Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Economie politique - Autres

Supranationale Subventionspolitik in der europäischen Filmförderung. Eine ökonomische Analyse

Titre: Supranationale Subventionspolitik in der europäischen Filmförderung. Eine ökonomische Analyse

Thèse de Master , 2018 , 99 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Myro Kerler (Auteur)

Economie politique - Autres
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der europäische Kultur- und Kreativsektor erwirtschaftet jährlich über eine halbe Billion Euro, stellt 12 Mio. Vollzeitarbeitsplätze zur Verfügung und hat somit allein durch seine Ausmaße große Relevanz. Zur Förderung der Filmbranche, die einen großen Teil dieses Sektors ausmacht, wenden die Mitgliedsstaaten der EU zwischen 2-3 Mrd. Euro pro Jahr auf, die sich auf über 600 nationale, regionale und lokale Förderinstitutionen aufteilen. Der Film ist also ein wirtschaftspolitisch bedeutsames Gut, das wie auch seine Subventionierung weiterer Untersuchung bedarf.

Zentrale Fragen dieser Arbeit sind daher: Welche ökonomischen Besonderheiten zeichnen Filme aus und inwiefern können diese zu Marktversagen führen? Inwiefern ist Filmförderung geeignet möglichen Problemen entgegenzuwirken und welche inhärenten Schwierigkeiten bestehen dabei? Anhand welcher Kriterien ist die Bewertung eines Filmförderregimes sinnvoll? Wie ist die europäische Filmförderung auf supranationaler Ebene zu bewerten?

Obgleich es sich hierbei um eine vorrangig ökonomische Arbeit handelt, dürfen in diesem interdisziplinären Kontext insbesondere politische, kulturelle und rechtliche Dimensionen nicht komplett außenvorgelassen werden. Daneben werden methodisch vorrangig auf theoretischer Ebene gängige (medien)ökonomische Theorien, Modelle und Wirkungsweisen auf die Filmwirtschaft angewendet beziehungsweise hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit überprüft. Neben wissenschaftlicher Literatur wird auch auf gesetzliche Regelungen sowie deren Begründungen und sonstige Veröffentlichungen politischer Institutionen zurückgegriffen. Häufig müssen dabei Erkenntnisse aus der Forschung über die deutsche Filmförderungen und ihre Geschichte auf die europäische Ebene übertragen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Filmwirtschaft

2.1 Filmbegriff

2.2 Wertschöpfungskette

2.3 Veränderungen durch technischen Fortschritt

2.4 Aufmerksamkeit und Werbung

3 Ökonomische Problemfelder in Filmmärkten

3.1 Marktmacht

3.2 Öffentliches Gut

3.3 Externe Effekte

3.4 Informationsdefizite

3.5 Meritorik

3.5.1 Defintion und Kritik

3.5.2 Meritorik in der Filmwirtschaft

4 Öffentliche Filmförderung

4.1 Typische Kategorien

4.1.1 Förderungsmotive

4.1.2 Förderungsvoraussetzungen

4.1.3 Förderungsinstrumente

4.1.4 Förderungsebenen

4.2 Mögliche Auswirkungen

4.2.1 Politökonomische Aspekte

4.2.2 Wirtschaftliche Aspekte

4.2.3 Auswirkungen auf Filmhersteller und kulturelle Aspekte

4.3 Privatwirtschaftliche Alternativen

4.4 Zwischenfazit

5 Europäische Filmförderung

5.1 Ausgestaltung

5.1.1 MEDIA

5.1.2 AVMDR

5.1.3 Andere Programme

5.2 Begründung und Ziele

5.3 Bewertung

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die ökonomischen Besonderheiten der Filmwirtschaft und untersucht, inwiefern staatliche Filmförderungsmaßnahmen – insbesondere auf europäischer Ebene – gerechtfertigt sind und wie diese zu bewerten sind. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die Filmförderung tatsächlich Marktversagen beheben kann oder ob sie zu ineffizienten Strukturen führt.

  • Ökonomische Charakterisierung von Film als duales Gut
  • Analyse von Marktversagen in der Filmwirtschaft (Marktmacht, öffentliche Güter, externe Effekte, Informationsdefizite, Meritorik)
  • Kritische Diskussion der Ziele und Instrumente öffentlicher Filmförderung
  • Politökonomische Betrachtung von Förderstrukturen (Rent-Seeking, Subventionsmentalität)
  • Evaluierung der europäischen Filmförderung, speziell des MEDIA-Programms

Auszug aus dem Buch

3.1 Marktmacht

Ein Unternehmen mit Marktmacht ist bei mangelndem Wettbewerb in der Lage, seine Preise oberhalb der Grenzkosten anzusetzen. Diese Form des Marktversagens hat Wohlfahrtsverluste zur Folge und erhöht die Produzentenrente. Statistische Hinweise auf Marktmacht geben hohe Marktkonzentrationen und hohe Preisaufschläge auf die Grenzkosten, wobei letztere deutlich schwerer zu bestimmen sind (vgl. Dewenter/Rösch, 2015, S. 100-102). Konzentrierte Strukturen oder sogar Monopolmärkte können in Bereichen mit hohen Fixkosten und Größenvorteilen natürlich entstehen (vgl. Beck, 2018, S. 20). Damit entsprechende Fixkosten nicht bei einer Vielzahl von Unternehmen anfallen, sind Oligopole oder Monopole dann grundsätzlich effizienter als die Bereitstellung durch viele Unternehmen. Um Marktversagen in Form von Missbrauch der Marktmacht zu verhindern, bedarf es jedoch potenzieller Konkurrenten oder regulatorischer Eingriffe.

