Psychische Krankheiten und Drogen, ein oft miteinander verbundenes Thema. Drogen verändern das Erleben des Menschen, in einer ähnlichen Weise wie psychische Krankheiten.
„Nach dem Auftreten einer psychotischen Erkrankung kommt es immer wieder zu einer gewissen Sprachlosigkeit. Patienten wie Angehörige sind verunsichert, dass es „so etwas“ überhaupt gibt.“ (Bäuml, 1994, Rückseite)
Nicht gewusst, worum es überhaupt geht und vor allem wie man mit solch einer Krankheit umgeht, habe auch ich. „Exogene Schizophrenie“ hieß die Diagnose eines guten Freundes vor 3 Jahren.
Oft hörte man Sätze wie beispielsweise „Du willst mich umbringen?“ oder ähnliches, dabei ging es in diesen Unterhaltungen meist lediglich um belanglose Dinge und keinesfalls um ihn. Mit Alkohol hatte alles angefangen, es folgten illegale Drogen. Am Anfang nur ab und zu, dann immer häufiger, bis mit dieser Sucht dann die Schizophrenie ausgelöst wurde.
Zum besseren Verständnis gliedere ich den Hauptteil der Arbeit in zwei Teile, einen theoretischen Teil und einen fallbezogenen Teil. Im theoretischen möchte ich erst einmal die Begriffe Schizophrenie, Drogen und Jugend näher erläutern. Hierbei kurz auf die Krankheit Schizophrenie eingehen, den Begriff und das Entstehen erklären, den Drogenbegriff thematisieren und die Lebensphase Jugend beschreiben. Dies geschieht immer im Bezug zum Hauptteil. Der theoretische Teil erklärt die Begriffe nicht im Ganzen, sondern nur in den Teilen, die für diese Arbeit überhaupt relevant sind. Im fallbezogenen Teil möchte ich dann das Entstehen der Drogensucht und die daraus folgende Schizophrenie anhand des Fallbeispieles und mit Bezug zur Jugend ihren Aufgaben und Problemen als Lebensphase beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erläuterungen
2. 1 Schizophrenie
2. 1. 1 Begriff
2. 1. 2 ICD 10
2. 1. 3 Ursachen
2. 1. 4 Häufigkeit
2. 2 Drogen
2. 2. 1 Begriff
2. 2. 2 Sucht
2. 2. 3 Legale Drogen
2. 2. 4 Illegale Drogen
2. 3 Jugend
2. 3. 1 Begriff
2. 3. 2 Merkmale
2. 3. 3 Anforderungen und Erwartungen
2. 3. 4 Risiken und Chancen
3. Talfahrt zum Lebenswandel
3. 1 Vorgeschichte
3. 2 Rolle des Alkohols
3. 3 erste Probleme
3. 4 Hauptproblem
3. 5 erste Einweisung
3. 6 Veränderung
3. 7 zweite Einweisung
3. 8 Therapie
3. 9 positive Veränderung?
4. Bezug zur Praxisstelle
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, die Lebensphase Jugend im Kontext von psychischen Erkrankungen und Drogenmissbrauch anhand eines konkreten Fallbeispiels zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.
- Definition und Grundlagen von Schizophrenie
- Kategorisierung und Wirkungsweise von legalen und illegalen Drogen
- Psychosoziale Entwicklungsaufgaben und Risiken in der Lebensphase Jugend
- Fallstudie einer Drogenkarriere mit nachfolgender schizophrenen Psychose
- Reflexion über Präventionsmöglichkeiten in der pädagogischen Praxis
Auszug aus dem Buch
3. 4 das Hauptproblem
1998, mit 17 Jahren, begann M. seine Lehre, um an Geld für Drogen zu kommen. „Erste gegengeschlechtliche Kontakte und sexuelle Erfahrungen fallen in die Altersspanne zwischen 15 und 17 Jahren“ (Heinze, Seite 158) so auch bei ihm. Er hatte eine Beziehung zu einem Mädchen. Die Erwartungen an eine Beziehung jedoch legte er schon in diesem Alter ziemlich hoch. Er sah die Erfüllung einer Beziehung darin, mit der Person alt zu werden und eine Familie aufzubauen. Von dem Zeitpunkt an, als sich dieses Mädchen von ihm trennte, nahm er täglich Haschisch, um damit klar zu kommen und zur Stressbewältigung. Er trank weniger Alkohol und war immer noch der Überzeugung, nicht abhängig von Drogen zu sein.
Einige Zeit später begann M. erneut eine Beziehung. Für diese gab er das „Kiffen“ auf. Nach einer erneuten Trennung nahm M. von nun an alles. Hierbei stand für ihn Crystal an erster Stelle, dann „kiffen“, Pilze, Kokain und ab und zu LSD.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Verbindung von psychischen Krankheiten und Drogenkonsum ein und skizziert das fallbezogene Vorgehen der Arbeit.
2. Erläuterungen: Dieser Teil bietet theoretische Grundlagen zu den Begriffen Schizophrenie, Drogen und der Lebensphase Jugend.
3. Talfahrt zum Lebenswandel: Hier wird der Fallverlauf von M. detailliert nachgezeichnet, vom Beginn des Drogenkonsums bis hin zu den psychiatrischen Aufenthalten und dem späteren Lebenswandel.
4. Bezug zur Praxisstelle: Dieses Kapitel reflektiert den Einsatz der Fallgeschichte in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen zur Drogenprävention.
5. Schluss: Der Schluss fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die Entwicklungsaufgaben, Risiken und Chancen im Jugendalter zusammen.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, Drogen, Jugend, Sucht, Psychose, Vulnerabilität, Adoleszenz, Prävention, Drogenberatung, Fallbeispiel, Identitätsentwicklung, Rausch, Krisenintervention, Sozialarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und der Entstehung einer schizophrenen Psychose während der Lebensphase Jugend.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition von Schizophrenie, die Klassifizierung von Suchtmitteln, die entwicklungspsychologischen Anforderungen an Jugendliche sowie die praktische Anwendung von Fallbeispielen in der Präventionsarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Kombination von Theorie und einer konkreten Fallstudie ein tieferes Verständnis für die Risiken und Belastungen Jugendlicher in Bezug auf psychische Erkrankungen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturarbeit zu den Fachbegriffen und einem fallorientierten, explorativen Ansatz zur Darstellung der individuellen Entwicklung von M.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Schizophrenie, Drogen und Jugend theoretisch erläutert, gefolgt von der detaillierten Fallbeschreibung des Protagonisten M. und dessen Weg durch Schule, Lehre und psychiatrische Therapie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schizophrenie, Drogen, Jugend, Sucht, Adoleszenz und Prävention beschreiben.
Warum wurde in der pädagogischen Praxis ein ehemaliger Betroffener zur Aufklärung hinzugezogen?
Der Autor argumentiert, dass Jugendliche von einem Gespräch mit jemandem, der praktische Erfahrungen mit Drogen hat, eher profitieren als von rein theoretischen Vorträgen durch Polizeibeamte.
Welchen Einfluss hatte das familiäre Umfeld auf den Fall M.?
Trotz der elterlichen Scheidung und den damit verbundenen Sorgen, erwiesen sich die Eltern als wichtige Stütze, die den Betroffenen während der Krisen und Klinikaufenthalte kontinuierlich unterstützten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2004, Talfahrt zum Lebenswandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49818