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Das Machtverständnis im Verhältnis zur Subjektwerdung bei Freud und Foucault

Título: Das Machtverständnis im Verhältnis zur Subjektwerdung bei Freud und Foucault

Trabajo Escrito , 2016 , 27 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Filosofía - Otras
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Die folgende Hausarbeit soll dieses Thema behandeln, mit der Frage: Wie gelangt Foucault, trotz einer Theorie von Macht, die den gesamten Gesellschaftskörper durchzieht, zu einer solch positiven Auswirkung für das Subjekt? Hierzu wird als erstes die negative Basis von Freuds Kulturtheorie rekonstruiert, um im Weiteren, den Gegensatz von positiv und negativ bewerteter Macht zu erkennen. Vor allem soll hier das Werk Triebstruktur und Gesellschaft von Herbert Marcuse dienen, um den negativen Aspekt von Freuds Kulturtheorie herauszuheben, gerade im Hinblick auf die Entwicklung des Subjekts. Im zweiten Teil wird versucht, zu erläutern, wie Michel Foucault im Gegensatz zu Freud zu einer grundlegend positiv konnotierten Macht gelangt und wie sich diese auf das Subjekt auswirkt. Als Abschluss soll noch kurz aufgezeigt werden, wie nach Foucault der Mensch in die modernen Machtstrukturen implementiert ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die negativ konnotierte Macht

2.1 Das Lust- und Realitätsprinzip

2.2 Das formende Realitätsprinzip

2.4 Das Über-Ich

2.5 Die repressive Macht

2.6 Zwischenfazit

3. Die positiv konnotierte Macht

3.1 Warum so negativ?

3.2. Das Wie der Macht

3.3 Foucaults Annahmen im Vergleich zu Freud

3.4 Die Armee und Fabriken vom 16. bis ins 18. Jahrhundert

3.5 Die produktive und positive Macht

4. Das Subjekt in der Macht-Wissen-Beziehung

4.1 Panoptismus

4.2 Subjektivierungskritik

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das unterschiedliche Machtverständnis bei Siegmund Freud und Michel Foucault im Hinblick auf die Konstitution des Subjekts. Während Freud Macht primär als repressive Kraft zur Unterdrückung menschlicher Triebe begreift, analysiert Foucault Macht als produktive Technologie, die das Subjekt innerhalb von Macht-Wissen-Beziehungen formt und objektiviert.

  • Gegenüberstellung von Freuds repressiver Machtkonzeption und Foucaults produktivem Machtverständnis.
  • Analyse der Bedeutung des Realitätsprinzips und des Über-Ichs für die Subjektbildung bei Freud.
  • Untersuchung von Foucaults "Technologie der Macht" anhand historischer Beispiele wie Armee und Fabriken.
  • Reflektion der Macht-Wissen-Beziehungen und der daraus resultierenden Subjektivierung.
  • Kritische Würdigung der Möglichkeiten zur Befreiung aus modernen Machtstrukturen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Warum so negativ?

Wenn allgemein über den Begriff von Macht nachgedacht wird, so ist es selbst heute noch so wie damals, dass die meisten Menschen beim Verständnis von Macht an eine juristische Konzeption denken, sie fragen sich: „Wo liegt die Macht? Wer hält die Macht inne? Welche Regeln regieren die Macht? Welches System von Gesetzen wird der Gesellschaft von der Macht auferlegt?“ Foucault glaubt, dass dieses Verständnis von Macht wesentlich von der Ethnologie der vergleichenden Völkerkunde des 19. Jahrhunderts beeinflusst wurde. Sie hat gerade zum Ende des 19. Jahrhunderts ausschließlich versucht Machtsysteme als Regelsystemen zu interpretieren, welche sie zudem in fremden Gesellschaften ausfindig machen wollte. Vor allem wurde geschaut, welche Regeln und Verbote sich darin finden lassen. Siegmund Freud lebte genau um den Jahrhundertwechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ursprünglich wollte er sogar Jura studieren. Es ist demnach davon auszugehen, dass er ein eingepflanztes Verständnis von Macht und Regelsystemen hatte, angelegt vom Realitätsprinzip seiner Zeit. Eventuell ist hier schon ein negativer Einfluss auf Freuds Theorie zu erkennen. Foucault möchte aber noch etwas detaillierter hinschauen, wie ist nämlich die ganze Ethnologie genau zu diesem Verständnis von Macht gekommen:

Jedenfalls möchte ich [Foucault] folgende Frage stellen: Wie kommt es, dass unsere Gesellschaft und die westliche Gesellschaft schlechthin Macht so restriktiv, so arm, so negativ versteht? Warum denken wir bei Macht immer an Gesetz und Verbot?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die anthropologische Tradition des Naturzustandes ein und stellt die Forschungsfrage, wie Foucault trotz einer das Subjekt durchziehenden Machttheorie zu einer positiven Auswirkung gelangt.

2. Die negativ konnotierte Macht: Dieses Kapitel rekonstruiert Freuds Kulturtheorie, in der Macht als notwendige Triebunterdrückung und Fortschritt durch Versagung verstanden wird.

2.1 Das Lust- und Realitätsprinzip: Erläutert die psychischen Instanzen, durch die das Subjekt mittels Triebverzicht zur Vernunft und Realitätsanpassung gelangt.

