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Kommunismus als Religion?!

Eine Untersuchung

Titre: Kommunismus als Religion?!

Texte Universitaire , 2015 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Jacob Maatz (Auteur)

Politique - Autres sujets de politique internationale
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In einem ersten Schritt sollen die Elemente und Funktionen von Religionen, so wie sie sich in der marxistischen Theorie darstellen, rekonstruiert werden.
Anschließend soll, insbesondere unter Rückgriff auf die Geschichte der frühen Sowjetunion, erörtert werden, ob und warum der Kommunismus als Religion verstanden werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Elemente und Funktionen von Religionen in der marxistischen Theorie

3. Kommunismus als Religion?!

3.1 Wie entwickelte sich der Kommunismus (in Russland) und was machte ihn so attraktiv?

3.2 Ist der Kommunismus eine Religion?

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das paradoxe Verhältnis zwischen dem atheistischen Selbstverständnis des Kommunismus und seinen quasi-religiösen Strukturen, insbesondere in der frühen Sowjetunion. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob und warum der Kommunismus als eine Form von Religion oder säkularer Ersatzreligion verstanden werden kann.

  • Marxistische Religionskritik und deren Anwendung auf kommunistische Ideologien
  • Historische Entwicklung des Kommunismus in Russland unter besonderer Berücksichtigung der Bolschewiki
  • Psychologische und soziopolitische Attraktivitätsfaktoren des kommunistischen Weltbildes
  • Analyse von Führerkult, Ritualen und institutionellen Strukturen im Sowjet-System
  • Gegenüberstellung von kommunistischer Dogmatik und religiösen Heilsversprechen

Auszug aus dem Buch

3.2 Ist der Kommunismus eine Religion?

Im folgenden Teil soll auf der Grundlage der obigen Darstellung geklärt werden, ob und warum der Kommunismus als Religion angesehen werden kann. Dafür werden die in der Auseinandersetzung mit der Religionskritik der Aufklärung entwickelten Grundzüge der Marxschen Religionskritik auf den Kommunismus selbst angewandt und außerdem die Überlegungen Michail Ryklins, der eine unauflösliche Verbindung von Kommunismus und Religion behauptet, auf ihre Plausibilität hin überprüft.

Der Kommunismus hat keinen privilegierten Zugang zur Wahrheit. Wie alle Religionen und allen bürgerlichen Wissenschaften steht er von vornherein unter Ideologieverdacht, dabei meint Ideologie hier nicht eine apriori ‘falsche Aneignung von Welt’, sondern eine prinzipiell “frag-würdige” Weltanschauung. Das allein ergibt sich schon aus der problematischen geschichtsphilosophischen Prämisse, dass der Lauf der Geschichte in einer klassenlosen Gesellschaft enden wird und soll. Wenn ein solches telos der Geschichte nicht empirisch verifiziert werden kann, verlässt man das Feld gesicherten Wissens und betritt den Boden des Glaubens.

So wie andere klassische Religionen die Befriedigung von Bedürfnissen affektiver und ästhetischer Natur auffangen und in rituelle Bahnen lenken, so verfährt auch der klassische Kommunismus. Veranschaulicht werden kann dies zum Beispiel am exzessiven Bilderkult aller kommunistischen Bewegungen oder an den jährlichen Aufmärschen zur Feier der Oktoberrevolution in Moskau. Religion speist sich aus den Differenzerfahrung, die der Mensch im Umgang mit der Natur macht. Eine ähnliche Differenzerfahrung und ein politisches Ohnmachtsgefühl liegen auch dem Kommunismus zu Grunde. In diesen Kontext gehört auch der Zusammenhang von Religion und Entfremdung. Religion hat die Aufgabe, Klasseninteressen und die Ausbeutung durch die herrschende Klasse zu verschleiern sowie die Lösung aller irdischen Probleme in ein himmlisches Jenseits zu verschieben (Zwei-Welten-Theorie). Ein ähnliches Strukturmuster liegt wiederum dem Kommunismus zu Grunde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel stellt die Ausgangsthese vor, dass der offiziell atheistische Kommunismus in seiner Struktur und Praxis Merkmale einer Religion aufweist, und definiert den theoretischen Rahmen der Untersuchung.

