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Benachteiligte Wohnquartiere und Gemeinwesenarbeit

Titre: Benachteiligte Wohnquartiere und Gemeinwesenarbeit

Mémoire (de fin d'études) , 2004 , 75 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Dipl.-Sozialarbeiter (FH) Carsten Vogt (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

In Zeiten der wirtschaftlichen Rezession und dem fortschreitenden Abbau bzw. der Beschneidung von Sozialleistungen in Deutschland wird das Phänomen der benachteiligten Wohnquartiere in den nächsten Jahren vermutlich immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit und in das Interesse der Allgemeinheit geraten. Die Sorge um eine Gefährdung der individuellen Lebenswelten könnte die Folge sein. Somit sind Segregation, benachteiligte Wohnquartiere und Gemeinwesenarbeit zu Themen für Politik und Wirtschaft geworden, die nicht unter den Tisch fallen können und dürfen, solange das politische und wirtschaftliche Establishment der Bundesrepublik Deutschland sowie das Volk dieses Land als einen Staat bezeichnet, der sich u.a. im Artikel 20 Absatz 1 und 2 des Grundgesetzes eine demokratische und sozialstaatliche Grundordnung gegeben hat:
„(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“

Daher soll in der vorliegenden Diplomarbeit über „Benachteiligte Wohnquartiere und Gemeinwesenarbeit“ ein möglichst umfassender Überblick gegeben werden, der die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung als auch die individuellen Bedingungen der Betroffenen beleuchtet. Die bei dieser Untersuchung zu Grunde gelegten Tatsachen basieren zum Teil auf über die Jahrzehnte und Jahrhunderte gewachsenen Normen. Die Entstehung dieser Normen wird im Verlauf der Arbeit anhand kurzer geschichtlicher Exkursionen dargestellt. Nicht in jedem Fall konnte die aktuelle Forschung bis jetzt diese Tatsachen erfassen und zu allgemeingültigen Ergebnissen gelangen.
Als erstes wird der Themenbereich Segregation behandelt. Hierbei wird zum besseren Verständnis eine Aufteilung in drei Ebenen vorgenommen: Die Segregation der Städte und Regionen in Deutschland, innerhalb der Städte und im Abschluss dieses Abschnittes wird die Segregation innerhalb der Wohnquartiere beleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Segregation - die Bildung von benachteiligten Wohnquartieren

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Die erste Ebene - Segregation der Städte in Deutschland

2.2.1 Das Nord-Süd und West-Ost-Gefälle

2.3 Die zweite Ebene – Segregation innerhalb der Städte

2.3.1 Definitionen von Stadt

2.3.2 Bedingungen für Segregation im Stadtgebiet

2.3.3 Die Dichte als Faktor der Kategorisierung

2.3.3.1 Die bauliche/soziale Dichte

2.3.4 Die Wirtschaft als Faktor der Kategorisierung

2.3.5 Der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Dichte

2.4 Die dritte Ebene - Segregation in den Quartieren

2.4.1 Räumlich/ Soziale Struktur des segregierten Quartiers

2.4.2 Die Heterogenität der Stadtbewohner und städtische Eigendynamik

2.4.3 Vorteile der Segregation

2.4.4 Bezeichnungen der verschiedenen Personengruppen im heterogenen Stadtbild

2.4.5 Einleitung zum Begriff Armut

2.4.5.1 Zur Geschichte der Armut

2.4.5.2 Der Armutsbegriff in der Gegenwart

2.4.5.3 Die Definitionen der Armut in Europa und Deutschland

3. Einleitung zur Gemeinwesenarbeit

3.1 Die Anfänge der Gemeinwesenarbeit

3.2 Die Methoden der Gemeinwesenarbeit

3.2.1 Die erste Konzeption

3.2.2 Die wohlfahrtstaatliche Gemeinwesenarbeit

3.2.3 Die integrative Gemeinwesenarbeit

3.2.4 Aggressive Gemeinwesenarbeit

3.2.5 Die konfliktorientierte Gemeinwesenarbeit

3.2.6 Die Stadtteilarbeit/ Quartiermanagement

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Segregation und die Bildung benachteiligter Wohnquartiere, um Interventionsmöglichkeiten durch die Gemeinwesenarbeit zu analysieren und deren Effektivität zu bewerten.

  • Strukturelle Analyse der Segregation auf städtischer und Quartiersebene
  • Untersuchung des Begriffs der Armut und seiner historischen Entwicklung
  • Historische Einordnung und Konzeption der Gemeinwesenarbeit
  • Vergleichende Analyse verschiedener Interventionsmethoden
  • Evaluation des Quartiermanagements als moderner Ansatz

Auszug aus dem Buch

2.4.4 Bezeichnungen der verschiedenen Personengruppen im heterogenen Stadtbild

Diese sich innerhalb einer Gesellschaft gebildeten, unterschiedlich orientierten Subsysteme haben viele verschiedene Bezeichnungen zugeteilt bekommen. In den Ausführungen dieser Arbeit sind die Assoziationen über die Bewohner benachteiligter Wohnquartiere meist negativ behaftet, obwohl zu vermuten bleibt, dass diese Einteilungen eher im Laufe der Zeit negative Betonungen bekommen haben. Die begriffliche Spezialisierung von Gruppen darf auch keinen negativen Akzent haben, da es hier keine objektive Festsetzung gibt, welche Gruppen einen negativen Charakter inne haben.

