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Die Gründung der Grundschule in der Weimarer Republik. Nicht rein politisch motiviert, sondern auch reformpädagogisch beeinflusst?

Titre: Die Gründung der Grundschule in der Weimarer Republik. Nicht rein politisch motiviert, sondern auch reformpädagogisch beeinflusst?

Dossier / Travail , 2015 , 13 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Verena Zweier (Auteur)

Pédagogie - Histoire de la Pédagogie
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In der hier vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die reformpädagogischen Vorstellungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts die Grundschule in der Weimarer Republik beeinflussten. Nach einem kurzen Überblick über wichtige reformpädagogische Strömungen wird zuerst die Gesetzgebung in den Blick genommen. Hierzu werden wichtige Richtlinien, an denen man sich bei der Erstellung der Lehrpläne orientieren sollte, im Hinblick auf die Frage nach erkennbaren reformpädagogischen Einflüssen untersucht.

Zur Verdeutlichung der Ergebnisse dient die anschließende Analyse der Ausführungen Eckhardts über die Gestaltung der Grundschule. Begründet sich die damalige wie die heutige Grundschule auf einem durch politische Willkür und Kompromisse zustande gekommenen Gesetz? Und spielten bildungsbezogene und pädagogische Fragen überhaupt eine Rolle? Diese Fragen werden in der vorliegenden Arbeit beantwortet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Beitrag der politischen Situation sowie pädagogischer Motive zur Gründung der Grundschule

2 Überblick über reformpädagogische Strömungen

2.1 Pädagogik vom Kinde aus

2.2 Arbeitsschulbewegung

2.3 Kunsterziehungsbewegung

2.4 Gesamtunterrichtliche Bewegung

3 Auswirkungen reformpädagogischer Ansprüche auf die Schulgesetzgebung

4 Einfluss der Reformpädagogik auf die innere Ausgestaltung der Grundschule – eine Analyse Eckhardts „Theorie der Schule“

5 Die Gestaltung der Weimarer Grundschule als erfolgreiches Beispiel der Verstaatlichung pädagogischer Ansprüche

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass die Gründung der Grundschule in der Weimarer Republik nicht ausschließlich auf politischen Aushandlungsprozessen basierte, sondern maßgeblich durch reformpädagogische Konzepte beeinflusst wurde. Ziel ist es, diese reformpädagogischen Einflüsse in der damaligen Gesetzgebung sowie in zeitgenössischen pädagogischen Theorien nachzuweisen.

  • Politische Rahmenbedingungen und das Weimarer Schulkompromiss
  • Wichtige Strömungen der Reformpädagogik (z. B. Pädagogik vom Kinde aus, Arbeitsschulbewegung)
  • Analyse der Richtlinien von 1921 zur Aufstellung von Lehrplänen
  • Untersuchung von Karl Eckhardts "Theorie der Schule und der Schulaufbau"
  • Verstaatlichung reformpädagogischer Ansprüche im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

2.1 Pädagogik vom Kinde aus

Der Grundgedanke aller reformpädagogischer Bewegungen lässt sich in der pädagogischen Orientierung vom Kinde aus wiederfinden (vgl. O’Callaghan 1997, 38). Er wurde vor allem von Pädagogen wie Ellen Key, Maria Montessori, Berthold Otto oder den Bremer Reformern Heinrich Scharrelmann und Fritz Gansberg getragen. Ihre wichtigste Forderung bestand darin, dass alle Erziehungs- und Bildungsbemühungen vom Kinde aus zu sehen und zu entscheiden sein müssten (vgl. Neuhaus 1991, 23). Das bedeutete einerseits, dass das Kind, seine Ansprüche und seine Fähigkeiten im Mittelpunkt aller Bildungsarbeit stehen sollten und andererseits, wie von Scharrelmann und Gansberg gefordert, dass die kindliche Erfahrungs- und Erlebniswelt in den Unterricht integriert werden sollte (vgl. Rodehüser 1987, 99f.). Außerschulische Erlebnisse sollten also im Unterricht verarbeitet werden und dem Kind die Wahl des Lerngegenstands überlassen werden (vgl. Neuhaus 1991, 24).