Es gibt zahlreiche Aspekte, die das Ent- und Bestehen von Marktmacht in der Filmwirtschaft begünstigen. Dabei sind zunächst die hohen und vollständig versunkenen Produktions- und Marketingkosten zu nennen. Bei großen US-amerikanischen Produktionen reichen diese von 150 Millionen bis zu über einer halben Milliarde US-$. Diese Investitionen sind zudem sehr spekulativ. Zum einen können im Rahmen der Produktion unvorhergesehene Probleme auftreten - mit dem Potenzial, das gesamte Filmprojekt scheitern zu lassen. Zum anderen hängt der kommerzielle Erfolg eines Films auch von vielen unkontrollierbaren Faktoren auf den Absatzmärkten ab und es bestehen insofern Nachfrageunsicherheiten (vgl. Finney, 2015, S. 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Relevanz der Filmbranche ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Rechtfertigung und Bewertung staatlicher Filmförderung.

2 Grundlagen der Filmwirtschaft: Dieses Kapitel definiert den Filmbegriff und erläutert die komplexe Wertschöpfungskette sowie die Auswirkungen technischer Innovationen und digitaler Distributionswege.

3 Ökonomische Problemfelder in Filmmärkten: Hier werden zentrale ökonomische Theorien auf Filmmärkte angewendet, um zu analysieren, wo Marktversagen durch Marktmacht, öffentliche Güter, externe Effekte, Informationsdefizite und Meritorik entsteht.

4 Öffentliche Filmförderung: In diesem Kapitel werden typische Kategorien, Ziele und Instrumente der Filmförderung diskutiert und kritisch auf ihre Auswirkungen, auch unter politökonomischen Gesichtspunkten, untersucht.

5 Europäische Filmförderung: Dieser Teil analysiert die Ausgestaltung, Ziele und Bewertung europäischer Fördermaßnahmen mit besonderem Fokus auf das Programm MEDIA sowie die AVMDR.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der ökonomischen Analyse zusammen und bewertet die Rolle der Filmförderung bei der Bewältigung struktureller Probleme in der europäischen Filmwirtschaft.

Schlüsselwörter

Filmförderung, Filmwirtschaft, Marktversagen, Marktmacht, Öffentliche Güter, Externe Effekte, Informationsdefizite, Meritorik, MEDIA, Politische Ökonomie, Rent-Seeking, Subventionsmentalität, Europäische Union, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfungskette

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Grundlagen der Filmwirtschaft und analysiert, inwiefern staatliche Subventionen und Filmförderung als Instrumente zur Korrektur von Marktversagen ökonomisch sinnvoll sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die ökonomischen Besonderheiten des Films, verschiedene Ansätze des Marktversagens, die Auswirkungen von Filmförderungsstrukturen auf den Wettbewerb sowie die spezifische Rolle der europäischen Filmförderung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Masterarbeit?

Das Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, ob und wie Filmförderung ökonomisch begründet und gestaltet sein muss, um einen Mehrwert zu schaffen, anstatt ineffiziente Strukturen zu zementieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor nutzt vorrangig medienökonomische Theorien und Modelle sowie Ansätze der Neuen Politischen Ökonomie, um staatliche Eingriffe und das Verhalten beteiligter Akteure kritisch zu beleuchten.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst klassische ökonomische Problemfelder wie Marktmacht und Informationsasymmetrien untersucht, anschließend werden Kategorien, Instrumente und die politökonomischen Auswirkungen der Filmförderung (z.B. Rent-Seeking) diskutiert.

Welche zentralen Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf Begriffe wie Marktversagen, Filmförderung, öffentliche Güter, externe Effekte, Meritorik sowie die politökonomische Analyse der Förderpraxis.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit des MEDIA-Programms der EU?

Der Autor bewertet das MEDIA-Programm als ein zwar inhaltlich ausgewogenes, aber aufgrund seiner im Vergleich zu nationalen Programmen geringen finanziellen Ausstattung als wirtschaftlich eher unbedeutendes Instrument, das vor allem in der Nische der internationalen Kooperation wirkt.

Welches kritische Problem sieht der Autor in der derzeitigen europäischen Förderpraxis?

Ein zentrales Problem ist die Zersplitterung der Förderlandschaft, die keine wirkliche Marktkonzentration zulässt, um global mit US-Major Studios zu konkurrieren, und die durch bürokratische Prozesse teils Marktzutrittsbarrieren für neue Akteure schafft.

Fin de l'extrait de 99 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Supranationale Subventionspolitik in der europäischen Filmförderung. Eine ökonomische Analyse
Université
University of Münster  (Institut für Verkehrswissenschaft)
Note
1,7
Auteur
Myro Kerler (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
99
N° de catalogue
V497552
ISBN (ebook)
9783346020840
ISBN (Livre)
9783346020857
Langue
allemand
mots-clé
Economics Film Media subsidies Public Policy EU European Union Funds
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Myro Kerler (Auteur), 2018, Supranationale Subventionspolitik in der europäischen Filmförderung. Eine ökonomische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497552
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  99  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint