Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

Preußens Generaldirektorium. Ein Vorbild für das östereichische Directorium in publicis et camerale?

Title: Preußens Generaldirektorium. Ein Vorbild für das östereichische Directorium in publicis et camerale?

Term Paper , 2019 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Natascha Kühnemund (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit geht der Frage nach, inwieweit das Preußische Generaldirektorium ein Vorbild für die Organisation der österreichischen Staatsverwaltung im 18. Jahrhundert gesehen werden kann.

Überall auf dem europäischen Kontinent prägten sich im 17. und 18. Jahrhundert moderne Großstaaten aus. Die politische Bedeutung der Stände schwindet und es ensteht fürstlicher Beamtenstaat in mehr oder weniger zentralisierter Form . Tendenzen der Zentralisierung und des Absolutismus setzen in Österreich früher als in Preußen ein, aber dort war die Wirkung zunächst langsamer und weniger durchgreifend und kam erst ab 1749 in Schwung. Dies hing auch damit zusammen, dass die Aufgabe Österreichs weitaus schwieriger war als die Preußens. In Preußen musste man Territorien mit verschiedenen Lebensbedingungen zu einem einheitlichen Staatswesen vereinen, jedoch teilte der Großteil der Bevölkerung Nationalität und Sprache. In Österreich hingegen mussten Länder von sehr verschiedenartigen Nationalitäten zusammengefasst werden. Diese Aufgabe wurde durch das Kaisertum und die Bestrebungen zur Wiederherstellung der kaiserlichen Autorität im Reich noch umfassender und komplizierter.

Interessant ist es zu wissen, ob und in welchem Ausmaß sich diese Prussifizierung in den Behörden unter Maria Theresia, wie zum Beispiel dem neugegründeten Direktorium in publicis et cameralibus, wiederfinden lässt. Oder noch genauer gefragt: Ist das preußische Generaldirektorium ein Vorbild für die Entstehung und den inneren Aufbau des Directorium in publicis et cameralibus? Und wenn dem so ist, stellt sich die Frage, inwieweit sich die Einflüsse in der Entstehungsgeschichte und dem Aufbau der Behörde widerspiegeln. Dabei wird der Aufbau des Generaldirektoriums bis zu den Reformen im Jahr 1748 berücksichtigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die theresianische Staatsreform von 1749 und die Gründung des Directorium in publicis et cameralibus

3. Entstehung des preußischen Generaldirektoriums und Vergleich mit dem Directorium in publicis et cameralibus

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

5.1 Literatur

5.2 Quellen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die administrative Reformpolitik unter Maria Theresia und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern das preußische Generaldirektorium als strukturelles Vorbild für das österreichische „Directorium in publicis et cameralibus“ gedient hat und welche Anpassungen aufgrund der unterschiedlichen landesspezifischen Gegebenheiten notwendig waren.

  • Analyse der theresianischen Staatsreform ab 1749
  • Struktureller Vergleich zwischen der österreichischen und preußischen Behördenorganisation
  • Untersuchung der Rolle von Friedrich Wilhelm Graf von Haugwitz bei der Modernisierung der Verwaltung
  • Betrachtung der Rolle der Stände und der Zentralisierungsprozesse im 18. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Überall auf dem europäischen Kontinent prägten sich im 17. und 18. Jahrhundert moderne Großstaaten aus. Die politische Bedeutung der Stände schwindet und es rückt ein fürstlicher Beamtenstaat in mehr oder weniger zentralisierter Form „an die Stelle des alten föderativen Systems der Länderverfassungen“. Die Tendenzen der Zentralisierung und des Absolutismus setzen in Österreich früher als in Preußen ein, aber dort war die Wirkung zunächst langsamer und weniger durchgreifend und kam erst ab 1749 in Schwung. Dies hing auch damit zusammen, dass die Aufgabe Österreichs weitaus schwieriger war als die Preußens. In Preußen musste man Territorien mit verschiedenen Lebensbedingungen zu einem einheitlichen Staatswesen vereinen, jedoch teilte der Großteil der Bevölkerung Nationalität und Sprache. In Österreich hingegen mussten Länder von sehr verschiedenen Nationalitäten zusammengefasst werden. Diese Aufgabe wurde durch das Kaisertum und die Bestrebungen zur Wiederherstellung der kaiserlichen Autorität im Reich noch umfassender und komplizierter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet die Verwaltungsreformen in den Kontext der europäischen Staatsentwicklung des 17. und 18. Jahrhunderts ein und führt in die spezifischen Herausforderungen der österreichischen Monarchie im Vergleich zu Preußen ein.

