Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Die "verlorene" Generation im deutschen Bildungssystem


Hausarbeit, 2018
21 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Arbeit

2. Begriffserläuterung Jugendarbeitslosigkeit
2.1 Entwicklung in Deutschland
2.2 Die Bedeutung von Arbeit in der Jugendphase

3. Die deutsche Bildungspolitik
3.1 (Berufs-) Bildungssystem in Deutschland
3.2 Versagen der Bildungspolitik?

4. Ursachen und Folgen der Jugendarbeitslosigkeit
4.1 Ursachen der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen
4.2 Individuelle Folgen und Konsequenzen
4.3 Gesellschaftliche Folgen und Konsequenzen
4.4 Bedeutung und Auswirkung auf die Soziale Arbeit

5. Instrumente zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit
5.1 Politische Möglichkeiten
5.2 Sozialarbeiterische Möglichkeiten

6. Aktueller Status im Policy-Cycle

7. Schlussfolgerung der Arbeit

8. Literaturverzeichnis

1. Einführung in die Arbeit

Die Beteiligung an der Erwerbsarbeit hat früher, wie auch heute, eine zentrale Stellung in unserem gesellschaftlichen Leben. Die funktionale Stellung von der Erwerbsbeteiligung be­zieht sich auf den ersten Blick hauptsächlich auf die Sicherung des Lebensunterhalts und zur Förderung des Wirtschaftswachstums. Allerdings wirkt sich diese Beteiligung am Ar­beitsmarkt auf weit mehr Bereiche des Lebens aus. Denn auch die gesellschaftliche Stel­lung, wird durch die berufliche Stellung beeinflusst. (vgl. Statistisches Bundesamt, o.S.) Somit hat der Beruf eine integrative Funktion, durch welche eine Integration in die Gesell­schaft erfolgt. Weitergehend resultiert aus dem gesellschaftlichen T eilhaben eine Erhöhung des Gefühls für den eigenen Wert. (vgl. Münch 2014, S.9f) Dementsprechend wirkt sich Arbeitslosigkeit auf weite Bereiche der Lebenswelt der Betroffenen aus, beispielsweise durch den Verlust an Kontakten bzw. sozialen Beziehungen.

Historisch betrachtet gehört seit Ende der 70er-Jahre insbesondere die Arbeitslosigkeit zu den größten sozialen Problemen der Bundesrepublik Deutschland (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2017a, o.S.). In dem aktuellen Jahr 2017 wurden ca. 2,47 Millionen Men­schen als arbeitslos registriert, wobei die genauen Zahlen stetigen Schwankungen unter­liegen. Auffallend ist, dass neben Personen mit Migrationshintergrund und gering qualifi­zierte Personen, auch Jugendliche und junge Menschen, immer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen sind. (vgl. Statista, o.S.) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Quote der Jugenderwerbslosigkeit bei 7,7%. Erschreckend ist dabei, dass Deutschland im Vergleich zu den anderen EU-Staaten die geringste Quote an Erwerbslosen jungen Men­schen aufweist. (vgl. Statistisches Bundesamt 2015, o.S.) In einer statistischen Erhebung von Mai 2017, lag die Jugendarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland bei 6,7% (vgl. Statista, o.S.).

Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit hat nicht nur kurzfristige Auswirkungen auf die Be­troffenen, sondern auch auswirkende Folgen auf die spätere Arbeitssituation derer. Weitere Konsequenzen beziehen sich auf den stetig wachsenden Nachwuchsmangel an Fachkräf­ten, die finanziellen Kosten und auf die längerfristigen Auswirkungen auf die gesetzlichen Rentenkassen. Insbesondere darf nicht vergessen werden, dass junge Menschen ohne be­rufliche Perspektiven und der daraus resultierenden erschwerten gesellschaftlichen In­tegration, beispielsweise viel eher gefährdet sind in die Kriminalität abzugleiten. (vgl. Frank­furter Allgemeine Zeitung 2017, o.S.)

