In der vorliegenden Arbeit soll das Prinzip Management by Objectives näher betrachtet waren. Es sollen Funktion und Wirkung von Zielvereinbarungen beleuchtet werden und deren Bedeutung innerhalb des Mangement by Objectives aufgezeigt werden. Schließlich wird anhand zweier Beispielfälle beurteilt, ob "Führen durch Zielvereinbarungen" in Gesundheitseinrichtungen sinnvoll möglich ist.
Vor dem Hintergrund steigenden finanziellen Drucks mit geringerer Planungssicherheit bei sich änderndem Rechtsrahmen sowie wachsendem Verdrängungswettbewerb und angespannter Arbeitsmarktsituation kommen innovative Führungskonzepten, zum Beispiel in Verbindung mit leistungsorientierten Vergütungskomponenten durch den neuen Tarifvertrag öffentlicher Dienst, eine wichtige Rolle für die Positionierung von Krankenhäusern zu.
Das Prinzip Führung durch Ziele hat als Managementkonzept in vielen Unternehmen bereits heute Einzug gefunden und stellt einen festen Bestandteil des Wirtschaftslebens dar. Zielvereinbarungen finden sich als Instrument im Rahmen von Balanced Score Cards, Benchmarking-Prozessen, Innovationsmanagement, Qualitätsmanagement sowie, nicht zuletzt, bei dem wahrscheinlich bekanntesten Konzept: Management by Objectives.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Führen durch Zielvereinbarungen in Gesundheitseinrichtungen
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Management by Objectives
2.1.2 Funktionsweise und Wirkungen von Zielvereinbarungen
2.1.3 Bedeutung von Leistungsprämien
2.2 Übertragbarkeit auf das Gesundheitswesen
3. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Führungskonzept "Management by Objectives" sowie dessen Anwendungspotenzial und Sinnhaftigkeit im Kontext von Gesundheitseinrichtungen unter Berücksichtigung moderner Anreizsysteme.
- Grundlagen des Konzepts "Management by Objectives"
- Funktionsweise und Implementierung von Zielvereinbarungen
- Integration von Leistungsprämien als Steuerungsinstrument
- Analyse der Übertragbarkeit industrieorientierter Führungsmethoden auf Krankenhäuser
- Bewertung der Sinnhaftigkeit durch Praxisbeispiele aus dem Gesundheitswesen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Management by Objectives
Management by Objectives (deutsch: Führen über Zielvereinbarungen) stellt eine betriebswirtschaftliche Methode zur Führung von Mitarbeitern eines Unternehmens dar. Management by Objektives stammt ursprünglich aus der angloamerikanischen Führungspraxis und geht auf die theoretischen Arbeiten von Peter F. Drucker, Douglas M. McGregor und George S. Odiorne zurück. Sie wurde maßgeblich in den 1960er und 1970er Jahren vom US-amerikanischem Ökonomen Peter F. Drucker ursprünglich für industrielle Betriebe etabliert. Dieser Ansatz setzt verselbstständigte Untereinheiten voraus und will diese durch Abschluss von Zielvereinbarungen (Kontrakten) zwischen Organisationsleitung und den Subeinheiten steuern.
Den Beschäftigten kommen hierbei weite Mitspracherechte bei der Festlegung dieser Zielvereinbarungen und der Gestaltung des Weges zur Erreichung zu. Management by Objectives setzt voraus, dass die Interessen der Mitarbeiter und des Betriebsrates ernst genommen werden und ihnen ein adäquater Entscheidungs- und Handlungsspielraum eingeräumt wird.
In der Praxis wird ein dreischrittiges Vorgehen mit Zielbildung, Festlegung von Maßnahmen und Maßnahmenumsetzung gewählt. Management by Objectives umfasst einen iterativen Prozess, der durch regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich zur Leistungsbewertung die Arbeitsabläufe überwacht und im Sinne einer kontinuierlichen Optimierung verfolgt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den steigenden finanziellen Druck und den Wettbewerb im Gesundheitssektor als Ausgangslage für die Einführung innovativer Führungsinstrumente.
2. Führen durch Zielvereinbarungen in Gesundheitseinrichtungen: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des "Management by Objectives", die methodische Gestaltung von Zielvereinbarungen und deren finanzielle Anreize sowie die spezifische Übertragbarkeit auf klinische Strukturen.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Methoden aus der Industrie trotz notwendiger Anpassungen für das Gesundheitswesen nutzbar sind und besonders in Verbindung mit leistungsgerechter Vergütung neue Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Schlüsselwörter
Krankenhausmanagement, Zielvereinbarungen, Management by Objectives, Personalmanagement, Leistungsprämie, Führungsinstrumente, Gesundheitswesen, Zielerreichung, Variable Vergütung, Wirtschaftlichkeit, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, Anreizsysteme, Mitarbeiterorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Anwendung von betriebswirtschaftlichen Führungsmethoden, speziell des "Management by Objectives", im Krankenhauswesen.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Personalmanagement, Führung durch Ziele, leistungsgerechte Vergütung und die strategische Neuausrichtung von Kliniken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beurteilung der Sinnhaftigkeit von "Führen durch Zielvereinbarungen" in Gesundheitseinrichtungen anhand theoretischer Konzepte und praktischer Beispiele.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse von Begleitstudien sowie Praxisbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil definiert das "Management by Objectives", erklärt die SMART-Zieldefinition, beschreibt die Rolle von Leistungsprämien und diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung im Krankenhaus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zielvereinbarungen, Krankenhausmanagement, Anreizsysteme und Leistungsvergütung beschreiben.
Warum ist eine "schriftliche Fixierung" von Zielen in Krankenhäusern laut der Arbeit so wichtig?
Die Arbeit zeigt anhand eines Fallbeispiels auf, dass ohne schriftliche Dokumentation die konsequente Verfolgung der angestrebten Ziele oft ausbleibt.
Inwiefern beeinflusst der neue Tarifvertrag im öffentlichen Dienst die Thematik?
Die Arbeit betont, dass die Ablösung alter Tarifverträge durch Elemente leistungsgerechter Vergütung erst die notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen für variable Vergütungsmodelle in Kliniken geschaffen hat.
Welche Rolle spielt die Dezentralisierung für den Erfolg der Führungsmethode?
Die Dezentralisierung von Kompetenzen auf Abteilungs- und Stationsniveau ist laut Arbeit eine Voraussetzung, um Abteilungen als Ergebniszentren zu führen und integrierte Teamstrukturen aufzubauen.
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- Manuel Anhold (Author), 2007, Operatives Krankenhausmanagement. Führungskonzepte auf Basis von Zielvereinbarungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497111