2. Die theresianische Staatsreform von 1749 und die Gründung des Directorium in publicis et cameralibus: Dieses Kapitel erläutert die schwierige finanzielle Ausgangslage unter Maria Theresia und die Rolle von Graf von Haugwitz bei der schrittweisen Etablierung zentralisierter Verwaltungsstrukturen.

3. Entstehung des preußischen Generaldirektoriums und Vergleich mit dem Directorium in publicis et cameralibus: Hier werden die historischen Ursprünge der preußischen Verwaltung als Modell sowie die parallelen Entwicklungen und Unterschiede bei der Umsetzung der Reformen in Österreich detailliert gegenübergestellt.

4. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und konstatiert, dass das preußische Modell trotz Anpassungen ein bedeutender Impulsgeber für die Modernisierung der österreichischen Staatsverwaltung war.

5. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Friedrich Wilhelm Graf von Haugwitz, Generaldirektorium, Directorium in publicis et cameralibus, Staatsreform, Zentralisierung, Absolutismus, Verwaltungsgeschichte, Österreichische Monarchie, Preußen, Stände, Reformpolitik, Behördenorganisation, Verwaltungsmodernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Modernisierung der staatlichen Verwaltungsstrukturen in Österreich unter Maria Theresia im 18. Jahrhundert im Kontext eines Vergleichs mit dem preußischen Vorbild.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Verwaltungsreformen des 18. Jahrhunderts, die Rolle des Absolutismus, die Konzentration von Entscheidungsbefugnissen und der Einfluss des preußischen Generaldirektoriums auf das österreichische Pendant.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern das preußische Generaldirektorium als Vorbild für die Gründung und den inneren Aufbau des österreichischen „Directorium in publicis et cameralibus“ gedient hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-vergleichende Methode, um auf Basis von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Behördenorganisation beider Staaten herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Entstehungsgeschichte der Reformen unter Graf Haugwitz, dem strukturellen Vergleich der Behörden und der historischen Notwendigkeit zur Zentralisierung angesichts finanzieller und militärischer Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Maria Theresia, Verwaltungsreform, Haugwitz, Zentralisierung und Generaldirektorium charakterisieren.

Warum war die Verwaltungsaufgabe in Österreich schwieriger als in Preußen?

Österreich musste weitaus heterogenere Länder mit unterschiedlichen Nationalitäten und Verfassungen vereinen, während Preußen über eine einheitlichere sprachliche und nationale Basis verfügte.

Welche Rolle spielte Graf von Haugwitz bei den Reformen?

Haugwitz war die treibende Kraft, der das Vertrauen der Kaiserin genoss und die zentralistischen Reformkonzepte ausarbeitete, um die Steuer- und Landesverwaltung effizienter zu gestalten.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Preußens Generaldirektorium. Ein Vorbild für das östereichische Directorium in publicis et camerale?
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Natascha Kühnemund (Author)
Publication Year
2019
Pages
23
Catalog Number
V498797
ISBN (eBook)
9783346052087
Language
German
Tags
preußens generaldirektorium vorbild directorium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Kühnemund (Author), 2019, Preußens Generaldirektorium. Ein Vorbild für das östereichische Directorium in publicis et camerale?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498797
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint