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Möglichkeiten und Grenzen der Bestimmung eines Operational Value at Risk bei Banken

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Bestimmung eines Operational Value at Risk bei Banken

Seminar Paper , 2003 , 25 Pages , Grade: CH: 4.7 -> D: 2.3

Autor:in: Lukas Haas (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Einleitung
„Der FTSE-Index der Londoner Börse ist am Montagabend wenige Minuten
vor Handelsschluss um über 200 Punkte eingebrochen, weil ein einzelner Broker eines grossen Investmenthauses einen Fehler gemacht hatte. Wie berichtet, verkaufte er versehentliche Aktien im Wert von bis zu einer halben Milliarde Pfund (1,5 Mrd. DM). Da die Börse kurz danach schloss, konnte er den Fehler nicht mehr rückgängig machen.
Am Dienstagmorgen begann der FTSE-Index 127,6 Punkte höher bei
5818 Punkten, so dass der Broker seinen Kunden grossen Schaden zugefügt
haben dürfte. Nach Angaben der Börse wird der Aktienverkauf nicht
rückgängig gemacht.“(1)
Solche und viele andere Beispiele wie der Zusammenbruch der britischen
Traditionsbank Barings, dessen Händler Nick Leeson Verluste in Höhe
von weit über einer Mrd. USD durch unautorisierte Geschäfte verursacht
hat, zeigen was für Auswirkungen schlagend werdende operationelle
Risiken haben können. Trotz teilweise existenzbedrohenden Gefahren für
das Unternehmen war das Operationelle Risiko lange Zeit ein Risikofaktor welcher wenig Beachtung fand.
Derartige Schadensfälle, die insbesondere auf operationelle Schwächen
der Banken zurückzuführen waren, rückten die Bedeutung dieser Risiken
wieder vermehrt ins Bewusstsein des Managements und der zuständigen
Aufsichtsbehörden. Ende der 90er Jahre begann man sich verstärkt mit
dem Management operationeller Risiken zu beschäftigen. Das Management
und die Überwachung operationeller Risiken hat daher in den letzten
Jahren für Banken eine zunehmend grössere Bedeutung erhalten. So
hat sich in den meisten Unternehmen die Idee durchgesetzt, eine Abteilung für operationelle Risiken zu schaffen und ihr eigene Managementstrukturen zu geben. Gestiegen ist der Stellenwert der operationellen Risiken auch aufgrund betriebswirtschaftlichem Druck, so werden heute bei der Bonitätsvergabe durch die grossen Raitingagenturen auch operationelle Risiken der Bank berücksichtigt, was sich wiederum direkt auf die Höhe der Refinanzierungskosten überträgt.
[...]
______
(1) Handelsblatt Dienstag 15.Mai 2001

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

A. GRUNDLAGEN OPERATIONELLER RISIKOMESSUNG

I. Definition und systematische Abgrenzung

II. Konzept des Value at Risk

III. Messung operationeller Risiken

B. BEWERTUNG OPERATIONELLER RISIKEN

I. Bottom Up und Top Down, zwei alternative Ansätze

II. Bottom Up Ansätze zur Bestimmung eines OpVaR

III. Top Down Ansätze zur Bestimmung eines OpVaR

C. KRITISCHE WÜRDIGUNG

I. Stärken und Schwächen des Bottom Up Ansatzes

II. Stärken und Schwächen des Top Down Ansatzes

III. Grenzen der Bestimmung eines OpVaR

FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in die Thematik der operationellen Risiken bei Banken zu geben. Zentrales Thema ist die Analyse der Möglichkeiten zur Bestimmung eines Operational Value at Risk (OpVaR) unter Anwendung von Bottom Up- und Top Down-Vorgehensweisen, deren Vor- und Nachteile kritisch gewürdigt werden.

  • Grundlagen der Risikomessung im Bankwesen
  • Konzept des Value at Risk bei operationellen Risiken
  • Gegenüberstellung von Bottom Up und Top Down Ansätzen
  • Kritische Würdigung der Quantifizierungsmethoden

Auszug aus dem Buch

I. Definition und systematische Abgrenzung

Risiko wird allgemein als die Ungewissheit über eine zukünftige Entwicklung definiert. Es widerspiegelt die Gefahr eines negativen Abweichens vom gewünschten bzw. geplanten Ergebnis.

