Der Weg zum Gottesurteil im "Tristan" von Gottfried von Straßburg


Seminararbeit, 2016
38 Seiten, Note: 1,00

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ebertraum
2.1 Tristan und der Eber 2.2 Der Auslöser des Ebertraumes
2.3 Zwischenfazit

3. Der zwîvel unde der arcwân
3.1 Die Falschheit
3.1.1 Problembeschreibung aus Markes Sicht
3.1.2 Problembeschreibung aus Isoldes Sicht
3.2 Die Auflösung der Inkonsistenz

4. Die „Aderlass – Episode“ – Verschärfung des Konfliktes

5. Das Gottesurteil als letzter Ausweg
5.1 Der Bischof von Themse
5.2 Exkurs – Beweis
5.3 Definition Beweis
5.4 Die Lösung
5.5 Die Vorladung und Anklage

6. Das Gottesurteil
6.1 Detailbetrachtung – Die Gerichtsart
6.2 Detailbetrachtung – Das Verfahren

7. Die List
7.1 Die Möglichkeiten
7.2 Die Manipulation des Reinigungseides
7.3 Göttlicher Einfluss

8. Die Durchführung – Der Reinigungseid Isoldes

9. Schluss – Persönliches Fazit

A – 1 Anhang 1 – Schema Falschheit

A – 2 Anhang 2 – Bedingungen Reinigungseid

A – 3 Anhang 3 – Legende

I Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Geschichte von Tristan und Isolde ist sicherlich eine der bekanntesten der Literaturgeschichte überhaupt. Auch Gottfried widmete sich in seinem fragmentarischen Roman „Tristan“ in fast 20.000 Versen der Erzählung von Tristan von Parmenien und seiner Geliebten Isolde von Irland. Eine Liebesgeschichte also. Jedoch es ist nicht nur diese. Die Rezeption von Gottfried ist ebenso voll von List, Betrug und Falschheit. Und mitten in diese Gemengelage ist auch noch Gott hineingesetzt.

In der Gottesurteilspassage konzentrieren sich zentrale Themen des Romans. Aus der Sicht der Interpreten ist besonders der Ausgang des Gottesurteils nicht nur bedeutend für das Verständnis einzelner Motive, sondern ganz entscheidend für die gesamte Auslegung von Werk und Autor.1 Hier existiert ein breiter und umkämpfter wissenschaftlicher Diskurs, der heute noch nicht abgeschlossen ist. Die folgende pragmatische Analyse jedoch beschäftigt sich nicht mit dem Ergebnis des Gottesurteils und dessen Auslegung. Vielmehr soll es eine Betrachtung der Vorgeschehnisse, die in ihrer Konsequenz zum Gottesurteil führen erfolgen. Genauer sollen folgende Fragen geklärt werden.

Orientierungsfragen:

- Wie kommt es zum Gottesurteil?
- Welche Rolle spielt die Falschheit?
- Wie verhalten sich die Akteure im Vorfeld des Gottesurteils und welche Rolle spielen diese?
- Was sind die notwendigen Bedingungen und Funktionen des gefälschten Reinigungseides von Isoldes?

2. Der Ebertraum

Um die Struktur des Gottesurteils zu begreifen ist eine Analyse der Umstände, die zum Gottesurteil als endgültige Konsequenz führen sinnvoll. Die Ursprünge des Misstrauens Markes gegenüber Tristan und Isolde sind daher relevant. Der Ausgangspunkt der Überlegungen soll deshalb bei der Traumsequenz Marjodos angesetzt werden.2

2.1 Tristan und der Eber

Marjodos Traum zeigt deutliche Parallelen zwischen Tristan und dem Eber und funktioniert mit synchroner, metaphorischer Gleichschaltung. Nachfolgend ein kurzer Vergleich der Parallelitäten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Vergleich zeigt, dass der Traum in vielerlei Hinsicht auf die Geschichte Tristans übertragbar ist. Ein kleiner Unterschied ergibt sich nur in c). Der Eber dringt in den königlichen Hof ein. Er kommt offensichtlich in feindlicher Absicht. Tristan wird anfangs von Marke eingeladen. Die feindliche Absicht ist noch nicht offensichtlich. Erst mit Beginn des „ […] zwîvel unde […] arcwân […]3 greift auch an dieser Stelle der Vergleich (siehe auch Nr. 3).

