Die zunehmende Bedeutung der Logistik hat zu erhöhten Anforderungen an das Logistikmanagement geführt. Vor dem Hintergrund immer engerer Vernetzung von Kooperationspartnern und immer kürzer werdenden Zeitfenstern muss ein Unternehmen mehr und mehr zu einer integrierten und somit effizienten Supply Chain übergehen und darf sich keinesfalls vor neuartigen Technologien verschließen. Mit Hilfe des Anpassens der Organisationsstrukturen an die Anforderungen des globalen Wettbewerbs kann die Stellung des Unternehmens langfristig gesichert werden.
In dieser Hausarbeit sollen das Supply Chain Management und die Einführung der RFID-Technologie im Vordergrund stehen. Hierbei wird insbesondere die in der Logistik auftretende Schnittstellenproblematik erörtert. In Kapitel 2 werden zunächst die in dieser Hausarbeit relevanten Begriffe Logistik, Supply Chain Management, Just-in-time und Efficient Consumer Response abgegrenzt und erläutert. Im Anschluss hieran wird in Kapitel 3 der wachsende Stellenwert der Logistik dargestellt, auf die geschichtliche Entwicklung des Supply Chain Managements Bezug genommen, und das Kooperationsmanagement näher beschrieben. Kapitel 4 befasst sich mit der RFID-Technik. Hier findet sich eine Darstellung zur Radio-Frequenz-Identifikations-Technologie und zu Transpondern, sowie die Betrachtung der Einsatzmöglichkeiten, Vorteilen und Grenzen der RFID-Technologie. In Kapitel 5 werden beispielhaft die Logistik und die RFID-Technologie bei Wal-Mart Inc., häufig in der Literatur als Vorreiter im bereich der Logistik bezeichnet, in der Praxis betrachtet. Die Auswirkungen der RFID-Technik auf die Supply Chain sollen in Kapitel 6 beschrieben werden. Im abschließenden Kapitel folgt eine Schlussbetachtung, bei der die Erkenntnisse über die integrierte Supply Chain bewertet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Logistik
2.2 Supply Chain Management (SCM)
2.3 Just-in-time (jit)
2.4 Efficient Consumer Response (ECR)
3 Entwicklungen
3.1 Zunehmende Bedeutung von Logistik und SCM
3.2 Geschichtliche Entwicklung des SCM
3.3 Kooperationsmanagement
3.3.1 Schnittstellenproblematik
3.3.2 Gründe für die Notwendigkeit eines Kooperationsmanagements
3.3.3 Potenziale und Chancen des Kooperationsmanagements
3.3.4 Anwendungsbereiche und Voraussetzungen für Kooperationsmanagement
4 Radio Frequency Identification (RFID)
4.1 Was ist RFID und was ist ein Transponder?
4.2 Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technik
4.2.1 Banknoten
4.2.2 Tiere
4.2.3 Patienten
4.2.4 Fahrkarten
4.2.5 Transport
4.2.6 Waren- und Bestandsmanagement
4.3 Vorteile der RFID-Technik
4.4 Kritik und Grenzen der RFID-Technik
4.5 Einführung der RFID-Technik
5 Beispiel Wal-Mart
5.1 Geschichte
5.2 Logistik bei Wal-Mart
5.3 Inbetriebnahme einer vollautomatisierten Sortieranlage bei Wal-Mart
5.4 Einsatz von RFID-Technik bei Wal-Mart
5.5 Folgen für Wal-Mart und seine Marktposition
6 Auswirkungen der RFID-Technik auf die Supply Chain
6.1 Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Entsorgungslogistik
6.2 Von wem werde ich beliefert?
6.3 Wie sieht meine Produktion aus?
6.4 Wer sind meine Kunden?
6.5 Welche Entsorgungsmöglichkeiten habe ich?
7 Kritische Würdigung des integrierten Supply Chain Managements
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Supply Chain Management und der Einführung der RFID-Technologie, wobei der Fokus auf der Bewältigung der logistischen Schnittstellenproblematik liegt, um eine effiziente Wertschöpfungskette im globalen Wettbewerb zu gewährleisten.
