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Das traditionelle Konzept des Homo Oeconomicus

Title: Das traditionelle Konzept des  Homo Oeconomicus

Seminar Paper , 2001 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alenka Reinmöller (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Summary Excerpt Details

In der Wirtschaftswissenschaft (insbesondere in der Neoklassik) wird ein Modell, das als Homo Oeconomicus bzw. economic man bezeichnet wird verwendet, um beobachtetes Verhalten zu erklären oder zukünftiges Verhalten prognostizieren zu können.
Die genaue Geburtsstunde des Homo Oeconomicus lässt sich nicht genau ermitteln. Bereits Adam Smith hat die Grundlage für dieses Verhaltensmodell gelegt, dass sich im Zuge der Entwicklung der Wirtschaftstheorie weiter verändert hat. Während Adam Smith davon ausging, dass der Mensch nicht nur an Eigennutz, sondern auch an sozialer Anerkennung interessiert ist, sind die Zielsetzungen des Homo Oeconomicus der Neoklassik auf egoistische Ziele reduziert.
Das Modell des Homo Oeconomicus ist allerdings umstritten. Es wird bezweifelt, ob es für die Verwendung im Rahmen einer empirischen Wissenschaft überhaupt geeignet ist. Es wird sogar angenommen, dass bei Verwendung des Modells die Nachhaltigkeit des Wirtschaftsprozesses gefährdet wird.
Um die Konzeption des Homo Oeconomicus zu verstehen ist es sinnvoll, die Entstehungsgeschichte des Homo Oeconomicus zu betrachten und einzelne Charaktereigenschaften zu analysieren.

Die vorliegende Seminararbeit beginnt mit einer Definition des Homo Oeconomicus. Im dritten Abschnitt erfolgt die Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung des Begriffes des wirtschaftenden Menschen. Diese Betrachtung bleibt auf die Klassik bzw. Neoklassik beschränkt, da im Rahmen dieser Arbeit das traditionelle Konzept des Homo Oeconomicus vorgestellt wird.
Im vierten Abschnitt, auf dem der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt, werden die charakteristischen Merkmale des Homo Oeconomicus und die Anforderungen an das Präferenzsystem der Wirtschaftssubjekte kritisch betrachtet. Im letzten Teil erfolgt ein kurzer Ausblick auf realitätsnähere Merkmale eines wirtschaftenden Menschen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.1 Gang der Untersuchung

2. Der Homo Oeconomicus als idealtypisches Konstrukt

3. Der Homo Oeconomicus im geschichtlichen Blick

3.1 Allgemeines

3.2 Der Homo Oeconomicus in der klassischen Nationalökonomie

3.2.1 Adam Smith

3.2.2 David Ricardo

3.2.3 John Stuart Mill

3.3 Der Homo Oeconomicus in der Neoklassik

4. Kritische Darstellung der Charakteristika des Homo Oeconomicus

4.1 Rationalität

4.2 Eigennutz

4.3 Vollkommene Information

4.4 Anforderung an die Nutzenmaximierer

4.4.1 Allgemeines

4.4.2 Axiome

5. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das traditionelle Konzept des „Homo Oeconomicus“ als grundlegendes Verhaltensmodell der Wirtschaftswissenschaften. Ziel der Arbeit ist es, die geschichtliche Entwicklung dieses Modells nachzuvollziehen sowie dessen zentrale Charakteristika und Anforderungen kritisch zu analysieren, um dessen Relevanz und Realitätsnähe zu hinterfragen.

  • Historische Einordnung des Modells in der klassischen Nationalökonomie und Neoklassik
  • Analyse der zentralen Eigenschaften: Rationalität, Eigennutz und vollkommene Information
  • Untersuchung der Anforderungen an das Präferenzsystem von Nutzenmaximierern
  • Diskussion der empirischen Kritik an den Modellannahmen
  • Reflektion über die Nachhaltigkeit bei der Anwendung des Homo-Oeconomicus-Konzepts

Auszug aus dem Buch

4.2 Eigennutz

Der Homo Oeconomicus verfolgt nur seine eigenen Interessen und ist grundsätzlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Er verhält er sich seinen Mitmenschen gegenüber aber neutral in dem Sinne, dass es ihm nichts bedeutet, ob es ihnen gut oder schlecht geht. Er empfindet weder Neid noch Schadenfreude, kennt aber auch kein Wohlwollen. Diese gegenseitig desinteressierte Vernünftigkeit ist für das durchschnittlich menschliche Verhalten in vielen Situationen typisch (z.B. Unternehmer maximieren ihren Gewinn). Somit ist das in der Ökonomik unterstellte Menschenbild realistisch. Es gibt Situationen, in denen sich Individuen nicht anders als egoistisch verhalten können.

