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Das Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz und deren Faktoren innerhalb des Schüler*innen-Lehrer*innen-Verhältnisses

Titre: Das Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz und deren Faktoren innerhalb des Schüler*innen-Lehrer*innen-Verhältnisses

Rapport de Stage (Scolaire) , 2015 , 66 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christoph Schönfeldt (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Die Debatte um Nähe und Distanz ist innerhalb professioneller sozialpädagogischer Dienstleistungen ein querliegendes Thema, dass in jedem Bereich Beachtung findet. In der Ausbildung der Erzieher*innen wird sie spätestens in den Praktika auf die Schüler*innen zukommen, denn gerade für Anfänger*innen, innerhalb dieser Profession, ist die Ausbalancierung zwischen Nähe und Distanz ein nicht immer einfach zu bewältigendes Problem. Um auf diese Aufgabe und derer Bewältigung professionell und fachlich vorbereitet zu werden, ist neben den Anleiter*innen, die Lehrkraft der werdenden Fachperson der/die Ansprechpartner*in. In diesem Fall übernimmt die Lehrkraft eine sehr hohe Verantwortung als Multiplikator*in.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialpädagogische Theorien und Fachbegriffe

2.1 Skizzierung der Entstehungsgeschichte

2.1.1 Der pädagogische Takt

2.1.2 Der pädagogische Bezug

2.2 Aktuelle Diskussionen und Forschungsstand

2.2.1 Nähe und Distanz in der Lebenswelt

2.2.2 Mögliche Ansätze für Handlungsmethoden im Spannungsfeld ‚Nähe und Distanz’

2.2.3 Die Probleme der Leistungsbeurteilung

2.2.4 Zusammenführung beider Thematiken – Konflikte und Schnittstellen

2.3 Überleitung der (sozial-)pädagogischen Theorien in die Lehramtspraxis

2.4 Forschungsmethoden

2.4.1 Das ero-epische Gespräch

2.4.2 Die qualitative Inhaltsanalyse

3. Auswertung der Forschungsergebnisse

3.1 Zusammenfassungen der ero-epischen Gespräche (2. Reduktion)

3.1.1 Zusammenfassung von EEG A1

3.1.2 Zusammenfassung von EEG A2

3.1.3 Zusammenfassung von EEG A3

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz in der Beziehung zwischen Lehrkräften und Schüler*innen in der sozialpädagogischen Ausbildung sowie dessen Einfluss auf die objektive Leistungsbeurteilung.

  • Historische Verankerung von Nähe und Distanz (Pädagogischer Takt und Bezug)
  • Herausforderungen der professionellen Beziehungsgestaltung
  • Konfliktfeld Leistungsbeurteilung und subjektive Wahrnehmung
  • Methodische Ansätze in der Lehrerausbildung
  • Analyse durch ero-epische Gespräche mit Lehrpersonen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der pädagogische Takt

Der pädagogische Takt wurde bereits 1802 durch J. H. Herbart geprägt, jedoch bei H. Nohl in den 1920er Jahren ausführlich rezipiert und weiter verwandt und entwickelt. Herbart sieht als Grundvoraussetzung des pädagogischen Handelns „[...]die persönliche Zuneigung und Achtung [...]“ (Herbart 1888, S. 405) dem Zögling gegenüber, ohne die die Handlungen der sozialpädagogischen Fachkraft nicht greifen würde. Der „[...] pädagogischer Takt, der dem Zögling auch da nicht „zu nahe tritt“, wo er ihn steigern oder bewahren möchte, und der spürt, wenn eine große Sache nicht pädagogisch klein gemacht werden darf“ (Herbart zit. n. Nohl, 1963 S.137) tariert in diesem Moment aus, welche Handlungsweisen von der Fachkraft im Sinne des Zöglings ausgeübt werden kann.

Er ist dadurch geprägt, dass sich die professionelle Fachkraft sich in Situationen zunächst von seinem Gefühl leiten lässt (vgl. Herbart/Asmus 1982, S. 126), wobei die Fachkraft durch die Situationsanalyse über die konkrete und komplexe Situation Bescheid weiß und mithilfe der eigenen Sensibilität ein ‚taktvolles Verhalten’ erwartet wird, was schließlich zur Handlungssicherheit führt (vgl. Colla 1999, S. 349; vgl. Colla 2013, S.37). Die Anwendung des pädagogischen Takts ist durch (mindestens) zwei Aspekte geprägt: Zum einen ermöglicht es die Entwicklung des richtigen Gefühls für sozialpädagogische Handlungen, dass durch die Erfahrungen in sozialpädagogischen Kontexten geprägt ist und zum anderen bedarf es einer geleiteten Reflexion, die durch wissenschaftliche Theorien erfolgt (vgl. Herbart/Asmus 1982, S. 125, vgl. Tetzer 2009, S.103).

Das Prinzip des pädagogischen Taktes ist daher ein relevanter Aspekt, weil es zum einen dem ‚werdenden’ Menschen den Freiraum zur Selbstentfaltung impliziert, aber auch gleichzeitig die (manchmal) dringend erforderliche Nähe, falls der Zögling dieses Bedürfnis äußert. Aufgrund der (gesetzlichen, professionellen und ethisch-bedingten) Verantwortung der Fachperson ist allerdings ein ‚Tun-müssen’, neben dem ‚Lassen-können’ ebenfalls ein Bestandteil des pädagogischen Taktes (vgl. Lee 1989, S.90f; vgl. Colla 2013, S.38f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Nähe und Distanz in pädagogischen Settings ein und stellt das Spannungsfeld zur Leistungsbeurteilung als zentrales Thema dar.

2. Sozialpädagogische Theorien und Fachbegriffe: Hier werden historische und aktuelle theoretische Grundlagen sowie Forschungsansätze zu Nähe, Distanz und Leistungsbewertung theoretisch fundiert aufgearbeitet.

3. Auswertung der Forschungsergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus den ero-epischen Gesprächen gewonnenen Erkenntnisse in zusammengefasster Form dargelegt und analysiert.

4. Fazit: Das Fazit reflektiert die Forschungsmethode kritisch und fasst die gewonnenen Einsichten zur Gestaltung der professionellen Lehrer-Schüler-Beziehung zusammen.

Schlüsselwörter

Nähe, Distanz, Sozialpädagogik, Leistungsbeurteilung, pädagogischer Takt, pädagogischer Bezug, Beziehungsgestaltung, Schüler-Lehrer-Verhältnis, Professionalität, Lebensweltorientierung, ero-episches Gespräch, qualitative Inhaltsanalyse, Emotionskompetenz, Selbstbildung, Lehrerrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz innerhalb der professionellen Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden in der sozialpädagogischen Ausbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Beziehungsgestaltung in pädagogischen Berufen, die Problematik der objektiven Leistungsbeurteilung bei gleichzeitigem Aufbau einer vertrauensvollen Nähe sowie die Rolle der Lehrkraft als Ansprechperson.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob und wie der Konflikt zwischen der notwendigen Nähe in der pädagogischen Ausbildung und der notwendigen Distanz für eine professionelle Leistungsbeurteilung gelöst oder moderiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt das "ero-epische Gespräch" nach Roland Girtler als Methode der Feldforschung, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Transkripte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung (pädagogischer Takt und Bezug) sowie die empirische Auswertung von Lehrer-Interviews hinsichtlich ihrer Handlungsstrategien im Schulalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nähe, Distanz, Sozialpädagogik, Leistungsbeurteilung, pädagogischer Takt, pädagogischer Bezug und professionelle Rolle.

Warum spielt das Konzept des "pädagogischen Taktes" eine zentrale Rolle für die Autoren?

Der pädagogische Takt nach Herbart dient als Grundvoraussetzung für professionelles Handeln, da er es Lehrkräften ermöglicht, sensibel zwischen notwendiger Nähe und notwendiger Distanz abzuwägen.

Wie beeinflusst die Beurteilerrolle das Verhältnis zu den Lernenden?

Die Beurteilerrolle erzeugt eine notwendige Asymmetrie und Machtstruktur, die das Verhältnis belasten kann, sofern keine transparente Kommunikation über Erwartungshorizonte stattfindet.

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Résumé des informations

Titre
Das Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz und deren Faktoren innerhalb des Schüler*innen-Lehrer*innen-Verhältnisses
Université
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,0
Auteur
Christoph Schönfeldt (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
66
N° de catalogue
V497424
ISBN (ebook)
9783668998797
ISBN (Livre)
9783668998803
Langue
allemand
mots-clé
spannungsverhältnis nähe distanz faktoren schüler*innen-lehrer*innen-verhältnisses
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christoph Schönfeldt (Auteur), 2015, Das Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz und deren Faktoren innerhalb des Schüler*innen-Lehrer*innen-Verhältnisses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497424
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Extrait de  66  pages
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