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Die Gerechtigkeitsarten im Buch V der Nikomachischen Ethik

Title: Die Gerechtigkeitsarten im Buch V der Nikomachischen Ethik

Seminar Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Meingast (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit soll gezeigt werden, welche Arten der Gerechtigkeit Aristoteles im Buch V seiner Nikomachischen Ethik beschreibt. Am Anfang der Bearbeitung steht ein kurzer Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Begriffs der Gerechtigkeit im alten Griechenland. Dies erscheint nützlich, da es zeigt, welche Definition Platon gibt und wie sich die Gerechtigkeit bei Aristoteles von einer inneren zu einer äußeren Qualität wandelt. Darauf folgt die Beschreibung der allgemeinen sowie der besonderen Gerechtigkeit und ihrer Unterformen. Der Schluss der Arbeit nimmt Bezug auf den Begriff der Billigkeit als "eine Art der Gerechtigkeit" .
Bei der Literaturauswahl wurde Wert darauf gelegt, unterschiedliche Übersetzungen der Nikomachischen Ethik heranzuziehen, um der ursprünglichen aristotelischen Aussage im griechischen Originaltext so nahe als möglich zu kommen. Übersetzen heißt immer schon Deuten. Eine Nachprüfung ergibt häufig, dass manches in Aristoteles hinein-, nicht herausgelesen wurde. Demnach gibt es innerhalb der Forschung unterschiedliche Ansichten zur Übersetzung einzelner Passagen - so verwendet Dirlmeier nicht den Ausdruck Billigkeit oder Salomon übersetzt "Verteilung der öffentlichen Güter nach Würde" mit Verteilung nach "Maßgabe der Einzahlung". Wo die verwendete Literatur diese Diskrepanzen aufweist, wird in der Arbeit darauf hingewiesen.
Auf die Abschnitte über Natur- und positives Recht im Buch V der Nikomachischen Ethik wird in der Arbeit nicht näher eingegangen. Im Vordergrund stehen die aristotelischen Gerechtigkeitsarten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die historische Entwicklung des Begriffs der Gerechtigkeit

III. Die allgemeine Gerechtigkeit - iustitia universalis (τὸ νόμιμον)

IV. Die besondere Gerechtigkeit - iustitia particularis (τὸ ἴσον)

1. Iustitia distributiva (δικαιοσύνη διανεμητική)

2. Iustitia commutativa (δικαιοσύνη διορθωτική)

3. Iustitia correctiva (τὸ ἀντιπεπονθός)

V. Die Billigkeit (ἐπιείκεια)

VI. Ergebnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis der verschiedenen Gerechtigkeitsarten in Aristoteles' "Nikomachischer Ethik" (Buch V) systematisch aufzuarbeiten und deren Bedeutung für die aristotelische Rechtsphilosophie herauszuarbeiten. Dabei liegt der Fokus darauf, wie Aristoteles den Übergang von einer inneren zu einer äußeren Tugend vollzieht und inwieweit das Gerechte als Maßstab für zwischenmenschliche und staatliche Beziehungen dient.

  • Historische Entwicklung des griechischen Gerechtigkeitsbegriffs
  • Systematisierung der allgemeinen Gerechtigkeit als Grundtugend
  • Differenzierung der besonderen Gerechtigkeit in distributive, commutative und correctiva
  • Analyse der Rolle der Billigkeit als Korrektur des gesetzlich Gerechten
  • Vergleich aristotelischer Ansätze mit modernen philosophischen Gerechtigkeitsdiskursen

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

In der folgenden Arbeit soll gezeigt werden, welche Arten der Gerechtigkeit Aristoteles im Buch V seiner Nikomachischen Ethik beschreibt. Am Anfang der Bearbeitung steht ein kurzer Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Begriffs der Gerechtigkeit im alten Griechenland. Dies erscheint nützlich, da es zeigt, welche Definition Platon gibt und wie sich die Gerechtigkeit bei Aristoteles von einer inneren zu einer äußeren Qualität wandelt. Darauf folgt die Beschreibung der allgemeinen sowie der besonderen Gerechtigkeit und ihrer Unterformen. Der Schluss der Arbeit nimmt Bezug auf den Begriff der Billigkeit als "eine Art der Gerechtigkeit".

