Die folgende Arbeit befasst sich im Rahmen der Beschäftigung mit einem fiktiven Unternehmen mit der Frage, wie strategisch der Umsatz eines Kleinunternehmens aus den Geschäftsbereichen konstruktiver Stahlbau und Schlosserei in 5 Jahren um 30 Prozent erhöht werden kann.
Hierzu werden Benchmark und Prozesskostenanalyse ausgewertet, bevor die Gewinn- und Umsatzprognose vorgestellt wird. eine besondere Rolle wird dabei auf die Rolle des Einkaufs gelegt.
Anchließend werden explizite Vorschläge zur Umsetzung dieser Ziele genannt, bevor im Anhang die errechneten Daten vorgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabenstellung
2. Ausgangssituation des Unternehmens
3. Analyse der Prozesse und Kostensituation
3a Ergebnisse des Benchmark – Vergleiches und der ABC-Analyse
3b. Ergebnisse der Prozess(kosten)analyse
3c. Ergebnisse der Make – or – Buy Analyse und des partiellen Preisvergleiches
3d. Umsatz -und Gewinnprognose
4.Vorgehensweise zur Verbesserung
4a. Projekteinkauf
4b. ABC-Klassifizierung und e-Procurement
4c. Lagerbewirtschaftung von C-Teilen
4d. Reduktion der Stammlieferanten
4e. Ausschreibung und Rahmenvertrag
4f. Outsourcing
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit zielt darauf ab, durch die Etablierung eines professionellen Einkaufsmanagements bei der Schloss und Riegel Schlosserei und Stahlbau GmbH die Umsatzrendite sowie den Gewinn nachhaltig zu steigern, um eine Umsatzsteigerung von 30 % innerhalb der nächsten fünf Jahre zu ermöglichen.
- Analyse der bestehenden Prozess- und Kostensituation mittels Benchmark und ABC-Analyse
- Optimierung der Beschaffungsprozesse durch e-Procurement und Lageroptimierung
- Implementierung einer strategischen Make-or-Buy Analyse zur Wertschöpfungsoptimierung
- Neuausrichtung des Projekteinkaufs und der Lieferantenstruktur zur Kostensenkung
Auszug aus dem Buch
3. Analyse der Prozesse und Kostensituation
Die Anzahl der Bestellungen ist auffallend höher als im Branchenvergleich. Die Analyse des Bestellverhaltens hat ergeben, dass die größte Menge an Aufträgen Einzelbestellungen für C-Teile (Befestigungs- und Montagematerial), Arbeitsschutz, sowie Hilfs- und Betriebsstoffe mit geringem Einkaufswert sind. Die Kosten pro Bestellung betragen 95 €. Diese schlagen bei der enormen Anzahl von Kleinwertbestellungen besonders hoch zu Buche. Die Standardvorgehensweise ist hier, dass ein Arbeiter mündlich oder auf einem Handzettel die Bedarfsanforderung bekannt gibt. Dann wird im Büro über das System eine Bestellung geschrieben und per E-Mail versandt. Nicht alle Artikel, welche gekauft werden, sind im Artikelstamm angelegt. Der Bedarf für C-Teile wie z.B.: Schrauben, Muttern, Beilagscheiben, Dübel und Schraubanker wird geschätzt oder „händisch“ errechnet. Das bedeutet, dass ein Arbeiter sieht, dass im Lager nur mehr wenige Stück vorhanden sind, und dies meldet, bzw. wird von der Produktionsplanung für die zu produzierenden Aufträge die laut Zeichnung verbaute Menge ermittelt, und es wird die dem Bedarf entsprechende Mindestbestellmenge bzw. Verpackungseinheit bestellt. Diese betreuungsintensive Bearbeitung führt dazu, dass ein Großteil der personellen Ressourcen in der Abwicklung des Tagesgeschäftes gebunden ist, und keine Zeit für die Lieferantensuche und zur Optimierung der A-Artikel bleibt. Weiters sind aufgrund der manuellen Bestellabwicklung die Kosten der Bestellabwicklung sehr hoch, und der Branchenvergleich hat ergeben, dass die Konkurrenz zur Kostensenkung bereits mittels EDV-Unterstützung (e-Procurement) die Abläufe optimiert, und in diesem Bereich somit Aufholbedarf vorhanden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabenstellung: Definition der strategischen Zielsetzung zur Umsatzsteigerung um 30 % und der Rolle des Einkaufs zur Verbesserung der Rentabilität.
2. Ausgangssituation des Unternehmens: Beschreibung des Unternehmensstatus als Kleinbetrieb mit ineffizienten, rein operativen Einkaufsprozessen und mangelnder Kostenkontrolle.
3. Analyse der Prozesse und Kostensituation: Detaillierte Untersuchung der hohen Bestellkosten und ineffizienten Materialbeschaffung sowie der Auswirkungen auf die Umsatzrendite.
4. Vorgehensweise zur Verbesserung: Darlegung konkreter Optimierungsmaßnahmen wie Projekteinkauf, e-Procurement, Lieferantenreduktion und Outsourcing zur nachhaltigen Gewinnsteigerung.
Schlüsselwörter
Einkaufsmanagement, Prozesskostenanalyse, ABC-Analyse, e-Procurement, Make-or-Buy, Projekteinkauf, Umsatzrendite, Kostensenkung, Lieferantenmanagement, C-Teile, Beschaffung, Stahlbau, Rahmenvertrag, Bestandsoptimierung, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die ineffizienten Einkaufsprozesse eines kleinen Stahlbauunternehmens und entwickelt ein Konzept, um durch professionelles Einkaufsmanagement die Kosten zu senken und die Unternehmensrendite zu steigern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Prozesskostenanalyse, der Klassifizierung von Materialien (ABC-Analyse), der Optimierung der Lieferantenstruktur sowie der strategischen Implementierung von e-Procurement und Make-or-Buy-Entscheidungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Konzepts, das durch eine professionelle Einkaufsstruktur und Maßnahmen zur Kostensenkung die Basis für eine geplante Umsatzsteigerung von 30 % über fünf Jahre schafft.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Analyse basiert auf betriebswirtschaftlichen Methoden wie der ABC-Analyse, dem Benchmark-Vergleich, der Prozesskostenrechnung sowie Make-or-Buy-Vergleichsrechnungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Analyse der Kostensituation, die Darstellung der Optimierungspotenziale und die konkrete Vorgehensweise für verschiedene Einkaufsbereiche wie Projekteinkauf und C-Teile-Management.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Beschaffungsoptimierung, Prozesskosten, Effizienzsteigerung, e-Procurement und strategische Lieferantenentwicklung geprägt.
Wie wirkt sich die Einführung von Desktop Purchasing konkret aus?
Es reduziert den administrativen Aufwand im Einkauf massiv, da Werkstattbedarf eigenständig von Mitarbeitern bestellt wird, während der Einkauf nur noch bei Überschreitung von Wertgrenzen kontrollierend eingreift.
Warum ist die Make-or-Buy-Analyse für das Unternehmen so wichtig?
Sie ermöglicht es, lohnintensive Eigenfertigungen auszulagern, Kapazitäten für neue Aufträge freizugeben und so den Umsatz bei gleichzeitig gesunkenen Fertigungskosten zu steigern.
- Citation du texte
- Tanja Pöltl (Auteur), 2016, Welchen Beitrag leistet der Einkauf zur Umsatz- und Gewinnverbesserung eines Kleinunternehmens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498697