationen ausgelöst. Wenn man zum Beispiel eine persönliche Niederlage erfährt oder bloßgestellt wird. Diese unangenehmen Erlebnisse und Gefühle müssen verarbeitet werden. Falls dies nicht geschieht, können sie sich in Ängste weiterentwickeln und Auswirkungen auf andere Situationen haben. Ein Reiz kann dabei auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Gefühl Angst verknüpft werden. Geht man von der Theorie des Klassischen Konditionierens aus, muss der Angstreiz in einer bestimmten Situation sehr hoch gewesen sein, damit das Gefühl Angst mit dieser Situation verknüpft wird. Als Beispiel nennen die Autoren das Fallen von einem Reck, was fortan als traumatisches Erlebnis erinnert wird. Das Reck wird also beim Betroffenen mit der Emotion Angst verknüpft. Ein weiters Beispiel im schulischen Bereich könnte das Kopfrechnen vor der Klasse sein. Ein Lehrer nimmt einen Schüler dran, der offensichtlich nicht weiß, wie er die Aufgabe lösen soll und stellt ihn vor der Klasse bloß. Diese Situation ist von nun an mit der Emotion Angst verknüpft.

Ängste können darüber hinaus auch über das Operante Konditionieren und das Modelllernen erlernt werden. Operantes Konditionieren funktioniert so ähnlich wie das Klassische Konditionieren. Ein Schüler macht immer wieder die gleiche Erfahrung, dies kann auch weniger intensiv als beim Klassischen Konditionieren passieren, und entwickelt so Ängste. Regelmäßige schlechte Zensuren und Rückmeldungen können dazu führen, dass sich ein Schüler den schulischen Anforderungen nicht gewachsen fühlt, sich deshalb in Prüfungssituationen unsicher, unfähig und nicht selbstwirksam erlebt und daraus Leistungsängste und sogar eine Schulphobie entwickeln kann. Ein Teufelskreislauf kommt dann in Bewegung, wenn dieser Schüler denkt, dass sich all seine Bewältigungsversuche und Anstrengungen nicht lohnen, sich ein negatives Selbstbild entwickelt und das Interesse an schulischen Inhalten abnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Relevanz der Prüfungsangst als weit verbreitetes Phänomen erläutert und die zentrale Fragestellung der Arbeit definiert.

2. Entstehung von Ängsten bei Kindern: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen der Angstentwicklung, definiert Prüfungsangst als Leistungsangst und beschreibt die vielschichtigen Symptome.

3. Entstehung von Prüfungsangst: Hier werden psychologische Lerntheorien wie das klassische und operante Konditionieren sowie das Modelllernen als Ursachen für die Entwicklung von Prüfungsängsten analysiert.

4. Diagnostik von Prüfungsangst: Das Kapitel erläutert wichtige diagnostische Schritte und stellt etablierte Fragebögen zur Erfassung von Prüfungsangst und Verhalten bei Kindern vor.

5. Handlungsmöglichkeiten zum Abbau von Prüfungsangst: Dieser Abschnitt bietet konkrete Interventionsstrategien, differenziert nach der Unterstützung durch das Kind selbst, das Elternhaus und die Lehrkräfte.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Erkenntnisse und einer abschließenden Beantwortung der Fragestellung zum Umgang mit Prüfungsangst im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Prüfungsangst, Leistungsangst, Angststörung, Schulisches Lernen, Diagnostik, Interventionsmöglichkeiten, Stressbewältigung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Modelllernen, Konditionierung, Selbstwirksamkeit, Schulklima, Leistungsdruck, Schülerselbsthilfe, Förderplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Prüfungsangst bei Kindern und Jugendlichen im Schulalltag und beleuchtet deren Entstehung, Erkennung und Bewältigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die psychologischen Ursachen von Ängsten, die Symptomatik in Prüfungssituationen, diagnostische Instrumente zur Identifikation sowie praktische Handlungsansätze für das pädagogische Umfeld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, zu klären, woran Lehrkräfte ein prüfungsängstliches Kind erkennen können und inwiefern sie Schülerinnen und Schüler gezielt bei der Überwindung dieser Ängste unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse aktueller psychologischer und pädagogischer Fachliteratur sowie der Auswertung wissenschaftlicher Studien zu Angststörungen und Leistungsangst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Hintergründe zur Entstehung von Prüfungsangst, stellt bewährte Diagnoseverfahren wie das Prüfungsängstlichkeitsinventar vor und erläutert Interventionsmöglichkeiten auf der Ebene der Schüler, Eltern und Lehrkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Prüfungsangst, Diagnostik, Lernstrategien, Schulklima und pädagogische Handlungsmöglichkeiten.

Wie spielt das familiäre Umfeld bei der Entstehung von Prüfungsangst eine Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass zu hohe Erwartungen der Eltern, die Weitergabe eigener Ängste oder ein problematischer Umgang mit schulischen Misserfolgen den Leistungsdruck bei Kindern massiv verstärken können.

Warum ist Transparenz laut der Autorin ein Schlüsselfaktor für Lehrkräfte?

Transparenz in Anforderungen, Bewertungskriterien und Abläufen gibt ängstlichen Schülern Sicherheit, hilft ihnen, sich besser vorzubereiten, und macht eine Prüfungssituation für sie als „schaffbar“ erlebbar.

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Details

Title
Prüfungsangst bei Kindern erkennen. Wie Lehrer bei der Bewältigung helfen können
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,0
Author
Julia Buck (Author)
Publication Year
2019
Pages
20
Catalog Number
V496060
ISBN (eBook)
9783346006189
ISBN (Book)
9783346006196
Language
German
Tags
Leistungsangst Prüfungsangst Verhaltensauffälligkeiten Handlugsmöglichkeiten Angst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Buck (Author), 2019, Prüfungsangst bei Kindern erkennen. Wie Lehrer bei der Bewältigung helfen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496060
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