In dieser Facharbeit werden die Unterschiede der Wahlsysteme in den USA und der BRD gegenübergestellt.
Dabei wird auf geschichtliche Ereignisse eingegangen, die zur Entstehung der Verfassungen und der demokratischen Staatsformen beigetragen haben. Außerdem möchte sich der Autor konkret mit der Legitimität der beiden Wahlsysteme befassen, um dann zu vergleichen, wie die Verfahren bei einer amerikanischen und deutschen Wahl ablaufen.
Es sollen gleiche und unterschiedliche Eigenschaften dargestellt werden. Zum besseren Verständnis ist die grundsätzliche Beschreibung beider politischer Regierungssysteme wichtig und Teil dieser Arbeit. Am Ender der Arbeit erfolgt ein abschließendes Fazit bezüglich des Vergleiches.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Geschichte der USA
3 Die Präsidialdemokratie der USA
4 Geschichte der BRD
5 Die parlamentarische Demokratie der BRD
6 Föderalismus in den USA und in der BRD
7 Das amerikanische und deutsche Wahlsystem im Vergleich
7.1 Das amerikanische Wahlsystem
7.2 Das deutsche Wahlsystem
7.3 Vergleich beider Wahlsysteme
7.4 Vor- und Nachteile beider Wahlsysteme
8 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Wahlsysteme der USA und der Bundesrepublik Deutschland gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten, um festzustellen, welches System aus heutiger Sicht demokratischer erscheint. Dabei wird untersucht, wie geschichtliche Entwicklungen und die jeweilige Ausgestaltung der Verfassungen die Wahlabläufe und die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung beeinflussen.
- Grundlagen der Präsidialdemokratie (USA) und der parlamentarischen Demokratie (BRD)
- Die Rolle des Föderalismus im demokratischen System beider Staaten
- Vergleichende Analyse des Mehrheitswahlrechts (USA) und des Verhältniswahlrechts (Deutschland)
- Bewertung der Wahlberechtigung und der politischen Partizipation der Bürger
- Kritische Reflexion über Machtkonzentration und Repräsentation
Auszug aus dem Buch
3 Die Präsidialdemokratie der USA
“The executive Power shall be vested in a President of the United States of America.” Diese Festlegung in der Verfassung der USA deutet bereits auf die starke Rolle des Präsidenten hin, der indirekt vom Volk gewählt wird. Es gibt in den USA dennoch eine klare Gewaltenteilung, die aus drei Institutionen besteht: Legislative, Executive und Judikative. Die Legislative wird vom Parlament wahrgenommen, die Exekutive von der Regierung und die Judikative vom obersten Gerichtshof, der in den USA Supreme Court heißt, und anderen Landesgerichten. Die Aufgabe der Legislative ist es, Gesetzesentwürfe einzubringen. Die Exekutive setzt die Gesetze durch. Die Judikative interpretiert Gesetze bei der Verhandlung individueller Verfahren. Das Parlament heißt hier Kongress. Dieser besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus, in dem die Abgeordneten vertreten sind, und dem Senat, der durch die Senatoren repräsentiert wird. Jeder Bundestaat stellt unabhängig von seiner Größe oder Einwohnerzahl zwei Senatoren.
An der Spitze der Regierung sitzt der Präsident, der mit sehr vielen Befugnissen ausgestattet ist. So kann er zum Beispiel vom Kongress vorgeschlagene Gesetze mit einem Veto ablehnen. Der Kongress muss dann mit 2/3-Mehrheit die Rückweisung des Präsidenten aufheben, um das Gesetz durchzubringen. Der Präsident hat allerdings aufgrund mangelnder Fraktionsdisziplin nicht automatisch die Mehrheit der Abgeordneten hinter sich. Verträgen mit anderen Staaten muss der Senat mit 2/3 der Abgeordneten zustimmen. Somit beteiligt sich auch der Senat bei der Exekutive. Das Kabinett besteht aus den engsten Beratern und Vertrauten des Präsidenten, die er nach Belieben berufen kann. Die Minister heißen in den USA Secretary, was bereits eine enge Beziehung zum Präsidenten ausdrückt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Themenwahl durch persönliches Interesse und erläutert den Aufbau der Arbeit zur vergleichenden Analyse der Wahlsysteme.
