Der demografische Wandel verursacht einen Mangel an Nachwuchs- und Fachkräften. Folglich wird es für Unternehmen immer schwieriger, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Gleichzeitig stellt die Generation Y, die jüngere Arbeitnehmergeneration, hohe Anforderungen an ihren zukünftigen Arbeitgeber. Einen Lösungsansatz bietet das Employer Branding, mit dem sich Unternehmen eine eigene Arbeitgebermarke aufbauen.
Ist Employer Branding ein effektives Instrument für Unternehmen, um auf die Herausforderungen des Fachkräftemangels zu reagieren? Welche Anforderungen stellt die Generation Y an ihren potentiellen Arbeitgeber? Und welche Maßnahmen sollten Unternehmen ergreifen, um die Generation Y für sich zu gewinnen?
Andreas Mederer erklärt die Wünsche und Bedürfnisse der Generation Y, und wann die junge Generation einen Arbeitgeber als attraktiv wahrnimmt. Auf dieser Grundlage erstellt er Maßnahmen für das Employer Branding. Außerdem gibt er praktische Handlungsempfehlungen für den Aufbau einer eigenen Arbeitgebermarke.
Aus dem Inhalt:
- Unternehmenskultur
- War of Talents
- Work-Life-Balance
- Active Sourcing
- Personalmanagement
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau
2 Arbeitsmarktsituation und Generationenwandel
2.1 Demographischer Wandel
2.2 Fachkräftemangel
2.3 Wertewandel
2.4 Grundlagen der Generation Y
2.4.1 Generation Babyboomer
2.4.2 Generation X
2.4.3 Generation Y: Anspruchsvolle Nachwuchskräfte
3 Theoretische Grundlagen Employer Branding
3.1 Definition und Erklärung
3.2 Employer Branding vs Corporate Branding
3.3 Employer Branding vs Personalmarketing
3.4 Bedeutung Employer Branding
3.5 Funktionen einer Arbeitgebermarke
3.6 Wirkungsbereiche
3.7 Arbeitgeberpositionierung – Strategie
4 Maßnahmen Employer Branding
4.1 Externe Maßnahmen
4.2 Interne Maßnahmen
5 Marktforschung – Empirische Untersuchung
5.1 Fragestellung
5.2 Forschungshypothesen
5.3 Untersuchungsmethode
5.4 Fragebogengestaltung
5.5 Durchführung
5.6 Auswertung und Interpretation
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch strategisches Employer Branding dem Fachkräftemangel begegnen und die Generation Y als Arbeitgebermarke gewinnen können. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Analysen und einer empirischen Umfrage Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um sich als "Employer of Choice" erfolgreich zu positionieren.
- Analyse der Arbeitsmarktsituation und des demografischen Wandels
- Verständnis der Bedürfnisse und Werte der Generation Y
- Gegenüberstellung von Employer Branding und verwandten Disziplinen
- Identifikation wirksamer interner und externer Branding-Maßnahmen
- Empirische Untersuchung der Präferenzen potenzieller Arbeitnehmer
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition und Erklärung
Im Jahr 1996 ist der Begriff Employer Branding durch den wegweisenden Fachbeitrag ´The Employer Brand´ im ´Journal of Brand Management´ von Tim Ambler und Simon Barrow erstmals öffentlich in Erscheinung getreten. Jedoch fand das Thema Employer Branding erst zehn Jahre später Einzug in die Unternehmenspraxis. Employer Branding bedeutet in das deutsche übersetzt ´Arbeitgebermarkenbildung´ (Ahmad & Daud, 2016, S. 691).
Der Begriff Marke wird in der Literatur von vielen Autoren wie folgt definiert: „Eine Marke ist ein in der Psyche des Konsumenten und sonstiger Bezugsgruppe fest verankertes, unverwechselbares Vorstellungsbild von einem Produkt oder einer Dienstleistung“ (Meffert & Burmann und Koers, 2002, S. 6).
Im Allgemeinen befasst sich Employer Branding mit sämtlichen Maßnahmen, welche Unternehmen umsetzen können, um sich als attraktiver Arbeitgeber für die bestehenden und potentiellen Mitarbeiter darzustellen. Dabei ist zu betonen, dass Employer Branding immer externe, aber auch parallel interne Handlungsfelder abdeckt (Do & Irawanto und Safitri, 2017, S. 30).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die demografischen Herausforderungen, den Fachkräftemangel und die wachsende Bedeutung des "War for Talents" dar, um die Relevanz der Arbeit zu begründen.
2 Arbeitsmarktsituation und Generationenwandel: Das Kapitel analysiert Megatrends wie den demografischen Wandel und Wertewandel und beschreibt die spezifischen Charakteristika der Generation Y im Arbeitskontext.
3 Theoretische Grundlagen Employer Branding: Hier werden Definitionen sowie Funktionen und Wirkungsbereiche des Employer Branding erörtert, um eine theoretische Basis für die Praxis zu schaffen.
4 Maßnahmen Employer Branding: Dieses Kapitel präsentiert sowohl externe als auch interne Strategien und Maßnahmen, die zur Etablierung einer attraktiven Arbeitgebermarke beitragen.
5 Marktforschung – Empirische Untersuchung: Die Untersuchung legt das methodische Design der quantitativen Online-Umfrage dar, stellt Forschungshypothesen auf und wertet die Daten der Zielgruppe aus.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen und gibt abschließende Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Generation Y, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Arbeitgebermarke, Employer of Choice, War for Talents, Personalmarketing, Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung, Recruiting, Online-Umfrage, Work-Life-Balance, Arbeitgeberattraktivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung von Employer Branding als Instrument für Unternehmen, um in Zeiten des demografischen Wandels und Fachkräftemangels attraktiv für qualifizierte Arbeitskräfte zu bleiben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören die Analyse der aktuellen Arbeitsmarktsituation, das Verständnis der Generation Y, theoretische Grundlagen des Employer Branding sowie konkrete interne und externe Maßnahmen zur Positionierung als Arbeitgeber.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch Literaturrecherche und eine empirische Online-Umfrage zu ermitteln, ob Handlungsbedarf besteht, und daraus konkrete Strategien für Unternehmen abzuleiten, um gezielt die Generation Y als Arbeitnehmer zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer standardisierten Online-Umfrage unter Mitgliedern der Generation Y basiert.
Was steht im Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert theoretische Frameworks und praktische Ansätze, wie soziale Medien, Active Sourcing oder eine ausgeprägte Unternehmenskultur, um als Arbeitgeber erfolgreich zu sein.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Employer Branding, Generation Y, Fachkräftemangel, Arbeitgebermarke und Mitarbeiterbindung sind die zentralen Begriffe.
Warum ist die Generation Y für diese Arbeit so relevant?
Die Generation Y unterscheidet sich in ihren Werten, Anforderungen und ihrem Mediennutzungsverhalten maßgeblich von vorherigen Generationen, was Unternehmen zwingt, ihre Employer-Branding-Strategien an diese Kohorte anzupassen.
Welchen Stellenwert nimmt die Unternehmenskultur ein?
Die Arbeit betont, dass eine authentische Unternehmenskultur der Kern einer erfolgreichen Arbeitgebermarke ist, da sie sowohl intern zur Mitarbeiterbindung beiträgt als auch extern als "Kronzeuge" für die Arbeitgeberqualität fungiert.
Welche Rolle spielen Arbeitgeberbewertungsportale?
Sie dienen laut der empirischen Untersuchung als entscheidende Orientierungshilfe für die Generation Y, weshalb eine aktive Pflege dieser Plattformen durch Unternehmen als unerlässlich erachtet wird.
- Arbeit zitieren
- Andreas Mederer (Autor:in), 2019, Employer Branding als Erfolgsfaktor. Handlungsempfehlungen für den Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498223