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Weiterbildung und Qualifikation in der Dienstleistungsbranche

Neue Anforderungen an die Erwerbstätigen

Titre: Weiterbildung und Qualifikation in der Dienstleistungsbranche

Dossier / Travail , 2015 , 22 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Meryem Osanmaz (Auteur)

Economie politique - Economie du marché du travail
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In dieser Arbeit wird die Frage zu beantwortet, welche Kriterien das Arbeitslosigkeitsrisiko in Deutschland begünstigen und welche Möglichkeiten der Risikominderung vorhanden sind. Um die Arbeit im angemessenen Umfang einzugrenzen wird dabei nicht auf die Fragen von sozialer Ungleichheit zwischen den Geschlechtern oder Ausbildungschancen von benachteiligten Gruppen eingegangen. Die Arbeit ist auf das Thema Weiterbildung während des Erwerbslebens fokussiert. Um den Zusammenhang zwischen Bildung und Arbeitslosigkeitsrisiko und Einkommenshöhe zu verdeutlichen, dienen empirische Untersuchungen als Grundlage. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf den Arbeitsmarkt in Deutschland und der Frage, warum Bildung so wichtig ist. Hierzu wird der Sektorale Wandel des Arbeitsmarktes von der Industriegesellschaft zur heutigen Dienstleistungsgesellschaft dargestellt. Die daraus resultierenden Folgen und neuen Anforderungen an die Erwerbstätigen werden analysiert. Hierzu erscheint es ebenfalls notwendig die institutionellen Rahmenbedingen zur höher Qualifizierung zu erforschen, Problemfelder zu benennen, um anschließend ein Lösungsvorschlag von Günter Schmidt zum Umbau der Arbeitslosenversicherung zur Beschäftigungsversicherung zu skizzieren.

Weltweit nimmt die soziale Ungleichheit zu. Zunehmend konzentriert sich das Weltvermögen auf eine geringe Zahl von Menschen. Besonders in den hochentwickelten Ländern, wie z.B. Deutschland, gefährdet Einkommensungleichheit Demokratie, sozialen Frieden und Ökonomie. Die Oxfam Studie prognostiziert, dass im Jahr 2016 ein Prozent der Weltbevölkerung mehr Vermögen haben werden, als alle anderen Menschen zusammen (Oxfam 2015). Arbeitslosigkeit wird als einer der Gründe genannt, warum sich die soziale Ungleichheit verstärken wird. Weltweit haben durch die Finanzkrise, 2008 31 Millionen Menschen ihren Job verloren (Bohsem, Schoepp 2015).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Problemaufriss

2. Arbeitslosigkeitsrisiko und Einkommen

3. Der Arbeitsmarkt in Deutschland

3.1. Sektorale Beschäftigung

3.2. Folgen strukturellen Wandels

Die Wissens- und Informationsgesellschaft

Zur Begriffsklärung

3.3. Erwerbstätigen und Qualifikationsstruktur des Dienstleistungssektors 2005-2025

3.4. Kommunikation und Wissen

3.5. Qualifikationsanforderungen

Zwischenfazit:

4. Warum es bei der Weiterbildung hakt

4.1. Entwicklung der institutionellen Weiterbildung in Deutschland

5. Problemfelder der Weiterbildung

6. Lebenslauforientierte Arbeitsmarktpolitik

6.1. Erweiterte Bildungsgutscheine

6.2. Einführung sogenannter Persönlicher Entwicklungskonten.

6.3. Infrastruktur und Rahmenbedingungen

7. Fazit

7.1. Wichtigste Ergebnisse im Überblick

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem individuellen Arbeitslosigkeitsrisiko, der Einkommenshöhe und der Bedeutung kontinuierlicher Weiterbildung in einer sich wandelnden Dienstleistungsgesellschaft. Ziel ist es, Kriterien für das Arbeitslosigkeitsrisiko zu identifizieren und Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Weiterbildungspolitik in Deutschland aufzuzeigen.

  • Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
  • Qualifikationsanforderungen und Wissensbedarf in modernen Berufsfeldern
  • Analyse institutioneller Defizite bei der staatlichen Weiterbildungsförderung
  • Modelle zur Transformation der Arbeitslosenversicherung zur Beschäftigungsversicherung
  • Lebenslauforientierte Arbeitsmarktpolitik als Instrument der Risikominderung

Auszug aus dem Buch

1. Problemaufriss

Weltweit nimmt die soziale Ungleichheit zu. Zunehmend konzentriert sich das Weltvermögen auf eine geringe Zahl von Menschen. Besonders in den hochentwickelten Ländern, wie z.B. Deutschland, gefährdet Einkommensungleichheit Demokratie, sozialen Frieden und Ökonomie. Die Oxfam Studie prognostiziert, dass im Jahr 2016 ein Prozent der Weltbevölkerung mehr Vermögen haben werden, als alle anderen Menschen zusammen (Oxfam 2015: 2). Arbeitslosigkeit wird als einer der Gründe genannt, warum sich die soziale Ungleichheit verstärken wird. Weltweit haben durch die Finanzkrise, 2008 31 Millionen Menschen ihren Job verloren (Bohsem, Schoepp 2015: 1).

Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, welche Kriterien eine wesentliche Rolle spielen die das Arbeitslosigkeitsrisiko in Deutschland begünstigen und welche Möglichkeiten der Risikominderung vorhanden ist. Um die Arbeit im angemessenen Umfang einzugrenzen wird dabei nicht auf die Fragen von sozialer Ungleichheit zwischen den Geschlechtern oder Ausbildungschancen von benachteiligten Gruppen eingegangen. Die Arbeit ist auf das Thema Weiterbildung während des Erwerbslebens fokussiert. Um den Zusammenhang zwischen Bildung und Arbeitslosigkeitsrisiko und Einkommenshöhe zu verdeutlichen, dienen empirische Untersuchungen als Grundlage. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf den Arbeitsmarkt in Deutschland und der Frage, warum Bildung so wichtig ist. Hierzu wird der Sektorale Wandel des Arbeitsmarktes von der Industriegesellschaft zur heutigen Dienstleistungsgesellschaft dargestellt. Die daraus resultierenden Folgen und neuen Anforderungen an die Erwerbstätigen werden analysiert. Hierzu erscheint es ebenfalls notwendig die institutionellen Rahmenbedingen zur höher Qualifizierung zu erforschen, Problemfelder zu benennen, um anschließend ein Lösungsvorschlag von Günter Schmidt zum Umbau der Arbeitslosenversicherung zur Beschäftigungsversicherung zu skizzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemaufriss: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende soziale Ungleichheit und definiert das Ziel der Arbeit, den Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeitslosigkeitsrisiko und dem Bedarf an Weiterbildung zu analysieren.

2. Arbeitslosigkeitsrisiko und Einkommen: Es wird dargelegt, dass Qualifikation eine zentrale Rolle bei der Arbeitsmarktplatzierung spielt, wobei gut ausgebildete Erwerbstätige ein deutlich geringeres Arbeitslosigkeitsrisiko und höheres Lebenszeiteinkommen aufweisen.

3. Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft und die damit einhergehenden neuen Anforderungen an das Wissensmanagement und die kommunikativen Fähigkeiten der Erwerbstätigen.

4. Warum es bei der Weiterbildung hakt: Hier erfolgt eine kritische Aufarbeitung der historischen Entwicklung der institutionellen Weiterbildung in Deutschland und der Defizite der gesetzlichen Förderinstrumente seit 1969.

5. Problemfelder der Weiterbildung: Das Kapitel thematisiert die geringe Beteiligungsquote an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland, bedingt durch Finanzierungsprobleme und mangelnde Transparenz der Angebote.

6. Lebenslauforientierte Arbeitsmarktpolitik: Es werden alternative Konzepte vorgestellt, wie durch Bildungsgutscheine und Persönliche Entwicklungskonten ein besserer Übergang zwischen verschiedenen Lebensphasen und Beschäftigungsverhältnissen gelingen kann.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, das deutsche Weiterbildungssystem grundlegend umzustrukturieren, um den Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft gerecht zu werden.

8. Literatur: Verzeichnis der wissenschaftlichen Quellen und Studien, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Weiterbildung, Qualifikation, Arbeitslosigkeitsrisiko, Dienstleistungsgesellschaft, Strukturwandel, Wissensgesellschaft, Bildungsgutschein, Beschäftigungsversicherung, Lebenslauforientierte Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsmarkt, Einkommensungleichheit, Sozialkompetenzen, Methodenkompetenz, Personelle Entwicklungskonten, Arbeitsförderungsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen Bildungsgrad, Arbeitslosigkeitsrisiko und Einkommensentwicklung im Kontext des strukturellen Wandels in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft, der Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor, den Problemen der aktuellen Weiterbildungsförderung und neuen arbeitsmarktpolitischen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Kriterien aufzuzeigen, die das Arbeitslosigkeitsrisiko begünstigen, und Wege zu einer aktiven, lebenslauforientierten Weiterbildungspolitik zu skizzieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Analysearbeit unter Einbeziehung empirischer Studien sowie der Auswertung historischer Entwicklungen der gesetzlichen Arbeitsförderung in Deutschland.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Arbeitsmarktentwicklung, die Identifikation von Defiziten in der Weiterbildungsfinanzierung und die Vorstellung von Reformansätzen wie Persönlichen Entwicklungskonten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissensgesellschaft, Beschäftigungsversicherung, Strukturwandel und lebenslanges Lernen geprägt.

Warum wird die Weiterbildung in Deutschland als "problematisch" eingestuft?

Die Arbeit identifiziert eine geringe Beteiligungsquote, die unter anderem aus unklaren Finanzierungszuständigkeiten und der mangelnden Anpassung traditioneller Förderinstrumente an moderne Bedarfe resultiert.

Wie unterscheidet sich die "Beschäftigungsversicherung" von der traditionellen Arbeitslosenversicherung?

Die Beschäftigungsversicherung zielt primär auf die präventive Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit und die Unterstützung von Übergängen zwischen Lebensphasen ab, statt nur kurzfristige Vermittlungshilfe zu leisten.

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Résumé des informations

Titre
Weiterbildung und Qualifikation in der Dienstleistungsbranche
Sous-titre
Neue Anforderungen an die Erwerbstätigen
Université
Berlin School of Economics and Law
Cours
Arbeit im Wandel – ökonomische, gesellschaftliche und betriebliche Aspekte
Note
1,7
Auteur
Meryem Osanmaz (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
22
N° de catalogue
V497450
ISBN (ebook)
9783346012081
ISBN (Livre)
9783346012098
Langue
allemand
mots-clé
weiterbildung qualifikation neue anforderungen erwerbstätigen
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Citation du texte
Meryem Osanmaz (Auteur), 2015, Weiterbildung und Qualifikation in der Dienstleistungsbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497450
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Extrait de  22  pages
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