2 Geschichte der USA: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung der USA von der Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeitserklärung und der Etablierung einer eigenen Verfassung.
3 Die Präsidialdemokratie der USA: Es werden die Institutionen der Gewaltenteilung und die zentrale, machtvolle Rolle des US-Präsidenten innerhalb des Systems erläutert.
4 Geschichte der BRD: Der Text beschreibt die Entstehung der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Einfluss der alliierten Siegermächte und die Ausarbeitung des Grundgesetzes.
5 Die parlamentarische Demokratie der BRD: Hier wird die parlamentarische Regierungsform erläutert, bei der die Exekutive vom Vertrauen des Bundestages abhängig ist.
6 Föderalismus in den USA und in der BRD: Das Kapitel vergleicht das Streben nach dezentralen Strukturen und Machtverteilung in beiden Staaten.
7 Das amerikanische und deutsche Wahlsystem im Vergleich: Die Abschnitte 7.1 bis 7.4 analysieren das US-Mehrheitswahlrecht und das deutsche Verhältniswahlrecht, ihre Funktionsweisen sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung ab, in der das deutsche Verhältniswahlrecht als demokratisch gerechter eingestuft wird als das amerikanische Mehrheitswahlrecht.
Schlüsselwörter
Wahlsysteme, USA, Deutschland, Demokratie, Parlamentarismus, Präsidialdemokratie, Föderalismus, Mehrheitswahlrecht, Verhältniswahlrecht, Gewaltenteilung, Grundgesetz, Verfassung, Bürgerbeteiligung, Wahlen, politische Partizipation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Wahlsysteme der USA und der Bundesrepublik Deutschland sowie deren demokratische Funktionsweise auf Bundesebene.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die historische Entstehung der politischen Systeme, die Gewaltenteilung, der Föderalismus sowie die spezifischen Wahlverfahren beider Länder.
Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse der Wahlsysteme zu beurteilen, welches der beiden Systeme aus heutiger Sicht als demokratischer einzustufen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Die Autorin verwendet eine deskriptive und vergleichende Methode, basierend auf Literatur- und Quellenanalysen, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der politischen Systeme aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der historischen Herleitung, der Beschreibung der jeweiligen Demokratieformen, dem Vergleich der Wahlrechtsysteme (Mehrheits- vs. Verhältniswahl) sowie einer Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mehrheitswahlrecht, Verhältniswahlrecht, Gewaltenteilung, Föderalismus und politische Repräsentation charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Rolle des Präsidenten von der eines Kanzlers?
Der US-Präsident ist Regierungschef und Staatsoberhaupt in Personalunion mit starken Veto-Rechten, während das deutsche System die Exekutivgewalt zwischen Bundeskanzler und Bundespräsident aufteilt.
Warum bewertet die Autorin das US-System kritisch?
Die Autorin kritisiert insbesondere das Prinzip "The winner takes it all", die niedrige Wahlbeteiligung aufgrund umständlicher Registrierung und den Ausschluss vieler Bürger von der Wahl.
Welchen Einfluss hat der Föderalismus auf die Wahlen?
Der Föderalismus sorgt für dezentrale Strukturen und eine Vertretung regionaler Interessen, führt jedoch auch zu unterschiedlichen Wahlrechtsregelungen, besonders in den USA.
Was ist das zentrale Argument für das deutsche Wahlsystem im Fazit?
Das Verhältniswahlrecht gilt laut der Autorin als gerechter, da der Anteil der Wählerstimmen direkt mit den Parlamentssitzen korrespondiert und somit weniger Stimmen verloren gehen.
- Citation du texte
- Maria Beyer (Auteur), 2019, Unterschiede in Wahlsysteme in demokratischen Staaten. Inwiefern unterscheiden sich die USA und Deutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496847