Die folgende Proseminarsarbeit beschäftigt sich mit der Lex Gabinia, wie es dazu kam, was sie auslöste und welche Folgen diese hatte. Im ersten Teil geht es um die allgemeine Quellenlage, sowie deren Bedeutung für die Hausarbeit. Dabei wird sich besonders der Frage nach der Genauigkeit bzw. nach der realistischen Begebenheit der Quellen gewidmet. Im zweiten Teil stehen die Piraten im Vordergrund, wie diese zu einem solchen Problem werden konnten und wieso man nicht schon eher etwas unternahm, um ihre Ausbreitung zu verhindern. Im darauffolgenden Abschnitt geht es kurz um Pompeius und wie er zu diesem außerordentlichen Kommando kam. Danach folgt im vierten Abschnitt eine kurze Zusammenfassung des Geschehens und der Handlungen, welche zur Bekämpfung der Piraten unternommen wurden. Im letzten Teil dieser Hausarbeit soll es um die Folgen bzw. die Auswirkungen auf das politische System Roms gehen.
Die Lex Gabinia wurde in einem Zeitraum verfasst und durch den Senat gebracht, als die römische Republik sich gerade noch von den Folgen, welche durch Sulla und Marcus (Bürgerkriege) verursacht wurden, zu erholen versuchte. In dieser Zeit gelang es einem Mann, Pompeius, durch seine besonderen Fähigkeiten in der Kriegsführung zu einem begnadeten und gefürchteten Feldherrn zu werden. Seine Stellung und sein Ansehen waren so groß, dass, wann immer größere Gefahren auf die römische Republik zukamen, er derjenige war, welcher für die "Rettung der Republik" geschickt wurde.
So erreichte er schon vor der Lex Gabinia, dass er 2 außerordentliche Kommanden erhielt und einen Triumph, für seinen Sieg in Spanien, bekam. Nun stand die römische Republik vor einem neuen Problem, die Piraterie. Auch für diese Problematik bzw. Bedrohung wurde wieder Pompeius ins Feld geschickt oder besser gesagt, aufs Wasser, da seine Vorgänger nicht Herr der Lage werden konnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Quellenlage
3. Das Piratenproblem
3.1 Ursprung der Piraten
3.2 Piraten als Problem für Rom
4. Pompeius erhält sein Kommando
4.1 Pompeius - Der Feldherr Roms
4.2 Gabinius Gesetz zur Bekämpfung des Piratenproblems
5. Pompeius Angriffskrieg
6. Folgen und Auswirkungen für die römische Republik
7. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Entstehung, Durchführung und die politischen Auswirkungen der Lex Gabinia, welche Pompeius außerordentliche Befugnisse im Kampf gegen die Piraterie verlieh und damit einen signifikanten Wendepunkt in der Krise der römischen Republik markiert.
- Analyse der antiken Quellenlage zu den Ereignissen des Jahres 67/66 v. Chr.
- Untersuchung der Ursachen und Folgen der antiken Piraterie im Mittelmeerraum
- Biographische Einordnung des Aufstiegs von Pompeius als Feldherr
- Untersuchung der Lex Gabinia als Instrument politischer Machtverschiebung
- Reflektion über die Rolle des Volkes und den Vertrauensverlust gegenüber dem Senat
Auszug aus dem Buch
4.2 Gabinius Gesetz zur Bekämpfung des Piratenproblems
Nun, nach den Bürgerkriegen und anderen Kriegen gegen die Feinde Roms, stand die Bekämpfung der Piraten im Vordergrund. Zu Lösung dieser Aufgabe verpflichtet, fühlte sich Aulus Gabinius. Er war ein hochangesehener und hochdekorierter General und ein Politiker, zu diesem Zeitpunkt ein Tribun19, welcher zudem ein enger Vertrauter des Pompeius war. Gabinius schaffte es ein Gesetz durch den Senat zu bringen, welches Pompeius „...die Alleinherrschaft und die uneingeschränkte Befehlsgewalt über alle Menschen übertrug.“20. In dieser, doch anfangs recht übertriebenen Beschreibung des Plutarch, steckt viel Wahrheit. Denn wer solch eine Macht zugeschrieben bekam, konnte alles machen und war dazu noch unantastbar.