Darüber hinaus verweist Krohn auf den Schild Tristans, den bezeichnenderweise ein schwarzer Eber ziert und überträgt den „ […] Kampfzorn […]4 und die „[…] Unerschrockenheit […]5 des Ebers auf Tristan.6 Diese Interpretation befindet sich im Einklang mit der mittelalterlichen Symboltradition des Ebers.7

Tax fügt einen weiteren Bedeutungszusammenhang hinzu. Er verweist auf den Eber als Sexualsymbol.8 Er sieht im Gegensatz zu Krohn im Ebermotiv nicht nur einen Hinweis auf den „Kampfzorn“ und die „Unerschrockenheit“ Tristans. Besonders die sexuelle Komponente hebt er hervor. Tristan erhält durch das Ebermotiv also die weitere Eigenschaft der triebhaft Animalischen. Besonders im Hinblick auf Tristans unvorsichtiges und ungestümes Verhalten in der „Mehlfalle – Episode“ ist dieser Ansatz nachvollziehbar.9

2.2 Der Auslöser des Ebertraumes

Der Auslöser des Traumes ist nicht explizit erwähnt. Wessel sieht den Ursprung in Zusammenhang mit der „Gandin – Episode“.10 Marjodo ist der stille Verehrer Isoldes.11 Als Gandin Isolde als Lohn einfordert, gibt es keinen der sich getraut im Kampf gegen ihn anzutreten.12 Wessel nimmt an, Marjodo sei in dieser Situation ebenfalls anwesend und wagt nicht sich Gandin in den Weg zu stellen. Allein durch Tristans Intervention gelingt es später Isolde zurück zu holen und damit jenes zu vollbringen, wozu Marjodo nicht im Stande war. So interpretiert wird Tristan Mitkonkurrent Marjodos um die Königin. Diesen Zusammenhang greift Wessel auf und begründet damit die „Gandin – Episode“ als Auslöser des Ebertraums. Grundlage der Argumentation ist Marjodos Unterbewusstsein und dessen verborgene Gefühle gegenüber Tristan.

Ähnlich argumentiert Speckenbach. Er bezeichnet den Ebertraum als „Wunschtraum“.13

Hierbei ist die Begrifflichkeit „Wunschtraum“ insofern missverständlich, als für Speckenbach eher das sinnliche Element wichtig ist. Es werden im Traum nicht nur Wünsche und Sehnsüchte verarbeitet, sondern ebenso individuelle Probleme oder persönliche Bedrohungen (bzw. Gefährdungen). Tristan ist in diesem Sinn eine potentielle Bedrohung um die Gunst Isoldes. Ausgangspunkt sind auch hier unterbewusste Gefühle gegen Tristan.

Dieser Ansatz ist nach menschlichem Ermessen nachvollziehbar. Eine textliche Grundlage hat er nicht. Ganz im Gegenteil wird Marjodo in [13474f] in freundschaftlicher Beziehung zu Tristan eingeführt. Bis zur Traumsequenz verändert sich in keiner Weise die Beziehung zwischen Tristan und Marjodo hin zu einem oppositionellen oder gar feindschaftlichen Verhältnis. Erst als Marjodo nach dem Traum Tristans Bett leer vorfindet, ist die Veränderung explizit.14 Marjodo bringt den Eber zuerst zwar nicht mit Tristan in Verbindung. Dies bezeugt die Irritation kurz nach Marjodos Erwachen, ebenso wie explizit Vers [13552f].15 Jedoch ist der Traum der Auslöser seiner Verdächtigungen und insofern ein Schlüsselelement im Hinblick auf die Offenbarwerdung des Liebesverhältnisses zwischen Tristan und Isolde.16

