Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Die Musik als konstruktives Instrument zur Selbstbestimmung in der Jugendarbeit

Title: Die Musik als konstruktives Instrument zur Selbstbestimmung in der Jugendarbeit

Term Paper , 2012 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Schönfeldt (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit skizziert durch einen theoretischen Querschnitt aus sozialpädagogischen Rahmenbedingungen, bildungstheoretischen Einflüssen, nachhaltigkeitswissenschaftlichen und psychologischen Theorieentwürfen das Thema der (sozial-)nachhaltigen Dimension anhand der psychologischen Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung innerhalb der außerschulischen Jugendarbeit anhand der Gründung einer Band in einem Jugendzentrum. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Theorie Banduras (Selbstwirksamkeitserfahrung) innerhalb der außerschulischen Jugendarbeit eine mögliche Zielsetzung für die Konzeption eines Jugendzentrums relevant sein könnte. Eine, damit verwobene, Fragestellung ist zudem, inwiefern die theoretischen Ansätze eine sozial-nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung bei benachteiligten Jugendlichen hat.

Die Verknüpfung mit der Musik dient lediglich als Anwendungsmöglichkeit und als Exemplarik für eine mögliche Realisierung der Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung innerhalb der sozialpädagogischen Praxis. Auf eine politische, sowie historische Skizzierung ist in Anbetracht des vorgegeben Rahmens verzichtet worden, da eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Komplex der Selbstwirksamkeitserfahrung als zielführender erschien. Nichtsdestotrotz ist die historische und politische Dimension der außerschulischen Jugendarbeit ständig ein kontextgebender Bezugspunkt.

Jugendliche aus (sozial) benachteiligten Milieus sind ein wesentlicher Bestandteil des Klientels von Jugendzentren. Die außerschulische Jugendarbeit sieht sich also häufig mit Menschen konfrontiert, die in prekären Lebensverhältnissen aufwachsen. Aus diesen Lebensverhältnissen lassen sich Problemlagen herleiten, die unter anderem auf das Selbstbild der Jugendlichen einwirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. AUßERSCHULISCHE JUGENDARBEIT – PROBLEME DER ARBEITSBEGRIFFSBESTIMMUNG

2.1 RECHTLICHE GRUNDLAGEN DER AUßERSCHULISCHEN JUGENDARBEIT

2.2 DAS KLIENTEL DER OFFENEN JUGENDARBEIT

3. SOZIALE DIMENSION VON NACHHALTIGKEIT AUßERSCHULISCHER JUGENDARBEIT – EINE ANNÄHERUNG AN DEN ARBEITSBEGRIFF

4. SELBSTBESTIMMUNGS- UND MITBESTIMMUNGSFÄHIGKEIT ALS MÖGLICHE ASPEKTE DER SELBSTWIRKSAMKEITSERFAHRUNG

4.1 SELBSTWIRKSAMKEITSÜBERZEUGUNG

5. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung nach Bandura als konzeptioneller Ansatz für die außerschulische Jugendarbeit, insbesondere bei benachteiligten Jugendlichen, dienen kann, um soziale Nachhaltigkeit zu fördern.

  • Grundlagen und Definitionsproblematiken der außerschulischen Jugendarbeit
  • Die soziale Dimension von Nachhaltigkeit in pädagogischen Kontexten
  • Selbstbestimmung und Mitbestimmung als pädagogische Ziele
  • Banduras Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung in der Praxis
  • Musik als Medium zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Partizipation

Auszug aus dem Buch

4.1 Selbstwirksamkeitsüberzeugung

Die Teilnahme an einem regulären Prozess, wie er im zukünftigen Leben eine Rolle einnehmen kann, bewirkt, dass Jugendliche ein positives Selbstbild erlangen, dass aufgrund biografischer Einflüsse bisher nur geringfügig entwickelt worden ist. Weiterhin beeinflussen positive Eindrücke das Denken, Fühlen und Handeln. Wenn ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin davon überzeugt ist, eine Tätigkeit zu bewältigen (z. B. das Üben eines Musikstücks), dann wird er/sie weniger Probleme bei der Lösung dieser Aufgabe haben, als eine Person, die sich der Aufgabe nicht sicher ist. Das Erlangen von Selbstwirksamkeitsüberzeugung ist, neben der Einschätzung über die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit, ein zentraler Ansatzpunkt, um eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung der Jugendlichen zu erreichen.

Die Selbstwirksamkeitserwartung erfolgt, nach Brockmeyer und Edelstein, anhand langanhaltender positiver Erfahrungen und der Suche nach dem Grund für das Gelingen einer Tätigkeit (Ursachenattribution). Dabei legen die Autoren drei mögliche Dimensionen für den Prozess der Ursachenattribution fest: „Die Lokation der Kontrolle. Das bedeutet, die Person trifft ein Urteil darüber, ob die Ursachen für das Ereignis in ihr selbst oder außerhalb von ihr angesiedelt ist. [...] Die Stabilität drück aus, ob es sich bei der Ursache eines Ereignisses um Zufall handelt oder um wiederkehrende Gründe [...]. Die Kontrollierbarkeit gibt an, inwieweit die Person glaubt, das Ereignis durch ihr eigenes Zutun verursacht zu haben und insofern Kontrolle darüber ausüben kann“ (Brockmeyer/Edelstein 1997, S.17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert das Forschungsfeld der benachteiligten Jugendlichen in der außerschulischen Jugendarbeit und führt in die Fragestellung zur Anwendung der Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung ein.

