Die Arbeit untersucht, inwieweit Change Management zur Unterstützung flexibleren Arbeitens beiträgt. Es werden die Herausforderungen des flexiblen Arbeitens für eine Organisation dargelegt. Anhand des Änderungsgesetzes nach Kurt Lewin wird erläutert, welche psychologische Ebene alle Beteiligten in so einem Veränderungsprozess durchlaufen. Zudem erfolgt die Darlegung der Phasen eines Change Prozesses auf der Sachebene anhand des Phasenmodells nach Vahs und Weiand. Auf dieser Basis wird ein geeignetes Bündel an Change Managementmaßnahmen erläutert, die eine Flexibilisierung des Arbeitens unterstützen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Flexibilisierung von Arbeitsformen
2.1.1 Begriffsdefinition „Flexibilisierung des Arbeitens“
2.1.2 Herausforderungen bei der Flexibilisierung von Arbeitsformen
2.2 Change Management zur Unterstützung flexibleren Arbeitens
2.2.1 Begriffsdefinition „Change Management“
2.2.2 Das Änderungsgesetz nach Lewin
2.2.3 Das Phasenmodell nach Vahs und Weiand
3 Methodenteil
3.1 Maßnahmenbündel zur Unterstützung flexibleren Arbeitens
3.1.1 Großraumbüro mit offenen Arbeitsplätzen
3.1.2 Flexible Arbeitszeiten
3.1.3 Job-Sharing
3.1.4 Digitale Kommunikationsmodelle
3.1.5 Agile Arbeitsmethoden
3.2 Zusammenwirken des Maßnahmenbündels
3.2.1 Herausforderungen auf der psychologisch-emotionalen Ebene
3.2.2 Bewältigung der Herausforderungen auf der psychologischen Ebene
4 Diskussion
5 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Maßnahmenbündel für das Change Management zu entwickeln, welches Unternehmen bei der notwendigen Flexibilisierung von Arbeitsformen unterstützt, wobei ein besonderer Fokus auf der Bewältigung psychologisch-emotionaler Herausforderungen liegt.
- Grundlagen der Flexibilisierung von Arbeitsformen
- Change Management Ansätze und Phasenmodelle
- Methoden zur Flexibilisierung (Großraumbüro, Job-Sharing, Agilität)
- Psychologisch-emotionale Ebene in Veränderungsprozessen
- Strategien zur Bewältigung von Widerständen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Großraumbüro mit offenen Arbeitsplätzen
Großraumbüros sind als Zusammenlegung von einzelnen Arbeitsplätzen auf eine größere Grundfläche zu verstehen. Dabei wird mit offenen Arbeitsplätzen eine möglichst hohe Flächeneffizienz (Nutzungsgrad einer Fläche) bezweckt. Einige Konzepte sehen vor, dass die Führungskräfte der mittleren Ebene mit ihren Mitarbeitern auf einer Fläche sitzen. Diese Konzepte setzen bei der räumlichen Flexibilisierung in Organisationen an.
Großraumbüros sollen ein kreativitätsförderndes Arbeitsumfeld schaffen, welches von der interdisziplinären Interaktion der Mitarbeiter bestimmt wird. Dadurch sollen die Produktivität und die Kreativität der Mitarbeiter gefördert werden, denn die große Fläche lädt zur Kommunikation und einem Miteinander ein. Letztlich kann damit der wichtigste Rohstoff eines Unternehmens, die Innovationsfähigkeit, gesteigert werden. Deshalb geht das Konzept von Großraumbüros in der Betrachtung weiter und baut zwei klassische Freizeitelemente „Freiräume“ und „Pausen“ in die Bürogestaltung mit ein.
Um die Ideenschmiede in den Bürokomplexen weiter anzukurbeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten, bspw. die Einrichtung einer Kaffee- und Teeküche mit Lounge-Charakter, um die Beschäftigten auch hier zur Interaktion anzuregen. Auf der anderen Seite werden auch geschlossene Rückzugsorte, sogenannte „Think Tanks“ den Mitarbeitern eingeräumt. Hier können sie konzentriert in Ruhe arbeiten, wenn diese bspw. ein Konzept fertigstellen möchten oder auch mal ungestört ein Telefonat führen wollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Auslöser für organisatorische Veränderungsprozesse und definiert das Ziel, ein Bündel an Change-Management-Maßnahmen zur Unterstützung flexiblerer Arbeitsformen abzuleiten.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe „Flexibilisierung des Arbeitens“ sowie „Change Management“ und führt theoretische Modelle wie das Änderungsgesetz nach Lewin und das Phasenmodell von Vahs und Weiand ein.
3 Methodenteil: Der Methodenteil stellt konkrete Maßnahmen wie Großraumbüros, flexible Arbeitszeiten, Job-Sharing, digitale Kommunikation und agile Methoden vor und analysiert deren Zusammenwirken sowie die Bewältigung psychologischer Herausforderungen.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die vorgestellten Methoden kritisch hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit, der oft vernachlässigten Budgetfrage und der branchenspezifischen Eignung.
5 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Flexibilisierung der Arbeitswelt einen ganzheitlichen Veränderungsprozess erfordert, der zwingend durch professionelles Change Management begleitet werden muss, um erfolgreich zu sein.
Schlüsselwörter
Change Management, Flexibilisierung, Arbeitsmodelle, Großraumbüro, Job-Sharing, agile Arbeitsmethoden, digitale Transformation, psychologische Ebene, Widerstandsmanagement, Unternehmenskultur, Wissensarbeit, Work-Life-Balance, Prozessoptimierung, digitale Kommunikation, organisatorischer Wandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der notwendigen Flexibilisierung von Arbeitsformen in Unternehmen und der Frage, wie Change Management Prozesse diesen Wandel erfolgreich unterstützen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Change Managements, verschiedene Instrumente zur Flexibilisierung des Arbeitens sowie die psychologisch-emotionalen Aspekte, die bei Mitarbeitern im Zuge solcher Veränderungen auftreten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Entwicklung eines geeigneten Bündels an Change-Management-Maßnahmen, um die Flexibilisierung des Arbeitens im Unternehmen voranzutreiben und auftretende Widerstände nachhaltig zu überwinden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte wissenschaftliche Analyse von Fachliteratur, um bestehende Konzepte zu Flexibilisierung und Change Management zu evaluieren und entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Was wird im methodischen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil stellt fünf spezifische Maßnahmen vor – Großraumbüros, flexible Arbeitszeiten, Job-Sharing, digitale Kommunikationsmodelle und agile Methoden – und untersucht deren Mehrwert sowie ihr Zusammenwirken.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Change Management, Flexibilisierung des Arbeitens, agile Arbeitsmethoden, Job-Sharing und die psychologische Ebene der Mitarbeiterführung im Wandel.
Warum ist laut der Autorin das Einbinden der Mitarbeiter so wichtig?
Nur durch eine frühzeitige Kommunikation und Einbindung aller Beteiligten sowie das Vorleben durch Führungskräfte kann die Angst vor dem Unbekannten gemindert und die notwendige Veränderungsbereitschaft in der Organisation erzeugt werden.
Wie bewertet die Autorin die praktische Anwendbarkeit der vorgestellten Maßnahmen?
Die Autorin weist kritisch darauf hin, dass die Maßnahmen in der Praxis von Faktoren wie dem verfügbaren Budget, der bestehenden Unternehmenskultur und der Branche abhängen und eine zeitgleiche Implementierung aller Ansätze oft unwahrscheinlich ist.
- Citation du texte
- Jasmin Badarne (Auteur), 2018, Change Management zur Unterstützung von New Work, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498495