Neben den oben genannten Erklärungsversuchen ist eine weitere Herangehensweise denkbar – die Traummantik. Gott offenbart seinen Willen durch Träume. Er spricht zu den Menschen, gibt Hinweise und Aufforderungen und gewährt Einblicke in Gegenwart und Zukunft. Speckenbach verwirft diese Interpretation mit dem Argument, dass Traummantik in der mittelalterlichen Tradition und höfischen Epik tendenziell nur selten vorzufinden ist.17

Speckenbach setzt zur Argumentation also eine quantitative Analyse an. Eine mögliche Gegenposition hierzu lässt sich aus dem Text selbst konstruieren. In [9278] bittet die „Mutter Isolde“ um Gottes Beistand gegen den Anspruch des Truchsessen auf Isolde. In [9300ff] erfährt „Mutter Isolde“ durch „[…] ir tougenlîche liste […]“ 18 im Traum die wahren Begebenheiten der Drachentötung.19 Eine Gleichsetzung Gottes mit den „[…] tougenlîche liste […]“ 20 liegt nahe. Eine Deutung hinsichtlich einer göttlichen Offenbarung im Traum wird möglich. Diese Herangehensweise bietet zumindest einen Zugriff zur Relativierung von Wessel und Speckenbach zugunsten eine göttlichen Offenbarung.

2.3 Zwischenfazit

Der Ebertraum pflanzt den Keim des Misstrauens in Marjodos Gedanken. Als Konsequenz überführt er die vorher geheime Liebesbeziehung zwischen Isolde und Tristan in den öffentlichen Raum und setzt damit den Auftakt für alle folgenden Verdächtigungen. 21 Markes „zwîvel unde der arcwân […]“ 22 haben im Ebertraum – wenn man so will – bereits ihren frühen Ursprung.23

3. Der „zwîvel unde der arcwân […]“

Das Begriffspaar „zwîfel“ und „arcwân“ kommt in Kombination zum ersten Mal in Vers [13717] vor. Der Beginn von Markes Verdacht und Argwohn kann jedoch bereits in [13661f] angesetzt werden, kurz nachdem Marjodo dem König offenbart "[...] daz ein maere dâ ze hove ensprungen waere [...]"24 25. Marjodo deutet die Liebesverbindung zwischen Tristan und Isolde an. Was aber bedeutet das genau? Was macht Marjodo? Wie ist dieser Umstand nun zu bewerten? Und welche Reaktionen und Abwehrmechanismen löst dies aus?

3.1 Die Falschheit

[15047ff] bietet uns zur Bewertung eine theoretische Grundlage. Zum besseren Verständnis sei an dieser Stelle auf Abbildung 1 verwiesen.

Aus der Abbildung ergibt sich eine genauere Bestimmung des Falschheitsbegriffes bei Gottfried. Die Falschheit beschreibt demnach ein Spannungsverhältnis zwischen Äußerlichkeit und Innerlichkeit. Äußerlichkeit und Innerlichkeit stehen in einem Missverhältnis zueinander. Die Darstellung nach außen hin stimmt dabei nicht mit der inneren Disposition überein. Dieser Zustand der Widersprüchlichkeit sei im Folgenden mit dem Begriff der „Inkonsistenz“ bezeichnet.

