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Intervention bei Störungen im Unterricht. Konfliktlösung durch Anwendung kooperativer Strategien

Titel: Intervention bei Störungen im Unterricht. Konfliktlösung durch Anwendung kooperativer Strategien

Seminararbeit , 2018 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sophie Koenen (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Unterricht treten immer wieder Unterrichtsstörungen und Konflikte auf. Oft sind Lehrer angesichts solcher Probleme ratlos oder unbeholfen, vor allem wenn es um einen Konflikt geht, der die ganze Klasse betrifft. Einem einzelnen störenden Schüler kann im Ernstfall ein Verweis erteilt werden. Wenn aber die ganze Klasse den Unterricht stört oder ein Fall von Mobbing auftritt, müssen andere Maßnahmen ergriffen werden. Im Folgenden werden mögliche kooperative Interventionsstrategien dargestellt, die in solchen Situationen helfen können.

Dafür werden zunächst die Begriffe Unterrichtsstörung und Konflikt geklärt. Um kooperative Interventionsstrategien von direktiven Interventionsstrategien abzugrenzen, werden anschließend die Merkmale der beiden verschiedenen Arten von Interventionsstrategien erläutert. Daraufhin werden für kooperative Interventionsstrategien exemplarisch die Klassengespräche nach Gordon und die kooperative Methode nach Redlich und Schley geschildert. Da Konflikte im Unterricht auch durch aggressives Verhalten und, im Rahmen dessen in Form von Mobbing auftreten können, wird dieses Phänomen ebenfalls eingehender betrachtet. Als kooperative Interventionsstrategie wird dazu beispielhaft die Aggressionsverminderung auf drei Ebenen nach Olweus erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unterrichtsstörungen und Konflikte im schulischen Kontext

3 Bewältigung von Konflikten

3.1 Direktive Strategien

3.2 Kooperative Strategien

3.2.1 Klassengespräche nach Gordon

3.2.2 Kooperative Methode nach Redlich und Schley

4 Aggressives Verhalten und seine Bewältigung nach Olweus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten, wie Lehrkräfte mit Unterrichtsstörungen und Konflikten im schulischen Alltag umgehen können, mit einem besonderen Fokus auf kooperative Interventionsstrategien. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Konflikte nachhaltig gelöst und durch soziale Kompetenzförderung sowie ein verbessertes Schulklima präventiv vermieden werden können.

  • Unterscheidung zwischen direktiven und kooperativen Interventionsstrategien
  • Analyse der Klassengespräche nach Gordon als niederlagelose Konfliktlösungsmethode
  • Erläuterung der kooperativen Methode nach Redlich und Schley inklusive Verhaltensmodifikation
  • Umgang mit aggressivem Verhalten und Mobbing nach dem Drei-Ebenen-Modell von Olweus
  • Reflektion der Rolle von Lehrkräften und der Bedeutung elterlicher Kooperation

Auszug aus dem Buch

3.2 Kooperative Strategien

Der Übergang von direktiven zu kooperativen Strategien kann nicht scharf abgegrenzt werden (Nolting, 2016, S. 77), da auch kooperative Strategien durchaus direktive Elemente enthalten können. So setzt beispielsweise immer der Lehrer den Ablauf kooperativer Strategien in Gang und bringt einflussreiche Vorschläge ein. Im Gegensatz zu den direktiven Strategien ist bei den kooperativen Strategien aber ausschlaggebend, dass die Meinung der Schüler angehört und miteinbezogen wird. Lehrer und Schüler müssen somit miteinander kooperieren (Kiel, Frey & Weiß, 2013, S. 163). Konflikte sollen gemeinsam mit allen Beteiligten, also dem Lehrer und der Klasse, gelöst werden (Nolting, 2016, S. 126). Der Leitsatz hierfür lautet „»Wie lösen wir das Problem?«“ (ebd., Hervorhebung im Original). Der Einbezug der Klasse ist notwendig, um keine Lösungen gegen den Willen der Schüler durchzusetzen oder ohne sie zu treffen (a.a.O., S. 125). Wenn ein Lösungsansatz ohne das Einverständnis der Schüler durchgesetzt wird, ist es wahrscheinlich, dass die Klasse rebelliert und der Lösungsansatz scheitert.

