Argumentatives Schreiben. Unterrichtseinheit zur Förderung der Argumentationskompetenz in der Oberstufe


Hausarbeit, 2015

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Argumentatives Schreiben

3. Untersuchung der argumentativen Fähigkeiten
3.1 Orthographie
3.2 Bildungssprache
3.3 Argumentation

4. Unterrichtseinheit
4.1 Erste Unterrichtsstunde
4.2 Zweite Unterrichtsstunde
4.3 Dritte und vierte Unterrichtsstunde

1. Einleitung

Die Hausarbeit befasst sich mit der Argumentationskompetenz von sechs Schülerinnen und Schülern der Oberstufe und analysiert deren argumentative Fähigkeiten. Hierzu wird das Argumentieren definiert und bei näherer Betrachtung die Abgrenzung zu anderen Diskursformen dargelegt. Sobald der Begriff erläutert wurde, werden die Schülertexte hinzugezogen und es wird bestimmt, inwiefern die Orthographie korrekt angewendet worden ist, inwieweit der Text den Kriterien der Bildungssprache entspricht und die Sinngemäßheit der Argumentationsstruktur vorhanden ist. Zur Verdeutlichung dienen hierzu angefertigte Diagramme, die ebenfalls beschrieben werden.

Anschließend erfolgen eine Interpretation der jeweiligen Argumentationsleistungen, sowie eine darauf basierende Unterrichtseinheit, die die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler aufgreift und dazu passende Förderungsmaßnahmen beinhaltet. Diese basieren auf didaktischen und methodischen Überlegungen. Das Ziel dieser Maßnahmen ist die Weiterentwicklung des Wissenstandes im Argumentieren.

Den Abschluss der Arbeit bildet ein Fazit, welches die gewonnen Erkenntnisse zusammenfasst und noch einmal reflektiert. Hieraus werden Überlegungen zum eigenen Lehrerhandeln formuliert, die in der späteren Unterrichtspraxis genutzt werden können.

2. Argumentatives Schreiben

Die Argumentation wird notwendig sobald sich innerhalb eines Diskurses eine strittige Frage ergibt, in der die Meinungen der Teilnehmenden auseinander gehen. Hierbei werden die Argumente genutzt, um eine These zu unterstützen oder zu widerlegen. Der Geltungsanspruch des Arguments wird nach der Rationalität gewertet, was bedeutet, dass die anderen Diskursteilnehmenden von dem besseren Argument überzeugt werden müssen.

Das Argumentieren lässt sich mündlich, sowie schriftlich realisieren. Der klassische Aufbau einer Argumentationsstruktur ist monologisch und kann von einem Schreiber oder einem Sprecher durchgeführt werden. Hierbei spielt die Planungszeit eine entscheidende Rolle. Davon ist nämlichen bei einem klassischen Aufbau genug vorhanden. Der erste Schritt ist die Entkräftung der Gegenargumente und darauf folgt die Begründung der eigenen Position. Bei der dialogischen Argumentationsform handelt es sich meistens um eine Gesprächssituation. Allerdings lässt sich die dialogische Variante schriftlich besser realisieren als die Monologische.1 Das liegt daran, dass in einem Text beide Positionen erläutert werden und am Ende ein Fazit gefasst wird. Gespräche sind oftmals sehr spontan und es besteht weniger Planungszeit für das passende Argument. Dies kann ungeübt dazu führen, dass die Argumente schlecht platziert sind oder nicht korrekt gewählt werden.

Zu den Zielen des Deutschunterrichts gehört die Förderung der Argumentationskompetenz, besonders im schriftlichen und mündlichen Bereich. Die Kompetenzbereiche „Sprechen und Zuhören“ und „Schreiben“ nehmen einen großen Teil des Deutschunterrichts in der Sekundarstufe ein.2

3. Untersuchung der argumentativen Fähigkeiten

In den Beispielen der sechs Schülerinnen und Schülern handelt es sich um eine schriftliche Argumentation hinsichtlich des Themas Führerschein mit 17 Jahren. Die Verfasser wägen die positiven und negativen Argumente gegeneinander ab und nehmen am Ende eine Position für oder gegen den Führerschein mit 17 Jahren ein. Bei den Schülertexten handelt es sich um Texte von Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen.