3.1.1 Problembeschreibung aus Markes Sicht

Marjodo deutet ein heimliches Liebesverhältnis zwischen Isolde und Tristan an. In die obige Logik übertragen ist dies nichts anderes als eine angedeutete Falschheit bei Tristan und Isolde. Die Behauptung Marjodos lautet wie folgt:

Das Liebesverhältnis wird nach außen hin negiert. Im Innenverhältnis (tatsächlich) besteht es jedoch.26

Die Behauptung Marjodos erschüttert die bestehende Konsistenz. Marke sieht sich konfrontiert die innere Disposition Isoldes und Tristans zu prüfen. Da die innere Disposition jedoch nicht sichtbar und deshalb ohne Weiteres nicht eindeutig zu verifizieren ist, hat Marke ein Problem hinsichtlich der Beweissicherung. Marke hat keine validen Beweise für seine Verdächtigungen. Er hat keinen hinreichenden Zugriff auf die "[...] wâren künde [...]" 27.

Markes Problem wird besonders deutlich in [13773f]:

„wan alse er (Marke) an Îsolde der liebe dienen wolde, sô wante es in der arcwân. Dem wolte er danne ie nâch gân und volgen ûf die wârheit. als ime diu danne wart verseit, sô tete im aber der zwîfel wê, sô was ez aber rehte als ê.“ 28

Markes "[...] zwîvel unde der arcwân [...]" 29 kann damit als direkte Folge vermuteter Falschheit interpretiert werden.

Das Problem besteht also in einem fehlenden Zugriff auf die inneren Disposition Isoldes und Tristans – genauer in einem Informationsdefizit. Marke muss versuchen das Informationsdefizit aufzulösen. Und zwar in der Weise, dass etwaige Fehlstellungen der Äußerlichkeit korrigiert und an die Innerlichkeit angepasst werden können. Er will dieses erreichen indem er im ersten Ansatz das bestehende Verhältnis der Konsistenz prüft – d.h. auf Belastbarkeit hin attackiert. Bezogen auf Grubmüller könnte man auch von einem Versuch der Destabilisierung der bestehenden Ordnung sprechen.30

Dabei ist die Lösung der Spannungen, die durch die mögliche Inkonsistenz bei Tristan und Isolde entstehen Markes primäres Ziel.

3.1.2 Problembeschreibung aus Isoldes Sicht

Isolde und Tristan versuchen ebenso wie Marke die Inkonsistenz aufzulösen. Anders als Marke müssen sie dies aber durch eine Verschleierung der inneren Disposition erreichen. Sie müssen

Marjodos Andeutungen korrigieren und die Innerlichkeit zurück auf das Niveau der Äußerlichkeit bringen (siehe [S1]). Grubmüller spricht in diesem Sinne auch von einer erneuten Stabilisierung der Voraussetzungen.31

Zum besseren Verständnis der beiden Problembeschreibungen eine kurze Darstellung*:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

* Abkürzungen siehe Anhang 3.

3.2 Die Auflösung der Inkonsistenz zu [M]:

Marjodos Behauptung markiert den Auftakt für Zweifel und Argwohn bei Marke. Er führt die Inkonsistenz herbei.32 Marke, Marjodo und Melot versuchen [S2] zu verifizieren.

Interessant an dieser Stelle sind die Instrumente die diese einsetzen, die Falschheit zu entlarven. Sie bedienen sich nämlich Fallen und Listen.33 Gottfried kategorisiert diese Mittel in seinem „Falschheits – Exkurs“ selbst als Falschheit.34 Dies wirft ein helles Licht auf die Strategie Markes – nämlich den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen. Eine ganz ähnliche Logik finden wir in [275ff] vor. Hier wird deutlich Stellung gegen derartige Mittel bezogen. Eine Übertragung erlaubt Gottfrieds „zwîvel / arcwân – Exkurs“.35 Dort spricht er u.a. davon, „[…] daz übel übele vrumet […]“ 36. So interpretiert wird auch verständlich, warum Gottfried innerhalb seines „Falschheits – Exkurses“ in [15088f] Marjodo und Melot als Beispiel falscher Personen anführt nicht aber Tristan und Isolde selbst. 37 Offenbar kommt es Gottfried darauf an, nicht Falsches mit Falschem zu vergelten.