In Bezug dessen stellt sich die Frage, worin die auslösenden Ursachen liegen, dass Ju­gendliche nach ihrem Schul- bzw. Ausbildungsabschluss ohne Ausbildungs- bzw. Arbeits­platz dastehen. Ist es Verschulden der Jugendlichen selbst, oder trägt die Bildungspolitik und das Schulsystem dazu bei, dass junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt „verloren" sind? Zu dem Zweck, dass schon frühzeitig die nicht gewünschte Entwicklung verhindernd bzw. abgemildert wird, ist es notwendig, dass sich bildungspolitisch, wie auch sozialarbei- terisch mit dieser Thematik beschäftigt wird. Angesichts der Auswirkungen, die die einzel­nen Personen, aber auch die Gesellschaft betreffen, steht für die Soziale Arbeit immer mehr das Handlungsfeld Beruf und Bildung im Mittelpunkt. Laut Pantucek besteht die Zielsetzung darin, die Betroffenen durch Motivationsarbeit und Konfliktmanagement hin zu einer mög­lichst selbständigen Lebensführung zu unterstützen. Auch durch Netzwerkarbeit mit Arbeit­gebern, dem Jobcenter und sozialpsychiatrischen Diensten, soll die Lebensqualität der Be­troffenen gefördert werden. (vgl. Peter Pantucek, S.11ff) Aus der Internationalen Definition von Sozialer Arbeit der Federation of Social Workers (IFSW) geht hervor, dass die Soziale Arbeit die Zielsetzung hat, problembehaftende Lebenslagen zu bewältigen, sowie zur Chancengleichheit von benachteiligten Menschen beizutragen und diese erhöhen soll (vgl. Global Definition of Social Work | International Federation of Social Workers, o.S.). Gerade aus dem Grund, dass Erwerbslosigkeit gesellschaftliche und persönliche Probleme und Schwierigkeiten hervorbringt, stehen betroffene Personen oft vor existentielle Herausforde­rungen, wie sie auch Gegenstand der sozialpädagogischen Tätigkeiten sind. Insbesondere ist aber auch zu beachten, dass auch der Staat und die Gesellschaft Verantwortung bezüg­licher dieser Thematik tragen.

Vor diesem Hintergrund soll nun eine differenziertere Auseinandersetzung mit der Jugend­arbeitslosigkeit, deren Ursachen und Folgen, und der Verantwortung von Politik und Sozi­aler Arbeit erfolgen. Bezüglich des Aufbaues der vorliegenden Seminararbeit kommt es zu­nächst zu einer genauen Bestimmung des Begriffs der Jugendarbeitslosigkeit und wie sich diese in den letzten Jahren entwickelt hat. Anschließend erfolgt eine Vorstellung der ge­setzlichen Rahmenbedingungen und die Beleuchtung des deutschen Bildungssystems. Nach der Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen der Jugendarbeitslosigkeit erfolgt ein Überblick über die Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit von Jugend­lichen. Den Abschluss der Seminararbeit bildet das Fazit.

2. Begriffserläuterung Jugendarbeitslosigkeit

In Anknüpfung an den allgemeinen arbeitslosen Begriff, ist der- oder diejenige arbeitslos, wer keine vergütete Erwerbstätigkeit hat. Gesetzlich ist Arbeitslosigkeit in § 16 Absatz 1 SGB III definiert. Dort heißt es:

„Arbeitslose sind Personen, die beim Anspruch auf Arbeitslosengeld

1. vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen,
2. eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und dabei den Vermittlungs­bemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und
3. sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. “ (Bundesagentur für Arbeit, o.S.)