Die Kriterien zur Untersuchung der Schreib- und Argumentationskompetenz beziehen sich auf die Orthographische Kompetenz, auf die Bildungssprache und die Sinnhaftigkeit der Argumente. Bei der orthographischen Analyse wurden die drei Ausprägungen Fremdwortschreibung, Anzahl der Fremdwörter, Kommasetzung und Groß- und Kleinschreibung betrachtet. Die Bildungssprache wurde über die Verwendung von Nominalisierungen, Anzahl der Sätze und Nebensätze untersucht. Die Anzahl der Fehler in der Orthographie und die der Nebensätze, sowie Fremdwörter wurden bei allen sechs Schülern und Schülerinnen gezählt und in einem Säulendiagramm bildlich dargestellt.

Dadurch, dass alle Ergebnisse in einem Diagramm zusammengefasst sind, lässt sich ein besserer Vergleich anstellen und für die Lehrkraft wird ersichtlich, inwieweit, sie bei der Förderung differenzieren sollte. Je heterogener die Gruppe der Schülerinnen und Schüler ist, desto mehr Freiraum sollte der Lerngruppe bei der Erarbeitung gelassen werden, oder die Lehrperson trägt die Verantwortung die Umsetzung so zu gestalten, dass sie an jeden Lernstand genau angepasst ist.

3.1 Orthographie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im orthographischen Bereich wurden die meisten Fehler bei der Kommasetzung gemacht. Die Texte von Schüler 11 und Schüler 13 wiesen keine Kommafehler auf, während bei Schüler 10 und Schüler 12 acht Kommafehler zu finden waren. Alle Schüler schrieben zwischen 250 und 388 Wörtern. Schüler 17 schrieb mit 388 Wörtern den längsten Text und Schüler 12 mit 250 Wörtern den Kürzesten. Bei der Groß- und Kleinschreibung wurden im Schnitt 3,6 Fehler gemacht. Besonders aufgefallen sind die fälschlicherweise kleingeschriebenen Nomen, die die Mehrheit der Groß- und Kleinschreibungsfehler ausgemacht haben. Bei Betrachtung der Texte, wurden in den meisten Fällen der Fremdwortnutzung kaum bis keine Fehler festgestellt.

3.2 Bildungssprache

Das Beherrschen der Bildungssprache äußert sich durch die Verwendung von unter anderem Passiv, Konjunktiv, Komposita, Partizipialattributen, Nominalisierungen und unpersönlichen Ausdrücken. Außerdem ist das Kennen und Nutzen bildungssprachlicher Elemente eine wesentliche Voraussetzung für den Bildungserfolg. Die Aneignung zählt zur allgemeinen Sprachsozialisation und wird nicht in der Schule gelehrt. Das bedeutet, dass die Kenntnis über die Bildungssprache abhängig von dem sozialen Umfeld des Schülers bzw. der Schülerin ist. Im Unterschied zur Schulsprache ist die Bildungssprache stark schriftgebunden. Die Schulsprache selbst ist eine für den Unterricht gemachte Sprache, die die Lehr-Lernprozesse steuert und zur Wissensvermittlung dient.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Schülerinnen und Schüler verfassten im Schnitt 15,3 Sätze in ihrer Erörterung. Nominalisierungen wurden verhältnismäßig wenig verwendet und waren des Öfteren orthographisch nicht korrekt.

3.3 Argumentation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Fazit positiv àkein Fazit, lediglich Empfehlung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Fazit negativ àFazit ausgeglichen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Fazit negativ àFazit ausgegliche006E

[...]


1 Pohl, Thorsten: Studien zur Ontogonese wissenschaftlichen Schreibens, Siegen 2005 [S. 325]

2 URL: http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_10_18-Bildungsstandards-Deutsch-Abi.pdf

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Argumentatives Schreiben. Unterrichtseinheit zur Förderung der Argumentationskompetenz in der Oberstufe
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V497692
ISBN (eBook)
9783346022431
ISBN (Buch)
9783346022448
Sprache
Deutsch
Schlagworte
argumentatives, schreiben, unterrichtseinheit, förderung, argumentationskompetenz, oberstufe
Arbeit zitieren
Katharina Schmitt (Autor:in), 2015, Argumentatives Schreiben. Unterrichtseinheit zur Förderung der Argumentationskompetenz in der Oberstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497692

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