Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Lernspiele auf den Mathematikunterricht. Es werden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und Darstellungen von Lernspielen ergründet sowie Vor- und Nachteile thematisiert. Lernspiele im Unterricht leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Denkerziehung. Kinder lernen selbstständig nach Lösungen zu suchen und bauen ihre sozialen und personalen Kompetenzen aus.
Der Übergang von der Kindertagesstätte zur Grundschule verändert die Lebensweise und soziale Stellung der Kinder. Das Spielen, welches während der frühkindlichen Zeit eine dominierende Tätigkeit ist, wird durch das Lernen ersetzt. Doch Kinder haben während des Lernens das Bedürfnis zu spielen. Spielen begeistert und steigert die Persönlichkeitsentwicklung. Das didaktische Spiel bzw. Lernspiel dient im Unterricht zu Zwecken der Bildungs- und Erziehungsaufgabe. Sie bieten die Möglichkeit neue Lerninhalte bzw. Themen einzuführen, mathematische Rechenfertigkeiten zu üben und zu festigen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Einsatzmöglichkeiten und Darstellungen
1.1 Übungsorientierte Spiele
1.2 Problemorientierte Spiele
1.3 Partner- und Gruppenspiele
1.4 Einzelspiele
2. Einsatz von Lernspielen: Vor- und Nachteile
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht auf Basis der Sekundärliteratur die Rolle von Lernspielen im Mathematikunterricht der Grundschule. Ziel ist es, zu klären, inwiefern Lernspiele einen unterstützenden Baustein für das mathematische Verständnis darstellen, indem sie einerseits die Lernmotivation steigern und andererseits die Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten fördern.
- Einsatzmöglichkeiten von Lernspielen im Unterricht
- Differenzierung zwischen übungsorientierten und problemorientierten Spielen
- Analyse von Sozialformen wie Partner-, Gruppen- und Einzelspielen
- Bewertung der Vor- und Nachteile des spielerischen Lernens
- Förderung mathematischer Kompetenzen durch Motivation und aktive Handlung
Auszug aus dem Buch
1.2 Problemorientierte Spiele
Im Vergleich zum übungsorientiertem Spiel verfolgen problemorientierte Spiele nicht das Ziel, Lerninhalte zu trainieren, sondern die Übermittlung von Lernzielen. Dennoch schließt diese Art des Spiels das Erlernen von mathematischen Inhalten nicht aus. Das problemorientierte Spiel leistet einen Beitrag zur Förderung der allgemeinen mathematischen Kompetenzen, die das Kommunizieren, Argumentieren, Modellieren und Darstellen umfassen. Der Lernprozess im Mathematikunterricht erfolgt im Sinne des forschenden Unterrichts. Eine Problemstellung regt den Erkenntnisprozess an und weckt die Lernmotivation. Das Suchen und Forschen geht vom Unbekannten und Außergewöhnlichen aus. Während des Problemlösens werden mathematische Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten angewendet. Eigenständig oder gemeinsam mit der Lehrperson entwickeln Kinder Lösungsstrategien. Die gemeinsame Erarbeitung weckt das produktive Denken der Kinder auf. Unbewusst werden Zusammenhänge erkannt, genutzt und auf ähnliche Sachverhalte übertragen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Spiels als motivierendes didaktisches Mittel im Mathematikunterricht und stellt die Forschungsfrage nach dem unterstützenden Wert von Lernspielen für das mathematische Verständnis.
1. Einsatzmöglichkeiten und Darstellungen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Anwendungsbereiche von Lernspielen und klassifiziert diese in unterschiedliche Spielarten, von übungsorientierten über problemorientierte Spiele bis hin zu verschiedenen Sozialformen.
2. Einsatz von Lernspielen: Vor- und Nachteile: Das Kapitel analysiert kritisch die didaktischen und methodischen Vor- und Nachteile, wobei insbesondere Aspekte der Differenzierung, Motivation und möglicher negativer Begleiterscheinungen wie Konkurrenzdruck beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Grundschule, Lernspiele, didaktisches Mittel, Spielpädagogik, mathematisches Verständnis, Übungsorientierte Spiele, Problemorientierte Spiele, Sozialformen, Lernmotivation, Kompetenzförderung, Differenzierung, Handlungsspielraum, Mathematische Muster, Unterrichtsatmosphäre
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Funktion von Lernspielen im Mathematikunterricht der Grundschule und deren Beitrag zum Lernerfolg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt die Kategorisierung von Lernspielen, deren Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Sozialformen sowie eine Abwägung der pädagogischen Vor- und Nachteile.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Lernspiele als unterstützender Baustein für das mathematische Verständnis dienen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt ihre Ausführungen auf eine systematische Aufarbeitung und Analyse der vorhandenen Sekundärliteratur zu den Themen Grundschulpädagogik und Mathematikdidaktik.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Einsatzmöglichkeiten (übungsorientiert vs. problemorientiert), die Betrachtung von Einzel-, Partner- und Gruppenspielen sowie eine kritische Evaluation der Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mathematikunterricht, Grundschule, Lernspiele, Spielpädagogik, Kompetenzförderung und Unterrichtsdifferenzierung.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen übungsorientierten und problemorientierten Spielen?
Übungsorientierte Spiele dienen primär der Festigung bekannter Rechenfertigkeiten, während problemorientierte Spiele den Erkenntnisprozess und die Entwicklung eigener Lösungsstrategien in den Fokus rücken.
Welchen Einfluss haben Sozialformen auf das Spielgeschehen?
Die Sozialform beeinflusst, ob eher individueller Wettbewerb (Partner-/Gruppenspiel) oder die persönliche Lernanstrengung (Einzelspiel) im Vordergrund steht, wobei jede Form spezifische Anforderungen an die Disziplin und das soziale Lernen stellt.
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- Anonym (Autor), 2016, Lernspiele. Hilfe für das mathematische Verständnis in der Grundschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497978