Wichtige Voraussetzung für die Handhabung von Problemen und somit auch für die Risikobewältigung im speziellen ist deren Erkennung. Innerhalb der Risikoerkennung ist dann für das weitere Vorgehen eine klare Abgrenzung der einzelnen Risikokategorien voneinander nötig.

Es gibt verschiedene Varianten die Risiken zu gliedern und in Risikokategorien aufzuteilen. Abbildung 1 stellt die gängige Systematisierung nach dem Basler Ausschuss für Bankenaufsicht dar.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Darstellung der Bedeutung operationeller Risiken anhand von Schadensbeispielen und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.

A. GRUNDLAGEN OPERATIONELLER RISIKOMESSUNG: Definition der Risikokategorien sowie Einführung in das Value at Risk Konzept und die Herausforderungen der Messung.

B. BEWERTUNG OPERATIONELLER RISIKEN: Vergleich der Bottom Up- und Top Down-Methodik zur Quantifizierung eines OpVaR inklusive konkreter Berechnungsansätze.

C. KRITISCHE WÜRDIGUNG: Analyse der methodischen Stärken und Schwächen sowie der generellen Grenzen der Bestimmung eines OpVaR.

FAZIT: Zusammenfassung der Notwendigkeit aktiven Risikomanagements und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Risikomessverfahren.

Schlüsselwörter

Operational Value at Risk, OpVaR, Bankmanagement, operationelle Risiken, Bottom Up Ansatz, Top Down Ansatz, Risikomessung, Risikomanagement, Value at Risk, Schadensfall, Extremwerttheorie, Diversifikation, Risikodatenbank, Basel II, Gesamtbankrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik und den Möglichkeiten, operationelle Risiken in Banken mittels quantitativer Verfahren, speziell dem Operational Value at Risk (OpVaR), messbar zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von operationellen Risiken, die Anwendung von Bottom Up- und Top Down-Ansätzen zur Bewertung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Datenqualität und methodischen Grenzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Einblick in die Materie der operationellen Risiken zu bieten und die Eignung des Value at Risk Konzepts für diesen speziellen Risikobereich zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, die bestehende quantitative Ansätze wie Risikodatenbanken, Simulationsmodelle und die Extremwerttheorie gegenüberstellt und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der Bottom Up- und Top Down-Ansätze und eine anschließende kritische Reflexion dieser Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören OpVaR, operationelles Risiko, Bottom Up, Top Down, Risikodatenbank, Konfidenzniveau und Extremwerttheorie.

Warum ist eine exakte Definition von operationellen Risiken schwierig?

Aufgrund ihrer Komplexität und der unterschiedlichen Ausprägungen (von häufigen Kleinschäden bis zu seltenen Katastrophenereignissen) gibt es keine einheitlich akzeptierte Standarddefinition, was die Vergleichbarkeit erschwert.

Welche Rolle spielt die Datenbasis für den OpVaR?

Die Datenbasis ist das Kernelement; ohne qualitativ hochwertige interne und externe Schadensdaten ist eine verlässliche Risikomodellierung kaum möglich, wobei insbesondere bei Extremwerten oft Datenmangel herrscht.

Sind Bottom Up oder Top Down Ansätze in der Praxis vorzuziehen?

Der Autor argumentiert, dass in der Aufbauphase Bottom Up-Ansätze zur Identifizierung prozessspezifischer Risiken vorzuziehen sind, während Top Down-Verfahren bei ausreichenden Erfahrungswerten eine zielgerichtete Gesamtbanksteuerung ermöglichen.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Bestimmung eines Operational Value at Risk bei Banken
College
University of Basel  (Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum (WWZ))
Grade
CH: 4.7 -> D: 2.3
Author
Lukas Haas (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V49618
ISBN (eBook)
9783638460163
ISBN (Book)
9783640861729
Language
German
Tags
Möglichkeiten Grenzen Bestimmung Operational Value Risk Banken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Haas (Author), 2003, Möglichkeiten und Grenzen der Bestimmung eines Operational Value at Risk bei Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49618
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