2. AUßERSCHULISCHE JUGENDARBEIT – PROBLEME DER ARBEITSBEGRIFFSBESTIMMUNG: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Schwierigkeit, den Begriff der Jugendarbeit aufgrund seiner Vielschichtigkeit und diffusen Abgrenzung genau zu bestimmen.

2.1 RECHTLICHE GRUNDLAGEN DER AUßERSCHULISCHEN JUGENDARBEIT: Der Abschnitt erläutert die gesetzliche Verankerung der Jugendarbeit im § 11 SGB VIII und leitet daraus die pädagogischen Handlungsaufträge ab.

2.2 DAS KLIENTEL DER OFFENEN JUGENDARBEIT: Hier wird die Zielgruppe der Jugendarbeit definiert, wobei ein besonderer Fokus auf benachteiligten Jugendlichen und deren spezifischen Lebenslagen liegt.

3. SOZIALE DIMENSION VON NACHHALTIGKEIT AUßERSCHULISCHER JUGENDARBEIT – EINE ANNÄHERUNG AN DEN ARBEITSBEGRIFF: Das Kapitel verknüpft das Konzept der sozialen Nachhaltigkeit mit den Zielen der Jugendarbeit und betont die Bedeutung von Partizipation.

4. SELBSTBESTIMMUNGS- UND MITBESTIMMUNGSFÄHIGKEIT ALS MÖGLICHE ASPEKTE DER SELBSTWIRKSAMKEITSERFAHRUNG: Es wird analysiert, wie pädagogische Grundfähigkeiten zur Selbstwirksamkeit beitragen und somit Bildungsprozesse unterstützen können.

4.1 SELBSTWIRKSAMKEITSÜBERZEUGUNG: Dieser Abschnitt vertieft die psychologische Perspektive auf die Selbstwirksamkeitserwartung und ihre Bedeutung für das Handeln der Jugendlichen.

5. AUSBLICK: Der Ausblick fasst das Potenzial der theoretischen Überlegungen für die sozialpädagogische Praxis zusammen und gibt Anstöße für die Integration in künftige Konzepte.

Schlüsselwörter

Außerschulische Jugendarbeit, Selbstwirksamkeit, soziale Nachhaltigkeit, Partizipation, Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Bandura, benachteiligte Jugendliche, Identitätsbildung, Bildungstheorie, Jugendzentrum, Musikpädagogik, Sozialisation, SGB VIII, Kompetenzaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendung der psychologischen Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung von Albert Bandura im Kontext der außerschulischen Jugendarbeit, um die soziale Nachhaltigkeit und persönliche Entwicklung benachteiligter Jugendlicher zu fördern.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Jugendarbeit, die soziale Dimension von Nachhaltigkeit, psychologische Selbstwirksamkeitskonzepte sowie Partizipationsmöglichkeiten innerhalb von Jugendzentren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, theoretisch zu begründen, wie durch eine gezielte Förderung von Selbstwirksamkeitserfahrungen – exemplifiziert durch die Gründung einer Band – die Identitätsbildung und Autonomie benachteiligter Jugendlicher gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung und Skizzierung anhand sozialpädagogischer und psychologischer Fachliteratur, um die Anwendbarkeit von Modellen auf die Praxis zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen und begrifflichen Grundlagen der Jugendarbeit, verknüpft diese mit dem Nachhaltigkeitsbegriff und erarbeitet, wie Selbstbestimmungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit als pädagogische Ziele erreicht werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Außerschulische Jugendarbeit, Selbstwirksamkeit, Partizipation, Soziale Nachhaltigkeit, Benachteiligung und Selbstbestimmung.

Warum wird gerade die Musik als Beispiel zur Realisierung herangezogen?

Musik dient als konkrete Anwendungsmöglichkeit, da sie gemeinsame Entscheidungsprozesse erfordert, sofortiges Feedback liefert und durch das gemeinsame Musizieren in einer Band individuelle Kompetenzen direkt erfahrbar macht.

Welche Rolle spielt die "Ursachenattribution" bei der Selbstwirksamkeit?

Die Ursachenattribution nach Brockmeyer und Edelstein ist entscheidend, damit Jugendliche lernen, den Erfolg ihrer Tätigkeit (z.B. das Beherrschen eines Musikstücks) auf ihr eigenes Zutun (internale Kontrolle) und ihre eigenen Fähigkeiten zurückzuführen.

Inwieweit ist der Begriff der "Jugendarbeit" problematisch?

Der Begriff ist diffus, da er aufgrund verschiedener Akteure, Zielsetzungen und Überschneidungen mit anderen Bildungsbereichen (wie Schule) nur schwer exakt und einheitlich definiert werden kann.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Die Musik als konstruktives Instrument zur Selbstbestimmung in der Jugendarbeit
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,7
Author
Christoph Schönfeldt (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V497315
ISBN (eBook)
9783346018014
ISBN (Book)
9783346018021
Language
German
Tags
musik instrument selbstbestimmung jugendarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Schönfeldt (Author), 2012, Die Musik als konstruktives Instrument zur Selbstbestimmung in der Jugendarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497315
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint