In der vorliegenden Bachelorarbeit wird der Bilanzposten Rückstellungen erläutert. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Bilanzierung von Rückstellungen im Zuge des Volkswagen Konzernabschlusses nach International Financial Reporting Standards gelegt. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird der DAX-30 Konzern Volkswagen untersucht. Hier werden besonders die sonstigen Rückstellungen analysiert, da diese im Abgasskandal zu erheblichen Sondereffekten geführt haben. Der Konzern wird über einen sechsjährigen Zeitraum von 2013 bis 2018 betrachtet.
Der Untersuchungsschwerpunkt liegt dabei auf dem Ansatz, der Bewertung und dem Ausweis von vorher spezifizierten sonstigen Rückstellungsarten. Um die Untersuchung zu stützen, werden Unternehmenskennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz herangezogen. Diese Kennzahlen sollen mögliche Ermessensspielräume in der IFRS Rechnungslegung verdeutlichen.
1. Einleitung
1.1. Problemstellung der Arbeit
1.2. Zielsetzung und methodischer Aufbau der Arbeit
2. Bilanzierung von Rückstellungen nach IFRS
2.1. Definition von Rückstellungen
2.2. Ansatzkriterien von Rückstellungen
2.2.1. Gegenwärtige Verpflichtung
2.2.2. Wahrscheinlichkeit Ressourcenabfluss
2.2.3. Verlässliche Schätzung
2.3. Bewertung von Rückstellungen
2.3.1. Bestmögliche Schätzung
2.3.2. Barwertmethode
2.3.3. Weitere Bewertungsgrundsätze
2.4. Ausweis und Angabepflichten nach IFRS
2.5. Folgebewertungen von sonstigen Rückstellungen
2.5.1. Zuführung von sonstigen Rückstellungen
2.5.2. Auflösung von sonstigen Rückstellungen
2.5.3. Inanspruchnahme von sonstigen Rückstellungen
2.6. Theoretische Grundlagen zu ausgewählten sonstigen Rückstellungen
2.6.1. Gewährleistungs- und Produkthaftungsrückstellungen
2.6.2. Prozess- und Rechtsrisiken
3. Analyse ausgewählter sonstiger Rückstellungen des Volkswagen Konzerns
3.1. Vorstellung des Volkswagen Konzerns
3.2. Der Abgasskandal im Volkswagen Konzern
3.3. Konzernabschlussdaten des Volkswagen Konzerns
3.3.1. Bilanzdaten des Konzerns
3.3.2. GuV Daten des Konzerns
3.3.3. Daten der Kapitalflussrechnung des Konzerns
3.4. Ansatz sonstiger Rückstellungen im Volkswagen Konzern
3.4.1. Ansatz von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
3.4.2. Ansatz von Rückstellungen für Prozess- und Rechtsrisiken
3.5. Bewertung sonstiger Rückstellungen im Volkswagen Konzern
3.5.1. Bewertung von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
3.5.2. Bewertung von Rückstellungen für Prozess- und Rechtsrisiken
3.6. Ausweis sonstiger Rückstellungen im Volkswagen Konzern
3.6.1. Ausweis von Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
3.6.2. Ausweis von Rückstellungen für Prozess- und Rechtsrisiken
3.7. Bilanzielle Auswirkungen der sonstigen Rückstellungen im Volkswagen Konzern
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die Bilanzierung von Rückstellungen im Volkswagen Konzern unter besonderer Berücksichtigung des Abgasskandals. Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiskriterien gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) korrekt angewendet wurden und welche finanziellen Auswirkungen die gebildeten Rückstellungen auf den Konzern hatten.
- Bilanzielle Grundlagen von Rückstellungen nach IFRS
- Analyse der Rückstellungspraxis beim Volkswagen Konzern (2013-2018)
- Untersuchung der Auswirkungen des Abgasskandals auf Bilanz und GuV
- Kritische Würdigung der Ermessensspielräume bei der Rückstellungsbildung
Auszug aus dem Buch
2.2. Ansatzkriterien von Rückstellungen
Die Ansatzkriterien für die Bildung einer Rückstellung sind im IAS 37.14 klar definiert. Drei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein, damit die Bildung einer Rückstellung gemäß IFRS für den Jahresabschluss zulässig ist.
Rückstellungen sind gemäß IAS 37.14 dann anzusetzen, wenn:
a) „einem Unternehmen aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist;
b) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtungen wahrscheinlich ist.
c) eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.“
Das folgende Schaubild verdeutlicht schematisch die Ansatzkriterien und ihre Anwendung. Eine Rückstellung darf, wie bereits oben erwähnt, nur angesetzt werden, wenn alle drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des methodischen Aufbaus der Arbeit im Kontext der internationalen Rechnungslegung.
2. Bilanzierung von Rückstellungen nach IFRS: Erläuterung der theoretischen Grundlagen für Rückstellungen, deren Ansatzkriterien, Bewertung und Ausweispflichten nach IAS 37.
3. Analyse ausgewählter sonstiger Rückstellungen des Volkswagen Konzerns: Praktische Untersuchung der Rückstellungspraxis von Volkswagen im Zeitraum 2013-2018 und die Auswirkungen des Abgasskandals.
4. Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur korrekten Anwendung der IFRS-Richtlinien und der bilanziellen Auswirkung beim Volkswagen Konzern.
Schlüsselwörter
Volkswagen Konzern, Rückstellungen, IFRS, IAS 37, Abgasskandal, Bilanzierung, Bewertung, Rückstellungsspiegel, Prozessrisiken, Gewährleistungsrückstellungen, Jahresabschluss, Bilanzpolitik, Ermessensspielräume, Konzernanhang, Unternehmensfinanzen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung von Rückstellungen bei börsennotierten Unternehmen unter IFRS am Beispiel des Volkswagen Konzerns.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die IFRS-Rechnungslegungsvorschriften für Rückstellungen, die Auswirkungen des Abgasskandals auf die Finanzkennzahlen und die kritische Analyse von Ermessensspielräumen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Prüfung, ob Volkswagen die Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal gemäß den IFRS-Richtlinien korrekt angesetzt, bewertet und ausgewiesen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verknüpft theoretische Ansätze mit einer empirischen Untersuchung der Konzernabschlüsse von Volkswagen aus den Jahren 2013 bis 2018.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Volkswagen Konzern vorgestellt, die Bilanz- und GuV-Daten analysiert und die Ansätze für Rückstellungen im Absatzgeschäft sowie bei Rechtsrisiken detailliert geprüft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Rückstellungen, Volkswagen Konzern, IFRS, Abgasskandal, Bilanzierung und finanzielle Auswirkungen.
Wie wirkt sich der Abgasskandal auf das operative Ergebnis (EBIT) aus?
Der Abgasskandal belastete das EBIT signifikant durch hohe Aufwendungen für Rückstellungsbildungen, was insbesondere im Jahr 2015 zu einem Fehlbetrag führte.
Gibt es Anzeichen für Bilanzpolitik bei Volkswagen?
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass trotz der Ermessensspielräume keine Anzeichen für eine gezielte Bildung stiller Reserven vorliegen, da die Auflösungshöhen eher auf eine vorsichtige Schätzung hindeuten.
- Quote paper
- Benjamin Baaske (Author), 2019, Bilanzielle Auswirkungen von sonstigen Rückstellungen im Volkswagen Konzern im Zuge des Abgasskandals, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496352