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Hieronymus und der asketische Damenzirkel in Rom

Title: Hieronymus und der asketische Damenzirkel in Rom

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ann-Christin Bossuyt (Author)

Theology - Miscellaneous
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Die Hausarbeit beschäftigt sich mit Hieronymus und explizit mit seinem Einfluss auf den damaligen Damenzirkel in Rom.

Hieronymus ist einer der bedeutendsten Kirchenväter, besonders wenn es um die Etablierung des asketischen Ideals in der spätantiken Gesellschaft geht. Doch sein Verdienst ist nicht allein auf seine zahlreichen Schriften zum asketischen Ideal zurückzuführen, sondern auch auf die Frauen der römischen Aristokratie, die sich für eine asketische Lebensführung entschieden haben und Hieronymus somit eisern unterstützen. Die vorliegende Hausarbeit wird im Rahmen des Seminars "Die Frau in der Alten Kirche" geschrieben und legt ihren Schwerpunkt auf Hieronymus und der Auseinandersetzung mit seinen Schriften zum christlich asketischen Ideal. Die Hausarbeit gliedert sich in vier Teile. Der erste Teil beschreibt die Situation in der Spätantike in Bezug auf die Askese und das Christentum. Der folgende Teil ist der Hauptteil, wobei sich die ersten drei Abschnitte mit Hieronymus beschäftigen. Der erste Abschnitt soll seine Herkunft sowie seinen Ausbildungsweg aufzeigen. Der zweite Abschnitt schildert, wie Hieronymus selbst zur Askese gelangt ist und welche Folgen - aber auch Schwierigkeiten - sein Entschluss mit sich brachte. Im darauffolgenden Abschnitt geht es besonders um den Zugang zu dem aristokratisch asketischen Damenzirkel Roms, in dem Hieronymus unter anderem als Lehrer fungierte und mit deren Hilfe er seine Vorstellungen vom asketisch christlichen Ideal in der spätantiken Gesellschaft etablieren konnte. Anschließend folgt die Auseinandersetzung mit den Briefen des Hieronymus, die an die aristokratischen Asketinnen adressiert sind und sowohl Verhaltensregeln, Mahnungen als auch Hinweise für ein Leben als Jungfrau oder Witwe beinhalten. Darauf aufbauend konzentriert sich der nächste Teil auf das Verhältnis und die Entwicklung, die die Briefe untereinander aufweisen. Dabei wird besonders das Ziel, die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede, sowohl inhaltlich als auch stilistisch, aller drei Briefe untersucht. In der abschließenden Interpretation, die als nächster Teil folgt, soll der Schwerpunkt vor allem auf den Aspekten liegen, die zur Motivation für eine Lebensführung nach asketischem Ideal beigetragen haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hinführung: Askese und Christentum in der Spätantike

3. Hauptteil: Hieronymus und der asketische Damenzirkel in Rom

3.1 Hieronymus

3.1.1 Familie und Ausbildung

3.1.2 Weg zur Askese

3.1.3 Zugang zum asketischen Damenzirkel Roms

3.2 Interpretation einzelner Briefe

3.2.1 Brief an Eustochium

3.2.2 Brief an Laeta

3.2.3 Brief an Furia

3.3 Verhältnis und Entwicklung der Briefe zueinander

3.4 Abschließende Interpretation

4. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Kirchenvaters Hieronymus in Rom und seine maßgebliche Rolle bei der Etablierung asketischer Ideale innerhalb der aristokratischen Frauenkreise. Im Zentrum steht die Analyse seiner Briefe an Eustochium, Laeta und Furia, um deren Zielsetzung, inhaltliche Gemeinsamkeiten und stilistische Unterschiede im Kontext der spätantiken Gesellschaft zu beleuchten.

  • Die Rolle des Hieronymus als Lehrer und Mentor im asketischen Damenzirkel.
  • Die christlich-asketische Lebensführung als Gegenentwurf zur spätantiken aristokratischen Ehe.
  • Detaillierte Analyse der Anforderungen an virgines (Jungfrauen) und viduae (Witwen).
  • Das Verhältnis von asketischer Motivation, individueller Autonomie und gesellschaftlicher Unterordnung der Frau.
  • Der Einfluss der rhetorischen Ausbildung des Hieronymus auf die Briefgestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Brief an Eustochium (ep. 22)

Zur Verbreitung des asketischen Ideals im Westen ist der Brief an Eustochium der umfangreichste sowie bedeutendste schriftliche Beleg des Hieronymus. Der Brief an Eustochium oder besser das aszetische Traktat trägt den Titel Ad Eustochium de virginitate servanda. Der Brief wurde im Jahre 384 verfasst, nach der Schrift gegen Helvidius, da diese im Brief erwähnt wird. Der Brief an Eustochium ist der älteste unter den vier aszetischen Briefen und wird auch heute noch in der katholischen Aszese, vor allem im Ordensleben, mit einbezogen. Die Stilistik des Briefes ist außergewöhnlich. Ernst und Satire alternieren miteinander. Kompositorisch weist die Schrift einzelne Schwächen auf, die Sachkomplexe sind nicht systematisch geordnet, sondern werden willkürlich aneinandergereiht und ähnliche Sachverhalte werden wiederholend, nur an unterschiedlichen Stellen, erneut aufgegriffen.

Inhaltlich beinhaltet die Schrift praktische Ratschläge für das aszetische Leben einer Jungfrau, warnt vor den alltäglichen Gefahren, denen sie ausgesetzt ist und es wird versucht die Virginität theologisch zu stützen. Julia Eustochium, die Tochter Paulas, hatte sich für ein Leben als virgo sacra entschieden. Mit 17 Jahren lernte sie Hieronymus kennen, der aufgrund ihres jungen Alters ein besonderes pädagogisches Interesse hatte. Zusammen mit ihrer Mutter lebte sie nach den Formen und Vorbildern der östlichen Askese, verließ Rom und ließ sich in Bethlehem nieder. Eustochium galt als Vorbild für ein aszetisches Leben und für ein Leben als geweihte Jungfrau. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie die Leitung des Frauenklosters in Bethlehem und hatte bis zu ihrem Tode im Jahre 419 immerwährend engen Kontakt mit Hieronymus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsvorhabens, der Bedeutung des Hieronymus für das asketische Ideal und die methodische Gliederung der Arbeit.

2. Hinführung: Askese und Christentum in der Spätantike: Erläuterung der historischen Ausgangslage und der Etablierung asketischer Lebensformen in der römischen Senatsaristokratie.

3. Hauptteil: Hieronymus und der asketische Damenzirkel in Rom: Untersuchung der Person des Hieronymus, seiner theologischen Positionen und seiner Briefe an aristokratische Asketinnen.

4. Schluss: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der gesellschaftlichen Stellung der Frau und der Radikalität von Hieronymus' Eheverständnis.

Schlüsselwörter

Hieronymus, Askese, Spätantike, Virginität, Witwenschaft, Ehe, Aristokratie, Eustochium, Laeta, Furia, Kirchenväter, Christentum, Rom, Keuschheit, Briefanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle des Kirchenvaters Hieronymus bei der Etablierung asketischer Lebensformen in römischen Aristokratenkreisen des 4. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die christliche Askese, die Bewertung von Jungfräulichkeit und Witwenstand sowie die Kritik an der zeitgenössischen Ehe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die in den Briefen an Eustochium, Laeta und Furia formulierten Ideale zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Lebensgestaltung der Frauen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die auf Basis der Schriften des Hieronymus und einschlägiger historischer Sekundärliteratur erfolgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie des Hieronymus, die detaillierte Interpretation seiner drei bedeutendsten asketischen Briefe und eine Analyse ihrer Entwicklung zueinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hieronymus, Askese, Virginität, aristokratische Frauen, Ehekritik, Spätantike und Keuschheitsbewahrung.

Welche Bedeutung hatte die soziale Herkunft der Asketinnen für Hieronymus?

Hieronymus fokussierte sich gezielt auf die römische Aristokratie, da diese Frauen Einfluss besaßen und die notwendigen Mittel zur Verbreitung des asketischen Ideals bereitstellen konnten.

Wie bewertet Hieronymus das Eheleben im Vergleich zur Askese?

Hieronymus vertritt eine radikal ablehnende Haltung gegenüber der Ehe, wertet diese als Sündenfall ab und stellt den asketischen Stand der Jungfräulichkeit und Witwenschaft darüber.

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Details

Title
Hieronymus und der asketische Damenzirkel in Rom
College
University of Siegen
Grade
1,3
Author
Ann-Christin Bossuyt (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V496130
ISBN (eBook)
9783346007360
ISBN (Book)
9783346007377
Language
German
Tags
hieronymus damenzirkel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Christin Bossuyt (Author), 2015, Hieronymus und der asketische Damenzirkel in Rom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496130
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