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Die Entwicklung des chinesischen Arbeitsmarktes vor dem Hintergrund des Plans "Made in China 2025"

Título: Die Entwicklung des chinesischen Arbeitsmarktes vor dem Hintergrund des Plans "Made in China 2025"

Trabajo Escrito , 2019 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Manu Hilgard (Autor)

Estudios asiáticos
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Hört man von „Made in China“, assoziiert man damit meistens als erstes Massenproduktion, Fließbandarbeit im Akkord, unzählige unterbezahlte Fabrikarbeiter und kopierte Markenartikel zu spottbilligen Preisen. Der deutsche Konsument dürfte nicht selten auf minderwertige Qualität und geringe Lebensdauer schließen, wenn er diese Herkunftsbezeichnung auf einer der vielen Produktverpackungen entdeckt. Die Devise ist: je billiger, desto besser – dafür erwartet man auch nicht viel. Gerade dieses Image minderwertiger Produkte hat sich bislang fest in den Köpfen vieler Menschen eingeprägt.
Genau diese betriebene chinesische Exportpolitik unterliegt einem umfassenden wirtschaftlichen Strukturwandel, welcher durch den Plan Made in China 2025 ein Gesicht erhält: Qualität statt Quantität, Klasse statt Größe lautet nun das Motto. Dabei stehen spezifisch Themen der Digitalisierung, Innovationsfähigkeit und die Stärkung nationaler produzierender Industrien im Vordergrund. China soll ein Vorreiter bei dem Angebot von hochwertigen Produkten werden. Mit diesem Vorhaben steht China vor einem immensem Entwicklungsschritt, wodurch gerade wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Probleme, Auswirkungen sowie Veränderungen zu erwarten sind. Vor allen Dingen ist hierbei der Blick auf den Arbeitsmarkt von großer Bedeutung. Dieser ist das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung und trägt somit bei diesem Projekt Chinas eine elementare Rolle. Bei der Frage über den Erfolg oder Misserfolg dieses Projekts wird der Arbeitsmarkt einen entscheidenden Anteil einnehmen.
Dieser Frage widmet sich diese Arbeit: Welche Auswirkungen hat der strategische Plan Made in China 2025 auf den chinesischen Arbeitsmarkt und wie begegnet die chinesische Regierung diesen? Dabei wird im Spezifischen auf die Ausgangslage des Arbeitsmarktes und dessen Herausforderungen eingegangen, sowie das Strategieprojekt analysiert und kritisch hinterfragt werden, um somit dessen Zusammenspiel mit dem Arbeitsmarkt aufzuzeigen. Zunächst wird ein Blick auf die Entwicklungen Chinas in Verbindung mit der Bevölkerung, des Einkommens, der Marktsektoren, Arbeitslosigkeit und des Bildungs- und Sozialversicherungssystems geworfen. Anschließend wird der theoretische Hintergrund des Plans Made in China 2025 beleuchtet, sowie weitergehend dessen Auswirkungen und Probleme auf den chinesischen Arbeitsmarkt analysiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aktueller Stand und Herausforderungen des chinesischen Arbeitsmarkts

2.1 Bevölkerung

2.2 Lohnentwicklung

2.3 Marktsektoren

2.4 Arbeitslosigkeit

2.5 Bildungssystem

2.6 Sozialversicherungssystem

3 Made in China 2025

3.1 Die Bedeutung der Strategie und dessen Strukturwandel

3.2 Aufgaben und Zielsetzung

3.3 Politischer und Gesellschaftlicher Diskurs

3.4 Made in China 2025 und dessen Arbeitsmarkteffekte

3.4.1 Arbeitslosigkeit

3.4.2 Veränderungen der Arbeitsformen

3.4.3 Die Kluft zwischen Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des strategischen Plans „Made in China 2025“ auf den chinesischen Arbeitsmarkt. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse der Ausgangslage des Arbeitsmarktes sowie der kritischen Auseinandersetzung mit den durch den Strukturwandel hervorgerufenen Veränderungen in Bezug auf Automatisierung, Fachkräftemangel und Arbeitsformen.

  • Demografische Entwicklung und Bevölkerungsstruktur in China
  • Entwicklung der Lohnstrukturen und wirtschaftlicher Strukturwandel
  • Digitalisierung und Automatisierung als Treiber der Transformation
  • Problematiken des Bildungssystems in Bezug auf den Fachkräftemangel
  • Sozialversicherungssystem und dessen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Arbeitslosigkeit

Dem chinesischen Bevölkerungs- und Arbeitsbericht 2017, veröffentlicht von der Chinese Academy of Social Science, ist zu entnehmen, dass ein großer Arbeitsplatzabbau von circa 610.000 Stellen zu erwarten ist. Verschuldet ist dies durch neue Möglichkeiten der Produktion in Verbindung mit Digitalisierung, Robotik und Automatisierung. Gerade in der Kohle- und Stahlindustrie ist dies aktuell gut erkennbar. Dort werden massiv Arbeitsplätze abgebaut, aufgrund von neuen Technologiemöglichkeiten und dem Ziel Pekings, Überkapazitäten zu verringern. Arbeitskräfte sollen gerade durch Automatisierung der Produktion in Großunternehmen eingespart werden.

Nach Zahlen von McKinsey haben von 772,5 Millionen Arbeitsplätzen in China 395,3 Millionen das Potential automatisiert zu werden. Damit könnte also mehr als die Hälfte der Jobs in China durch Automatisierung ersetzt werden (Schindlbeck 2017, S.1).

Ein Beispiel, das diese Entwicklung veranschaulicht, ist das multinationale Unternehmen Foxconn und dessen Fabrik in Kunshan, welches unter anderem bei der Produktion des iPhones beteiligt ist. In diesem Werk werden industrielle Roboter bei der Produktion eingesetzt, sogenannte Foxbots. Dieser Technologieeinsatz führte dazu, dass um die 60.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden und die Beschäftigtenzahl von 110.000 auf 50.000 fiel.

Auch weitere Pilotprojekte in China zeigen auf, inwiefern der Fortschritt von neuen Produktionstechnologien sich auf die Beschäftigung in diesem Sektor auswirkt. Robotik und Maschinen übernehmen immer schneller neue Aufgaben- und Kompetenzbereiche und verdrängen dabei die ursprünglichen Arbeitskräfte. Nicht selten findet hier eine Abwertung menschlicher Arbeit statt, bei dem die Aufgabe der Beschäftigten darin besteht Maschinen zuzuarbeiten und gering qualifiziertere Tätigkeiten zu übernehmen (Schneidemesser u.a. 2018, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Image von „Made in China“ ein und skizziert den geplanten wirtschaftlichen Strukturwandel hin zu Qualität und Innovation sowie die Bedeutung des Arbeitsmarktes.

2 Aktueller Stand und Herausforderungen des chinesischen Arbeitsmarkts: Dieses Kapitel analysiert die demografischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen Chinas, einschließlich Lohnentwicklung, Marktsektoren und dem Sozialversicherungssystem.

3 Made in China 2025: Der Fokus liegt hier auf der Strategie des Zehnjahresplans, dessen Zielen und der politischen sowie gesellschaftlichen Einordnung der Digitalisierung.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Auswirkungen der Strategie zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit des chinesischen Arbeitsmarktes unter Berücksichtigung der identifizierten Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Made in China 2025, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Automatisierung, Fachkräftemangel, Strukturwandel, Industrie 4.0, Beschäftigungspolitik, Volksrepublik China, Wirtschaftswachstum, Bildungssystem, Sozialversicherungssystem, Robotik, Demografischer Wandel, Innovationsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des strategischen Plans „Made in China 2025“ auf den chinesischen Arbeitsmarkt und den damit verbundenen Transformationsprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Digitalisierung der Industrie, der demografische Wandel, die Herausforderungen im Bildungssystem sowie die Auswirkungen von Automatisierung auf die Beschäftigung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie China versucht, sich von einer verlängerten Werkbank der Welt zu einer führenden Industrienation zu entwickeln und welche Konsequenzen dies für die Erwerbstätigen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken und Berichten zur wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Lage Chinas.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die Ausgangssituation des Arbeitsmarktes, beleuchtet anschließend die Details des Plans „Made in China 2025“ und untersucht spezifische Effekte wie Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Made in China 2025“, Digitalisierung, Automatisierung, Fachkräftemangel und struktureller Wandel.

Welche Rolle spielen die Wanderarbeiter in der Arbeitslosenstatistik?

Wanderarbeiter werden aufgrund des hukou-Wohnsitzkontrollsystems oft nicht in offiziellen Statistiken erfasst, obwohl sie einen signifikanten Teil der arbeitenden Bevölkerung darstellen.

Inwiefern beeinflusst das Bildungssystem den Fachkräftemangel?

Es besteht eine Diskrepanz zwischen der akademischen Ausbildung und den praktischen Anforderungen des Marktes, was dazu führt, dass Absolventen schwer eine Stelle finden, während in der Industrie händeringend Fachkräfte gesucht werden.

Warum ist das Renteneintrittsalter ein wichtiges Thema für die Regierung?

Aufgrund der abnehmenden Zahl an Erwerbstätigen und einer alternden Bevölkerung wird das aktuelle Renteneintrittsalter als finanzielle Belastung gesehen, weshalb eine schrittweise Anhebung auf 65 Jahre geplant ist.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entwicklung des chinesischen Arbeitsmarktes vor dem Hintergrund des Plans "Made in China 2025"
Universidad
University of Applied Sciences Constanze
Calificación
1,0
Autor
Manu Hilgard (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
17
No. de catálogo
V496730
ISBN (Ebook)
9783346007896
ISBN (Libro)
9783346007902
Idioma
Alemán
Etiqueta
arbeitsmarkt china china wirtschaft made in china 2025 arbeitsmarkt seidenstrasse handelskrieg china deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manu Hilgard (Autor), 2019, Die Entwicklung des chinesischen Arbeitsmarktes vor dem Hintergrund des Plans "Made in China 2025", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496730
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