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Die Verletzung der Menschenwürde durch sexuelle Gewalt. Physische, psychische und soziale Folgen für betroffene Frauen

Titel: Die Verletzung der Menschenwürde durch sexuelle Gewalt. Physische, psychische und soziale Folgen für betroffene Frauen

Hausarbeit , 2019 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Emily Ochmann (Autor:in), Henrike Garbe (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit geht der Frage nach, welche tiefgreifenden Folgen sexuelle Gewalt für das Leben von jungen Frauen hat, und wie genau dabei, auf empirischer und philosophischer Basis, die Menschenwürde der opfer verletzt wird.

Dazu werden zunächst die Begriffe der Menschenwürde, der Gewalt allgemein und der sexuellen Gewalt definiert, bevor die erlittenen Veränderung körperlicher, psychischer und sozialer Art der Opfer anschließend näher betrachtet werden. Dabei wird auch die Rolle der Täter und deren oft stereotype Charakterisierung angesprochen.

Im Schlußteil werden dann die präsentierten Argumente nochmals zusammengefasst und ein abschließendes Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Menschenwürde

2.1. Der Begriff der Menschenwürde

2.2. Verletzung der Menschenwürde

2.3. Erniedrigung und Selbstachtung

3. Gewalt

3.1. Ausmaße der Gewalt

3.2. Ursachen und Hintergründe

3.3. Hilfe- und Beratungsstellen

4. Häusliche Gewalt

4.1. Beziehungsverhältnisse

4.2. Der Gewaltkreislauf

5. Sexuelle Gewalt

5.1. Rechtliche Aspekte

5.2. Vergewaltigungsarten

5.3. Forschungsergebnisse

6. Folgen für die Opfer sexueller Gewalt

6.1. Körperliche Folgen

6.2. Psychische Folgen

6.3. Soziale Folgen

7. Die Täter

7.1. Täteranalyse

7.2. Charakterisierung der Täter

8. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwiefern sexuelle Gewalt gegen junge Frauen die Menschenwürde der Opfer verletzt. Dabei wird analysiert, ob diese intuitive Annahme auf empirischen und philosophischen Tatsachen beruht, wobei körperliche, psychische und soziale Folgen der Gewalt sowie die Rolle der Täter beleuchtet werden.

  • Grundlagen der Menschenwürde und ihrer Verletzbarkeit
  • Strukturelle Analyse von häuslicher und sexueller Gewalt
  • Untersuchung der langfristigen körperlichen und psychischen Folgen für Opfer
  • Analyse von Täterprofilen und Erklärungsmodellen für gewaltsames Handeln
  • Darstellung von Hilfsangeboten und dem Gewaltkreislauf

Auszug aus dem Buch

6.2. Psychische Folgen

Die unmittelbaren psychischen Reaktionen einer Frau, welche einen sexuellen Übergriff erlitten hat, reichen von starken Emotionen wie Scham, Wut, intensiver Angst, Hilflosigkeit oder Schuldgefühlen, bis hin zu Symptomen wie Desorientierung, (Teil-) Amnesie, Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten, übermäßige Schreckreaktionen oder belastende Erinnerungsattacken an den Übergriff. Ebenso kann eine sexueller Gewaltakt auf der psychischen Verletzungsebene Folgen nach sich ziehen, welche die Gesundheit des Opfers nicht nur unmittelbar nach einer Vergewaltigung, sondern einige Zeit oder sogar ein Leben lang einschränken können. Nicht selten leiden Betroffene nachhaltig unter Depressionen, Angststörungen, Medikamenten-, Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

Der Grund dafür ist nach Meinung einiger AutorInnen ein spezifisches Moment des sexuellen Übergriffes: Die Opfer sind einer zumindest subjektiv lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt. Sie müssen um ihr Leben fürchten und empfinden dementsprechend eine besondere Art der Angst: Todesangst. Heynen verweist darauf, dass für „das individuelle Erleben“ der Vergewaltigungssituation vor allem die empfundene „Todes-/Angst, so wie die erlebte Hilflosigkeit und Erniedrigung“ entscheidend seien. Eine Verarbeitung unmittelbar nach einem sexuellen Angriff ist aufgrund der Todesnähedynamik häufig nicht möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz von häuslicher und sexueller Gewalt sowie Definition der zentralen Forschungsfrage zur Verletzung der Menschenwürde.

2. Die Menschenwürde: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Menschenwürde, ihrer rechtlichen Einordnung sowie der Definition von Erniedrigung und Selbstachtung.