- Grundlagen der Logistik und SCM
- Notwendigkeit des Kooperationsmanagements
- Funktionsweise und Anwendungspotenziale der RFID-Technik
- Fallbeispiel zur Prozessoptimierung bei Wal-Mart
- Kritische Analyse der Auswirkungen von RFID auf die Supply Chain
Auszug aus dem Buch
4.1 Was ist RFID und was ist ein Transponder?
RFID ist eine Technologie zur eindeutigen, kontaktlosen, sicheren und schnellen Identifizierung von Objekten mittels Radiowellen. Die RFID-Chips sollen den Barcode bis zum Jahre 2008 flächendeckend ablösen. Die allgegenwärtigen Barcode Labels werden in immer mehr Fällen als inadäquat bewertet. Sie mögen sehr günstig sein, jedoch haben sie eine geringe Speicherkapazität und können nicht wieder beschrieben werden. Die häufigste Form der elektronischen Datenspeicherung ist die Chipkarte mit einem Kontaktfeld (Telefonkarte, EC-Karte). Der mechanische Kontakt dieser Chipkarten ist jedoch häufig unpraktisch. Sehr viel flexibler ist der kontaktlose Transfer von Daten zwischen dem datentragenden Medium und seinem Leser. Idealerweise wird die Energie, die zum Lesen des Mediums erforderlich ist, vom Leser durch kontaktlose Technologie übertragen. Wegen der Funktionsweise für den Transfer von Energie und Daten werden kontaktlose Identifikations-Systeme auch Radiofrequenz Identifikations-Systeme (RFID) genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Logistik ein und stellt die Ziele der Arbeit sowie die untersuchten Themen SCM, RFID und die Schnittstellenproblematik vor.
2 Begriffliche Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen für Logistik, SCM, Just-in-time und Efficient Consumer Response erarbeitet.
3 Entwicklungen: Das Kapitel beleuchtet den wachsenden Stellenwert der Logistik, die historische Entwicklung des SCM und die Notwendigkeit eines Kooperationsmanagements zur Bewältigung der Schnittstellenproblematik.
4 Radio Frequency Identification (RFID): Dieses Kapitel widmet sich der Funktionsweise der RFID-Technik, ihren vielfältigen Einsatzbereichen sowie den Vorteilen und kritischen Aspekten der Technologie.
5 Beispiel Wal-Mart: Anhand des Unternehmensbeispiels Wal-Mart wird der praktische Einsatz von Logistikstrategien und RFID-Technologie analysiert.
6 Auswirkungen der RFID-Technik auf die Supply Chain: Hier werden die Auswirkungen der RFID-Technik auf die einzelnen logistischen Teilbereiche wie Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Entsorgungslogistik dargestellt.
7 Kritische Würdigung des integrierten Supply Chain Managements: Das abschließende Kapitel bewertet die Erkenntnisse über die integrierte Supply Chain und die Notwendigkeit von Change Management.
Schlüsselwörter
Logistik, Supply Chain Management, RFID, Transponder, Kooperationsmanagement, Schnittstellenproblematik, Warenmanagement, Just-in-time, Efficient Consumer Response, Prozessoptimierung, Wal-Mart, Wettbewerbsvorteile, Datenschutz, Barcode, Wertschöpfungskette.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem integrierten Supply Chain Management und der Rolle der RFID-Technologie zur Optimierung logistischer Prozesse unter Berücksichtigung von Schnittstellen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Konzepte des SCM, das Kooperationsmanagement, die Funktionsweise von RFID sowie deren praktische Anwendung und Auswirkung auf die logistische Kette.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch integrierte Prozesse, Kooperationsmanagement und den Einsatz moderner Technologien wie RFID ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienzsteigerung sichern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie Fallstudienbetrachtungen, insbesondere am Beispiel von Wal-Mart, um theoretische Konzepte mit praktischen Anwendungen zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsabgrenzungen, die Untersuchung von Entwicklungen im SCM, eine detaillierte technische Analyse von RFID sowie die Betrachtung konkreter Auswirkungen auf die Supply Chain.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Logistik, Supply Chain Management, RFID-Technologie, Kooperationsmanagement und Prozessoptimierung charakterisieren.
Welche Bedeutung hat das Kooperationsmanagement für die Logistik?
Es dient dazu, die Schnittstellenproblematik innerhalb komplexer Wertschöpfungsketten zu lösen, Transparenz zu schaffen und somit Effizienzverluste sowie Kosten zu reduzieren.
Warum wird RFID als Alternative zum Barcode diskutiert?
Im Gegensatz zum Barcode ermöglicht RFID eine kontaktlose Identifizierung aus größerer Entfernung, bietet eine höhere Speicherkapazität und ist zudem wiederbeschreibbar.
Was sind die größten Bedenken beim Einsatz von RFID?
Die Hauptkritikpunkte liegen in datenschutzrechtlichen Aspekten sowie in ungeklärten Fragen bezüglich der Entsorgung der Transponder als Elektronikschrott.
- Citar trabajo
- Petra Zschietzschmann (Autor), 2005, Integriertes Supply Chain Management und RFID im Logistikmanagement unter Berücksichtigung der Schnittstellenproblematik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49688