2. Elemente und Funktionen von Religionen in der marxistischen Theorie: Hier werden die wesentlichen Punkte der marxistischen Religionskritik nach Robert Steigerwald rekonstruiert, um die Grundlagen für einen Vergleich mit dem Kommunismus zu schaffen.

3. Kommunismus als Religion?!: In diesem Hauptteil wird analysiert, wie sich der Kommunismus in Russland historisch formierte und warum er als ein System gedeutet werden kann, das religiöse Bedürfnisse und Strukturen instrumentalisiert oder ersetzt.

3.1 Wie entwickelte sich der Kommunismus (in Russland) und was machte ihn so attraktiv?: Dieses Kapitel beleuchtet den Aufstieg der Bolschewiki nach 1917 sowie die politischen und psychologischen Faktoren, die den Kommunismus für Kader und Massen attraktiv machten.

3.2 Ist der Kommunismus eine Religion?: Die Argumentation wird hier direkt auf die Forschungsfrage fokussiert, indem der Kommunismus anhand von Religionsmerkmalen wie Glaubensgrundsätzen, Ritualen und Institutionen kritisch geprüft wird.

4. Fazit: Das Fazit bejaht die Ausgangsfrage und ordnet den Kommunismus als eine Art säkulare oder Ersatzreligion ein, die trotz ihres atheistischen Selbstbildes metaphysische Züge trägt.

5. Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Kommunismus, Religion, Marxismus, Sowjetunion, Bolschewiki, Ideologie, Religionskritik, Führerkult, Ersatzreligion, Lenin, Stalin, Geschichte, Herrschaft, Glauben, Weltanschauung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dem atheistischen Selbstverständnis des Kommunismus und dem Vorwurf, er funktioniere selbst als eine Form von Religion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die marxistische Religionskritik, die historische Etablierung des Bolschewismus in der Sowjetunion sowie soziopolitische Analysen von Macht und Ideologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und warum der Kommunismus historisch und strukturell als Religion bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der theoretische Grundlagen der marxistischen Religionskritik auf die historische Praxis der kommunistischen Bewegung angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem historischen Kontext des Aufstiegs der Bolschewiki, der psychopolitischen Formierung von Kadern und der Analyse von Ritualen und Symbolik im kommunistischen System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kommunismus, Religion, Ideologie, Führerkult und säkulare Ersatzreligion.

Welche Rolle spielt der Personenkult um Lenin bei der Argumentation?

Der Personenkult um Lenin wird als zentrales Element identifiziert, das den Kommunismus religiös auflädt, indem Lenin zur unsterblichen Führergestalt stilisiert wird, ähnlich einem neuen Christus.

Wie unterscheidet sich die "Weltanschauung" des Kommunismus laut dem Autor von traditionellen Religionen?

Der Autor argumentiert, dass der Kommunismus keine überirdische Transzendenz beansprucht, sondern eine radikale Neugestaltung der Welt anstrebt, die jedoch durch eine geschichtsphilosophische Heilsversprechung ähnliche Glaubensmuster erzeugt.

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Résumé des informations

Titre
Kommunismus als Religion?!
Sous-titre
Eine Untersuchung
Université
University of Potsdam
Note
1,7
Auteur
Jacob Maatz (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
17
N° de catalogue
V498010
ISBN (ebook)
9783346013699
ISBN (Livre)
9783346013705
Langue
allemand
mots-clé
Kommunismus Religion Ryklin
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jacob Maatz (Auteur), 2015, Kommunismus als Religion?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498010
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Extrait de  17  pages
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