Dieses Metaportfolio soll die pädagogischen Felder des Lehrerhandelns und des Binnendifferenzierten Musikunterrichtes beleuchten, die die Autorin als essentiell für guten Unterricht erachtet.
Es folgen die von der Autorin im Vorfeld formulierten Erwartungen an das Fachpraktikum sowie eine kurze Beschreibung der Praktikumsschule. Anschließend möchte sie eine von ihr geplante und durchgeführte Stunde in Hinblick auf den Stundenaufbau, das verwendete Material sowie die Planung und Durchführung reflektieren.
Eine Reflektion ihres Lehrerverhaltens sowie der Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler schließen den Bericht. Im Anhang befinden sich der Langentwurf zur reflektierten Unterrichtsstunde, ausgewählte Kurzentwürfe mit Material, ausgewählte Hospitationsprotokolle sowie ein Feedback der 11. Klasse.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Metaportfolio
2.1. Professionelles Lehrerverhalten- die Basisdimensionen des Lehrerhandelns
2.2. Binnendifferenzierter Unterricht- der Umgang mit Heterogenität
3. Persönliche Ausgangssituation und Erwartungen an das Fachpraktikum
4. Beschreibung der Praktikumsschule
5. Tabellarische Übersicht aller Stunden und sonstigen Aktivitäten
6. Planung, Durchführung und kritische Reflexion einer Doppelstunde
6.1. Planung der Doppelstunde
6.2. Kritische Reflexion des ausgewählten Materials und des Stundenaufbaus
6.2.1. Reflexion des Stundenaufbaus
6.2.2. Reflexion des ausgewählten Materials
6.3. Kritische Reflexion der Durchführung der Stunde
6.4. Kritische Reflexion des Lehrerverhaltens
7. Beschreibung der Lernentwicklung
8. Gesamtreflexion des Praktikums
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit reflektiert die pädagogischen Erfahrungen einer angehenden Lehrkraft während eines Fachpraktikums im Musikunterricht. Das Hauptziel besteht darin, die eigenen Lehrversuche, insbesondere im Hinblick auf didaktische Strukturierung und Binnendifferenzierung, kritisch zu hinterfragen und mit wissenschaftlichen Theorien zum professionellen Lehrerhandeln zu verknüpfen.
- Reflexion des professionellen Lehrerverhaltens auf Basis aktueller pädagogischer Forschung (Hattie, Dubs).
- Herausforderungen und Ansätze für einen binnendifferenzierten Musikunterricht in heterogenen Lerngruppen.
- Planung, Umsetzung und kritische Analyse einer konkreten Unterrichtsreihe sowie einer exemplarischen Doppelstunde.
- Evaluierung der persönlichen Lernentwicklung und des eigenen Auftretens als Lehrperson.
- Analyse der Rahmenbedingungen und der schulischen Praktikumssituation.
Auszug aus dem Buch
6.1. Planung der Doppelstunde
Bei der Planung und Einbettung der Unterrichtsstunde in der sechsten Klasse in den Unterrichtskontext war es mir wichtig, eine Brücke zwischen dem alten Thema „grafische Notation“ und dem neuen Thema „Motive, Themen und Formen“ in der Musik zu schlagen. In den beiden vorangegangenen Doppelstunden wurden zunächst, durch Herrn L., grundlegende Kenntnisse zum Thema „grafische Notation“ gelegt und in einer zweiten Doppelstunde von mir aufgenommen. Die SuS sollten hier das Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ vertonen und grafisch notieren (Kurzentwurf siehe Anhang). Der Beginn der geplanten Doppelstunde sollte deshalb an den Themenbereich Märchen bzw. Geschichten anknüpfen, mit dem die SuS auch bereits im Deutschunterricht Erfahrungen in einer Unterrichtseinheit „kreatives Schreiben und kriteriengeleitete Märchenfortsetzung“ gesammelt hatten. Die Begeisterung, die sie im Deutsch und Musikunterricht für dieses Thema gezeigt hatten, erhoffte ich mir in meine Unterrichtsstunde mitnehmen und von ihrem Interesse profitieren zu können. Zudem bieten Märchen einen Lebensweltbezug und auch SuS mit Migrationshintergrund können sich mit diesem Thema identifizieren. In der Stunde von Herrn L. lag der Schwerpunkt auf dem Entwickeln eigener Ideen zur grafischen Notation von Musikbeispielen und in meiner vorherigen Stunde auf dem Arbeitsfeld Instrumentalspiel, also dem Erfinden und Gestalten sowie der Notation von Melodien.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den zeitlichen Rahmen, die Lerngruppe und die Zielsetzung des Praktikumsberichts.