Konsequenterweise erhält Marke also Hilfe von Marjodo und Melot. Sie sind Ratgeber und ausführende Kraft zugleich.38

zu [I]:

Isolde und Tristan sind in der Defensive. Sie müssen die Fallen und Listen abwehren. Mittel sind auch hier verschiedener Gegenlisten, die als Reaktion auf die Fallen und Listen Markes konstruiert sind. Barandun beschreibt dieses Hin und Her der Listen als „[…] rhetorisches Kräftemessen […]“ 39. Damit ist der Umstand aber noch nicht vollumfänglich beschrieben. Sowohl Marke als auch Isolde bedienen sich nicht ausschließlich rhetorischer Mittel. Marke beispielsweise greift zur Spionage.40 Isolde betört mit weiblichen Reizen.41

Die Abwehr gelingt ihnen mithilfe der Gegenlisten größtenteils.42 Entweder durch unmittelbare Reaktion auf Markes Listen oder nachträglicher Korrektur zuvor gemachten Aussagen. 43 Was Ihnen nicht gelingt ist die nachhaltige Auflösung der vermuteten Falschheit (siehe Nr. 3.1.1). Marke fällt immer wieder zurück in einen Zustand der Unsicherheit, der den Verdacht erneuert.44 Relevant sind hierbei Markes Helfer Melot und Marjodo, die den Verdacht immer wieder forcieren.45 Überhaupt sind die Helfer auf beiden Seiten in ihren vielfältigen Funktionen für die Handlung entscheidend. Der Konflikt wird damit auf die Metaebene gehoben. Es existiert insofern nicht nur ein Konflikt der Hauptgegner Marke und Isolde (und Tristan), sondern ebenso ein Beraterkonflikt in „zweiter Reihe“.

4. Die „Aderlass – Episode“ – Verschärfung des Konfliktes

Die „Aderlass – Episode“ ist ein weiterer Versuch Markes die Inkonsistenz aufzulösen. Auch sie ist in der Form einer List angelegt. Im Unterschied zu den vorherigen Listen (siehe Nr. 3.2) ist das Resultat für ihn jedoch nicht interpretierbar und auf unbegreifliche Weise ambig.46

Gottfried notiert:

„hie mite was ime (Marke) diu wârheit beidiu geheizen und verseit.“ 47

Barandun kommentiert:

„In der Hälfte seines Liebeswegs erstarrt Marke in ratloser Ohnmacht.“ 48

Genauso wenig können aber auch Isolde und Tristan mit einer Gegenlist reagieren. Der Schlagabtausch ist an einem toten Punkt angekommen. Keine der Parteien kann ihn auf die eine oder andere Weise in seinem Sinne entscheiden. Dieser Umstand macht aus der Sicht Markes eine Änderung der Herangehensweise fast zwingend erforderlich und führt in letzter Konsequenz zum Gottesurteil Isoldes. Die Struktur erinnert fast an das dramatische Element des „Deus ex machina“ – wo der Mensch nicht mehr weiterweiß, muss Gott als letzte und endgültige Instanz die Verhältnisse ordnen! Insofern kann das Gottesurteil als Endpunkt einer Steigerungsmechanik angesehen werden, ganz ähnlich wie es auch Grubmüller beschreibt.49

Er sieht in der gesamten Entwicklung hin zum Gottesurteil eine kontinuierliche Steigerungsstruktur.

5. Das Gottesurteil als letzter Ausweg

Die „Mehlfalle“ in der „Aderlass – Episode“ kann Markes Verdacht nicht beseitigen. Die eindeutige Feststellung der inneren Disposition Tristans und Isoldes ist fehlgeschlagen. Mehr noch – das mehrdeutige Ergebnis der „Mehlfalle“ zeigt in beispielhafter Weise die Inkonsistenz von äußerlicher Erscheinung einerseits und der tatsächlichen, inneren Disposition Isoldes und Tristans andererseits. Die offene Frage „[...] wie er der zwîvelbürde ledec und âne würde [...]“ 50 bleibt also bestehen.

[...]


1 Vgl. Krohn, Rüdiger: Kommentar, [15733ff]

2 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13511ff]

3 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13717]

4 Krohn, Rüdiger: Kommentar, [6614ff]

5 Krohn, Rüdiger: Kommentar, [6614ff]

6 Vgl. Krohn, Rüdiger: Kommentar, [13512ff, 6614ff] iVm. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [4942, 6614, 13517f]

7 Vgl. Krohn, Rüdiger: Kommentar, [4942]

8 Vgl. Tax, Petrus: Wort, Sinnbild, Zahl im Tristanroman, S. 84ff

9 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [15172f, 15186ff]

10 Vgl. Wessel, Franziska: Probleme der Metaphorik und die Minnemetaphorik in Gottfrieds von Straßburg ʼTristan und Isoldeʼ, S.244 iVm. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13243ff]

11 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13469]

12 ebd., [13247f]

13 Vgl. Speckenbach, Klaus: Von den troimen. Über den Traum in Theorie und Dichtung, S.177

14 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13548f, 13626f]

15 Vgl. ebd., [13540ff]

16 Vgl. ebd., [13549]

17 Vgl. Speckenbach, Klaus: Von den troimen. Über den Traum in Theorie und Dichtung, S.178

18 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [9300ff]

19 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [9300ff]

20 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [9300ff]

21 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13637ff]

22 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13717]

23 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13717, 13660ff]

24 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13717]

25 ebd., [13639f]

26 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13639f]

27 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [14257]

28 ebd. [13769ff]

29 ebd., [13717]

30 Vgl. Grubmüller, Klaus: ir unwarheit warbaeren. Über den Beitrag des Gottesurteils zur Sinnkonstitution in Gotfrids <Tristan˃, S.151

31 Vgl. Grubmüller, Klaus: ir unwarheit warbaeren. Über den Beitrag des Gottesurteils zur Sinnkonstitution in Gotfrids <Tristan˃ S.151

32 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13639f]

33 Vgl. ebd., [13681ff, 14030ff, 14252ff, 15113ff]

34 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [15100f, 15116, 15118]

35 Vgl. ebd., [13777ff]

36 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [13813]

37 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [15088f]

38 Vgl. ebd., [13644ff, 13854f, 14024ff, 14368, 15109ff]

39 Barandun, Anina: Gottfrieds Tristanroman, S.103

40 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [14364ff]

41 Vgl. ebd., [14159ff]

42 Vgl. ebd., [14013, 14020] iVm. [14223f] iVm. [14936, 15022, 15028]

43 Vgl. ebd., [14010, 14155ff, 14696ff]

44 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [14024ff, 14270f, 15109ff]

45 Vgl. ebd.

46 Vgl. von Straßburg, Gottfried: Tristan, [15249ff]

47 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [15257f]

48 Barandun, Anina: Gottfrieds Tristanroman, S.111

49 Vgl. Grubmüller, Klaus: ir unwarheit warbaeren. Über den Beitrag des Gottesurteils zur Sinnkonstitution in Gotfrids <Tristan˃, S.158f

50 von Straßburg, Gottfried: Tristan, [15273f]

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Der Weg zum Gottesurteil im "Tristan" von Gottfried von Straßburg
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,00
Autor
Jahr
2016
Seiten
38
Katalognummer
V496172
ISBN (eBook)
9783346000286
ISBN (Buch)
9783346000293
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tristan, Isolde, Gottfried, Straßburg, Rüdiger Krohn, Gott, Gottesurteil, zwivel, arcwan, Reinigungseid, Feuerordal, Fischl, Bastian, Melot, Marjodo, Tantris, Morold, Eschenbach, Minne, Parzival, Gericht, Justiz, Gerichtshof, Hof, Hofe, Mittelalter
Arbeit zitieren
Bastian Fischl (Autor), 2016, Der Weg zum Gottesurteil im "Tristan" von Gottfried von Straßburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496172

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