Argumente für diese pädagogische Anschauung entnahm man aus der Vorstellung Rousseaus, das Kind sei von Natur aus gut und man müsse es, wie eine Pflanze, in Ruhe wachsen und reifen lassen. Dem Erzieher als „Gärtner“ käme nur die Aufgabe zu, für freie Entfaltung zu sorgen und störende Einflüsse zu beseitigen (vgl. ebd., 23f.) Die se Vorstellung wurde zudem von den damaligen Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie gestützt. Die Entwicklung des Kindes wurde als Ausreifung der inneren Anlagen gesehen, die in einer unumkehrbaren Abfolge von Phasen stattfindet. Somit müsse man den Unterricht auf die Fassungskraft und Entwicklung des Kindes abstimmen (vgl. O’Callaghan 1997, 44ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Beitrag der politischen Situation sowie pädagogischer Motive zur Gründung der Grundschule: Dieses Kapitel beleuchtet die politischen Hintergründe der Schulgesetzgebung nach dem Ersten Weltkrieg und hinterfragt, ob neben politischen Kompromissen auch pädagogische Überlegungen eine Rolle spielten.

2 Überblick über reformpädagogische Strömungen: Es werden zentrale reformpädagogische Bewegungen wie die Pädagogik vom Kinde aus, die Arbeitsschulbewegung, die Kunsterziehungsbewegung und die gesamtunterrichtliche Bewegung definiert.

3 Auswirkungen reformpädagogischer Ansprüche auf die Schulgesetzgebung: Anhand offizieller Richtlinien und Erlasse wird aufgezeigt, wie Reformkonzepte Eingang in die formale Gesetzgebung der Weimarer Zeit fanden.

4 Einfluss der Reformpädagogik auf die innere Ausgestaltung der Grundschule – eine Analyse Eckhardts „Theorie der Schule“: Durch die Analyse von Karl Eckhardts Schriften wird verdeutlicht, wie theoretische Reformansätze die praktische Unterrichtsgestaltung prägten.

5 Die Gestaltung der Weimarer Grundschule als erfolgreiches Beispiel der Verstaatlichung pädagogischer Ansprüche: Das Fazit stellt fest, dass die staatlichen Gesetze der Weimarer Republik die Reformpädagogik vom Nischenphänomen zum Standard erhoben und somit eine erfolgreiche Institutionalisierung ermöglichten.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Grundschule, Reformpädagogik, Schulgesetzgebung, Reichsgrundschulgesetz, Pädagogik vom Kinde aus, Arbeitsschule, Gesamtunterricht, Kunsterziehung, Karl Eckhardt, Schulreform, Bildungsgeschichte, Unterrichtspraxis, Kindorientierung, Verstaatlichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Gründung der Grundschule in der Weimarer Republik rein politisch motiviert war oder ob reformpädagogische Strömungen der Zeit einen wesentlichen Einfluss auf die Ausgestaltung des Schulwesens hatten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Zusammenwirken von politischer Gesetzgebung, reformpädagogischen Strömungen wie der Arbeitsschulbewegung und deren konkrete Umsetzung in den Lehrplänen der Weimarer Zeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit die Gründung und inhaltliche Gestaltung der Weimarer Grundschule als ein durch reformpädagogische Ansätze beeinflusster Prozess betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Richtlinien zur Schulgestaltung sowie fachwissenschaftliche Primärtexte, wie etwa Eckhardts „Theorie der Schule“, auswertet und vergleicht.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die reformpädagogischen Strömungen theoretisch eingeführt und anschließend mit der Gesetzgebung (Richtlinien 1921) sowie mit Eckhardts Theorie abgeglichen, um Synergien und Übernahmen aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Weimarer Republik, Reformpädagogik, Grundschule, Schulgesetzgebung und Verstaatlichung pädagogischer Ansprüche.

Welche Rolle spielt das „Weimarer Schulkompromiss“ für die Argumentation?

Das Schulkompromiss dient als Beleg für die politische Dimension der Schulgründung, wird jedoch durch die Argumentation ergänzt, dass dieses politische Gerüst durch inhaltliche pädagogische Reformansätze substanziell mit Leben gefüllt wurde.

Warum wird Karl Eckhardts Werk „Die Theorie der Schule“ speziell analysiert?

Eckhardts Werk wird herangezogen, weil es als ein bedeutendes Beispiel für die zeitgenössische Reflexion dient, wie reformpädagogische Erkenntnisse – insbesondere zur Kindorientierung – direkt in die Unterrichtspraxis übersetzt werden sollten.

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Résumé des informations

Titre
Die Gründung der Grundschule in der Weimarer Republik. Nicht rein politisch motiviert, sondern auch reformpädagogisch beeinflusst?
Université
University of Würzburg
Note
1.3
Auteur
Verena Zweier (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
13
N° de catalogue
V498232
ISBN (ebook)
9783346024411
ISBN (Livre)
9783346024428
Langue
allemand
mots-clé
Weimarer Republik Gründung Grundschule Reformpädagogik
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Citation du texte
Verena Zweier (Auteur), 2015, Die Gründung der Grundschule in der Weimarer Republik. Nicht rein politisch motiviert, sondern auch reformpädagogisch beeinflusst?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498232
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