Die gemeinsame Entscheidungsfindung mit der Klasse kann zusätzlich einen bedeutenden Faktor bei der Analyse eines Problems darstellen, denn ohne den Einbezug der Sichtweise der Schüler ist ein Problem womöglich nicht ausreichend beurteilbar oder seine Hintergründe bleiben verborgen (ebd.).

Kooperative Strategien stellen sogenannte Prozess-Strategien dar (a.a.O., S. 126), das heißt, sie sind keine Lösungen, sondern Vorgehensweisen. Dabei muss für einen ähnlichen Konflikt in einer anderen Klasse womöglich ein völlig anderes Vorgehen gewählt werden, da dieses individuell von den Beteiligten abhängt (ebd.). Im Mittelpunkt kooperativer Strategien steht immer das Gespräch zwischen dem Lehrer und der Klasse. Wie das Gespräch geführt wird, ist dabei entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen (a.a.O., S. 127). Nur wenn eine angenehme Atmosphäre herrscht und sich jeder in seinem Standpunkt verstanden fühlt, kann das Verfahren erfolgreich sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Unterrichtsstörungen und Konflikten ein und skizziert das Ziel der Arbeit, kooperative Interventionsstrategien vorzustellen.

2 Unterrichtsstörungen und Konflikte im schulischen Kontext: Hier werden die Begriffe Konflikt und Unterrichtsstörung wissenschaftlich definiert und voneinander abgegrenzt.

3 Bewältigung von Konflikten: Dieses Kapitel stellt direktive und kooperative Strategien gegenüber und erläutert letztere anhand von Gordons Klassengesprächen sowie der Methode nach Redlich und Schley.

4 Aggressives Verhalten und seine Bewältigung nach Olweus: Die Arbeit widmet sich hier der spezifischen Herausforderung durch aggressives Verhalten und Mobbing, wobei das Präventions- und Interventionsmodell von Olweus detailliert dargelegt wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von kooperativen Strategien für ein gesundes Schulklima und die soziale Entwicklung der Schüler.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörungen, Konfliktlösung, Kooperative Strategien, Klassengespräche, Gordon, Redlich und Schley, Verhaltensmodifikation, Aggressives Verhalten, Mobbing, Olweus, Prävention, Intervention, Schulklima, Soziale Kompetenz, Lehrkräfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Intervention bei Unterrichtsstörungen und Konflikten unter Anwendung kooperativer Strategien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Konfliktanalyse im Unterricht, kooperativen Gesprächsführungstechniken und speziellen Programmen zur Aggressionsverminderung bei Mobbing.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch kooperative Ansätze Konflikte nachhaltig lösen und ein positives Miteinander in der Klasse fördern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer Konzepte, insbesondere die Ansätze von Gordon, Redlich, Schley und Olweus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Abgrenzung direktiver und kooperativer Methoden sowie die Umsetzung konkreter Interventionsprogramme in Schule, Klasse und auf individueller Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Konfliktlösung, kooperative Interventionsstrategien, Aggressionsverminderung und Mobbingprävention.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit einer individuellen Anpassung der Strategien?

Da jede Klasse und jede Konfliktsituation einzigartig ist, müssen die Methoden flexibel auf die beteiligten Personen und die Hintergründe der Störungen zugeschnitten werden, um erfolgreich zu sein.

Welche Rolle spielt die Einbeziehung der Eltern bei der Mobbingbewältigung nach Olweus?

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist essenziell, da diese einen großen Einfluss auf die Kinder haben und die Schule bei der Aufklärung und Verhaltensänderung unterstützen können.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Intervention bei Störungen im Unterricht. Konfliktlösung durch Anwendung kooperativer Strategien
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Sophie Koenen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V497885
ISBN (eBook)
9783346018533
ISBN (Buch)
9783346018540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
intervention störungen unterricht konfliktlösung anwendung strategien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Koenen (Autor:in), 2018, Intervention bei Störungen im Unterricht. Konfliktlösung durch Anwendung kooperativer Strategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497885
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Leseprobe aus  17  Seiten
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