3. Gewalt: Definition des Gewaltbegriffs im sozialen Nahraum, Analyse der gesellschaftlichen Verbreitung und Vorstellung von Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.

4. Häusliche Gewalt: Untersuchung der Beziehungsdynamiken bei häuslicher Gewalt und detaillierte Darstellung des psychologischen Gewaltkreislaufs.

5. Sexuelle Gewalt: Rechtliche Einordnung von Vergewaltigung, Differenzierung verschiedener Gewaltformen und Auswertung aktueller Forschungsergebnisse und Dunkelziffern.

6. Folgen für die Opfer sexueller Gewalt: Detaillierte Analyse der schwerwiegenden körperlichen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen, die bei Opfern auftreten können.

7. Die Täter: Analyse der Hintergründe von Täterverhalten, Untersuchung von Vorurteilen sowie Vorstellung verschiedener theoretischer Hypothesen zur Gewaltentstehung.

8. Abschlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der These, dass sexuelle Gewalt die Menschenwürde durch Zwang und Entzug der Selbstbestimmung verletzt.

Schlüsselwörter

Sexuelle Gewalt, Häusliche Gewalt, Menschenwürde, Opferhilfe, Täteranalyse, Gewaltkreislauf, Posttraumatische Belastungsstörung, Selbstachtung, Vergewaltigung, Erniedrigung, Trauma, Soziale Arbeit, Machtverhältnisse, Geschlechterforschung, Gewaltprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem hochaktuellen Thema der sexuellen und häuslichen Gewalt gegen Frauen und untersucht, inwiefern diese Taten als direkte Verletzung der Menschenwürde zu bewerten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die theoretischen Grundlagen der Menschenwürde, die psychologischen und sozialen Auswirkungen auf Opfer, die Dynamik von Gewaltbeziehungen und verschiedene Erklärungsmodelle für Täterverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, auf Basis fachwissenschaftlicher Literatur zu begründen, dass sexuelle Gewalt den Opfern nicht nur körperlichen Schaden zufügt, sondern durch Zwang und Manipulation grundlegend in ihre Menschenwürde eingreift.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Fachliteratur, Studien und rechtswissenschaftlicher Definitionen zu den Themen Gewalt und Menschenwürde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Gewalt und Menschenwürde, die Analyse der Folgen für Opfer (körperlich, psychisch, sozial), die Betrachtung von Täterrollen und die Erläuterung von Entstehungsursachen für Gewalttaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sexuelle Gewalt, Menschenwürde, Gewaltkreislauf, Posttraumatische Belastungsstörung, Opferhilfe und die Analyse der Täterstrukturen.

Wie unterscheidet sich die häusliche von der sexuellen Gewalt laut der Autorin?

Obwohl es Überschneidungen gibt, betont die Arbeit, dass häusliche Gewalt oft durch langfristige Macht- und Beziehungsdynamiken geprägt ist, während sexuelle Gewalt primär die sexuelle Selbstbestimmung und den persönlichen Intimbereich verletzt.

Warum ist das Dunkelfeld bei sexueller Gewalt so problematisch für die Forschung?

Das Dunkelfeld ist problematisch, da viele Straftaten nicht angezeigt werden und sexuelle Gewalt, insbesondere im intimen Umfeld, häufig mit Scham und Tabuisierung verbunden ist, was die empirische Erfassung erschwert.

Welche Rolle spielt die Selbstachtung bei einer Menschenwürdeverletzung?

Die Arbeit argumentiert, dass eine Verletzung der Menschenwürde bei den Opfern zu einem massiven Verlust der Selbstachtung führt, da sie ihre Fähigkeit zur Selbstdefinition und ihren autonomen Lebensentwurf verlieren.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verletzung der Menschenwürde durch sexuelle Gewalt. Physische, psychische und soziale Folgen für betroffene Frauen
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Leipzig
Note
1,3
Autoren
Emily Ochmann (Autor:in), Henrike Garbe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
37
Katalognummer
V497143
ISBN (eBook)
9783346015907
ISBN (Buch)
9783346015914
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verletzung menschenwürde gewalt physische folgen frauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Emily Ochmann (Autor:in), Henrike Garbe (Autor:in), 2019, Die Verletzung der Menschenwürde durch sexuelle Gewalt. Physische, psychische und soziale Folgen für betroffene Frauen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497143
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Leseprobe aus  37  Seiten
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