Für die Bezeichnung der Jugendarbeitslosigkeit gibt es in der bestehenden Literatur keine allgemeingültige Definition. Daher erfolgt die begriffliche Bestimmung meist durch die Fest­legung der Altersgrenze von 15 bis 24 Jahren. (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2017c, o.S.). Weitergehend muss bei dieser Eingrenzung allerdings beachtet werden, dass diese eventuell Schwierigkeiten birgt, da für den Berufseinstieg kein Maßstab herangezo­gen werden kann. Eine allgemeine Orientierung bietet zwar die gesetzliche Verpflichtung die Schule zu besuchen, welche aber nicht den genauen Eintritt in das Erwerbsleben vor­gibt. Denn durch verlängerte Studienzeiten, Auslandsaufenthalte oder Freiwillige Soziale Tätigkeiten kann sich die Aufnahme einer Erwerbsarbeit verzögern.

2.1 Entwicklung in Deutschland

Wie in Kapitel 1 bereits erwähnt, zählt die Arbeitslosigkeit im generellen seit Ende der 70er- Jahre in Deutschland als im Mittelpunkt stehendes Problem von Politik, Gesellschaft und anderen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen. Zeitgleich nahm auch die Zahl der Ju­gendlichen Erwerbslosen zu.

Beleuchtet man die Heranbildung der Erwerbslosigkeit von jungen Menschen in Deutsch­land, ist die auffallende Aufwärtsbewegung der Zahlen Anfang bis Mitte der 80er-Jahre zu beachten. Anfang der 80er, im Jahr 1983, lag die Anzahl der erwerbslosen Personen im Jugendalter bei 623.300. In erster Linie ist der Anstieg dadurch zu erklären, dass in diesem Jahr die Jahrgänge, die eine hohe Geburtenzahl aufwiesen, im arbeitsfähigen Alter waren. (vgl. Deutsches Jugendinstitut, o.S.) Im Jahr 1964 lag die Geburtenzahl bei ungefähr 1,4 Millionen geborene Kindern (vgl. Statistisches Bundesamt, S.6). Dadurch, dass der Stellen­markt an Ausbildungsplätzen nicht für eine solch hohe Nachfrage ausgerichtet war, stieg die Arbeitslosenzahl stetig an. Aufgrund der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung 1980, kam es zu einer gleichmäßigen Verminderung der erwerbslosen Jugendlichen auf ca. 250.000, welche bis in das Jahr 1991 anhielt. Allerdings folgte in den Jahren 1992 bis 1997, wie auch in der Zeitspanne von 2000 bis 2004, eine weitere Zunahme der Zahl der Jugend­arbeitslosen. Bei der Auswertung und Betrachtung der statistisch erhobenen Daten gilt zu beachten, dass nur die arbeitslosen Jugendlichen in die Statistik aufgenommen wurden, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit als erwerbslos gemeldet haben. (vgl. Deutsches Jugendinstitut, o.S.). Gegenwärtig beträgt die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland 217.252. Die höchste Arbeitslosenzahl ist in Nordrhein-Westfalen zu verzeich­nen, wo 61.931 Jugendliche erwerbslos sind. Das Bundesland mit der niedrigsten Arbeits­losenzahl an jungen Menschen zwischen 15 und 24 ist das Saarland (2.742). (vgl. Statista, o.S.)

2.2 Die Bedeutung von Arbeit in der Jugendphase

Der Begriff der Jugend bzw. der Jugendphase wird

„als eine Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenheit und als eine be­stimmte Altersphase in einer Spanne zwischen 13 und ca. 25 Jahren bezeichnet (...), wobei die Ränder dieser Spanne sehr unscharf sind.“ (Zimmermann 2006, S.155)

Bei dieser begrifflichen Definition ist allerdings zu beachten, dass die genannte Alters­grenze keineswegs ein verlässlicher Maßstab für die Phase der Jugend ist. Denn beispiels­weise kann ein nach dem Alter zugehörigen Jugendlicher mit 25 Jahren schon seit länge­rem einer Erwerbsarbeit nachgehen und eine Familie gegründet haben, wonach er eher zu dem Status der Erwachsenen zuzuordnen wäre. Demgegenüber kann ein Gleichaltriger genauso noch im familiären Haushalt wohnen und sich in der Ausbildung befinden. (vgl. Zimmermann 2006, S.155). Die Phase der Jugend ist fast vollständig durch Wissensaneig­nung bestimmt. Dieser Abschnitt des Lebens ist des Weiteren gekennzeichnet durch die Formbarkeit der Persönlichkeit und der Entwicklung der innewohnenden Kraft und persön­lichen Möglichkeiten. (vgl. Wahler/Tully/Preiss 2008, S.23)

Die Erwerbsarbeit als Sozialisationsinstanz in der Jugendphase trägt entscheidend zu der Entwicklung und Entfaltung sowie Verfestigung und Veränderung individueller Persönlich­keitsstrukturen bei. Diese trägt nicht nur dazu bei, dass sich fachliche Qualifikationen an­geeignet werden, sondern auch wichtige Erfahrungen, die sich auf die gesamte Entwicklung der Persönlichkeit auswirken. Weitergehend findet eine Eingliederung in das soziale gesell­schaftliche System statt. (vgl. Lempert 2002, S.186ff.)

3. Die deutsche Bildungspolitik

Die Bedingungen, die den äußeren Rahmen für das Bildungswesen abstecken, werden in bedeutendem Maße von der Bildungspolitik bestimmt. Allerdings unterliegt die deutsche Schul- und Bildungspolitik laut dem Grundgesetzt der Kulturhoheit der Bundesländer. Dem­gemäß besteht innerhalb Deutschland ein Unterschied bezüglich der Schulsysteme. Dieser benannte föderalistische Grundsatz führt seit langen zu umstritten Diskussionen. Vor allem hat die Veröffentlichung der ersten PISA-Studie im Jahr 2001 Deutschland erschüttert und starke Zweifel an dessen Bildungssystem hervorgebracht. (vgl. Hepp 2011, S.166ff)

Um der Frage nachzugehen, wie es zu einer „verlorenen Generation“ im (Berufs-) Bildungs­system in Deutschland kommen kann, wird dieses System im Folgenden näher betrachtet.

3.1 (Berufs-) Bildungssystem in Deutschland

Im Zusammenhang mit dem (Berufs-) Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland, muss auch die Bedeutung der schulischen Bildung und das duale System der Berufsaus­bildung betrachtet werden. Gerade die Bedeutung der schulischen Bildung liegt sehr hoch, denn dort findet die erste Qualifizierung für die spätere Erwerbsarbeit statt. Falls Schulab­gänger den stetig steigenden Qualitätsanforderungen, die das Arbeitsleben stellt, nicht ge­wachsen sind, besteht die Gefahr der Ausgrenzung aus dem Arbeitsleben. Um allen Schü­lern und Schülerinnen ein allgemeines Bildungsniveau zu garantieren, ist der Schulbesuch in Deutschland gesetzlich verpflichtend. Schulkinder ab 6 Jahren sind bis zum 18. Lebens­jahr schulpflichtig, wobei auch die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten dafür Sorge tra­gen, dass dies eingehalten wird. (vgl. Dunkake 2010, S.25) Die gesetzliche Grundlage be­ruht in Baden-Württemberg auf dem Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG). In Para­graf § 72 ist die Schulpflicht und die Pflichten der Schüler gesetzlich geregelt.

Aufgrund dieser gesetzlichen Regelung müsste theoretisch davon ausgegangen werden, dass alle Kinder und Jugendliche die Schule bzw. Berufsschule besuchen und diese mit einem Schulabschluss abschließen. Trotz alledem gibt es immer häufiger Schüler, die von vorherrschenden gesellschaftspolitischen „Bildungskarrieren“ abweichen. Schulischer Misserfolg wird meist in der Gesellschaft als nicht erwünscht und problembehaftet angese­hen. (vgl. Roßbach/Prenzel/Rauschenbach 2008, S.345) In Anbetracht dieser Tatsache ist auch die Betrachtung des sozioökonomischen Status der Schüler von Bedeutung. Kinder, die einem niedrigen sozialen Status angehören, haben immer noch Schwierigkeiten einen hohen Bildungsabschluss zu erreichen, wie diejenigen die einer höheren gesellschaftlichen Schicht zugehörig sind. (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2017d, o.S.) „In Deutsch­land verlässt auch heute jede zehnte Schulabgängerin bzw. jeder zehnte Schulabgänger die Schule ohne einen Hauptschulabschluss.“ (Becker 2011, S.411). Aufgrund dessen tritt die Dringlichkeit immer stärker in den Vordergrund, das System der Bildung so weit umzu­strukturieren, dass kein Schüler in diesem verloren geht und die Chancengleichheit ausge­baut wird.

Nachdem idealerweise die ersten zwei Stufen des deutschen Schulsystems abgeschlossen wurden, folgt eine Berufsausbildung bzw. ein Studium. Gerade in Deutschland ist das Duale System der Berufsausbildung oft vorzufinden, wobei das Bildungs- und Beschäftigungssys­tem eng miteinander verwoben sind. Der fachtheoretische und allgemeine Bildungsteil wird von Seiten der Berufsschule übernommen, die fachpraktische Bildung erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb. Diese Art der Berufsausbildung hat viele Vorteile im Vergleich zu einer rein schulischen Ausbildung, wie Praxisbezug und Übernahmechancen. Allerdings ist für die Aufnahme einer solchen Ausbildung ein Bildungsabschluss Voraussetzung. Allerdings richten sich die angebotenen Ausbildungsstellen meist nach den konjunkturellen Entwick­lungen, wodurch es zu einem Mangel an betrieblichen Ausbildungsplätzen kommen kann. (vgl. Reith 2015, S.122ff) Tritt ein solches Mangelangebot ein, haben Jugendliche die einen niedrigen Schulabschluss besitzen, erschwerte Chancen eine Lehrstelle zu erhalten. Auf­grund dessen, kommt es in vielen Fällen zu einer Inanspruchnahme von Übergangsprojek­ten und arbeitsmarktpolitisch finanzierten Maßnahmen der Beschäftigung bzw. Qualifizie­rung. Allerdings sind solche beruflichen Maßnahmen teilweise auch negativ behaftet. (vgl. Hunkler 2014, S.24ff)

3.2 Versagen der Bildungspolitik?

Die Kontroversen, die im Zuge der Auseinandersetzung mit dem deutschen Bildungssys­tem immer deutlicher in den Vordergrund getreten sind, waren das jeder Mensch ein Recht auf Bildung hat, welche ihn in seiner individuellen Persönlichkeitsentwicklung stärken soll. Im Gegensatz stehen dazu verschiedene empirische Studien, welche darauf hinweisen, dass in Bezug auf Bildung ein hohes soziales Gefälle besteht. (vgl. Bundeszentrale für po­litische Bildung 2017b, o.S.) Diese Tatsache wird unteranderem durch die Ergebnisse der 14. Shell-Studie bestätigt. Weitergehend geht aus der 17. Shell-Jugendstudie hervor, dass ca. 22% der Jugendlichen, aufgrund eines nicht vorhandenen bzw. mangelhaften Schulab­schluss, kein Ausbildungsverhältnis aufnehmen können.

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Details

Titel
Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Die "verlorene" Generation im deutschen Bildungssystem
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, Horb, früher Berufsakademie Stuttgart; Horb
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V496953
ISBN (eBook)
9783346011961
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jugendarbeitslosigkeit, deutschland, generation, bildungssystem
Arbeit zitieren
Laura Gruhn (Autor), 2018, Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Die "verlorene" Generation im deutschen Bildungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496953

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