2. Metaportfolio: Dieses Kapitel verknüpft die eigene Unterrichtspraxis mit theoretischen Grundlagen zum professionellen Lehrerverhalten und Strategien zur Binnendifferenzierung.
3. Persönliche Ausgangssituation und Erwartungen an das Fachpraktikum: Hier werden die Vorerfahrungen der Autorin sowie ihre persönlichen Ziele und Fragestellungen für das Praktikum dargelegt.
4. Beschreibung der Praktikumsschule: Eine detaillierte Darstellung der räumlichen Ausstattung, des musikalischen Schwerpunkts der Schule und der kollegialen Struktur.
5. Tabellarische Übersicht aller Stunden und sonstigen Aktivitäten: Eine Auflistung der praktischen Tätigkeiten, die jedoch aus Datenschutzgründen anonymisiert wurde.
6. Planung, Durchführung und kritische Reflexion einer Doppelstunde: Das zentrale Kapitel analysiert die Planung, Umsetzung und Evaluation einer speziellen Unterrichtsstunde zu „Peter und der Wolf“.
7. Beschreibung der Lernentwicklung: Dieses Kapitel dokumentiert die Fortschritte und Schwierigkeiten der Klasse über den gesamten Praktikumszeitraum hinweg.
8. Gesamtreflexion des Praktikums: Ein abschließendes Fazit über die gewonnenen Erfahrungen, die schulische Zusammenarbeit und die Bedeutung der didaktischen Reduktion.
Schlüsselwörter
Musikpädagogik, Fachpraktikum, Lehrerhandeln, Binnendifferenzierung, Heterogenität, Didaktik, Reflexion, Unterrichtsplanung, Klassenmusizieren, Musikunterricht, Kompetenzorientierung, Lehrerverhalten, Scaffolding, Schulpraxis, Musikdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert ein fünfwöchiges Fachpraktikum im Fach Musik. Im Fokus steht die Verzahnung von theoretischen musikpädagogischen Konzepten mit der praktischen Unterrichtsgestaltung in einer sechsten und elften Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von professionellem Lehrerverhalten, dem Umgang mit heterogenen Lerngruppen durch Binnendifferenzierung sowie der Gestaltung von handlungsorientiertem Musikunterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Autorin untersucht, wie sie durch gezielte Unterrichtsplanung, didaktische Reduktion und einen reflektierten Einsatz von Methoden Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler effektiv steuern und ihre eigene Lehrerpersönlichkeit weiterentwickeln kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Selbstreflexion. Die Autorin nutzt wissenschaftliche Fachliteratur (z.B. von Hattie, Meyer, Dubs) zur theoretischen Fundierung ihres eigenen Handelns und bewertet dieses anhand von Beobachtungen und Feedback durch SuS und Mentoren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Lehrerverhaltens und der Differenzierung, eine detaillierte Reflexion einer spezifischen Unterrichtsstunde zum Thema „Peter und der Wolf“ sowie eine Dokumentation der Lernentwicklung der Lerngruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Musikpädagogik, Binnendifferenzierung, Reflexion, Lehrerverhalten, Didaktik und handlungsorientierter Unterricht.
Wie geht die Autorin mit dem Thema „Peter und der Wolf“ um?
Sie nutzt das Stück, um eine szenische Darstellung und grafische Notation zu erarbeiten. Die Reflexion zeigt auf, dass die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler sowie die Länge des Musikstücks zentrale Herausforderungen für die Aufmerksamkeitssteuerung darstellten.
Wie bewertet die Autorin die Betreuung durch den Mentor?
Die Autorin erkennt die Kompetenz des Mentors an, reflektiert jedoch kritisch, dass die Kommunikation aufgrund der hohen Arbeitsbelastung des Mentors schwierig war und sie sich für zukünftige Praktika eine verbindlichere Betreuung wünscht.
- Citar trabajo
- Veronika Sender (Autor), 2018, Professionelles Lehrerverhalten. Lehrerhandeln und binnendifferenzierter Musikunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497434