Zur Vorbereitung der Gesellschafterversammlung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) entwickelt der Autor eine Übersicht denkbarer Qualitätsstrategien. Er stellt fest, dass für das MVZ als Einrichtung des Gesundheitswesens mit ambulanter Leistungserbringung die Qualitätsphilosophie der kontinuierlichen Verbesserung sehr geeignet erscheint und begründet dies anhand von vier Qualitätsphilosophien. Zentral ist die fortwährende Thematisierung von Verbesserungen auf Ebene der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Interne Sicht und Kundensicht können sinnvoll miteinander verknüpft werden und somit Interessen der Einrichtung, deren Mitarbeitern und deren Kunden aufeinander abgestimmt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Qualitätsphilosophien und Vorschlag für eine Qualitätsstrategie
- Übersicht der Qualitätsstrategien
- Null-Fehler-Philosophie
- Kontinuierliche Qualitätsverbesserung
- Qualitätsführerschaft
- Total Quality Management
- Empfehlung einer Qualitätsstrategie für das MVZ
- Vergleich des Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9000 ff und der Zertifizierung nach KTQ
- System der KTQ
- Vorteile des KTQ- Modells
- Nachteile des KTQ-Modells
- QMS nach DIN EN ISO 9000 ff
- Vorteile des QMS nach DIN EN ISO 9000 ff
- Nachteile des QMS nach DIN ISO EN 9000 ff
- Qualitätsindikatoren in der stationären Versorgung
- Patienten-Sicherheits-Indikatoren
- Helios Qualitätsindikatoren
- Qualitätssicherung aus Routinedaten
- Qualitätsindikatoren der Bundesgeschäftsstelle für Qualität
- Krankenhausindividuelle Qualitätsindikatoren
- Einrichtungsspezifische Qualitätsindikatoren für das MVZ
- Qualitätsindikatoren für den Bereich Potenzialqualität
- Qualitätsindikatoren für den Bereich Prozessqualität
- Qualitätsindikatoren für den Bereich Ergebnisqualität
- Abschließende Bemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Qualitätsmanagement im medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Ziel ist es, eine Übersicht über verschiedene Qualitätsphilosophien und -strategien zu geben und eine geeignete Strategie für das MVZ zu empfehlen. Die Arbeit beleuchtet die Vorteile und Nachteile verschiedener Qualitätsmanagementsysteme und betrachtet spezifische Qualitätsindikatoren in der stationären Versorgung und im ambulanten Bereich.
- Verschiedene Qualitätsphilosophien und -strategien
- Qualitätsmanagement in MVZ
- Vorteile und Nachteile von verschiedenen Qualitätsmanagementsystemen
- Spezifische Qualitätsindikatoren
- Optimierung von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 stellt verschiedene Qualitätsphilosophien vor, darunter die Null-Fehler-Philosophie, die kontinuierliche Qualitätsverbesserung, die Qualitätsführerschaft und das Total Quality Management. Es wird eine Empfehlung für eine geeignete Qualitätsstrategie für das MVZ gegeben, wobei die kontinuierliche Verbesserung als zentrales Konzept hervorgehoben wird.
Kapitel 2 vergleicht das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9000 ff mit der Zertifizierung nach KTQ. Es werden die Vor- und Nachteile beider Systeme analysiert und die jeweiligen Stärken und Schwächen beleuchtet.
Kapitel 3 befasst sich mit Qualitätsindikatoren in der stationären Versorgung. Es werden verschiedene Indikatoren vorgestellt, darunter Patienten-Sicherheits-Indikatoren, Helios Qualitätsindikatoren und Qualitätsindikatoren der Bundesgeschäftsstelle für Qualität.
Kapitel 4 behandelt einrichtungsspezifische Qualitätsindikatoren für das MVZ. Es werden Indikatoren für den Bereich Potenzialqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität vorgestellt.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, MVZ, Qualitätsphilosophie, Qualitätsstrategie, kontinuierliche Qualitätsverbesserung, DIN EN ISO 9000 ff, KTQ, Qualitätsindikatoren, Patienten-Sicherheit, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Potenzialqualität.
Häufig gestellte Fragen
Welche Qualitätsstrategie eignet sich am besten für ein MVZ?
Für ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) wird die Philosophie der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung empfohlen, da sie Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität fortwährend optimiert.
Was ist der Unterschied zwischen DIN EN ISO 9000 ff und KTQ?
DIN EN ISO 9000 ff ist ein branchenübergreifendes Qualitätsmanagementsystem, während KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) speziell auf Gesundheitseinrichtungen zugeschnitten ist.
Was versteht man unter Ergebnisqualität im Gesundheitswesen?
Die Ergebnisqualität misst den Erfolg der Behandlung, beispielsweise durch die Analyse von Heilungsraten, Patientenzufriedenheit oder Komplikationsraten.
Welche Rolle spielen Patienten-Sicherheits-Indikatoren?
Diese Indikatoren dienen dazu, potenzielle Risiken in der stationären Versorgung zu identifizieren und die Sicherheit der Patienten durch messbare Daten zu erhöhen.
Was ist Total Quality Management (TQM)?
TQM ist ein umfassender Managementansatz, der die Qualität in alle Prozesse und Ebenen einer Organisation integriert und alle Mitarbeiter sowie die Kundensicht einbezieht.
- Quote paper
- Dr. Manuel Anhold (Author), 2014, Qualitätsmanagement für die ambulante Leistungserbringung im Gesundheitswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498494