2.2 Das formende Realitätsprinzip: Beschreibt die Weiterentwicklung des animalischen Menschen zum bewussten, denkenden Subjekt durch das Realitätsprinzip.

2.4 Das Über-Ich: Analysiert die Funktion des Über-Ichs als internalisierte elterliche Autorität und deren Wandel in der modernen Gesellschaft unter dem Einfluss der Massenmedien.

2.5 Die repressive Macht: Hinterfragt Freuds Pessimismus und diskutiert die Kritik an der Annahme biologischer Notwendigkeiten statt sozio-historischer Einflüsse.

2.6 Zwischenfazit: Reflektiert Freuds Fokus auf Unterdrückung und fragt nach dem positiven Potential rationaler Entwicklung.

3. Die positiv konnotierte Macht: Führt in Foucaults Perspektivwechsel ein, der Macht nicht mehr als bloßes Verbot, sondern als produktive Technologie betrachtet.

3.1 Warum so negativ?: Untersucht die historischen Ursprünge des negativen Machtbegriffs im juristischen Diskurs.

3.2. Das Wie der Macht: Erörtert Foucaults Ansatz, Macht als strategisches Beziehungsgeflecht statt als statische, einseitige Herrschaft zu analysieren.

3.3 Foucaults Annahmen im Vergleich zu Freud: Kontrastiert Freuds anthropologische Universalien mit Foucaults genealogischem Fokus auf historische Konstitutionsbedingungen.

3.4 Die Armee und Fabriken vom 16. bis ins 18. Jahrhundert: Dient als anschauliches Beispiel dafür, wie Machttechniken zur Leistungssteigerung und Disziplinierung eingesetzt wurden.

3.5 Die produktive und positive Macht: Fasst zusammen, warum Foucault Macht als Werkzeug zur Formung und Optimierung des Menschen interpretiert.

4. Das Subjekt in der Macht-Wissen-Beziehung: Analysiert den Übergang von der Kontrolle des Einzelnen hin zur Steuerung ganzer Bevölkerungen durch Biopolitik.

4.1 Panoptismus: Erläutert die Perfektionierung von Überwachung und Strafen als disziplinarische Maßnahme.

4.2 Subjektivierungskritik: Kritisiert die moderne Subjektwerdung als Unterwerfungsprozess und plädiert für eine historische Analyse zur Selbstbefreiung.

5. Schluss: Resümiert die Unterschiede zwischen Freuds repressiver Psychoanalyse und Foucaults produktiver Machtanalyse und reflektiert die Möglichkeiten zur Desubjektivierung.

Schlüsselwörter

Freud, Foucault, Macht, Subjekt, Psychoanalyse, Triebunterdrückung, Realitätsprinzip, Macht-Wissen-Beziehung, Produktivität, Disziplin, Biopolitik, Panoptismus, Subjektivierung, Widerstand, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Machtverständnis von Siegmund Freud und Michel Foucault und analysiert, wie diese Theorien die Entstehung und Entwicklung des menschlichen Subjekts erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Psychoanalyse, die Theorie der Macht, historische Machttechniken, die Rolle des Staates und Institutionen bei der Subjektwerdung sowie die historische Entwicklung westlicher Gesellschaftsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Foucault ein gänzlich anderes Machtverständnis entwickelt als Freud, indem er Macht nicht mehr als bloße Unterdrückung, sondern als produktive Kraft zur Subjektgestaltung begreift.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende literaturwissenschaftliche und philosophiehistorische Methode, indem sie die Theorien anhand zentraler Primär- und Sekundärliteratur analysiert und in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Freuds repressiver Machtkonzeption (Lust- und Realitätsprinzip, Über-Ich) und Foucaults Gegenentwurf der produktiven Macht (Technologie der Macht, Macht-Wissen-Beziehungen, Biopolitik).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Macht, Subjektivierung, Psychoanalyse, Biopolitik, Disziplinierung, Triebunterdrückung und das Verhältnis von Macht und Wissen.

Wie unterscheidet sich die Machtanalyse bei Freud von jener bei Foucault?

Bei Freud ist Macht ein negatives Prinzip, das Triebe unterdrückt, um zivilisiertes Leben zu ermöglichen. Foucault hingegen sieht Macht als allgegenwärtiges, produktives Geflecht, das Subjekte erst durch Wissen konstituiert.

Was ist unter Foucaults Begriff der "Biopolitik" zu verstehen?

Biopolitik bezeichnet bei Foucault jene Form der Macht, die nicht mehr nur den Einzelnen diszipliniert, sondern auf die Bevölkerung als biologisches Ganzes einwirkt, um dessen Prozesse wie Wachstum oder Gesundheit statistisch zu erfassen und zu steuern.

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Detalles

Título
Das Machtverständnis im Verhältnis zur Subjektwerdung bei Freud und Foucault
Universidad
University of Potsdam
Calificación
2,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
27
No. de catálogo
V496860
ISBN (Ebook)
9783346008343
ISBN (Libro)
9783346008350
Idioma
Alemán
Etiqueta
machtverstandnis verhaltnis subjektwerdung freud foucault
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2016, Das Machtverständnis im Verhältnis zur Subjektwerdung bei Freud und Foucault, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496860
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