Obwohl sie sich theoretisch anders verhalten könnten, sind Individuen häufig egoistisch. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie opportunistisch handeln, um ihr Eigeninteresse durchzusetzen. Durch rechtliche Rahmenbedingungen kann aber die Erfüllung von Verträgen durchgesetzt oder opportunistisches Verhalten mit Strafe belegt werden. Eigeninteressiertes rationales Handeln setzt immer eine geltende Ordnung voraus. Am Beispiel des Gefangenen-Dilemmas wird ersichtlich, dass diese individuelle Verhaltensweise jedoch zu völlig irrationalen Ergebnissen für alle zusammen führen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Homo Oeconomicus ein, skizziert die Problemstellung bezüglich seiner Realitätsnähe und erläutert den Gang der Untersuchung.

2. Der Homo Oeconomicus als idealtypisches Konstrukt: Hier wird das Modell als vereinfachte Verhaltenshypothese dargestellt, deren Hauptmerkmal uneingeschränkt rationales Verhalten und Informationsvollkommenheit ist.

3. Der Homo Oeconomicus im geschichtlichen Blick: Dieses Kapitel beleuchtet die Entwicklung des Menschenbildes von der Antike über die klassische Nationalökonomie bis hin zur Neoklassik.

4. Kritische Darstellung der Charakteristika des Homo Oeconomicus: Dieser Hauptteil setzt sich kritisch mit den zentralen Annahmen der Rationalität, des Eigennutzes, der Informationsvollkommenheit und den Anforderungen an das Präferenzsystem auseinander.

5. Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Realitätsferne des Modells und fordert eine Berücksichtigung von Gerechtigkeitsaspekten für zukünftige Generationen.

Schlüsselwörter

Homo Oeconomicus, Wirtschaftswissenschaften, Neoklassik, Rationalität, Eigennutz, Nutzenmaximierung, vollkommene Information, Verhaltenshypothese, ökonomisches Prinzip, klassische Nationalökonomie, opportunistisches Verhalten, Gefangenen-Dilemma, Präferenzordnung, methodologischer Individualismus, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Modell des Homo Oeconomicus, welches als zentrales, aber umstrittenes Verhaltensmodell in den Wirtschaftswissenschaften dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung des Modells sowie eine kritische Auseinandersetzung mit seinen definierenden Annahmen wie Rationalität, Egoismus und Informationsvollkommenheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept des Homo Oeconomicus durch eine Analyse seiner Geschichte und seiner charakteristischen Merkmale zu verstehen und dessen Anwendungsgrenzen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische und literaturgeschichtliche Analyse, um das Konzept des wirtschaftenden Menschen anhand einschlägiger wirtschaftswissenschaftlicher Literatur zu rekonstruieren und zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen Charakteristika wie Rationalität, Eigennutz und die Anforderungen an Nutzenmaximierer detailliert analysiert und deren Realitätsbezug kritisch diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Homo Oeconomicus, Rationalität, Eigennutz, Nutzenmaximierung und neoklassische Wirtschaftstheorie.

Wie bewertet die Arbeit die Annahme der vollkommenen Information?

Die Arbeit stuft die Annahme der vollkommenen Information als eine theoretische Fiktion ein, die in Verbindung mit vollkommener Rationalität logische Probleme aufwirft und empirisch nicht haltbar ist.

Was ist das Ergebnis der Analyse zum Eigennutz?

Die Analyse zeigt, dass eigennütziges Handeln zwar eine rationale Grundlage hat, jedoch in vielen Situationen, wie beispielsweise bei öffentlichen Gütern, zu gesellschaftlich nachteiligen Ergebnissen führen kann, die staatliches Eingreifen erfordern.

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Details

Title
Das traditionelle Konzept des Homo Oeconomicus
College
University of Frankfurt (Main)  (VWL)
Grade
2,0
Author
Alenka Reinmöller (Author)
Publication Year
2001
Pages
20
Catalog Number
V4975
ISBN (eBook)
9783638130295
Language
German
Tags
Homo Oeconomicus traditionelles Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alenka Reinmöller (Author), 2001, Das traditionelle Konzept des Homo Oeconomicus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4975
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