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Ist der Existentialismus ein Humanismus?

Titre: Ist der Existentialismus ein Humanismus?

Essai , 2010 , 9 Pages

Autor:in: Karoline Stramkowski (Auteur)

Philosophie - Divers
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In diesem Essay setze ich mich der Frage von Jean-Paul Sartre auseinander, ob der Existentialismus ein Humanismus ist. Zu diesem Zweck möchte ich vorab eine Einführung in die allgemeine Auffassung zum Humanismus und zum Existentialismus geben.

Der Begriff Humanismus leitet sich vom den lateinischen Begriff Humanitas - Menschlichkeit ab. Die hier gemeinte Menschlichkeit handelt wohlwollend anderen Menschen gegenüber und achtet ihre menschliche Würde. Dies impliziert auch eine ethische Haltung zugunsten seiner Mitmenschen, welche die alltäglichen Entscheidungen leiten soll. Der Humanismus ist eine Form der Lebensgestaltung, welche als Ideal einen freien unabhängigen Menschen anstrebt. Eine Idealgesellschaft, in der die Gleichheit aller anerkannt wird. Der Ursprung des Humanismus findet sich in der Renaissance beeinflusst von dem Kerngedanken, dass weitere Entwicklung und Bildung nur gewährleistet werden kann, wenn der Mensch sich frei und individuell entfalten kann.

Humanismus ist eine Geisteshaltung, die auf Toleranz, Solidarität, Gleichheit und Humanität beruht und das Ziel verfolgt, normative Autoritäten zu meiden, wie die der religiösen Dogmen. Durch die humanistische Ethik wird logischer Empirismus geachtet und gilt als Notwendigkeit und Voraussetzung für wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt. Somit wird dem Menschen die Fähigkeit zugesprochen zu einer besseren Existenzform zu finden, welche sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Entwicklung positiv beeinflusst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ist der Existentialismus ein Humanismus?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung von Jean-Paul Sartre, ob der Existentialismus als eine Form des Humanismus betrachtet werden kann. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit die existentialistische Vorstellung radikaler Freiheit und individueller Verantwortung mit den humanistischen Idealen von Toleranz, Solidarität und einer universellen moralischen Orientierung vereinbar ist.

  • Gegenüberstellung von humanistischen Werten und existentialistischer Lebensauffassung
  • Analyse der Sartreschen Konzepte von Existenz, Essenz und Verantwortung
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der "absoluten Freiheit"
  • Diskussion über die Notwendigkeit von Determinismus und gesellschaftlichen Ordnungsstrukturen

Auszug aus dem Buch

Ist der Existentialismus ein Humanismus?

Nach Jean-Paul Sartre beinhaltet der Existenzialismus die Vorstellung, dass die Existenz des Wesens der Essenz vorausgeht, da der Mensch sonst determiniert wäre. Er schließt sich somit der These Heideggers an, dass „der Mensch erst existiert, auf sich trifft, in die Welt eintritt und sich erst dann definiert. Der Mensch, wie ihn der Existenzialist versteht, ist nicht definierbar, weil er zunächst nichts ist.“

Der Mensch bestimmt demnach frei und nicht durch Gott determiniert, wer er sein will und wozu er sich macht. Dies zieht eine Verantwortung für jede Entscheidung und jede Handlung nach sich. Die Verantwortung des Menschen beschränkt sich nach Jean-Paul Sartre jedoch nicht auf den individuellen Lebensentwurf, sondern auf die gesamte Menschheit.

Er beschreibt diese Entscheidung als eine Art des Subjektivismus, „jeder von uns wählt sich, doch damit wollen wir auch sagen, sich wählend wählt er alle Menschen. (…) Es gibt für uns keine Handlung, die, den Menschen schaffend, der wir sein wollen, nicht zugleich ein Bild des Menschen hervorbringt, wie er unserer Ansicht nach sein soll,“ da Jean-Paul Sartre glaubt, dass wir für uns selbst immer nur das Gute wählen und damit wählen wir automatisch für alle Menschen das Gute.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der theoretische Rahmen aufgespannt, indem die Grundbegriffe Humanismus und Existentialismus definiert und deren unterschiedliche Herangehensweisen an das menschliche Dasein und die Lebensführung skizziert werden.

2. Ist der Existentialismus ein Humanismus?: Dieser Teil bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem Sartres Thesen zur radikalen Freiheit und Verantwortung kritisch mit humanistischen und deterministischen Gegenpositionen (wie denen von Adam Smith oder Thomas Hobbes) konfrontiert werden, um die Grenzen des Existentialismus aufzuzeigen.

Schlüsselwörter

Existentialismus, Humanismus, Jean-Paul Sartre, Freiheit, Verantwortung, Determinismus, Ethik, Moral, Menschlichkeit, Existenz, Essenz, Kontingenz, Gesellschaftsvertrag, Individuum, Subjektivismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Vereinbarkeit von Existentialismus und Humanismus anhand der zentralen Thesen Jean-Paul Sartres.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition menschlicher Freiheit, die Rolle der individuellen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und die kritische Abgrenzung zwischen pessimistischen und optimistischen Weltbildern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob Sartres Behauptung, der Existentialismus sei ein Humanismus, angesichts der existentialistischen Betonung von Angst, Verlassenheit und der Ablehnung vorgegebener moralischer Richtlinien haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer philosophischen Analyse und Literaturkritik, indem sie Originaltexte von Sartre, Heidegger, Hobbes und Smith einander gegenüberstellt und logisch-argumentativ bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konsequenzen der "radikalen Freiheit", hinterfragt die Qualität von Dilemma-Entscheidungen und diskutiert die Notwendigkeit von gesellschaftlichen Strukturen und moralischen Orientierungssystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Existenz, Essenz, Freiheit, Verantwortung, Determinismus und das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv.

Warum hält die Autorin die Sartresche Vorstellung von "Angst" für problematisch?

Die Autorin argumentiert, dass im Gegensatz zum Humanismus, der auf wohlwollender Menschlichkeit basiert, eine Existenz, die von ständiger Angst vor der eigenen Verantwortung geleitet wird, keine erstrebenswerte Grundlage für ein ethisches Leben darstellt.

Inwiefern ist das Beispiel des Jesuiten relevant für die Argumentation?

Das Beispiel verdeutlicht die Kritik der Autorin, dass der Versuch, Rückschläge als Schicksalszeichen zu interpretieren, eine Flucht aus der eigenen Verantwortung darstellt, was zeigt, dass ein absoluter Verzicht auf Determinismus in der Lebenspraxis kaum möglich ist.

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Résumé des informations

Titre
Ist der Existentialismus ein Humanismus?
Auteur
Karoline Stramkowski (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
9
N° de catalogue
V496773
ISBN (ebook)
9783346011985
ISBN (Livre)
9783346011992
Langue
allemand
mots-clé
existentialismus humanismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karoline Stramkowski (Auteur), 2010, Ist der Existentialismus ein Humanismus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496773
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Extrait de  9  pages
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