Bei der Literaturauswahl wurde Wert darauf gelegt, unterschiedliche Übersetzungen der Nikomachischen Ethik heranzuziehen, um der ursprünglichen aristotelischen Aussage im griechischen Originaltext so nahe als möglich zu kommen. Übersetzen heißt immer schon Deuten. Eine Nachprüfung ergibt häufig, dass manches in Aristoteles hinein-, nicht herausgelesen wurde. Demnach gibt es innerhalb der Forschung unterschiedliche Ansichten zur Übersetzung einzelner Passagen - so verwendet Dirlmeier nicht den Ausdruck Billigkeit oder Salomon übersetzt "Verteilung der öffentlichen Güter nach Würde" mit Verteilung nach "Maßgabe der Einzahlung". Wo die verwendete Literatur diese Diskrepanzen aufweist, wird in der Arbeit darauf hingewiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein und erläutert methodische Aspekte der Literaturauswahl sowie die inhaltliche Struktur der Untersuchung.

II. Die historische Entwicklung des Begriffs der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel zeichnet den Wandel des Gerechtigkeitsbegriffs vom archaischen Griechenland über Platon bis hin zum frühen Verständnis bei Aristoteles nach.

III. Die allgemeine Gerechtigkeit - iustitia universalis (τὸ νόμιμον): Hier wird die allgemeine Gerechtigkeit als gesetzestreue Grundtugend definiert, die das soziale Handeln des Einzelnen in der Polis bestimmt.

IV. Die besondere Gerechtigkeit - iustitia particularis (τὸ ἴσον): Dieses Kapitel analysiert die als Teiltugend verstandene besondere Gerechtigkeit und unterteilt sie in die drei Formen der Verteilung, des Ausgleichs und der Wiedervergeltung.

V. Die Billigkeit (ἐπιείκεια): Der Abschnitt beleuchtet die Billigkeit als notwendige Korrektur des allgemeinen Gesetzes bei der Anwendung auf unvorhersehbare Einzelfälle.

VI. Ergebnis: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, wie Aristoteles durch seine differenzierte Gerechtigkeitslehre den Grundstein für eine systematische Rechtsphilosophie legt.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Gerechtigkeit, iustitia universalis, iustitia particularis, iustitia distributiva, iustitia commutativa, iustitia correctiva, Billigkeit, Rechtsphilosophie, Tugendethik, griechische Antike, Gleichheit, Gesetz, Polis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Arten der Gerechtigkeit, die Aristoteles im fünften Buch seiner Nikomachischen Ethik beschreibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese des Begriffs, die Unterscheidung zwischen allgemeiner und besonderer Gerechtigkeit sowie die Rolle der Billigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Aristoteles den Gerechtigkeitsbegriff in eine systematische Tugendlehre einbettet und als Basis für das Recht in der Polis nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologisch-philosophischen Analyse, die verschiedene Übersetzungen und Forschungsliteratur vergleicht, um dem Originaltext näher zu kommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der allgemeinen Gerechtigkeit, der drei Unterformen der besonderen Gerechtigkeit und den Begriff der Billigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gerechtigkeitsarten, Aristoteles, Rechtsphilosophie, Tugend und Gleichheit geprägt.

Warum unterscheidet Aristoteles zwischen arithmetischer und geometrischer Gleichheit?

Die Unterscheidung dient der differenzierten Anwendung auf unterschiedliche Lebensbereiche: Die geometrische Proportion findet bei der Verteilung Anwendung, während die arithmetische Gleichheit den privaten Rechtsverkehr regelt.

Was bedeutet "Billigkeit" in diesem Kontext genau?

Billigkeit (Epikie) fungiert als Korrekturinstanz, da Gesetze allgemein formuliert sind und somit unmöglich alle speziellen Umstände eines Einzelfalls perfekt abdecken können.

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Details

Title
Die Gerechtigkeitsarten im Buch V der Nikomachischen Ethik
College
LMU Munich
Course
Aristoteles lesen
Grade
2,0
Author
Stefan Meingast (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V49668
ISBN (eBook)
9783638460545
ISBN (Book)
9783638773096
Language
German
Tags
Gerechtigkeitsarten Buch Nikomachischen Ethik Aristoteles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Meingast (Author), 2000, Die Gerechtigkeitsarten im Buch V der Nikomachischen Ethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49668
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