Gabinius, ein anscheinend schlauer Mann, entwarf dieses Gesetz, ohne einmal den Namen Pompeius darin zu verwenden oder eben diesen bei seiner Gesetzesrede dafür zu prädestinieren. Gabinius schrieb in sein Gesetz, dass ein ehemaliger Konsul zum General für diese Mission vom Senat gewählt werden sollte. Natürlich kam in dieser Zeit nur eine bestimmte Person in Frage, Pompeius21.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Lex Gabinia ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung von der Quellenlage bis hin zu den politischen Folgen.
2. Quellenlage: Es werden die zentralen antiken Autoren wie Cicero, Plutarch, Cassio Dio und Appian vorgestellt und deren Relevanz sowie Zuverlässigkeit für die Thematik bewertet.
3. Das Piratenproblem: Das Kapitel erläutert die historischen Gründe für das Entstehen der Piraterie, insbesondere durch Machtvakuen und die wirtschaftliche Not der Bevölkerung.
4. Pompeius erhält sein Kommando: Der Fokus liegt auf dem militärischen Aufstieg des Pompeius und den politischen Mechanismen des Gabinius-Gesetzes, das ihm weitreichende Befugnisse verlieh.
5. Pompeius Angriffskrieg: Dieses Kapitel beschreibt die militärische Effizienz, mit der Pompeius innerhalb kürzester Zeit das Mittelmeer von der Piraterie säuberte und die Seemacht Roms wiederherstellte.
6. Folgen und Auswirkungen für die römische Republik: Es wird analysiert, wie die Lex Gabinia das politische System der Republik schwächte und den Weg zur späteren Alleinherrschaft ebnete.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit der These, dass die Lex Gabinia den Anfang vom Ende der römischen Republik einleitete, da das Volk das Vertrauen in den Senat zugunsten von starken Einzelpersonen aufgab.
Schlüsselwörter
Lex Gabinia, Pompeius, Römische Republik, Piraterie, Senat, Aulus Gabinius, Volkstribun, Getreideversorgung, Antike, Militärkommando, Politische Krise, Machtvakuum, Alleinherrschaft, Popularen, Sulla.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung der Lex Gabinia und deren Rolle bei der Machtexpansion des Pompeius während der Krise der römischen Republik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der Piraterie, der militärischen Strategie des Pompeius und den strukturellen Schwächen des römischen Senats im Umgang mit Krisen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu zeigen, wie das Gesetz des Gabinius zur Bekämpfung der Piraterie als Katalysator für den Untergang der republikanischen Ordnung fungierte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Berichte antiker Autoren, ergänzt durch moderne politikwissenschaftliche Einordnung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Quellengrundlagen, die Entstehungsgeschichte der Piraterie, den Aufstieg des Pompeius und die detaillierte Durchführung seines Mandats.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?
Die Kernbegriffe sind Lex Gabinia, Pompeius, Römische Republik, Piraterie, Machtverschiebung und politische Krise.
Warum war die Lex Gabinia aus Sicht des Volkes notwendig?
Aufgrund massiver Getreideknappheit und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Not in Rom suchte das Volk nach einer schnellen Lösung für die Bedrohung der Handelswege durch Piraten.
Inwiefern beeinflusste die Lex Gabinia die weitere römische Geschichte?
Sie gilt als Anfang einer Kettenreaktion, die durch die Umgehung kollegialer Strukturen im Senat den Weg zur späteren Wiedereinführung der Monarchie unter Caesar und Augustus ebnete.
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- Erik Heidecker (Autor), 2014, Lex Gabinia. Ursachen und Folgen der Piraterie im Römischen Reich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496103