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Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem

Ein Vergleich zwischen den Jahren 1996 bis 2013

Titel: Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem

Hausarbeit , 2017 , 8 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Medizin und Gesundheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die leitende Forschungsfrage für die vorliegende Hausarbeitet lautet: wie hat sich das Vertrauen der in Deutschland lebenden BürgerInnen gegenüber der Gesundheitssysteme im Laufe der Zeit verändert?

Deutschland ist ein konservativer Wohlfahrtsstaat, der auf dem Versicherungsmodell (Bismarck-Modell) basiert. Hierbei steht v.a. im Vordergrund die Versicherungsleistungen und der Solidaritätsgedanke, aber vor allem auch die Sicherheit in existentiellen Notsituationen. Aufgrund einer unerwarteten Erkrankung oder Unfällen können Menschen auf Leistungen des Gesundheitssystems angewiesen sein, die jedoch ihre persönlichen finanziellen Möglichkeiten bei Weitem übersteigen würden. Deshalb ist das Vertrauen – nämlich, dass bei so einem Fall die für eine möglichst optimale Therapie erforderlichen Leistungen im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt werden – in die deutschen Gesundheitssysteme von zentraler Bedeutung.

Das Thema, das Vertrauen sozialen Teilsystemen entgegengebracht wird, ist nach Grünberg (2014) interessant und aktuell: Simon (2010) definiert „Gesundheit“ folgendermaßen: die „Gesundheit ist in der subjektiven und öffentlichen Wahrnehmung ein hohes, wenn nicht sogar das höchste menschliche Gut“ (Simon 2010: 9). Daher ist sie sowohl individuell, als auch gesellschaftlich besonders relevant (Grünberg 2014: 13), da sie für die individuelle Lebensqualität von herausragender Bedeutung ist und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Darüber hinaus kann die Abnahme des Vertrauens in die Gesundheitsversorgung weitreichende Folgen haben: Versicherte schließen immer häufiger eine private Krankenversicherung ab, sodass die Ungleichheit zwischen Patienten mit und denen ohne eine private Krankenversicherung zunimmt, mehrere Ärzte werden von Patienten aufgesucht, um „sicher zu gehen“, dass die „richtige“ Therapie verordnet wird und/ oder politische Entscheidungsträger werden bei Wahlen durch die BürgerInnen „abgestraft“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Das deutsche Gesundheitssystem und das Konzept des Vertrauens
  • Operationalisierung
  • Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Veränderung des Vertrauens in das deutsche Gesundheitssystem zwischen den Jahren 1996 und 2013. Sie untersucht, wie sich die Zufriedenheit und das Vertrauen der BürgerInnen in das System im Laufe der Zeit entwickelt haben.

  • Das deutsche Gesundheitssystem im Kontext von Wohlfahrtsstaaten und dem Versicherungsmodell
  • Die Bedeutung von Vertrauen für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems
  • Die Rolle von Strukturreformen und deren Einfluss auf das Vertrauen
  • Die Operationalisierung und Analyse von Vertrauensdaten mittels Eurobarometer-Surveys
  • Die Untersuchung der Veränderungen des Vertrauens im Laufe der Zeit

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage der Arbeit vor und erläutert die Relevanz des Themas Vertrauen im Zusammenhang mit Gesundheitssystemen.

Das deutsche Gesundheitssystem und das Konzept des Vertrauens: Dieses Kapitel beleuchtet die Struktur des deutschen Gesundheitssystems und erklärt das Konzept des Vertrauens im Kontext von sozialen Teilsystemen. Es werden verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Theorien zum Thema Vertrauen erläutert, insbesondere im Hinblick auf die Relevanz von Vertrauen im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Operationalisierung: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Daten und Methoden zur Analyse des Vertrauens in Gesundheitssysteme. Es wird die Vorgehensweise der Operationalisierung vorgestellt und die spezifischen Eigenschaften der Eurobarometer-Datensätze erläutert, die für die Untersuchung herangezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie hat sich das Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem entwickelt?

Die Arbeit analysiert Daten aus dem Zeitraum von 1996 bis 2013. Sie untersucht, wie Strukturreformen und gesellschaftliche Veränderungen die Zufriedenheit und das Vertrauen der Bürger in die medizinische Versorgung beeinflusst haben.

Was ist das "Bismarck-Modell" im Gesundheitswesen?

Deutschland basiert auf einem konservativen Wohlfahrtsstaat-Modell, dem Versicherungsmodell. Es stützt sich auf Pflichtversicherungen und den Solidaritätsgedanken, um Sicherheit in existentiellen Notsituationen zu gewährleisten.

Warum ist Vertrauen für das Gesundheitssystem so wichtig?

Da medizinische Leistungen oft die persönlichen finanziellen Mittel übersteigen, müssen Bürger darauf vertrauen können, dass im Bedarfsfall eine optimale Therapie zur Verfügung steht. Sinkendes Vertrauen kann zu politischer Unzufriedenheit und Flucht in Privatversicherungen führen.

Welche Folgen hat ein Vertrauensverlust der Bürger?

Ein geringes Vertrauen führt dazu, dass Patienten häufiger Zweitmeinungen einholen (Arzte-Hopping), vermehrt private Zusatzversicherungen abschließen und politische Entscheidungsträger bei Wahlen abstrafen.

Welche Datenquellen wurden für die Untersuchung genutzt?

Die Analyse stützt sich maßgeblich auf die Operationalisierung von Vertrauensdaten aus den Eurobarometer-Surveys der entsprechenden Jahre.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem
Untertitel
Ein Vergleich zwischen den Jahren 1996 bis 2013
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V496712
ISBN (eBook)
9783346013286
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vertrauen gesundheitssystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496712
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Leseprobe aus  8  Seiten
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