Um sich von dem „Schrecken“ einer sogenannten Randkultur zu lösen, ist eine objektive Einschätzung dieser Menschen von dringender Notwendigkeit. Es geht nicht darum, das Leben und Erleben dieser Menschen zu verstehen, sondern es zu akzeptieren. „Ich habe unter kleinen Ganoven, Dirnen und anderen Leuten aus ‚Randkulturen’ ebenso viele ehrliche und liebenswürdige Menschen getroffen wie unter sogenannten ‚guten Bürgern’“ (Girtler, 1995, S.14). Diese Gruppen und gesellschaftlichen Systeme sind sehr wahrscheinlich auch notwendig, um sich selber in einer Gruppe, Gesellschaft etc. zu erkennen und sein Handeln zu reflektieren. Jeder Mensch braucht eine Rückmeldung, um sich zu sozialisieren. „In der Bande erhält der Jugendliche die Anerkennung, die ihm ansonsten vorenthalten wird“ (Girtler, 2000, S.558 ff). Geschichtlich gesehen entstand die Auseinandersetzung mit Randgruppen in der Zeit der Studentenbewegungen Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Im Rahmen der Diskussionen um die Theorie der Sozialarbeit traten auch die Randgruppen und deren Bedeutung als Betätigungsfeld in den Mittelpunkt (vgl. Brocke, 1996, S.459).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung benachteiligter Wohnquartiere vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Rezession und sozialer Veränderungen.

2. Segregation - die Bildung von benachteiligten Wohnquartieren: Dieses Kapitel analysiert das Phänomen der Segregation auf drei Ebenen, vom gesamtstädtischen Kontext bis hin zur Quartiersebene, unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Faktoren.

3. Einleitung zur Gemeinwesenarbeit: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung, Methoden und Konzepte der Gemeinwesenarbeit als Interventionsinstrument ein.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Quartiermanagement als das am Erfolg versprechendste Konzept zur Steuerung und Milderung der Folgen von Segregation.

Schlüsselwörter

Segregation, Gemeinwesenarbeit, Wohnquartiere, Armut, Quartiermanagement, Stadtteilarbeit, Soziale Arbeit, Strukturwandel, soziale Ungleichheit, Stadtanalyse, Randgruppen, Subkultur, soziale Sicherung, Interventionsmaßnahmen, soziale Brennpunkte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen räumlicher Segregation, der Bildung benachteiligter Wohnquartiere und der Rolle der Gemeinwesenarbeit als Interventionsstrategie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Stadtanalyse, verschiedene Armutskonzepte, die Geschichte und Methoden der Gemeinwesenarbeit sowie moderne Ansätze wie das Quartiermanagement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, welche Konzeptionen der Gemeinwesenarbeit am effektivsten dazu beitragen können, benachteiligte Wohnquartiere zu stabilisieren und die Lebensbedingungen der Anwohner zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse soziologischer Studien, um den Zusammenhang zwischen Stadtstruktur, Armut und sozialer Intervention darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Ebenen der Segregation und der Armutsbegriff definiert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung und kritischen Bewertung verschiedener Methoden der Gemeinwesenarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Segregation, Gemeinwesenarbeit, Armut, Quartiermanagement, Stadtteilarbeit und soziale Exklusion.

Welche Rolle spielt das Quartiermanagement?

Der Autor sieht das Quartiermanagement als das derzeit erfolgreichste Instrument, da es auf drei Ebenen ansetzen kann und die Koordination zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung verbessert.

Wie definiert der Autor eine Stadt in diesem Kontext?

Der Autor stützt sich auf verschiedene soziologische Definitionen, die Dichte, ökonomische Aktivitäten und die Heterogenität der Bevölkerung als konstitutive Merkmale einer Stadt hervorheben.

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Résumé des informations

Titre
Benachteiligte Wohnquartiere und Gemeinwesenarbeit
Université
University of Applied Sciences Dortmund
Note
2,0
Auteur
Dipl.-Sozialarbeiter (FH) Carsten Vogt (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
75
N° de catalogue
V49753
ISBN (ebook)
9783638461184
Langue
allemand
mots-clé
Benachteiligte Wohnquartiere Gemeinwesenarbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl.-Sozialarbeiter (FH) Carsten Vogt (Auteur), 2004, Benachteiligte Wohnquartiere und Gemeinwesenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49753
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Extrait de  75  pages
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