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Kann Popmusik "emanzipatorisch" im Sinne der Kritischen Theorie sein?

Título: Kann Popmusik "emanzipatorisch" im Sinne der Kritischen Theorie sein?

Ensayo , 2012 , 4 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: B.A./B.Sc. Julia Schart (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Durch Elvis Presley war es plötzlich auch in Deutschland in Mode zu englischsprachiger Musik zu tanzen – kurze Röcke, ein ausgeprägter Hüftschwung und mitreißende Beats waren die Angriffspunkte jener Ära. Man wollte den Eltern, Freiheit, Ekstase und Ungebundenheit demonstrieren. Zwar kann man laut Behrens nicht von einer strikt emanzipatorischen Bewegung sprechen, sondern eher von einer inszenierten Rebellion ohne Ziel. Denn der Hauptgrund dieses vermeintlichen Protestzuges war vielmehr die Auflehnung und Abgrenzung der Heranwachsenden von den alten und, in deren Augen, angestaubten Werten der Erwachsenen, die immer noch von der harten Zeit des Krieges geprägt waren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung und Definition der Popmusik

3. Die 50er Jahre: Zwischen Rebellion und Konsens

4. Die 60er Jahre: Wirtschaftswunder und musikalischer Eskapismus

5. Die Rolle des Rezipienten und die Interpretation von Musik

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsmusik und politischem Anspruch, um die Frage zu klären, ob Popmusik als emanzipatorisches Instrument im Sinne der Kritischen Theorie fungieren kann.

  • Historische Entwicklung der Popmusik in Deutschland von den 1950er bis zu den 1960er Jahren.
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren wie das Wirtschaftswunder auf den Musikkonsum.
  • Analyse der Funktion von Musik als Unterhaltung versus politischem Ausdruck.
  • Die Bedeutung der individuellen Rezeption bei der Sinnstiftung durch den Hörer.
  • Übergang von der unpolitischen Schlagerkultur zur politisierten Jugendkultur der 70er Jahre.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des Rezipienten und die Interpretation von Musik

Inwieweit ein Rezipient eines Liedes das Stück selbst interpretiert bleibt ihm letztendlich jedoch selbst überlassen. Das heißt, da sich jeder Hörer in einer eigenen individuellen Lebenslage befindet, mag ein bestimmtes Lied bei verschiedenen Menschen auch unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Denn bezogen auf persönliche Erlebnisse und Erfahrungen kann ein Musikstück alle möglichen Gefühle des bisherigen Lebens wiedererwecken und so direkter Ausdruck des eigenen Charakters sein. Musik ist also nichts anderes als ein unmittelbarer Spiegel der individuellen Persönlichkeit, der bestimmte Stile oder Ideen an die umliegende Gesellschaft übermitteln soll und dadurch ebenfalls eine egozentrisch emanzipatorische Note erhalten kann, d. h. ein Lied, welches für eine Person aus dem Volk, also einen willkürlichen Hörer, eine individuell auf ihn selbst zugeschnittene emanzipatorische Bedeutung entwickelt, jedoch nicht als emanzipatorisches Werk als solches vom Texter bzw. Komponisten gedacht war. So wurde beispielsweise Drafi Deutschers 'Marmor, Stein und Eisen bricht' in der Studentenbewegung um 1968 zu einer Art Protestversion umgestaltet, in der es dann hieß: 'Marmor, Stein und Eisen bricht / Aber unser Widerstand nicht.' - eine zuvor als Beschreibung zwischenmenschlicher Beziehungen gedachte Variante, die später zu Demonstrationszwecken mit politischem Kontext dienen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit Popmusik im Sinne der Kritischen Theorie als emanzipatorisches Medium betrachtet werden kann.

2. Begriffsbestimmung und Definition der Popmusik: Dieses Kapitel definiert Popmusik als populäres, breit rezipiertes Genre und unterscheidet zwischen der ökonomisch orientierten U-Musik und der kulturell anspruchsvolleren E-Musik.

3. Die 50er Jahre: Zwischen Rebellion und Konsens: Es wird analysiert, wie die Nachkriegsgeneration durch den Einfluss des Rock'n'Roll eine inszenierte Rebellion gegen die Werte ihrer Eltern pflegte.

4. Die 60er Jahre: Wirtschaftswunder und musikalischer Eskapismus: Das Kapitel beleuchtet den Rückzug der Musikindustrie auf massentaugliche, unpolitische Inhalte als Reaktion auf den wirtschaftlichen Aufschwung und das Bedürfnis nach Sorglosigkeit.

5. Die Rolle des Rezipienten und die Interpretation von Musik: Hier wird dargelegt, dass die Bedeutung eines Songs maßgeblich durch die individuelle Interpretation des Hörers und dessen soziokulturellen Kontext bestimmt wird.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass Popmusik primär unterhaltend wirkt, während politische Radikalisierungsprozesse erst gegen Ende der 60er Jahre durch den Einfluss der Beatbewegung an Dynamik gewannen.

Schlüsselwörter

Popmusik, Kritische Theorie, Emanzipation, 1950er Jahre, 1960er Jahre, Wirtschaftswunder, Schlager, Jugendkultur, Rezeption, Mainstream, Subkultur, Musikindustrie, Eskapismus, Protestkultur, Rebellion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Popmusik, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Frage nach politischer Emanzipation in Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Unterhaltungsmusik, den sozioökonomischen Einfluss des Wirtschaftswunders, das Spannungsfeld zwischen Mainstream-Konsum und Subkultur sowie die psychologische Komponente der Musikrezeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Frage, ob Popmusik im Sinne der Kritischen Theorie als emanzipatorisches Instrument fungieren kann oder primär kommerziell-eskapistischen Zwecken dient.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte mit musiktheoretischen Definitionen verknüpft.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert den Wandel der Musiklandschaft von der frühen Nachkriegszeit bis zum Ende der 60er Jahre, wobei insbesondere die Rolle der Industrie und die Verschiebung von Rebellion zu Konsens dargestellt wird.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Popmusik, Emanzipation, Kritische Theorie, Wirtschaftswunder, 60er Jahre, Jugendkultur und Musikrezeption.

Warum war der Schlager in den 1960er Jahren so erfolgreich?

Der Erfolg basierte auf einem durch den wirtschaftlichen Aufschwung bedingten Bedürfnis der Bevölkerung nach positiven, unbeschwerten Inhalten, die komplexe politische Konfrontationen vermieden.

Wie erklärt die Autorin die politische Umdeutung von Liedern?

Sie argumentiert, dass Lieder durch die individuelle Rezeption eine neue Bedeutung erfahren können; ein Beispiel hierfür ist die Umgestaltung von "Marmor, Stein und Eisen bricht" während der Studentenbewegung.

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Detalles

Título
Kann Popmusik "emanzipatorisch" im Sinne der Kritischen Theorie sein?
Universidad
University of Regensburg  (Institut für Germanitik – Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwisschenschaft 2)
Curso
Seminar: Die frühen 1960er Jahre
Calificación
2,0
Autor
B.A./B.Sc. Julia Schart (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
4
No. de catálogo
V496068
ISBN (Ebook)
9783346007285
Idioma
Alemán
Etiqueta
Popmusik emanzipatorisch Emanzipation kritische theorie Popularität Tanzmusik Mainstream Rock'n'Roll Jugendkultur Elvis Presley Freiheit Ungebundenheit Rebellion Ekstase Heimatland Studentenbewegung 60er Beat Frauenbewegung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A./B.Sc. Julia Schart (Autor), 2012, Kann Popmusik "emanzipatorisch" im Sinne der Kritischen Theorie sein?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496068
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