Diese Arbeit geht der Frage nach, wie sich die Purtoricaner in New York City etabliert haben, und welche Anpassungen im Zuge dieser Veränderung in Ihrer Sprache vorgenommen wurden.
Im Besonderen wird dabei auf das Sprachkontaktphänomen Code-Switching, als eine der wichtigsten Eigenschaften der Sprache der Puertoricaner in New York, Spanglish, eingegangen.
Zunächst wird dabei auf einige definitorische Probleme fokussiert und die einzelnen Varianten des Code-Switching werden näher erläutert. Daran anschließende wird dann spezieller auf die Puertoricaner in New York eingegangen, wobei auch die historischen Einflüsse auf die linguistischen Aspekt des Spanglish untersucht werden. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff Code-Switching
2.1 Geschichte
2.2 Definitorische Probleme
2.3 Typen des Code-Switching
2.3.1. Tag-Switching
2.3.2. Intersentential
2.3.3. Intrasentential
3. Funktionen des Code-Switching
4. Puertoricaner in New York City
4.1. Geschichtlicher Hintergrund
4.2. Spanglish
4.2.1. Phonologie
4.2.2. Morphosyntax
4.2.3. Lexik und Semantik
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Sprachkontaktphänomen des Code-Switching bei puertoricanischen Einwanderern in New York City und analysiert, wie sich das daraus resultierende "Spanglish" als hybride Sprachform innerhalb dieser Gemeinschaft etabliert hat und welche Funktionen es im Alltag erfüllt.
- Definition und theoretische Grundlagen des Begriffs Code-Switching
- Klassifizierung der verschiedenen Typen des Code-Switching (Tag-, Intersentential-, Intrasentential-Switching)
- Analyse der Funktionen von Code-Switching in der Kommunikation
- Historischer Kontext der Puertoricaner in New York City
- Linguistische Untersuchung des "Spanglish" (Phonologie, Morphosyntax, Lexik/Semantik)
Auszug aus dem Buch
2.3. Typen des Code-Switching
Die Unterteilung des CS in verschiedene Typen geht auf die Forschungsarbeiten von Prof. Shana Poplack zurück. 1980 untersuchte sie die Sprache von 20 Puertoricanern einer stabilen zweisprachigen Gemeinschaft in New York City. Dabei entwickelte sie auf Grundlage dieser Untersuchungen eine syntaktische Unterteilung des CS in drei Typen: intersentential, tag-switching und intrasentential CS. Diese Unterteilung macht deutlich, wo genau CS im Diskurs stattfindet.
Beim tag-switching CS (oder auch emblematic CS) werden die sprachlichen Elemente dem Satz vorangestellt, eingeschoben oder angehängt. Dabei handelt es sich um sogenannte Diskursmarker, welche zur Strukturierung der Aussage benutzt werden. Das sind vor allem Interjektionen, Füllwörter, Floskeln oder Ausrufe. Spanische Diskursmarker sind zum Beispiel: „oye“, „¿no?“, „¿vale?“ oder „¿eh?“. Typische englische Diskursmarker sind zum Beispiel: „you know“, „I mean“.
Beispiel: Pues, yeah, I want to go.
Diese Elemente sind im Satz leicht zu integrieren, weil sie nicht mit anderen Elementen syntaktisch verbunden sind. Daher ist keine sehr hohe bilinguale Kompetenz nötig, um diesen Typ in einer Äußerung anzuwenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Sprachveränderung durch Migration ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das Phänomen Code-Switching bei puertoricanischen Einwanderern in NYC zu beleuchten.
2. Der Begriff Code-Switching: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, diskutiert definitorische Herausforderungen und klassifiziert die verschiedenen Typen des Code-Switching.
3. Funktionen des Code-Switching: Hier werden die kommunikativen und sozialen Funktionen von Code-Switching, wie etwa die referentielle oder expressive Funktion, anhand von Beispielen dargelegt.
4. Puertoricaner in New York City: Das Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund der puertoricanischen Migration nach New York und analysiert die Entstehung und Struktur des "Spanglish" auf linguistischer Ebene.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass das "Spanglish" als fester Bestandteil der Identität der Nuyoricans zu betrachten ist.
Schlüsselwörter
Code-Switching, Spanglish, Puertoricaner, New York City, Bilinguismus, Sprachkontakt, Nuyoricans, Sprachvariation, Linguistik, Migration, Identität, Tag-Switching, Intersentential, Intrasentential
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem sprachlichen Phänomen des Code-Switching, insbesondere im Kontext der puertoricanischen Gemeinschaft in New York City und der daraus resultierenden hybriden Sprachform "Spanglish".
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Code-Switching, die Klassifizierung seiner Typen, seine sozialen Funktionen sowie die historische und linguistische Analyse des Spanglish.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich puertoricanische Einwanderer sprachlich an ihre neue Umgebung angepasst haben und welche Rolle das Code-Switching dabei für ihre Identität spielt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse namhafter Sprachwissenschaftler und empirischer Studien wie denen von Shana Poplack basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Code-Switching, eine Analyse seiner Funktionen und eine spezifische Betrachtung der puertoricanischen Community in NYC sowie der linguistischen Merkmale ihres Spanglish.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Code-Switching, Spanglish, Bilinguismus, Nuyoricans und Sprachkontakt definiert.
Was unterscheidet "Tag-Switching" von anderen CS-Typen?
Tag-Switching zeichnet sich durch die Verwendung von Diskursmarkern (wie "you know") aus, die syntaktisch weniger stark in den Satz eingebunden sind als andere Formen und somit weniger bilinguale Kompetenz erfordern.
Warum wird "Spanglish" heute nicht mehr als rein "fehlerhaft" angesehen?
Die Forschung, insbesondere durch Shana Poplack, hat gezeigt, dass es sich nicht um Sprachverfall handelt, sondern um ein komplexes, regelbasiertes kommunikatives Mittel, das Identität stiftet.
- Citation du texte
- Anne Fülbier (Auteur), 2017, Das puertoricanische Spanglisch in New York City. Anpassung von Sprache an eine neue Heimat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498247